Newsletter XXXII 2026
9. August bis ...
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Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...
Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.
1. August 1983 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN
2. August 1992 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN
4. August 2005 (INES Klass.?) Akw Indian Point, USA
6. August 1945 (1. Atombombenabwurf der USA) Hiroshima, JPN
9. August 2009 (INES-1 Klass.?) Akw Gravelines, FRA
9. August 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Mihama, JPN
9. August 1945 (2. Atombombenabwurf der USA) Nagasaki, JPN
10. August 1985 (INES-5) U-Boot-Unglücke, K-431, UdSSR
11. August 2014 (INES Klass.?) Akw Heysham und Akw Hartlepool, GBR
11. August 1973 (INES Klass.?) Akw Palisades, Mi, USA
12. August 2001 (INES-2 Klass.?) Akw Phillipsburg, DEU
12. August 2000 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, K-141 Kursk, RUS
18. August 2015 (INES-2) Akw Blayais, FRA
19. August 2008 (INES-1) Akw Santa Maria de Garoña, ESP
21. August 2007 (INES-2) Akw Beznau, CHE
21. August 1945 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA
23. August 2011 (INES-1 Klass.?) Akw North Anna, VA, USA
25. August 2008 (INES-3) Nuklearmedizin IRE Fleurus, BEL
25. August 2004 (INES-2) Akw Vandellos, ESP
27. August 2009 (INES Klass.?) Akw Leningrad, St. Petersburg, RUS
27. August 2008 (INES-1 Klass.?) Akw Tihange, BEL
29. August 1949 ("RDS-1" 1. Atomtest der UdSSR) Semipalatinsk, KAZ
30. August 2003 (Atom-U-Boot) U-Boot-Unglücke, K-159, RUS
Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de
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11. August
„Schwarzer Berg“ belastet Kroatien:
Krebsfälle häufen sich, Großraum an der Küste gefährdet
In Donje Biljane kämpfen Bewohner gegen einen giftigen Abfallberg, den der Staat jahrelang ignorierte. Nun häufen sich Krebsfälle.
Donje Biljane – Ein kleines Dorf in der dalmatinischen Hinterland-Region Ravni Kotari steht seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten im Schatten eines giftigen Hügels. Was 2010 mit anrollenden Lastwagen begann, hat sich zu einem der gravierendsten Umweltskandale Kroatiens entwickelt – mit weitreichenden Folgen für Gesundheit, Trinkwasser und den Staatshaushalt.
Der sogenannte „Crno Brdo“ – auf Deutsch: Schwarzer Berg – ist kein Naturphänomen, sondern ein Produkt industriellen Versagens. Rund 140 000 Tonnen Silikomangan- und Ferromangangschlacke aus einer stillgelegten Fabrik in Šibenik wurden damals auf einem Privatgrundstück im Dorf Donje Biljane abgekippt. Die Schlacke enthält nach Angaben des Europäischen Gerichtshofs erhöhte Konzentrationen gefährlicher Substanzen und weist eine Radioaktivität auf, die über den zulässigen Grenzwerten liegt. Die Anwohner sehen einen Zusammenhang zwischen der Deponie und vermehrten Krebserkrankungen.
„Schwarzer Berg“ in Kroatien: Giftige Schlacke bedroht Grundwasser und Gesundheit der Region
Bereits kurz nach der Anlieferung der Schlacke wandten sich Bewohner an die Öffentlichkeit und alarmierten Behörden. Ein Journalist von Morski.hr, der damals einen Lastwagenfahrer telefonisch befragte, berichtete später, dass seine Berichte keinerlei Konsequenzen gehabt hätten – weder Verhaftungen noch strafrechtliche Ermittlungen folgten.
Was bleibt, sind Berichte aus dem Dorf, die schwer wiegen. Im Jahr 2025 schilderte ein Bewohner dem kroatischen Staatssender HRT, dass innerhalb von nur sechs Monaten mehrere Menschen aus dem Ort an Krebs gestorben seien. „Wer stirbt, stirbt an Krebs“, so der Bewohner. Ein offizieller epidemiologischer Bericht, der einen kausalen Zusammenhang zwischen der Schlacke und der Erkrankungsrate bestätigt oder widerlegt, existiert bis heute nicht. Kroatische Gesundheitsbehörden haben bislang keine lokale Studie veröffentlicht, die den Sachverhalt wissenschaftlich untersucht.
Jahrelanger Behördenversagen und EU-Strafen: Kroatien zahlt täglich 6.500 Euro für das Giftdepot
Der Europäische Gerichtshof hatte Kroatien bereits 2019 verurteilt (Aktenzeichen C-431/17), weil das Land die Schlacke entgegen der EU-Abfallrahmenrichtlinie nicht als Abfall behandelte und entsprechend entsorgte. Das Land sei dem Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt nicht nachgekommen, hieß es damals. Doch Kroatien tat auch nach dem Urteil nichts Wesentliches. Als die Europäische Kommission 2023 erneut klagte, folgte 2024 ein zweites Urteil mit empfindlichen Geldstrafen: eine Pauschale von einer Million Euro sowie 6500 Euro pro Tag bis zur vollständigen Sanierung des Geländes.
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Nächste Hitzewelle rollt an
England zu mehr als 70 Prozent von Dürre betroffen
Über mangelnden Regen können sich die Menschen in England normalerweise nicht beschweren. In diesem Sommer ist das anders. Inzwischen wird sogar vor Engpässen bei Lebensmitteln gewarnt.
Dieser Extremsommer hat auch auf der Insel massive Folgen. Fast drei Viertel Englands sind nach Angaben der Regierung in London mittlerweile von einer Dürre betroffen. 71,3 Prozent des Landesteils »befinden sich inzwischen im Dürrezustand, da sich die Lage nach einem trockenen Start in den August weiter verschlechtert hat«, erklärte das britische Umweltministerium am Montag. »Nirgendwo« im Vereinigten Königreich herrsche noch der Normalzustand.
Parks und Felder, die zu dieser Jahreszeit normalerweise grün sind, sind ausgetrocknet und gelb. Gleichzeitig sanken vielerorts die Flusspegel, und Landwirte warnen vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten – und das in einem Land, das eigentlich für sein feuchtes Wetter bekannt ist.
Dabei ist zunächst keine Besserung in Sicht – stattdessen steht dem Land in den kommenden Tagen die fünfte Hitzewelle des Jahres bevor. Niederschläge sind dagegen zunächst nicht vorhergesagt.
Dem britischen Wetterdienst zufolge fiel im Juli in England und Wales so wenig Regen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – in England waren es nur zehn Prozent der sonst üblichen Regenmenge.
Wegen der Dürre haben die Behörden bereits zahlreiche Beschränkungen für Bauern und Bürger erlassen. In einigen Regionen ist es zum Beispiel verboten, Pflanzen mit einem Gartenschlauch zu gießen. Insgesamt sind 27 Millionen Briten von den Wassereinschränkungen betroffen.
Äußerst trocken ist es auch in anderen Teilen Europas. Einer AFP-Analyse zufolge erlebten 95 Prozent der französischen Festlandgebiete und 99 Prozent der Schweiz im Juli Dürrebedingungen. AFP stützt sich dabei auf Daten des Europäischen Dürreobservatoriums, das die Situation in Europa seit 2012 überwacht.
Infolge der Hitze sind die Pegel vieler europäischer Flüsse drastisch gefallen, darunter die des Rheins, der Donau, der Elbe und der Weichsel.
Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur lag bei 21,62 Grad – und damit über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022. Das teilte das EU-Beobachtungsprogramm Copernicus mit. Der Wert spiegle »die außergewöhnlich anhaltende Hitze« in diesem Sommer wider.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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11. August 2014 (INES Klass.?) Akw Heysham und Akw Hartlepool, GBR
Korrosion und Defekte in den Kesselanlagen von Heysham und Hartlepool erzwangen eine 8 wöchige Abschaltung von vier Reaktoren für Reparaturen.
Nuclear Power Accidents
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11. August 1973 (INES Klass.?) Akw Palisades, Mi, USA
Ein Leck im Dampferzeuger führte zur manuellen Abschaltung des Druckwasserreaktors.
Nuclear Power Accidents
10. August
Nukleare Sicherheit
Abgeschaltete Reaktoren senden weiterhin Antineutrinos aus
Erstmals sind die kaum zu detektierenden Antiteilchen aus abklingenden Brennelementen statt einer aktiven Kernspaltung nachgewiesen worden.
Ein Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg hat mit einer experimentellen Anordnung kleinste Mengen Antineutrinos nachweisen können. 100 dieser kaum mit Materie in Wechselwirkung tretenden Teilchen konnten während der Abschaltphase des Kernkraftwerks Chooz am französischen Abschnitt der Maas nachgewiesen werden.
Die Quelle der Antineutrinos waren somit die Restradioaktivität in den Reaktoren und der Brennelemente im Abkühlbecken. Verifiziert werden könnte die Herkunft, weil zwei Detektoren in 400 und 1.500 m Abstand ein typisches Doppelsignal erzeugen. Damit lassen sich die registrierten Teilchen von anderen Quellen abgrenzen.
Mit den Messungen, zu denen eine Studie in Physical Review Letters veröffentlicht wurde, erhofft sich das Forschungsteam neue Perspektiven für die Reaktorüberwachung und die nukleare Sicherheit. Im Besonderen wären eine unabhängige Überprüfung des Reaktorzustands und der Anzahl gelagerter Brennelemente denkbar.
Experiment mit anderem Hintergrund
Das Double-Chooz-Experiment ist ursprünglich eingerichtet worden, um die Neutrinooszillation zu untersuchen. Das ist die Fähigkeit der Teilchen, sich in verschiedene Neutrinotypen umzuwandeln.
Es gibt je drei Generationen beziehungsweise Flavours von Neutrinos und Antineutrinos. Nach theoretischen Berechnungen besteht im weiter entfernten Detektor eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Umwandlung stattgefunden hat. Die Messungen laufen über mehrere Jahre, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen.Es gibt je drei Generationen beziehungsweise Flavours von Neutrinos und Antineutrinos. Nach theoretischen Berechnungen besteht im weiter entfernten Detektor eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Umwandlung stattgefunden hat. Die Messungen laufen über mehrere Jahre, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen.
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Genug für 600 Millionen Menschen:
Warum verbraucht KI so viel Wasser?
Künstliche Intelligenz und Rechenzentren brauchen nicht nur sehr viel Strom, sondern auch gigantische Mengen Wasser. Aber warum ist das eigentlich so? Im FAQ geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen und erklären, weshalb das Thema Wasserverbrauch auf die politische Agenda gehört.
Es ist Sommer in Europa und erneut sind Hitze-Rekorde zu verzeichnen. Längst sind auch regelmäßige Dürren und Wassermangel kein Phänomen des Globalen Südens mehr. Während in Ländern wie Frankreich oder Ungarn Atomkraftwerke heruntergefahren werden, weil die für die Kühlung benötigten Flüsse nicht genug Wasser führen, rationieren in Deutschland mehrere Landkreise das Frischwasser. Ein Bergdorf im Bayerischen Wald musste im vergangenen Jahr sogar per Milchlaster mit Trinkwasser versorgt werden.
Mit zunehmendem Wasserstress gerät langsam auch der Wasserverbrauch der digitalen Welt in den Fokus. Im vergangenen Sommer etwa empfahl eine Dürre-Kommission den Menschen in Großbritannien, alte E‑Mails und Fotos aus der Cloud zu löschen, damit Rechenzentren entlastet werden. Gleichzeitig forciert die britische Regierung den Bau neuer Rechenzentren, um in einem globalen KI-Wettrennen mithalten zu können, das von Kritiker:innen als „Wettlauf nach unten“ beschrieben wird. Auch die Bundesregierung will die KI-Kapazitäten deutscher Rechenzentren bis 2030 vervierfachen.
Das Thema Wasserverbrauch von KI und Rechenzentren ist also hochaktuell, auch wenn es in der politischen Debatte bisher kaum eine Rolle spielt. Unser FAQ gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Warum verbraucht Künstliche Intelligenz überhaupt Wasser?
Die meisten Anwendungen, auf denen heute das Label „KI“ haftet, basieren auf Machine Learning. Hierbei analysiert Software riesige Datenmengen, um darin Muster zu erkennen und daraus Wahrscheinlichkeiten abzuleiten. Insbesondere für das Training und den Betrieb von sogenannten General-Purpose-Modellen wie ChatGPT oder Claude werden enorme Rechenkapazitäten benötigt.
Deshalb werden seit ein paar Jahren viele riesige Rechenzentren gebaut. Die IT-Anschlussleistung von Rechenzentren, also die für den Betrieb der Server bereitgestellte Strommenge, soll sich in den letzten zehn Jahren fast vervierfacht haben: von 32 Gigawatt in 2015 auf 114 Gigawatt in 2025. Rechenzentren werden natürlich nicht nur für Künstliche Intelligenz genutzt, doch der aktuelle Hype hat für einen regelrechten Bau-Boom bei Rechenzentren gesorgt. Diese sind aber nicht nur sehr energiehungrig, sondern auch durstig, was zu einem rasant wachsenden Wasserverbrauch führt.
Man kann grob drei Arten des Wasserverbrauchs durch KI unterscheiden:
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«Höchste Zeit für einen Stopp der Militärgeschäfte mit Israel»
Unser Gastautor Heinrich Frei fordert, dass die Schweiz nach dem Glyphosat-Einsatz von Israel nun endlich handelt.
Israel schickt Flugzeuge über die Grenze nach Syrien und in den Libanon. Sie versprühen Glyphosat, ein Pflanzengift. Danach wächst nichts mehr. Wäre es nicht an der Zeit, nach diesem Pflanzengifteinsatz in Syrien und im Libanon die Rüstungszusammenarbeit mit Israel einzustellen und unter anderem die Drohnengeschäfte mit Israel zu stoppen?
Die Militärgeschäfte mit Israel hätten nach dem Gazakrieg sowie dem Krieg im Libanon und im Iran längst beendet werden müssen. Die Schweiz müsste auch die Exporte von Kriegsmaterial an Staaten stoppen, die Israel mit Waffen beliefern. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute sind das zur Hauptsache die USA, Deutschland und Italien. Mit ihren Waffenlieferungen nach Israel sind sie Kriegsparteien.
Auf dem Papier ist seit Jahrzehnten festgeschrieben, dass die Herstellung, die Vermittlung, die Ausfuhr und die Durchfuhr von Kriegsmaterial für Empfänger im Ausland nicht bewilligt wird, wenn «das Bestimmungsland in einen internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt ist.»
Dieser Absatz im Kriegsmaterialgesetz müsste dazu führen, dass unser neutrales, humanitäres Land, das dem Frieden verpflichtet ist, sofort alle Kriegsmaterialexporte an solche Staaten einstellt, nicht nur die Exporte nach Russland.
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Aus einem der weltweit problematischsten Kunststoffe wird plötzlich Premium-Schmieröl
Forscher der Virginia Tech verwandeln schwer recycelbares PVC in hochwertiges Schmieröl, das mit handelsüblichen Produkten mithalten kann.
Virginia – PVC ist beinahe überall – in Rohren, Fensterrahmen, Bodenbelägen und Plastikkarten. Doch sobald diese Dinge ausgedient haben, wird aus dem nützlichen Material ein chemischer Problemfall: Chlor und zahlreiche Zusatzstoffe machen das Recycling schwierig. Forscher aus den Vereinigten Staaten haben nun einen ungewöhnlichen Ausweg gefunden.
Sie zerlegen alte PVC-Produkte so, dass am Ende kein neuer Kunststoff entsteht, sondern ein hochwertiges Grundöl für Motoren, Maschinen und Turbinen. Entwickelt wurde das Verfahren von Chemikern und Chemieingenieuren der Virginia Tech in den USA. Das Team um Guoliang „Greg“ Liu beschreibt das Verfahren im Fachjournal Nature.
Die Wissenschaftler entfernen zunächst das Chlor aus dem Polyvinylchlorid (PVC). Anschließend zerlegen sie die langen Kunststoffketten in kürzere Moleküle. Das Ergebnis ähnelt Polyalphaolefinen, die unter anderem in leistungsfähigen Motor- und Maschinenölen stecken.
PVC-Recycling scheiterte bislang oft an Chlor und Zusatzstoffen
PVC gehört zu den Kunststoffen, die Recyclingbetrieben besonders große Schwierigkeiten bereiten. Schon die chemische Grundstruktur enthält viel Chlor. Hinzu kommen Weichmacher, Stabilisatoren, Farbstoffe und weitere Zusätze. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Hersteller und Produkt. Alte Rohre enthalten daher andere Stoffe als Bodenbeläge, Fensterprofile oder Kunststoffkarten.
Bei hohen Temperaturen kann PVC zudem aggressive oder gesundheitsschädliche Verbindungen freisetzen. Viele herkömmliche Verfahren eignen sich deshalb nur eingeschränkt. Große Mengen landen auf Deponien oder werden verbrannt. Liu und sein Team suchten nach einer Möglichkeit, den Kunststoff nicht nur zu entsorgen, sondern seinen Kohlenstoff für ein neues, hochwertiges Produkt zu nutzen.
Forscher lösen das Chlor gezielt heraus
Für ihr Verfahren geben die Wissenschaftler zerkleinertes PVC in ein Lösungsmittel. Danach fügen sie Aluminiumtrichlorid und sogenannte Alpha-Olefine hinzu. Das Gemisch wird drei Stunden lang auf etwa 70 Grad Celsius erhitzt. Während dieser Reaktion verschwinden die Chloratome aus den Kunststoffketten. Andere Molekülgruppen nehmen ihre Plätze ein.
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Amazons 10-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum sorgt für Proteste
600 Dieselgeneratoren, Steuervergünstigungen und wenig Mitsprache: In North Carolina wächst der Widerstand gegen einen gigantischen KI-Standort.
Hamlet, North Carolina - Ein 10 Milliarden US-Dollar schweres Rechenzentrum von Amazon soll in Richmond County zu einem der größten Wirtschaftsprojekte in der Geschichte des US-Bundesstaates werden. Doch für viele Menschen vor Ort ist das Projekt vor allem ein Symbol für eine Entwicklung, bei der wirtschaftliche Interessen schneller vorangetrieben werden als Umwelt- und Bürgerinteressen; wie Inside Climate News berichtet.
Auf einem rund 646 Hektar großen Gelände entstehen insgesamt 21 Gebäude. Nach der Fertigstellung sollen dort fast 600 Notstromaggregate stehen. Jedes Gebäude soll über einen eigenen Tank mit rund 12.000 Gallonen Dieselkraftstoff verfügen.
Für die Anrainer bedeutet das eine zusätzliche industrielle Belastung in einer Region, die bereits mit zahlreichen Umweltproblemen kämpft. Es gibt wenig Möglichkeiten, auszuweichen: In der Umgebung befinden sich unter anderem Steinbrüche, ein Asphaltwerk, ein Geflügelschlachthof und ein Erdgaskraftwerk. Auch ein ehemaliges Superfund-Gelände mit Altlasten gibt es.
[...] Fast 600 Generatoren als Notstromreserve
Besonders brisant ist die Energieversorgung. Amazons Antrag für die Luftreinhaltegenehmigung sieht 592 Dieselgeneratoren vor. Sie sollen im Fall von Stromausfällen die Versorgung der kritischen IT-Infrastruktur sicherstellen.
Nach den Berechnungen im Genehmigungsantrag könnten die Aggregate jährlich bis zu 249,9 Tonnen Stickoxide, Kohlenmonoxid und flüchtige organische Verbindungen ausstoßen. Hinzu kommen Feinstaub sowie gefährliche Luftschadstoffe wie Benzol und Formaldehyd.
Amazon betont, moderne Abgasreinigungssysteme einsetzen zu wollen und die Generatoren mit schwefelarmem beziehungsweise erneuerbarem Diesel zu betreiben. Das Unternehmen erklärt außerdem, die Aggregate würden nur bei seltenen Stromausfällen sowie für Wartung und Tests eingesetzt.
Doch genau diese Argumentation wird von Umweltorganisationen hinterfragt. Untersuchungen zu Rechenzentren in den USA zeigen, dass Notstromgeneratoren teilweise häufiger laufen als ursprünglich angenommen.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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10. August 1985
(INES-5) Atom-U-Boot K-431 Wladiwostok, UdSSR
Wikipedia
Echo-Klasse#K-31
K-31 wurde am 11. Januar 1964 in Komsomolsk am Amur auf Kiel gelegt und lief am 8. September 1964 vom Stapel. 1978 erhielt das Boot die taktische Nummer K-431. Am 10. August 1985 war das Boot in der Chasma-Bucht, 55 km von der Stadt Wladiwostok entfernt, in einer Marineeinrichtung verankert, um dort neue Brennstäbe für seine Reaktoren zu erhalten. Durch einen Fehler beim Lösen und Anheben des oberen Verschlusses eines Reaktors kam es zu einer spontanen Kettenreaktion. Die Reaktorabdeckung wurde abgesprengt und riss den Druckkörper des Bootes auf, sodass Wasser in den Bootskörper drang und K-431 neben der Pier auf den Grund sank. Zehn Besatzungsmitglieder wurden getötet. Beim Unfall und den folgenden Bergungsarbeiten wurden sieben Personen stark verstrahlt und 39 weitere litten an Strahlenkrankheit. Das Reaktorabteil wurde anschließend mit Zement gefüllt und K-431 in eine Langzeitlagereinrichtung geschleppt. 2010 wurde das Boot in die Werft „Stern“ in Bolschoi Kamen verlegt und seine Verschrottung begonnen ...
Die Nukleare Kette
Chasma-Bucht, Russland
Unfall eines Atom-U-Bootes
Im August 1985 kam es durch eine Explosion auf einem sowjetischen Atom-U-Boot in der Chasma-Bucht zur massiven Freisetzung von Radioaktivität. Mehr als 290 Menschen wurden radioaktiv verstrahlt, das Meer und das umliegende Terrain nachhaltig verseucht. Der Atomunfall wurde über viele Jahre geheim gehalten. Zudem wurde das umliegende Meer durch langjährige Verkippung von Atommüll großflächig verseucht. Das Ausmaß der Folgen für Umwelt und Gesundheit wird vermutlich niemals in vollem Umfang aufgeklärt werden.
9. August
Sunnitisches Militärbündnis
Die Atombombe im Blick
Neues „Mekka-Bündnis“: Die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien wollen nicht tatenlos abwarten, wie Iran sich atomar bewaffnet.
Der Nahe Osten hat ein neues Militärbündnis. Und nicht nur irgendeines, sondern ein Bündnis, das laut türkischem Außenminister Hakan Fidan die gesamte Region stabilisieren soll, die seit der Aufteilung des Osmanischen Reiches durch die europäischen Kolonialmächte nicht mehr zur Ruhe gekommen ist. Das will symbolträchtig das sogenannte Mekka-Bündnis der sunnitischen Regionalmächte Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan nun ändern.
Das Bündnis, so Fidan weiter, sei offen für weitere Mitglieder, als Erstes sei an Ägypten gedacht. Anders als von vielen gleich vermutet, sei es nicht gegen den schiitischen Iran gerichtet und auch nicht gegen Israel.
De facto tritt die Türkei einem Bündnis bei, das Saudi-Arabien und Pakistan schon früher geschlossen hatten, weil beide wissen, dass sie sich auf die USA nicht mehr verlassen können. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will das Bündnis nicht als Alternative zu Nato, sondern als ergänzende Struktur in der Region.
Das Bündnis sieht zwar eine Beistandsklausel ähnlich dem Artikel 5 der Nato vor, doch niemand scheint davon auszugehen, dass türkische oder saudische Soldaten Pakistan in einem neuen Krieg mit Indien unterstützen werden oder Saudi-Arabien die Türkei bei einem Konflikt mit Griechenland. Es geht mehr um die Bündelung jeweiliger Fähigkeiten.
Die Türkei hat in den letzten Jahren ihre Waffenindustrie immer mehr ausgebaut, ist jetzt international konkurrenzfähig und sucht sichere Absatzmärkte. Pakistan hat eine große Armee, die Saudis haben Geld und die Türkei die Militärtechnik. Das soll allen dreien nutzen, denn sie werden weniger abhängig von US-Waffenkäufen. Es gibt aber noch eine weiterreichende Überlegung. Pakistan ist zwar arm, aber es ist dennoch eine Atommacht.
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EU-Außengrenze in Lettland
Wo sich Ceuta nicht wiederholen soll
Was in Ceuta im großen Stil geschah, kennt man auch an anderen EU-Außengrenzen - die Steuerung von Migration, mutmaßlich als Druckmittel. Lettland hat deshalb seine Grenze zu Belarus massiv verstärkt. Was erleben Grenzschützer dort?
Das Brummen des Jeeps von Rolands Mukans ist das einzige Geräusch, das durch den Wald dringt. Der Grenzschützer fährt Patroullie auf einem extra angelegten Schotterweg. Links von ihm ist dichter Wald. Auf der rechten Seite ein scheinbar unendlich langer, mehrere Meter hoher Zaun mit Stacheldraht und Kameras.
Plötzlich hält Mukans an, steigt aus dem Jeep aus und zeigt auf eine durchtrennte Metallstange im Zaun. An dieser Stelle hätten Migranten versucht, den Zaun zu durchschneiden: "Sie benutzen verschiedenes Werkzeug wie etwa Metallscheren. Inzwischen bauen sie sich sogar Leitern aus Ästen und Stöcken, die sie auf der belarusischen Seite im Wald finden, und klettern über den Zaun."
Immer mehr Tunnel
Jeden Tag sind Mukans und seine Kollegen vom lettischen Grenzschutz an der Grenze zu Belarus unterwegs. Der Zaun ist inzwischen so massiv, dass nur noch wenige Migranten versuchen, ihn zu durchschneiden.
Dafür werden in letzter Zeit immer mehr Tunnel gegraben. In den ersten sieben Monates des Jahres haben die lettischen Behörden fast 9.000 versuchte Grenzübertritte registriert. Aber die Grenzschützer erwischten inzwischen fast alle, betont Mukans, die Quote liege wohl bei 95 Prozent, schätzt er.
Migration als Druckmittel
Die Migranten kommen vor allem aus Afrika oder Zentralasien. Die lettischen Behörden gehen davon aus, dass Belarus sie gezielt anlockt und über die Grenze schickt, um Europa unter Druck zu setzen.
Das sei Teil der hybriden Kriegsführung gegen den Westen, sagt Nika Aleksejeva vom NATO-Kompetenzzentrum für strategische Kommunikation:
"Es geht darum zu sagen, dass die baltischen Länder ihre Grenze nicht verteidigen können, die Lage nicht unter Kontrolle hätten, und das, obwohl viel Geld in den Ausbau der Grenzanlagen gesteckt wurde.
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Nach Massenansturm auf Ceuta
WDR-Journalist Restle sieht »US-israelisch-marokkanisches Bündnis« am Werk – Rundfunkrat reicht Beschwerde ein
Ex-»Monitor«-Moderator Georg Restle legt in einem Tweet auf X nahe, dass ein Netzwerk aus Israel, den USA und Marokko die Ereignisse in Ceuta herbeigeführt hätte. Das könnte Konsequenzen haben.
Er gilt als einer der streitfreudigsten Fernsehjournalisten des Landes. Schon als Moderator und Leiter des vom WDR verantworteten Politmagazins »Monitor« sorgte Georg Restle immer wieder mit meinungsstarken X-Einträgen für Diskussionen. Seit Juni leitet er das crossmediale ARD-Studio in Nairobi.
Nun sendet Restle aus Afrika einen Tweet ab, der Konsequenzen haben könnte. Der Journalist verbreitet darin die Theorie, dass hinter dem Massenansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta eine heimliche gemeinsame Aktion von Israel, den USA und Marokko stehen könnte.
Restles Beitrag ist auf Englisch verfasst. Er bezieht sich darin auf einem Text der US-Wochenzeitschrift »The Nation«, die als linksliberal gilt. Er zitiert , die Ereignisse in Nordafrika seien »weder eine genuine humanitäre Krise noch Teil eines antikolonialen Kampfes, sondern Teil der Bemühungen des erstarkenden US-israelisch-marokkanischen Bündnisses (…), eine progressive europäische Regierung zu schwächen, Europa zu spalten und das Völkerrecht zu untergraben.«
Ceuta was „neither a genuine humanitarian crisis nor part of an anti-colonial struggle, but part of efforts by the growing US-Israeli-Moroccan nexus (…) to weaken a progressive European government, divide Europe, and undermine international law.“
Georg Restle (@georgrestle) August 5, 2026
Damit bezieht sich Restle auf eine seit Anfang der Woche kursierende, fragwürdige Deutung der Ereignisse, wonach Israel den Ansturm auf Ceuta mitinitiiert habe, um sich bei der spanischen Regierung für deren Haltung beim Thema Gaza zu rächen. Spanien hatte sich unter anderem 2024 als erstes EU-Land der Völkermordklage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof angeschlossen.
So lancierte etwa Al Jazeera die Theorie, dass Israel als treibende Kraft hinter den Ereignissen stehen könnte. Allerdings setzt der arabische Nachrichtensender noch ein dickes Fragezeichen in den Vorspann zu dem betreffenden Artikel , weil es keine Beweise für diese Behauptung gibt. Auch der Artikel in »The Nation« arbeitet in der Unterzeile mit einem Fragezeichen. Die von Restle zitierte Passage enthält indes kein Fragezeichen.
Meinungsäußerung? Pressefreiheit? US-israelisch-marokkanisches Bündnis?
Einflussnahme? Rache? Gaza? Europa? Völkerrecht? IGH?
Disrupten! Spalten! Untergraben!
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Lage "extrem gefährlich"
Kanadische Provinz ruft wegen Waldbränden den Notstand aus
Tausende müssen ihre Häuser verlassen, ganze Orte werden evakuiert: In British Columbia halten Waldbrände Einwohner und Einsatzkräfte in Atem. Jetzt ruft die Provinzregierung den Notstand aus.
In der Provinz British Columbia im Westen Kanadas haben die Behörden wegen eines sich rasch ausbreitenden Waldbrandes den Notstand ausgerufen. "Wir wissen, dass es erhebliche Verluste von Häusern und Eigentum gegeben hat", erklärte der Regierungschef von British Columbia, David Eby. Die Bedingungen seien "extrem gefährlich" und änderten sich ständig. "Wir wissen auch, dass einige Menschen aufgrund der sich rasch ändernden Lage eingeschlossen wurden", fügte er hinzu.
Mehr als 20.000 Bewohner mussten wegen der Brände in Sicherheit gebracht werden. Die durch die Flammen abgeschnittenen Menschen würden aus der Luft evakuiert, fügte Eby hinzu. Die Katastrophenschutzministerin der Provinz, Kelly Greene, rief den Notstand aus.
Starker Wind hatte den Waldbrand am späten Freitagabend angefacht und sich weiter ausbreiten lassen. Die Flammen erreichten das Gebiet um Summerland und betrafen auch Ortschaften in den umliegenden Tälern. Kanadas Premier Mark Carney dankte auf X den Feuerwehrleuten und Rettungskräften dafür, dass sie "unermüdlich für die Sicherheit der Menschen arbeiten".
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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9. August 2009 (INES-1 Klass.?) Akw Gravelines, FRA
Das Brennelementesystem hat die abgebrannten Brennstäbe nicht ordnungsgemäß aus dem Akw Gravelines ausgeworfen, was zu einer Verklemmung der Brennstäbe und zur Abschaltung des Reaktors führte.
(Kosten ca. 2 Millionen US$)
Nuclear Power Accidents
Langsam aber sicher werden relevante Infos zu Störungen in der Atomindustrie aus Wikipedia entfernt!
Wikipedia
Kernkraftwerk Gravelines
Das Kernkraftwerk Gravelines besteht aus sechs Druckwasserreaktoren gleichen Typs, mit einer Nettoleistung von jeweils 910 MW. Betreiber ist das französische Unternehmen Électricité de France (EDF). Zur Kühlung wird Wasser aus dem Ärmelkanal genutzt, an dessen Küste das Kernkraftwerk liegt ...
Wikipedia
Übersetzung https://translate.google.de
Gravelines Nuclear Power Station
Im August 2009 blieb während des jährlichen Brennelementewechsels in Reaktor 1 ein Brennelement an der oberen Handhabungsstruktur hängen, was den Betrieb stoppte und die Evakuierung und Isolierung des Reaktorgebäudes zur Folge hatte ...
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9. August 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Mihama, JPN
Bei einer Dampfexplosion im Block 3 des Akw Mihama kamen 5 Arbeiter ums Leben, 6 weitere wurden verletzt.
(Kosten ca. 11 Millionen US$)
Nuclear Power Accidents
Wikipedia
Kernkraftwerk Mihama#Störfälle
Nach zwei kleineren Vorfällen in Block 2 in den Jahren 1991 und 2003 kam es am 9. August 2004 um 15:30 Uhr Ortszeit zu einem tödlichen Unfall mit vier Opfern unter den Mitarbeitern. Nach Polizeiangaben wurden die Arbeiter von einem 270 Grad Celsius heißen Dampfstrahl erfasst. Weitere sieben Personen wurden verletzt. Der Unfall entstand durch ein Leck in der Turbinenhalle ...
AtomkraftwerkePlag
Mihama (Japan))#Leitungsbruch 2004 und andere Störfälle
Im August 2004 brach in Mihama-3 eine Kondensatleitung im nichtnuklearen Sekundärkreislauf in Längs- und Umfangrichtung. Das austretende Heißwasser verwandelte sich in Dampf und verbrühte Arbeiter; fünf starben, und sechs weitere wurden verletzt. Ursache war Korrosion und Schlamperei: Die Wandstärke der Leitung hatte sich von anfangs 10 mm auf bis ca. 1,5 mm verdünnt, und die Leitung soll seit der Inbetriebnahme des Reaktors nicht mehr überprüft worden sein. Die Schwachstelle war bereits ein Jahr zuvor bekannt gewesen ...
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9. August 1945 (2. Atombombenabwurf der USA) Nagasaki, JPN
Wikipedia
Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg.
Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu. Japan gibt die Gesamtzahl der Gestorbenen, einschließlich der Toten durch Strahlenkrankheiten und -verletzungen, bisher mit 344.306 für Hiroshima und mit 198.785 für Nagasaki an (Stand: August 2024) ...
9. August 1945 - Fat Man
Eine Plutonium-Bombe wurde am 9. August 1945 von einem US-amerikanischen B-29-Bomber der 509. Composite Group abgeworfen und explodierte um 11:02 Uhr über der japanischen Stadt Nagasaki, die weitgehend zerstört wurde. Die Bombe explodierte rund 550 Meter über dicht bewohntem Gebiet ...
Die Nukleare Kette
Nagasaki, Japan
Atomwaffenangriff
Am 9. August 1945 warfen die USA die Atombombe „Fat Man“ über der japanischen Stadt Nagasaki mit mehr als 240.000 Einwohnern ab. Die Explosion führte zum sofortigen Tod von etwa 22.000 Menschen. Diejenigen, die den Angriff überlebten, blieben ohne Hilfe zurück, weil Krankenhäuser und Infrastruktur zerstört worden waren. Mehr als 64.000 Menschen starben bis Jahresende durch die Folgen der Atombombe. Bis heute leiden viele Überlebende unter den Langzeitfolgen der Strahlung.
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Aktuelles+
9. August 2026
Die Lage am Morgen
Unsere Erde wird unbewohnbar
Heute geht es um den Wassermangel in Europa. Um den Ukrainekrieg, der zunehmend in der Luft ausgetragen wird. Und um das Schicksal der Migranten, die in Ceuta verblieben sind.
Die Klimakatastrophe ist Alltag
Der amerikanische Journalist und Autor David Wallace-Wells hat 2017 einen Artikel im »New York«-Magazin veröffentlicht mit dem Titel »Die unbewohnbare Erde«, aus dem später auch ein Buch wurde. Er beschreibt darin, wie sich Teile der Welt durch den Klimawandel so verändern, dass Menschen dort auf absehbare Zeit nicht mehr leben können. Wallace-Wells wurde vielfach zitiert, jedoch auch für seine Analyse angefeindet, Kritiker warfen ihm Alarmismus vor.
Tatsächlich aber hat sich Wallace-Wells’ Befund seit Erscheinen des Artikels nur immer weiter bestätigt. Es sind nicht mehr nur Landstriche in Asien oder Afrika, die zu Wüsten werden. Auch in Europa, auf dem Kontinent, der sich so schnell erhitzt wie kein anderer, stellen sich Menschen zunehmend Existenzfragen. Es reicht, auf die Meldungen der vergangenen Tage zu schauen, um das Ausmaß der Krise zu begreifen. Eine Auswahl:
- In den Alpen liefern Hubschrauber Trinkwasser, weil auf den Hütten das Bergwasser knapp wird.
- Auf dem Rhein ist der Pegel zwischenzeitlich auf 24 Zentimeter gesunken, Schifffahrt ist dort kaum mehr möglich.
- Ungarn schaltete wegen der Hitze das Atomkraftwerk Paks ab, dem Land fehlt gerade die Hälfte des Stroms.
Die Klimakatastrophe ist keine ferne Dystopie mehr. Sie ist längst Alltag, das neue Normal, auch in Europa. Das Problem ist, dass weder Politik noch Gesellschaft der Herausforderung gerade auch nur ansatzweise gerecht werden (mehr dazu hier ). Statt alles daranzusetzen, die Krise zumindest einzudämmen, werden Maßnahmen zum Klimaschutz eher noch zurückgefahren. Die Klimakatastrophe lässt sich allerdings nur so lange verdrängen, bis sie sich – durch Dürren, Brände, Fluten – nicht mehr verdrängen lässt.
Zwei Kriege in einem
24 ballistische Raketen feuerte Russland in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf Kyjiw. Keine einzige davon konnten die Ukrainer abfangen. Mindestens 17 Menschen wurden bei dem Angriff getötet, rund zwei Dutzend verletzt. Im Vormonat schossen die Russen insgesamt 126 ballistische Raketen auf die Ukraine, so viele wie nie zuvor seit Kriegsbeginn.
An der Front im Osten und im Süden der Ukraine ist der Krieg seit vielen Monaten ein Stellungskrieg, beide Armeen reiben sich auf, ohne entscheidende Geländegewinne zu erzielen. Parallel dazu führen die beiden Staaten einen zweiten Krieg. So hat es die »New York Times« gerade beschrieben. Es ist ein Luftkrieg, der insbesondere mit Drohnen und Raketen ausgetragen wird.
Russlands Militär terrorisiert seit Beginn der Vollinvasion im Februar 2022 die Menschen in der Ukraine mit Luftangriffen. Es beschießt gleichermaßen Militäranlagen, Wohnhäuser oder Kraftwerke. Die Ukraine reagiert, indem sie ihrerseits Ziele zum Teil weit im russischen Hinterland aus der Luft ins Visier nimmt. Das Regime in Moskau will die Ukrainerinnen und Ukrainer offenkundig zermürben. Die Führung in Kyjiw hofft, Machthaber Wladimir Putin zu Friedensverhandlungen zwingen zu können, indem sie den Krieg nach Russland trägt.
Im Moment sieht es so aus, als würde keine der beiden Strategien aufgehen – sondern nur die Zerstörung zunehmen.
Was wird aus den Gestrandeten von Ceuta?
Wenn die Europäer in einem gut sind, dann darin, nach Krisen schnell zum Alltagsgeschäft überzugehen. Am Wochenende hatten sich Politikerinnen und Politiker noch mit Attacken gegen Spanien überboten, weil wohl mehr als 70.000 Migrantinnen und Migranten aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta gelangt waren. Am Dienstag waren die EU-Innenminister bei ihrem Gipfel bereits wieder um Geschlossenheit bemüht. Die europäische Migrationspolitik habe sich bewährt, sagte sinngemäß EU-Innenkommissar Magnus Brunner.
Das aber ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Zwar sind inzwischen die meisten der Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt, was die Situation schlagartig entspannt hat. In der Krise wurde jedoch deutlich, wie schnell unter den Europäern Panik ausbricht, wenn auch nur der Eindruck herrscht, es könnten wieder in größerer Zahl Migrantinnen und Migranten kommen. Und wie reflexhaft rechte Kräfte das Thema instrumentalisieren.
Unklar ist, wie es mit jenen Menschen weitergeht, die in Ceuta geblieben sind, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Die Organisation Save the Children hatte bereits zu Wochenbeginn darauf hingewiesen, dass die Aufnahmeeinrichtungen für Minderjährige heillos überfüllt sind: Auf einen Platz kommen gerade etwa hundert Menschen. Nun hat auch der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Viva, Alarm geschlagen. Er bezeichnete die Situation für die angekommenen Minderjährigen in der Exklave als »absolut unhaltbar«. Es ist unwahrscheinlich, dass man sich im Rest Europas darum groß kümmert. Hier hat man längst wieder einen Haken hinter das Thema Ceuta gemacht.
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Hintergrund
Die Karte der nuklearen Welt
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Wikipedia
Globale Erwärmung
Mit globaler Erwärmung – umgangssprachlich auch „der Klimawandel“, „Erderwärmung“ oder auch „Erderhitzung“ – wird der gegenwärtige Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere bezeichnet. Es handelt sich um einen menschengemachten Klimawandel, der eine Folge von Netto-Treibhausgasemissionen ist, die seit Beginn der Industrialisierung durch Nutzung von fossilen Energieressourcen sowie nicht-nachhaltiger Forst- und Landwirtschaft entstanden sind. Die Treibhausgasemissionen erhöhen das Rückhaltevermögen für infrarote Wärmestrahlung in der Troposphäre, wodurch der natürliche Treibhauseffekt verstärkt wird. Wichtigstes Treibhausgas bei der derzeitigen globalen Erwärmung ist Kohlenstoffdioxid (CO2), dazu kommen weitere wie z. B. Methan und Distickstoffmonoxid. Die von der Messstation Mauna Loa gemessene mittlere CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre stieg von ursprünglich etwa 280 ppm vor Beginn der Industrialisierung auf inzwischen über 420 ppm.
Der Temperaturanstieg betrug im Vergleich zu 1850–1900 bis zu den 2010er Jahren nach Angaben des Weltklimarats IPCC etwa 1,1 °C. Seit den 1980er Jahren war jedes Jahrzehnt wärmer als das vorangegangene. 2024 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen; die Temperaturen lagen ca. 1,6 °C über dem Durchschnitt der vorindustriellen Referenzperiode. Die elf Jahre von 2015 bis 2025 waren die elf heißesten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn. Ein vergleichbares Temperaturniveau gab es zuletzt am Ende der Eem-Warmzeit vor 115.000 Jahren. Seit etwa 2015 zeigt sich eine statistisch signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung.
Wasserknappheit
Wasserknappheit besteht, wenn nicht genügend Wasser verfügbar ist, um den Wasserbedarf der Bevölkerung zu decken.
Auf allen Kontinenten sind Menschen von Wasserknappheit betroffen. Im Jahr 2019 erklärte das Weltwirtschaftsforum Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts: Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung leidet mindestens einen Teil des Jahres unter schwerer Wasserknappheit, wobei die Gründe sowohl klimatischer als auch nicht-klimatischer Natur sind. Drei Viertel der Weltbevölkerung leben in Staaten, die auf absehbare Zeit dauerhaft von Wasserknappheit betroffen sind.
Allgemeines
97 % des gesamten Wassers auf der Erde ist Salzwasser. Von den 3 % Süßwasser sind nur 0,014 % leicht zu erreichen, denn der stark überwiegende Anteil befindet sich an schwer erreichbaren Orten wie den polaren Eiskappen. Dennoch ist prinzipiell genug Wasser vorhanden, um den Bedarf der Menschheit zu decken. Trotzdem wird eine globale Wasserkrise erwartet, verschärft durch die globale Erwärmung, die ungleiche Verteilung der Ressource und den starken Anstieg der Nachfrage nach Wasser. Es wird erwartet, dass die globale Nachfrage die Menge des verfügbaren Wassers innerhalb von 15 Jahren um 40 % übersteigt.
Global besteht Wasserknappheit, weil das Süßwasser geographisch und saisonal ungleich verteilt ist. Die Hauptgründe für einen Anstieg der Wasserknappheit weltweit sind die wachsende Weltbevölkerung, steigender Lebensstandard, verändertes Konsumverhalten und eine Ausweitung der Bewässerungsfeldwirtschaft. Weitere Gründe sind der Klimawandel, zum Beispiel die Veränderung im Wetterverhalten (Dürren und Überschwemmungen), Abholzung, zunehmende Wasserverschmutzung sowie ein verschwenderischer Wasserverbrauch und ineffiziente Wasserbereitstellung. Somit wird Wasserknappheit oft durch anthropogene Eingriffe in den Wasserkreislauf verursacht. Experten sind sich sicher, dass die Wasserknappheit kein ökologisches Problem ist, sondern ein durch politisches Mismanagement erzeugtes.
In Südasien waren 2023 nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerk UNICEF 347 Millionen Menschen unter 18 Jahren „einer hohen oder extrem hohen Wasserknappheit ausgesetzt“.
Mit zunehmenden Dürreereignissen wie z. B. dem Dürresommer 2022 rückt das Problem Wasserknappheit auch in Mitteleuropa in das öffentliche Bewusstsein. Ging man in Deutschland lange davon aus, dass mehr als genug Wasser vorhanden sei, und riet daher zu großzügigem Wassereinsatz, um Leitungen durchzuspülen, kommt es nun verstärkt zu Mangellagen. So meldeten während des Dürresommers 2022 mehr als 50 % der Kommunen in Deutschland eine Wasserknappheit. 16 % der Kommunen erließen Restriktionen wie das Verbot der Autowäsche oder Bewässerung und dergleichen, um Wasser einzusparen. In manchen Kommunen war der Wassermangel so stark, dass nicht mehr ausreichend Wasser für Haushalte und Feuerwehreinsätze zur Verfügung stand. Größter Verbraucher mit 72 % Anteil ist die Industrie.
Russisch-Ukrainischer Krieg
Der Russisch-Ukrainische Krieg (bis Februar 2022 hauptsächlich als Russisch-Ukrainischer Konflikt, allgemein als Ukrainekrise, Ukrainekrieg oder Russlands Krieg gegen die Ukraine bezeichnet) begann Ende Februar 2014 in Form eines regionalen bewaffneten Konflikts auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Im Anschluss an die völkerrechtswidrige Annexion der Krim folgten weitere Eskalationen durch Russland insbesondere mit dem Aufbau prorussischer bewaffneter Milizen im ostukrainischen Donbass, die dort gemeinsam mit regulären russischen Truppen gegen die ukrainischen Streitkräfte und Freiwilligenmilizen kämpften. Die mit internationaler Hilfe zustande gekommenen Minsker Abkommen von September 2014 und Februar 2015 sahen für den Krieg in der Ostukraine einen dauerhaften Waffenstillstand vor; tatsächlich erreicht wurde bestenfalls eine Stabilisierung des lokalen Konflikts mit fortlaufenden Provokationen durch die russisch-separatistische Seite.
Nach einem relativen Abflauen baute Russland ab Sommer 2021 massiv Truppen an der ukrainischen Grenze auf, bestritt aber Angriffspläne. Ab dem 24. Februar 2022 folgte ein groß angelegter Angriff durch die russische Armee aus mehreren Richtungen mit dem Ziel, die ukrainische Regierung zu stürzen und durch ein prorussisches Regime zu ersetzen. Die russischen Truppen zogen sich nach schweren Verlusten ab Ende März 2022 aus dem Norden und Nordosten der Ukraine zurück, um ihre Offensive ausschließlich auf den Osten des Landes zu konzentrieren. Im Süden war mit der Großoffensive eine von Russland kontrollierte Landverbindung zwischen dem russischen Festland und der 2014 annektierten Krim geschaffen worden. Die russische Offensive kam im Sommer kaum voran, und ab Ende August ging die ukrainische Armee im Osten und Süden zu einer Gegenoffensive über, die bis Oktober 2022 erhebliche Geländerückgewinne erzielte. Präsident Wladimir Putin kündigte im September 2022 eine Mobilmachung Russlands an und Russland annektierte im Monat darauf große Teile der Süd- und Ostukraine und leitete dort die Russifizierung ein. Nach dem russischen Rückzug wurden in den zuvor besetzten Gebieten Beweise für schwere Kriegsverbrechen der russischen Truppen gegen Zivilisten entdeckt.
Irankrieg 2026
Der Irankrieg 2026 ist ein Angriffskrieg in Vorderasien und im Nahen Osten, der am 28. Februar 2026 mit Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran begann. Ziele der gemeinsamen Angriffe waren zunächst wichtige iranische Amtsträger, Militärkommandeure und Einrichtungen. Zu diesen gehörte vor allem der Oberste Führer Ali Chamenei, der durch einen Luftangriff getötet wurde. Durch weitere israelisch-US-amerikanische Angriffe wurden der Verteidigungsminister Asis Nassirsadeh, der Anführer der islamischen Revolutionsgarde Mohammad Pakpour, der Verteidigungsrats-Vorsitzende Ali Schamchani sowie der Generalstabschef der Streitkräfte Abdolrahim Mousavi ebenfalls getötet.
Stunden nach den ersten Angriffen startete der Iran mit den während der US-Drohungen angekündigten Vergeltungsangriffen auf Israel und US-amerikanische Militäreinrichtungen in Katar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irak, Jordanien, Kuwait und weiteren Staaten, insgesamt mindestens neun Angriffe. Auch zivile Infrastruktureinrichtungen im Oman, der im Vorfeld eigentlich eher eine neutrale Vermittlerrolle innehatte und keine US-Stützpunkte beherbergt, wurden mit Drohnen angegriffen. Einige Tage nach Kriegsbeginn wurde ein britischer Militärstützpunkt in Zypern mit einer iranischen Drohne angegriffen, unter anderem Frankreich und Griechenland kamen militärisch zur Hilfe.
Die mit Iran verbündete islamistische Hisbollah, die einen Teil des Libanon regiert, griff als Reaktion auf den Tod Chameneis Israel an, und Israel im Gegenzug die Hisbollah.
Über den unmittelbaren Auslöser der Angriffe machte die US-Regierung widersprüchliche Angaben. So erklärte Außenminister Marco Rubio, dass Israel vor einem Angriff auf den Iran gestanden habe, der zu Vergeltungsschlägen gegen amerikanische Streitkräfte in der Region führen würde. Durch die US-Beteiligung an dem Angriff hätten diese Vergeltungsschläge minimiert werden können. Trump widersprach dieser Darstellung und äußerte, wenn überhaupt habe er Israels Hand geführt. Teile der Regierung und Verbündete wie Senator Lindsey Graham stilisierten den Krieg als einen „Religionskrieg“ oder „Heiligen Krieg“ gegen „das Böse“. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu nannte als Kriegsziele ebenfalls die Entfernung der „existenziellen Bedrohung“ durch den Iran sowie „die Voraussetzungen dafür, dass das iranische Volk sein Schicksal verändern kann“.
Bis Tag 12 des Krieges kostete er die USA laut dem Thinktank CSIS 16,5 Milliarden US-Dollar, die primär durch intensive Luftschläge und Raketeneinsätze zustande kamen. Die Folgekosten durch die Veteranenversorgung, Materialersatz und sogenannte Ewigkeitskosten werden laut CNN auf 890 Millionen bis 1 Mrd. Euro am Tag geschätzt. Die Welthandelsorganisation (WTO) schätzt, dass die anhaltend hohen Energiepreise durch den Krieg das globale BIP-Wachstum im Jahr 2026 um 0,3 Prozentpunkte senken könnten.
In Stellungnahmen von Völkerrechtlern wird der Krieg mehrheitlich als klarer völkerrechtswidriger Verstoß gegen das allgemeine Gewaltverbot eingestuft, während einzelne Stellungnahmen mögliche Rechtfertigungen diskutieren.
[...] Kriegsziele
US-Präsident Donald Trump gab im März als Hauptziele des Krieges an, den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln, seine Steuerung von Terrormilizen zu beenden und seine Raketenkapazitäten zu dezimieren. Als weiteren Grund nannte er Freiheit für das iranische Volk.
Im Juli 2026 klagten Demokraten im Kongress, neuerdings werde auch die Öffnung der Strasse von Hormuz als Kriegsziel genannt, die vor dem Krieg offen gewesen sei.
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UNO-Flüchtlingshilfe
Fluchtursachen
Niemand flieht freiwillig
Völkerrechtlich ist nur derjenige ein Flüchtling, der sein Land aus "Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, seiner Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung" verlässt. (Art. 1 der Genfer-Flüchtlingskonvention)
Gründe für eine Flucht können jedoch sehr unterschiedlich sein. Meist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Immer dabei ist die Angst um das eigene Leben, um das Leben und das Wohlergehen der Kinder, der Familie oder von Freunden.
[...] Warum müssen Menschen fliehen?
Krieg und Gewalt
Menschenrechtsverletzungen
Hunger
Klima und Umwelt
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