THTR-Rundbrief (Extra)

Newsletter XXIII 2026

7. Juni bis ...

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

4. Juni 2008 (INES-0 Klass.?) Akw Krsko, SVN

6. Juni 2008 (INES-1) Akw Philippsburg, DEU

6. Juni 1998 (INES-2) Akw Unterweser, DEU

8. Juni 1970 (INES-4 NAMS 3,6) Atomfabrik LLNL, USA

9. Juni 1985 (INES-4) Akw Davis Besse, USA

10. Juni 2009 (INES-2) Atomfabrik Cadarache, FRA

10. Juni 1977 (INES Klass.?) Akw Millstone, USA

13. Juni 1984 (INES Klass.?) Akw Fort St. Vrain, USA

14. Juni 1985 (INES Klass.?) Forschungsreaktor Constituyentes, ARG

16. Juni 2005 (INES Klass.?) Akw Braidwood, USA

16. Juni 1958 (INES-4) Atomfabrik Oak Ridge, USA

17. Juni 1997 (INES Klass.?) Atomfabrik Arsamas-16, RUS

17. Juni 1967 (Chinas 6. NukleartestLop Nor, Xinjiang, CHN

18. Juni 1999 (INES-2) Akw Shika, JPN

18. Juni 1988 (INES Klass.?) Akw Tihange, BEL

18. Juni 1982 (INES Klass.?) Akw Oconee, USA

18. Juni 1978 (INES Klass.?) Akw Brunsbüttel, DEU

19. Juni 1961 (INES-3 NAMS 4) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

21. Juni 2013 (INES Klass.?) Akw Kuosheng, TWN

23. Juni 2012 (INES-1 Klass.?) Akw Rajasthan, IND

26. Juni 2000 (INES-1 Klass.?) Akw Grafenrheinfeld, DEU

28. Juni 2007 (INES-0 Klass.?) Akw Brunsbüttel, DEU

28. Juni 2007 (INES-0 Klass.?) Akw Krümmel, DEU

28. Juni 1992 (INES-2) Akw Barsebäck, SWE

29. Juni 2005 (INES Klass.?) Akw Forsmark, SWE

30. Juni 1983 (INES Klass.?) Akw Embalse, ARG

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de

 


11. Juni


 

Donnerstag, 11. Juni 2026, 19.00 Uhr - FUgE, Oststr. 12, 59065 Hamm

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm in Kooperation mit FUgE Hamm.

THTR Hamm: Wie geht es nach dem Konkurs der Betreiberfirma weiter?

Mit Horst Blume (Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm) und Hubertus Zdebel (Experte und Anti-Atomaktivist aus Münster)

Der Thorium-Hochtemperatur-Reaktor (THTR 300) in Hamm-Uentrop ist eine der größten Investitionsruinen der deutschen Atomwirtschaft. Nach Milliardenkosten, die maßgeblich von den Steuerzahlern finanziert wurden, und unzähligen technischen Pannen wurde er 1989 abgeschaltet. Seit 36 Jahren befindet sich der THTR im Stilllegungsbetrieb. Ab etwa 2030 soll der Rückbau starten, der sich bis zum Jahr 2044 hinziehen und über eine Milliarde Euro kosten würde. Am 28. September 2025 hat die Betreibergesellschaft HKG GmbH beim Amtsgericht Dortmund Insolvenz angemeldet.

Folgende Fragen behandeln die Referenten:

Wer übernimmt die Kosten für den Rückbau? Wie können die verantwortlichen Energiekonzerne RWE und E.ON dazu gebracht werden, diese Kosten zu übernehmen? Oder müssen dies die Steuerzahler tun? Ist der Rückbau notwendig? Wie können die Bürger der Stadt Hamm Einfluss auf die Weiterentwicklung nehmen?

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Kältemittel

Vorsprung durch CO₂-Technik

Auto-Klimaanlagen produzieren Ewigkeits-Chemikalien, die Schäden bei Ungeborenen verursachen können. Doch inzwischen laufen eine Million Pkw mit einer umweltfreundlichen Alternative, vor allem aus dem VW-Konzern.

Praktisch alle neuen Autos werden heutzutage mit Klimaanlage ausgeliefert. Doch das in dem Aggregat weltweit zumeist eingesetzte Kältemittel ist nach Angaben von Umweltfachleuten alles andere als unproblematisch: Bei seiner Nutzung gelangt eine der sogenannten Ewigkeitschemikalien in die Atmosphäre und ins Grundwasser, die im Verdacht steht, fortpflanzungsgefährdend zu sein.

Die Autokonzerne könnten allerdings auf eine unkritische Alternative umsteigen. Klimaanlagen des südkoreanischen Autozulieferers Hanon Systems arbeiten mit (Kohlendioxid als Kältemittel (R744) – Hauptabnehmer ist der deutsche VW-Konzern. Trotzdem nutzt der Rest der Branche weiter die problematische fluorierte Chemie.

[...] Das heute branchenweit übliche Kältemittel R1234yf, chemisch ein Hydrofluorolefin, wurde eingeführt, um die hohe Treibhaus-Wirkung des früher genutzten R134a zu senken. Grotesk: Diese Altchemikalie hielt zwar den Wagen-Innenraum kühl, trug aber zur Aufheizung des Weltklimas bei. Seit 2017 darf sie in neuen Pkw in Europa nicht mehr eingesetzt werden.

Der Nachfolger-Stoff R1234yf, der unter anderem von den US-Chemiefirmen Chemours und Solstice Advanced Materials (ehemals Teil von Honeywell) produziert wird, hat nur ein geringes Treibhaus-Potenzial, bringt aber ein neues Problem. Er wird, wenn es in die Atmosphäre gelangt, was bei Leckagen im System, bei der Befüllung oder Unfällen geschehen kann, nach kurzer Zeit fast vollständig zu Trifluoressigsäure, kurz TFA, abgebaut – einer extrem langlebigen PFAS-Verbindung.

Laut EU-Chemikalienbehörde "wahrscheinlich reproduktionstoxisch"

TFA gehört damit zu den "Ewigkeitschemikalien", den per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Der Stoff ist sehr mobil, wasserlöslich und nur schwer wieder aus der Umwelt zu entfernen. Er gelangt über Regen in Flüsse, Seen, Böden und Grundwasser und damit potenziell auch in Trinkwasser und Lebensmittel.

[...] Das Hanon-Papier zeigt nun, das bereits mehr als eine Million Pkw mit CO2-Klimaanlagen ausgerüstet wurden. In der Kältetechnik wird CO2 als R744 bezeichnet. Eingesetzt wurden solche Systeme seit 2020 vor allem in E‑Autos auf einer Plattform des Volkswagen-Konzerns, etwa in VW-Modellen der ID-Familie sowie bei Audi, Škoda, Cupra und auch in Ford-Modellen, die die VW-Basis nutzen.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

 


10. Juni


 

GEAS tritt in Kraft

Ab Freitag gilt an den EU-Außengrenzen die "Fiktion der Nicht-Einreise"

An diesem Freitag tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems in Kraft, kurz GEAS. Die neuen Regeln sollen vor allem den Mangel an Vertrauen unter den EU-Mitgliedsländern verringern, sagt die Migrationsexpertin Susan Fratzke. "Wenn GEAS funktioniert, dann ist zu hoffen, dass in den kommenden ein bis zwei Jahren einige der Grenzkontrollen wieder wegfallen."

Auf die Probe gestellt wird GEAS dann, "wenn es Veränderungen bei den Migrationsbedingungen gibt", so Fratzke. "Sollte sich beispielsweise die Lage im Libanon ändern und mehr Menschen versuchen, nach Griechenland zu gelangen, dann stellt sich die Frage nach Konsequenzen, falls ein Mitgliedstaat die GEAS-Vorgaben nicht vollständig erfüllt."

ntv.de: Sie haben darauf hingewiesen, dass bislang nur zwölf EU-Mitgliedstaaten ihre Umsetzungspläne für die GEAS-Reform veröffentlicht haben. Wissen wir gar nicht, wie gut die Länder auf GEAS vorbereitet sind?

Susan Fratzke: Naja, die EU-Kommission weiß, wie gut die Länder vorbereitet sind, ihr liegen die Pläne vor. Viele EU-Staaten haben sich jedoch aus unterschiedlichen politischen Gründen dazu entschlossen, sie nicht öffentlich zu machen.

Welche Gründe sind das?

Manche Länder haben öffentlich gesagt, dass sie an der Umsetzung von GEAS nicht mitwirken werden, aber hinter den Kulissen haben sie angefangen, entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten. Das ist zum Beispiel bei Polen der Fall: Offiziell lehnt Polen GEAS ab, aber in der Praxis findet dennoch eine gewisse Zusammenarbeit statt.

[...] Was ändert sich bei den Grenzverfahren?

Künftig gilt die "Fiktion der Nicht-Einreise", wie bisher schon an Flughäfen: Eine Person befindet sich auf dem Boden der Europäischen Union, wird aber rechtlich so behandelt, als sei dies nicht der Fall. Wenn im Rahmen des Grenzverfahrens festgestellt wird, dass diese Person kein Recht auf Asyl bekommen würde, wird sie zurückgeschickt. Damit das Gesamtpaket funktioniert, müssen beide Elemente greifen, der Solidaritätsmechanismus und das Grenzverfahren.

[...] Menschenrechtsorganisationen üben scharfe Kritik an GEAS. Sehen Sie potenzielle Verstöße gegen Menschenrechte?

GEAS soll Verfahren straffen, aber Mindeststandards weiterhin gewährleisten, etwa bei der Rechtsbeistandshilfe oder beim Zugang zu Dolmetschern. Theoretisch sind diese Punkte in den Verordnungen verankert. Die Frage ist, ob das in der Praxis so umgesetzt wird. Menschenrechtsorganisationen haben Bedenken, ob beispielsweise Griechenland oder Bulgarien - also Länder, die in der Vergangenheit nicht immer alle Standards eingehalten haben - dies künftig tun werden.

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Wer macht was mit Steuergeldern?

Corona-Masken-Streit:

Textilfirma fordert vor Gericht Millionenzahlung für Corona-Masken

Eine Hamburger Firma fordert vor Gericht 464 Millionen Euro vom Bund. Im Prozess geht es darum, ob Zusagen des Gesundheitsministeriums als Kaufvertrag zu werten sind.

Vor dem Landgericht Bonn hat das Hamburger Textilunternehmen Pure Fashion Agency in einem Rechtsstreit um die Bestellung von Corona-Masken Zahlungen von fast einer halben Milliarde Euro vom Bund gefordert. Bei dem Verfahren, in dem es in Bonn zu einer mündlichen Verhandlung kam, geht es um die Frage, ob eine Vereinbarung zwischen der Firma und dem Bundesgesundheitsministerium im März 2020 als Kaufvertrag zu werten ist – und der Bund somit zahlen muss, obwohl es letztlich nicht zur Maskenbestellung kam.

Die klagende Firma beruft sich in ihrer Forderung auf Telefonate und den Austausch von E-Mails mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Beamten des Ministeriums. Sie fordert 287 Millionen Euro zuzüglich Zinsen, was einer Gesamtsumme von 464 Millionen Euro entspricht. Das Ministerium wertet die Kommunikation hingegen nicht als Kaufvertrag. »Die Sache ist klar, hier ist kein Vertrag zustande gekommen«, sagte der Anwalt des Bundes, Martin Wittmann.

80.000 Euro an Vollzugszinsen pro Tag

Dem widerspricht Matthias Timm, der Chef des Hamburger Textilhändlers. Dieser hatte im März 2020 überraschend einen Telefonanruf von Spahn erhalten. Anschließend tauschte er diverse Mails mit dem damaligen Gesundheitsminister und den zuständigen Beamten aus. »Nach dem persönlichen Gespräch mit Herrn Spahn war mir klar, das ist ein Vertrag – ganz klar«, sagte Timm nach der Gerichtsverhandlung.

Die Nachrichtenagentur dpa, der die E-Mails vorliegen, zitiert Spahn daraus etwa mit der Ankündigung, er wolle »erst mal rechtlich verbindlich das Zeug« (die Masken) erhalten, Transportfragen würden danach geregelt.

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EU-Behörde: Chemikalie TFA kann Fruchtbarkeit beeinträchtigen

Eine chemische Substanz, die zur PFAS-Gruppe zählt, ist von einer EU-Behörde als schädlich für die menschliche Fortpflanzung eingestuft worden: Trifluoressigsäure (TFA). Deutschland gehört zu den Ländern, die um eine Einschätzung baten.

Die Ewigkeits-Chemikalie Trifluoressigsäure (TFA) kann nach Einschätzung der EU-Chemikalienbehörde Echa eine schädliche Wirkung bei der menschlichen Fortpflanzung haben. Der Risiko-Prüfausschuss der Behörde mit Sitz in Helsinki empfehle daher eine entsprechende Einstufung des PFAS-Stoffs, informierte die Echa am Mittwoch die Nachrichtenagentur AFP per E-Mail über die Entscheidung, die vergangene Woche gefallen sei.

Risikoeinschätzung von EU-Behörde zu Ewigkeitschemikalie TFA

Die PFAS-Chemikalie TFA könne "die Fruchtbarkeit beeinträchtigen" und "Schäden bei ungeborenen Kindern" verursachen, erklärte die Echa. Diese Risiko-Einschätzung soll nun an die EU-Kommission übermittelt werden, damit sie entsprechende Einschränkungen vorschlägt.

PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägnier-Sprays und Einwegverpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar, reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeits-Chemikalien bezeichnet.

TFA in Industrie und als Unkrautvernichter

TFA kommt vielfach in der Industrie zum Einsatz und ist ein Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln. Außerdem wird der Stoff für Heiz- und Kühlsysteme genutzt. Die Substanz sei "sehr beständig und sehr mobil" und berge das Risiko, "eine sehr dauerhafte und weit gestreute Kontamination der Wasserressourcen" zu verursachen, erklärte die Echa.

Ende März hatte die EU-Behörde ein weitreichendes Verbot von Ewigkeits-Chemikalien empfohlen, wobei sie aber eine Reihe von Ausnahmen als sinnvoll einstufte. Sie veröffentlichte zwei Risikoanalysen, die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.

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Das Solar-Paradox: Sonne spart Milliarden, doch der Strompreis bleibt hoch

Europas Solarflotte spart täglich über 100 Millionen Euro an teurem Gas. Warum der Boom die Stromrechnung der Verbraucher trotzdem nicht senkt.

Die Straße von Hormus ist faktisch gesperrt, Brent-Öl notiert bei 91 Dollar (Stand: 10. Juni 2026), und europäische Gas-Futures haben sich seit Kriegsbeginn zeitweise verdoppelt. Die IEA sprach zuletzt sogar von der schlimmsten Energiekrise der Geschichte.

Eigentlich müssten Europas Strompreise durch die Decke gehen. Doch genau das passiert nur teilweise: Der Grund: Auf den Dächern und Freiflächen des Kontinents sind inzwischen so viele Photovoltaik-Anlagen installiert, dass sie den Preisschock spürbar abfedern.

Die Solarenergie verdrängt in Sonnenstunden teures Gas aus der Stromerzeugung und spart der EU damit laut einer Modellrechnung des Branchenverbands SolarPower Europe seit März rund 136 Millionen Euro pro Tag.

[...] Merit-Order: Wie Solarenergie den Gaspreis aushebelt

Der Mechanismus dahinter ist das sogenannte Merit-Order-Prinzip. Auf dem europäischen Spotmarkt werden Kraftwerke nach ihren Grenzkosten sortiert: Zuerst laufen die günstigsten Einspeiser – Wind, Solar, Laufwasser –, zuletzt die teuersten, typischerweise Gaskraftwerke.

Der Großhandelspreis richtet sich nach dem letzten Kraftwerk, das zur Deckung der Nachfrage noch benötigt wird. Je mehr Solarenergie einspeist, desto seltener muss Gas diesen Preis setzen.

[...] Deutschland betreibt mit rund 120 GW die größte PV-Flotte Europas und dürfte grob ein Viertel der EU-weiten Solareinsparungen verantworten.

Trotzdem gehört das Land zu den teuersten Strommärkten des Kontinents: Steuern, Netzentgelte und historische Förderkosten fressen den Großhandelsvorteil auf, bevor er beim Verbraucher ankommt.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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INES Kategorie 2 "Störfall"10. Juni 2009 (INES-2) Atomfabrik Cadarache, FRA

Unterschätzte Plutonium-Ablagerungen in den Handschuhkästen der Anlage, der Betrieb der Anlage wurde für einen Monat ausgesetzt. Statt der geschätzten 8 kg Plutonium, wurden 39 kg gefunden.
(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents
 

Rückbau der Fertigungsanlage für MOX-Brennelemente

In der französischen kerntechnischen Anlage Cadarache wurden im Juni bei Demontagearbeiten 39 Kilogramm Plutonium entdeckt. Die Atomsicherheitsbehörde ASN stoppte die Arbeiten am 15. Oktober 2009 und ordnete den Störfall in die INES Kategorie 2 "Störfall" ein. Zudem warf sie dem Betreiber vor, das Ereignis vom Juni erst im Oktober gemeldet zu haben ...
 

Wikipedia de

Cadarache - Fertigungsanlage ATPu - Rückbau

Nach Ende der Nutzung als Fertigungsbetrieb für MOX-Brennelemente im Jahr 2003 wurde der Rückbau dieser Teilanlage beschlossen. Im Februar 2009 begannen die Abbrucharbeiten. Im Oktober 2009 mussten Arbeiten an der Anlage auf Anordnung der französischen Atomsicherheitsbehörde vorübergehend gestoppt werden, da man in den Glove-Boxes unerwartet auf insgesamt 39 kg Plutoniumstaub gestoßen ist ...

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INES Kategorie ?10. Juni 1977 (INES Klass.?) Akw Millstone, Waterford, USA

Eine Wasserstoffexplosion beschädigte drei Gebäude und erzwang die Abschaltung des Reaktors Millstone-1.
(Kosten ca. 17 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

AtomkraftwerkePlag

Millstone (USA)

Am 12. November 1976 kam es bei einem Abschaltungstest wegen eines fahrlässig zurückgezogenen Kontrollstabs zu einer unbeabsichtigten Kettenreaktion im Reaktor Millstone-1 und einer Schnellabschaltung.

Am 10. Juni 1977 ereignete sich in Millstone-1 eine Wasserstoffexplosion; der Reaktor wurde abgeschaltet.

Am 20. Februar 1996 mussten Millstone-1 und -2 nach einem Leck heruntergefahren werden; geschätzte Kosten: 298 Mio. US-Dollar.

Im Dezember 1997 belegte die NRC den Betreiber mit einem Bußgeld in Höhe von 2,1 Mio. US-Dollar wegen mangelhafter Sicherheitskultur ...
 

Die Wikipedia-Artikel (de + en) enthalten keinen Hinweis auf die Wasserstoff-Explosion vom 10. Juni 1977.

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9. Juni


 

Hitze-Check 2026:

Umwelthilfe warnt vor schwindendem Baumschatten in Städten

Seit 2018 sind laut Umwelthilfe fast eine Million Bäume aus deutschen Städten verschwunden. Offenburg und Mannheim schneiden in einem »Hitze-Check« besonders schlecht ab.

Deutsche Städte bieten immer weniger Schutz vor Hitze. Zu diesem Schluss kommt der sogenannte Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der den Baum- und Grünflächenbestand dokumentiert.

Zwischen 2018 und 2025 sind nach Angaben der DUH mehr als 900.000 Bäume aus den untersuchten 195 Städten mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verschwunden. In der Gesamtwertung schneiden Offenburg, Lahr und Mannheim besonders schlecht ab. Am besten bewertet die Organisation Kiel und Wuppertal.

[...] Erstmals untersuchte die DUH auch die sogenannte Baumüberschirmung. Das ist der Grad der Bodenbedeckung mit Vegetation von mehr als 2,5 Metern Höhe. Auch hat die DUH erstmals den Zuwachs der Flächenversiegelung in den vergangenen sieben Jahren untersucht.

Nur sieben Städte erreichen demnach den wissenschaftlich empfohlenen Richtwert von mindestens 30 Prozent Baumüberschirmung, darunter Hamburg, Berlin, Oldenburg, Potsdam und Solingen. Weil in allen untersuchten Städten neue Flächen versiegelt wurden, vergab die DUH in keiner Stadt ihre beste Bewertung.

Auch beim Hitzebetroffenheitsindex verschlechtert sich die Lage. Der Index setzt sich aus den Indikatoren Versiegelung, Grünflächenvolumen, Oberflächentemperatur und Bevölkerungsdichte zusammen. Obwohl fünf Städte mehr untersucht wurden als 2025, sank die Zahl der grünen Karten von 28 auf 21. Die Auswertung beruht auf Satellitendaten, die absolute Zahl verlorener Bäume ist eine Hochrechnung anhand einer durchschnittlichen Baumkronengröße und damit ein Schätzwert.

Die DUH fordert von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einen Hitzeschutz-Masterplan mit verbindlichen Standards für Stadtgrün.

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Früher eine Alterskrankheit: Dieser Krebs trifft jetzt immer mehr Junge

Sportlich, schlank und plötzlich Darmkrebs im Endstadium. Mediziner schlagen Alarm und suchen fieberhaft nach den gefährlichen Auslösern.

Sportlich, schlank, keine familiäre Vorbelastung – und trotzdem Darmkrebs im Stadium IV. Was der US-Amerikanerin Katie Rich 2012 im Alter von 33 Jahren passierte, ist kein Einzelfall mehr.

Weltweit registrieren Onkologen einen beunruhigenden Trend: Krebsarten, die lange als Alterskrankheiten galten, treffen zunehmend junge Erwachsene.

Auf den beiden größten Krebskongressen des Jahres – der Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago und der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) in San Diego – stand das Thema im Zentrum.

"Weltweit steigt die Häufigkeit verschiedener Krebsarten bei Menschen unter 50 Jahren", sagte die Onkologin Kimmie Ng, Direktorin des Young-Onset Colorectal Cancer Center am Dana-Farber Cancer Institute, vor dem ASCO-Publikum. "Die überwiegende Mehrheit gilt als sporadisch, mit unbekannter Ursache."

Besonders drastisch zeigt sich das beim Darmkrebs: In den USA stieg die Inzidenz bei 20- bis 49-Jährigen seit 2010 jährlich um rund drei Prozent. 2023 wurde Darmkrebs bei Männern zur häufigsten krebsbedingten Todesursache – bei Frauen liegt er auf Platz zwei hinter Brustkrebs.

Deutschland: Hautkrebszahlen fast verdoppelt

Auch hierzulande sind die Zahlen alarmierend. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2024 insgesamt 120.100 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt – 94,5 Prozent mehr als 2004.

Besonders stark stiegen die Fälle von hellem Hautkrebs: ein Plus von 117 Prozent in zwei Jahrzehnten. Die Todesfälle kletterten um 65,1 Prozent auf rund 4600 im Jahr 2024.

Zum Vergleich: Die Gesamtzahl der Krebstodesfälle nahm im selben Zeitraum nur um 10,1 Prozent zu.

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Greenpeace-Expertin über Ukraine

„AKWs haben sich als sehr verwundbar erwiesen“

Greenpeace-Expertin Kolodiazhna hält neue Atomkraftwerke in der Ukraine für kaum realistisch. Erneuerbare Energien hingegen seien im Krieg widerstandsfähiger.

taz: Frau Kolodiazhna, die Ukraine will die Atomenergie ausbauen. Wie stehen Sie dazu?

Polina Kolodiazhna: Ich halte das aktuell für kaum realistisch, vor allem im Krieg. Atomkraftwerke haben sich in dieser Situation als sehr verwundbar erwiesen. Kein Reaktor wurde dafür ausgelegt, unter Kriegsbedingungen zu funktionieren oder direkten Angriffen standzuhalten. Das hat man besonders deutlich gesehen, als das AKW Saporischschja 2022 besetzt wurde. Zentrale Energiesysteme sind in solchen Situationen extrem anfällig.

taz: Wie wollen Sie dann die Stromversorgung sichern?

Kolodiazhna: Wir von Greenpeace setzen auf dezentrale Energieversorgung, vor allem auf Solarenergie und andere erneuerbare Quellen. Diese Systeme sind flexibler, schneller installierbar und können Gemeinden direkt versorgen, auch unabhängig vom großen Netz. Selbst wenn einzelne Komponenten etwa bei einer Solaranlage beschädigt werden, liefern die übrigen Module weiterhin Strom. Zugleich sind sie dezentral organisiert und können direkt vor Ort installiert werden, beispielsweise auf den Dächern von Krankenhäusern oder Wohnhäusern.

taz: Unterstützt die Gesellschaft erneuerbare Energien?

Kolodiazhna: Heftige gesellschaftliche Debatten zu erneuerbarer Energie mit einer starken Polarisierung wie in manch anderen Ländern hat es in der Ukraine nie gegeben. Im Gegenteil: Allmählich setzt sich das Bewusstsein für die Bedeutung dezentraler und grüner Energie durch.

taz: Ist das eine Folge der konkreten Erfahrung, wie angreifbar zentrale Energiekonzepte sind?

Kolodiazhna: Die Menschen erkennen, dass eine dezentrale, grüne Energieversorgung ihre Sicherheit, Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber russischen Angriffen stärkt. Patienten gewinnen mehr Vertrauen, dass ein Arzt sie im Notfall behandeln kann. Eltern wissen, dass ihre Kinder auch bei Stromausfällen zur Schule und in den Kindergarten gehen und in Verbindung bleiben können.

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Schweizer AKW bleiben auf Russland angewiesen

Auch vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist die Schweizer Atomindustrie noch immer eng mit Russland verflochten.

Zürich - Der Energiekonzern Axpo bemüht sich zwar darum, russisches Uran durch Lieferungen aus Kasachstan zu ersetzen. Eine neue Analyse von Greenpeace Schweiz zeigt jedoch, dass die Abhängigkeit von Russland entlang der Uran-Lieferkette nach wie vor vorhanden ist.

Die Axpo, grösster Stromversorger der Schweiz, hat dazu eine Partnerschaft mit dem kasachischen Uranunternehmen Kazatomprom abgeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist, den Bezug von russischem Uran schrittweise zu reduzieren und langfristig auf russische Lieferanten verzichten zu können. Bisher stammte der Brennstoff für die beiden Reaktoren des Atomkraftwerks Beznau vollständig aus Russland, für das AKW Leibstadt etwa zur Hälfte.

Doch ein Wechsel des Herkunftslandes allein genügt nicht, um die Verbindung zu Russland zu kappen. Nach Einschätzung von Greenpeace bleibt der staatliche russische Atomkonzern Rosatom ein zentraler Akteur in der Versorgung der Schweizer Kernkraftwerke.

„Die Realität der Atomindustrie in der Schweiz ist: Trotz der Erklärungen der Axpo sind wir für das in unseren AKW verwendete Uran weiterhin von Russland abhängig“, sagt Florian Kasser, Nuklearexperte bei Greenpeace Schweiz. „Die Atomkraftwerke Beznau und Leibstadt werden auch in den kommenden Jahren beim Transport und bei der Anreicherung ihres Brennstoffs auf Rosatom angewiesen sein.“

Transportwege führen über Russland

Ein wesentlicher Grund für diese Abhängigkeit liegt in den internationalen Transportwegen. Der grösste Teil des in Kasachstan geförderten Urans wird über russisches Territorium transportiert. Die Lieferungen gelangen über eine von Rosatom kontrollierte Route nach St. Petersburg und werden dort auf Schiffe für den Weitertransport in westliche Staaten verladen.

[...] Hinzu kommt die besondere Struktur des globalen Uranmarktes. Uran wird nach dem Abbau in verschiedenen Schritten verarbeitet, unter anderem in Konversions- und Anreicherungsanlagen. Dabei werden Lieferungen unterschiedlicher Herkunft häufig vermischt und gemeinsam bearbeitet. Eine lückenlose Rückverfolgung des Materials ist dadurch kaum möglich.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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9. Juni 1985INES Kategorie 4 "Unfall" (INES-4) Akw Davis Besse, OH, USA

Im Juni 1985 legte ein potenziell katastrophaler 12-minütiger Kühlmittelverlust das Kraftwerk für mehr als ein Jahr lahm. Die NRC bezeichnete den Unfall als den schlimmsten seit Three Mile Island.
(Kosten ca. 26 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Wikipedia de

Kernkraftwerk_Davis_Besse#Störfälle

Am 9. Juni 1985 kam es bei der Inbetriebnahme des Kühlsystems zu einer Störung an einer Pumpe, die aufgrund der Fehlbedienung eines Operators eine zu hohe Drehzahl aufwies. Um dem entgegenzuwirken, wurde die Förderleistung gedrosselt. Kurz darauf gab es an einer weiteren Pumpe einen Überdruck. Die Operatoren schalteten die Pumpe ab. Allerdings wurde die Zirkulation des Kühlmittelflusses dadurch gestoppt. Um dem entgegenzuwirken, aktivierte ein Operator die Notspeisewasserpumpen. Erst wurde das Ereignis als „außergewöhnlich“ eingestuft; später untersuchte man den Vorfall genauer und fand heraus, dass es beinahe zur Kernschmelze (Schmelzen des Reaktorkernes) gekommen wäre. Nach Schätzungen der IAEO war der Störfall auf der INES mindestens mit Stufe 4, also „Unfall“ zu werten ...
 

Sierra Club

Übersetzung https://www.DeepL.com/Translator

DAVIS-BESSE NUCLEAR REACTOR

UNFÄLLE UND STÖRUNGEN: In Davis-Besse kam es schon vor der Inbetriebnahme zu Unfällen und Verstößen.

In Davis-Besse ereigneten sich sechs von insgesamt 34 "erheblichen Unfällen" in den Vereinigten Staaten ...

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8. Juni


 

Global Justice Report

Gerechtigkeit als Klimaplan

Weniger Ungleichheit, weniger fossile Energie, weniger Überkonsum – und trotzdem mehr Wohlstand für die meisten Menschen. Ein Team um den Ökonomen Thomas Piketty legt eine Vision für das Überleben des Planeten vor.

Die Welt könnte bis zum Ende des Jahrhunderts deutlich gerechter und zugleich klimaverträglicher werden.

Nicht ein bisschen, nicht nur in Modellregionen, nicht nur für die schon Wohlhabenden, sondern global – mit steigenden Einkommen für die Mehrheit der Menschheit, weniger Arbeitszeit, stark ausgebauter Bildung und Gesundheitsversorgung, einem Ende der fossilen Energien und einer Erderwärmung, die bei etwa 1,8 Grad gestoppt würde.

Das ist die Kernbotschaft des neuen "Global Justice Report" des World Inequality Lab, der jetzt auf einer Konferenz des Thinktanks in Paris vorgelegt wurde.

Der Bericht ist kein übliches Klimapapier. Er rechnet nicht nur Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und CO2-Preise durch. Er setzt bei der Machtfrage an.

Wer besitzt? Wer konsumiert? Wer zahlt? Wer entscheidet? Und wer trägt die Folgen, wenn die Weltwirtschaft weiter auf Wachstum, fossile Energie und die Wünsche der Superreichen zugeschnitten bleibt?

Genau darin liegt die Provokation. Das World Inequality Lab, angesiedelt an der Paris School of Economics, verbindet Verteilungsforschung, Klimadaten und Szenarien für eine neue Weltfinanzordnung. Koordiniert wurde das Projekt unter anderem von Lucas Chancel, Cornelia Mohren und Thomas Piketty.

Piketty ist der bekannteste Name in diesem Kreis. Der französische Ökonom lehrt unter anderem an der Paris School of Economics. International bekannt wurde er mit seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert", in dem er die langfristige Konzentration von Einkommen und Vermögen analysierte und eine stärkere Besteuerung großer Vermögen forderte.

[...] Wichtig ist den Autoren die Abgrenzung vom klassischen Degrowth-Label. Mohren sagt: Suffizienz bedeute nicht Schrumpfung, sondern weniger Arbeitszeit, andere Konsummuster und mehr Gesundheit und Bildung. Ein zusätzlicher Euro Wertschöpfung in Bildung und Gesundheit habe einen deutlich kleineren materiellen Fußabdruck als ein zusätzlicher Euro in der Industrie.

Damit formuliert der Report auch eine Kritik an Teilen der bisherigen Klimapolitik. Zu lange habe sie so getan, als könne eine "klassenlose Ökologie" funktionieren: grünes Wachstum für alle, ohne über Verteilung, Macht und Lebensstile zu reden. Diese Illusion habe grüne Politik bei vielen Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen unpopulär gemacht, wird Piketty im Guardian zitiert.

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Umstrittener Vorschlag der EU-Kommission

Tests stoppten 50 Pestizide – EU erwägt weniger Prüfungen

Krebs, Fehlbildungen, Umweltschäden: EU-Prüfungen stoppten seit 2011 rund 50 zugelassene Pestizide. Doch die Kommission will solche Tests verringern.

Jahrzehntelang haben Bauern in der Europäischen Union das umstrittene Pestizid Chlorpyrifos auf Äcker und Obstplantagen gesprüht. Dann prüften die Behörden den Wirkstoff erneut, weil die Zulassung auslief. Ergebnis: Das Insektengift könnte die Entwicklung der Gehirne von Föten schädigen. 2020 verbot die EU das Mittel.

Rund 50 Wirkstoffe haben bei solchen Routineüberprüfungen seit 2011 ihre EU-Zulassung verloren, wegen Risiken für Mensch und/oder Umwelt. Zum Beispiel auch die beiden Pilzbekämpfungsmittel Mancozeb, das ebenfalls schädlich für Embryonen und Föten sein könnte, und Chlorothalonil, das unter Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Das zeigt eine Recherche der taz in der Pestizid-Datenbank der EU-Kommission.

Nun aber plant die Kommission, die regelmäßigen Sicherheitsprüfungen für die meisten zugelassenen Pestizide abzuschaffen. Die Erstgenehmigung soll „zeitlich unbegrenzt“, statt wie bisher zum Beispiel für 10 Jahre gelten, außer für bestimmte, als besonders gefährlich geltende Substanzen. So steht es in einem Vorschlag zur Änderung der EU-Pestizidvorschriften. Damit will die Kommission „unnötigen Verwaltungsaufwand“ reduzieren – wie von der Chemieindustrie gewünscht.

Angeliki Lysimachou hält regelmäßige Überprüfungen keinesfalls für „unnötig“. Sie ist Leiterin Wissenschaft und Politik der Umweltorganisation Pestizid Aktions-Netzwerk Europa (PAN). Auch sie weiß, dass chemisch-synthetische Pestizide eine von mehreren Methoden sind, mit denen konventionelle Landwirte ihre Kulturpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Aber neben den Gesundheitsrisiken tragen die Chemikalien dazu bei, dass wilde Pflanzen- und Tierarten aussterben. Die Tragweite ist enorm: In Deutschland belegen konventionelle Äcker rund 30 Prozent der Landfläche. Die meisten pflanzlichen Lebensmittel werden mit chemischen Pestiziden erzeugt; Bio ist nur eine Nische.

„Der Vorschlag der Kommission schwächt die derzeitigen EU-Pestizidvorschriften erheblich, die dem Schutz von Gesundheit und Umwelt dienen“, warnt Lysimachou. Gefährliche Stoffe würden „möglicherweise auf unbestimmte Zeit auf dem Markt bleiben“.

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Das Rechenzentrum ist der Fabrikschlot der Zukunft

In vielen Ländern gibt es Proteste gegen durstige und energiehungrige KI-Rechenzentren. Vor allem fehlt Transparenz.

Ob China, Indien, die EU-Länder oder die USA – es gibt kaum ein Land, das in Sachen Künstliche Intelligenz nicht vorne dabei sein will. Deshalb wird weltweit viel geplant und vor allem gebaut. KI braucht viel Rechenleistung und dafür grosse Rechenzentren. Und diese Mega-Serverfarmen müssen irgendwo stehen.

Neuere «Hyperscale»-Anlagen sind oft so gross, dass Medien Drohnenvideos erstellen, um ihre Grösse deutlich zu machen. Gebaut werden sie deshalb oft in Gegenden, in denen Land vergleichsweise günstig ist.

Anwohnende zahlen den Preis für den technologischen Fortschritt

Schon ästhetisch ist das kein Genuss. Wer wohnt schon gerne neben einem schmucklosen Betonklotz, der von Sicherheitsarchitektur wie hohen Zäunen und Kameras umgeben ist? Mega-Datencenter sind zudem eine ökologische Herausforderung, um nicht zu sagen: ein ökologischer Albtraum. Sie brauchen so viel Energie wie ganze Städte und sehr viel Wasser, sie verschmutzen die Umwelt und vernichten teilweise fruchtbares Ackerland.

Anwohnerinnen und Anwohner haben die berechtigte Sorge, dass infolgedessen Wasser knapp wird und die Energiepreise steigen. Im US-Bundesstaat Virginia seien die Energiepreise in den vergangenen fünf Jahren um 267 Prozent gestiegen, schreibt der «Sierra Club». In Virginia stehen besonders viele dieser Mega-Zentren, teilweise sehr nahe bei Wohngebieten. In Pennsylvania ist die durchschnittliche Stromrechnung laut «Inside Climate News» (ICN) in einem Jahr um 14 Prozent gestiegen.

Fachleute warnen sogar, dass in Situationen wie Hitzewellen der Strom ausfallen könnte, weil der Energiebedarf der Rechenzentren so riesig ist – oder eine KI eben den Betrieb einstellen muss.

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Phänomen im Ozean

Kälteloch im Nordatlantik weist auf Krise des Golfstroms hin

Fast überall steigen die Temperaturen, doch eine Region südöstlich von Grönland kühlt ab. Eine neue Auswertung deutet auf einen schwächelnden Wärmetransport des Atlantiks hin

Einer Strömung im Atlantik verdankt Europa einen guten Teil seines milden Klimas. Warmes, salzreiches Wasser zieht aus dem Bereich des Golfs von Mexiko nordwärts, kühlt im Nordatlantik so weit aus, dass es schwer wird und in die Tiefe sinkt, und strömt von dort aus am Meeresboden wieder südwärts. Dieser Kreislauf trägt die Bezeichnung Atlantische meridionale Umwälzzirkulation, kurz AMOC; ein Abschnitt davon ist als Golfstrom deutlich bekannter. Insgesamt heizt das System den Norden Europas und beeinflusst, wo auf der Welt der Regen fällt bis hin zu den Monsunen, von denen die Landwirtschaft Afrikas und Asiens abhängt.

Kein Wunder also, dass Forschende die AMOC aufmerksam verfolgen – unter anderem, weil es Anzeichen gibt, dass dieser Wärmemotor an Kraft verliert. Der Verdacht ist alt, aber die Beweislage dünn. Direkt gemessen wird die Stärke der AMOC erst seit 2004, im Rahmen des Programms RAPID. Eine Reihe von rund 22 Jahren ist zu kurz, um einen langfristigen Trend sauber von den natürlichen Schwankungen zu trennen, die solchen Systemen ohnehin eigen sind.

[...] In den vergangenen rund 150 Jahren hat sich die Erdoberfläche fast flächendeckend erwärmt. Eine Ausnahme bildet diese Region im Nordatlantik, die sich um bis zu ein Grad Celsius abgekühlt hat. In der Fachwelt heißt sie Erwärmungsloch oder, bildhafter, Kälteblase. Der Begriff "cold blob" geht auf eine beiläufige Bemerkung des Klimaforschers Michael Mann zurück und ist seither hängengeblieben.

Lange war strittig, woher diese kalte Stelle rührt. Eine Erklärung könnte sein, dass eine schwächelnde AMOC weniger Wärme nordwärts schaufelt, was zur Abkühlung der Region führt. Eine andere sieht den Grund in der Atmosphäre. Stärkere Winde, mehr Verdunstung und eine gründlichere Durchmischung des Wassers könnten dem Ozean von oben Wärme entziehen, ganz ohne dass eine schwächere Strömung eine Rolle spielen müsste.

Für die atmosphärische Erklärung sprach eine Arbeit von Chengfei He und Kollegen aus dem Jahr 2022. Laut deren Argumentationskette erwärmt sich die Arktis rasch, der Temperaturunterschied zwischen Pol und Tropen schrumpft und der Jetstream verschiebt sich nach Norden, mitten in die Region der Kälteblase. Die verstärkten Westwinde fachen die Verdunstung an und wühlen das Wasser auf. Beides zieht Wärme aus dem Ozean. Mehr Verdunstung bedeutet zudem mehr Wolken, die die Region zusätzlich vor der Sonne abschirmen könnten.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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8. Juni 1970 (INES-4 NAMS 3,6) AtomfabrikINES Kategorie 4 "Unfall" LLNL, Livermore, USA

Bei diesem Unfall wurden etwa 10700 TBq freigesetzt, der Wind blies die Wolke hauptsächlich in südöstliche Richtung. Die Strahlenbelastung wurde noch in 200 Meilen Entfernung gemessen.
(Kosten ca. 60,1 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Watching out for the ecology of Livermore

Übersetzung https://www.DeepL.com/Translator

Livermore Eco Watchdogs (Diese Domain ist nicht mehr erreichbar.)

Historical Doses To The Public from Routine and Accidental Releases of Tritium

In den dreiundfünfzig Betriebsjahren wurden am Standort Livermore des Lawrence Livermore National Laboratory schätzungsweise 29300 TBq Tritium in die Atmosphäre freigesetzt; etwa 75 % davon wurden in den Jahren 1965 und 1970 versehentlich als gasförmiges Tritium abgegeben. Die routinemäßigen Emissionen trugen mit etwas mehr als 3700 TBq gasförmigem Tritium und etwa 2800 Terabecquerel tritiiertem Wasserdampf zur Gesamtdosis bei ...
 

Die größte Freisetzung in der Geschichte des LLNL ereignete sich am:

20. Januar 1965 und betrug 13000 TBq

VERWENDUNG VON TRITIUM IM LIVERMORE-LABOR:

Übersetzung https://www.DeepL.com/Translator

Tritium and the Lawrence Livermore National Laboratory

Zwei der drei größten Tritiumunfälle, die ich je dokumentiert gesehen habe, ereigneten sich hier am Livermore Lab Hauptstandort. In den Jahren 1965 und 1970 setzte das Livermore Lab etwa 650000 Curies (23.700 TBq) Tritium aus den Schornsteinen der Tritiumanlage (Gebäude 331) in die Luft frei.

Anmerkung: Ein Curie entspricht 37 Milliarden radioaktiven Zerfallsprozessen pro Sekunde, in Becquerel 37 GBq.

Nach dem Unfall von 1970, fanden Wissenschaftler des Livermore Labs erhöhte Tritiumwerte, die sie mit dem Unfall von 1970 in Verbindung brachten, und zwar bis nach Fresno, in südöstlicher Richtung etwa 200 Meilen entfernt.
 

In der deutschen Wikipedia finden sich keine Informationen zu den Unfällen der Jahre 1965 und 1970!

Wikipedia de

Lawrence Livermore National Laboratory 

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7. Juni


 

Übergewinnsteuer

Gnadenlose soziale Unwucht

Union und SPD wollen Bür­ge­r:in­nen mit herben Kürzungen immer stärker belasten. Aber die enormen Übergewinne der Ölkonzerne schöpfen sie nicht ab.

Fast jeden Tag kommt der Ruf nach einer neuen sozialen Härte aus den Reihen der Regierungsfraktionen oder von Wirtschaftslobbyist:innen: weitere Zumutungen im Krankheits- oder Pflegefall, weniger Mittel für Eltern, Streichung beim Wohngeld. Die Bundesregierung schreckt unter der irreführenden Formulierung „Sozialreformen“ vor keiner Kürzung zurück.

Gleichzeitig unternimmt sie nichts zur Unterstützung der vielen Millionen Haushalte, die jetzt schon nicht mehr wissen, wie sie steigende Preise, Abgaben und Mieten bewältigen sollen. Das Einzige, was Union und SPD nicht antasten: hohe Vermögen und krisenbedingte Megaprofite. Die soziale Unwucht der schwarz-roten Regierung ist gnadenlos.

Aktuelles Beispiel: die Übergewinnsteuer. Ölkonzerne fahren infolge des Irankriegs enorme Krisengewinne ein. Im Windschatten der gestiegenen Preise legen sie nochmal eine Schippe drauf und nutzen die Krise, um sich über das gewöhnliche Maß hinaus zu bereichern. Jüngsten Zahlen einer Studie von Greenpeace zufolge haben die Ölkonzerne im März, April und Mai allein in Deutschland zusätzliche Krisenprofite in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gemacht, davon 702 Millionen Euro im Mai, dem ersten Monat des Tankrabatts. Für den zweimonatigen Tankrabatt macht der Staat 1,6 Milliarden Euro locker – während er die 1 Milliarde Euro für die Bafög-Reform infrage stellt.

Die enormen Profite der Ölkonzerne waren vorhersehbar. Zu Recht fordern Sozialdemokrat:innen, Grüne und Linkspartei seit Monaten die Einführung einer Übergewinnsteuer, um die Krisenrendite abzuschöpfen – und damit nebenbei auch die Preise im Zaum zu halten. Doch ausgerechnet SPD-Finanzminister Lars Klingbeil hat die Diskussion darüber eingedämmt, indem er sie auf die europäische Ebene gehoben hat.

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Gebäude in Brand

Russland soll Lager für Atommüll in Tschernobyl-Sperrzone angegriffen haben

Eine russische Drohne soll eine Anlage in der Nähe des Atomkraftwerks Tschernobyl getroffen haben. Die Internationale Atomenergiebehörde zeigt sich besorgt, Selenskyj nennt die Attacke »extrem ⁠niederträchtig«.

Mit einer Shahed-Drohne soll die russische Armee nach ukrainischen Angaben das zentrale Lager für abgebrannte Brennelemente in der Zone um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl getroffen haben. Das Gebäude für die Annahme von Behältern sei bei dem Angriff in der Nacht teilweise zerstört worden, teilte der Staatskonzern Energoatom mit.

Ein Feuer habe sich auf einer Fläche von 40 Quadratmetern ausgebreitet; es sei mittlerweile gelöscht worden. Dort sei kein abgebrannter Kernbrennstoff gelagert worden, so Energoatom. Dem Unternehmen zufolge liegen die Strahlenwerte innerhalb der festgelegten Grenzwerte. In dem zentralen Lager in der Sperrzone um das vor 40 Jahren havarierte AKW Tschernobyl werden abgebrannte Brennelemente aus anderen ukrainischen Kernkraftwerken langfristig gelagert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Plattform X, Russland habe die Anlage gezielt angegriffen. Er verurteilte die Attacke als »extrem ⁠niederträchtig«.

Internationale Atomenergiebehörde besorgt

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, dass sie von ukrainischer Seite über die »erheblichen Schäden« an dem Gebäude im Lager für abgebrannte Brennelemente informiert worden sei. Betroffen sind demnach die Fassade, die Fenster und Türen. Auch benachbarte Gebäude seien durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen. Ein IAEA-Team werde die Anlage in Kürze besuchen, um die Auswirkungen zu begutachten, teilte die Behörde mit.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte auf X, der Vorfall sei äußerst besorgniserregend, da er sich an einem Ort ereignet habe, wo große Mengen an Kernmaterial gelagert seien – nur wenige Meter von dem angegriffenen Gebäude entfernt.

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UN-Berichterstatter: Frankreich verletzt bei PFAS Menschenrecht

Die Sonderberichterstatter beklagen vor allem fehlende Transparenz und die Missachtung des Vorsorgeprinzips.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des «Vallée de la Chimie» im Grossraum Lyon leiden seit Jahrzehnten unter der hohen PFAS-Belastung ihrer Umgebung. Quelle ist die chemische Industrie in der Gegend, der Lyon einen Teil seines Wohlstands verdankt. Die Metropolregion ist Standort umfangreicher chemischer, biotechnologischer und petrochemischer Industrie.

Im «Vallée de la Chimie» im Süden der Stadt finden sich mehr als 30 Unternehmen aus dem Sektor. Boden, Wasser und Lebensmittel sind hoch mit PFAS belastet. Die Konzentration des giftigen und verbotenen Stoffes PFNA (Perfluornonansäure) im Blut von Einwohnern des Ortes Pierre-Bénite sei 2023 siebenmal höher gewesen als die der Durchschnittsbevölkerung, berichtet «Euraktiv» Mitte Mai. Zahlreiche Menschen in der Gegend vermuten, dass PFAS der Grund ihrer Erkrankungen sind.

Vier Sonderberichterstatter beklagen Menschenrechtsverletzungen

Eine offene Sammelklage der Anwohnenden gibt es dazu bereits. Nun erhalten sie Unterstützung vom UN-Sonderberichterstatter für Giftstoffe und Menschenrechte. Marcos Orellana wirft der französischen Regierung sowie den beiden Unternehmen Arkema und Daikin vor, durch ihren Umgang mit PFAS mehrere Menschenrechte verletzt zu haben.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Industriegebietes litten durch die erhebliche PFAS-Verschmutzung unter der Verletzung gleich mehrerer Menschenrechte. Darunter der Rechte auf Leben, Gesundheit, des Rechts auf eine gesunde Umwelt, der Achtung der Privatsphäre, der Familie und Wohnung. Verletzt werde weiter das Recht auf Zugang zu Wasser und Nahrung, auf Information, auf das Recht auf Mitbestimmung sowie das Vorsorgeprinzip.

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50 Hertz für fünf Jahre Geduld

"Der Solarzubau benötigt kein weiteres Tempo - das muss man so klar sagen"

An sonnigen Tagen erzeugen deutsche Solaranlagen inzwischen mehr Strom, als das Land speichern oder verbrauchen kann. Übertragungsnetzbetreiber wie 50 Hertz exportieren den Strom deshalb ins Ausland - und zahlen viele Millionen Euro dafür. Die Lösungen sind in Arbeit, benötigen aber Zeit: "In den kommenden fünf Jahren werden mehr als 50 Gigawatt an Batteriespeichern realisiert", sagt 50-Hertz-Chef Stefan Kapferer im Podcast "Das Klima-Labor von ntv" . Was passiert bis dahin? Der Netzbetreiber wird deutlich: Viele Regionen benötigen vorerst keine weitere Solarenergie. "Für fünf oder sechs Jahre sollten wir andere Prioritäten setzen." Zum Beispiel? Mehr Tempo beim Windkraft-Ausbau. Und bei den neuen Gaskraftwerken: "Batterietechnologien machen große Fortschritte", sagt Kapferer. "Aber wir hatten 2025 eine 200-stündige Dunkelflaute. Das decken wir nicht ohne neue Gaskraftwerke ab."

ntv.de: Wie viel Geld haben Sie als Übertragungsnetzbetreiber an den sonnigen Mai-Feiertagen verloren?

Stefan Kapferer: Wir gar keins, aber die deutschen Steuerzahler enorm viel. Die Förderung der erneuerbaren Energien erfolgt aus dem Bundeshaushalt. Die negativen Strompreise am 1. Mai haben uns als Bundesrepublik etwa 50 Millionen Euro gekostet, weil wir einen Zuschuss zahlen mussten, damit uns dieser Strom abgenommen wird.

Ist das gut oder schlecht?

Es ist gut, weil es zeigt, dass wir günstigen Strom aus erneuerbaren Energien (EE) herstellen können. Es zeigt aber auch deutlich, dass unser System derzeit noch nicht auf die großen Mengen EE-Strom vorbereitet ist. Wir haben eine Situation unterschiedlicher Geschwindigkeiten.

Was genau passiert denn an solchen Tagen?

Wir als Übertragungsnetzbetreiber haben eine Vermarktungspflicht und müssen gleichzeitig Systemstabilität sicherstellen. An Tagen wie dem 1. Mai suchen wir also Kunden und exportieren den überschüssigen Strom zum Beispiel nach Österreich oder in die Schweiz. Die erhalten Geld dafür, dass sie ihn abnehmen und Wasser in Pumpspeicherwerken mit dem Strom nach oben pumpen. In stromschwachen Zeiten lassen sie das Wasser wieder nach unten fließen und verkaufen den Strom - manchmal zurück nach Deutschland. Die Einnahmen und Ausgaben für den vermarkteten Strom rechnen wir monatlich mit dem Bundesfinanzminister ab.

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Aktuelles+

7. Juni 2026

Toxische Energiepolitik, total verdrehte Solardebatte und die Merkelsche Prägung

Es ist höchste Zeit, dass Union und Wirtschaftsministerium die Blockade der Erneuerbaren aufgeben und in den Dialog einsteigen, sagt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Fürs Energy Sharing verlangt sie einfache, schnell umsetzbare Prozesse auf Basis vorhandener Standards.

Klimareporter°: Frau Dähling, der Netzgipfel der Erneuerbaren-Verbände BEE und BWE in dieser Woche zeigte, dass sich die Branche einer dreifachen Herausforderung gegenübersieht: der EEG-Reform mit dem geplanten Stopp der Vergütung für kleinere Solaranlagen, dem Netzpaket, das den Erneuerbaren-Ausbau auf Jahre stoppen kann, sowie der Reform der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur. Die sieht vor, dass alle Kraftwerke künftig für den Netzanschluss zahlen sollen. Was ist davon am schlimmsten?

Carolin Dähling: Alle drei Eingriffe gehen zulasten der Erneuerbaren, sind nicht aufeinander abgestimmt und verstärken sich in ihrer negativen Wirkung gegenseitig. Besonders kritisch ist der sogenannte Redispatch-Vorbehalt im Netzpaket. Es stellt neue Wind- und Solarparks unter einen generellen Vorbehalt und schafft enorme Unsicherheit für Investitionen.

Es ist daher kein Wunder, dass sich alle 16 Energieminister:innen der Länder gegen die Pläne der Bundesregierung stellen, unabhängig von ihrem Parteibuch.

Nur das Bundeswirtschaftsministerium hält seit Monaten unbeirrt an dem Plan fest. Es ist jetzt höchste Zeit, dass die Union und das Wirtschaftsministerium diese Blockadehaltung aufgeben und endlich in den konstruktiven Dialog einsteigen.

Die Erneuerbaren sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich stärker an den Netzkosten zu beteiligen. Entscheidend ist aber, dass Risiken und Pflichten fair verteilt werden. Entsprechende Vorschläge werden von der Branche seit Monaten erarbeitet und an das Ministerium kommuniziert.

Auf die Betreiber privater Solaranlagen kommen zwei neue Hürden zu: Die feste Vergütung soll wegfallen, gleichzeitig plant die Netzagentur eine zusätzliche Belastung für selbst erzeugten und verbrauchten Strom. Das macht Solarenergie auf einen Schlag unattraktiver und ist ein völlig falsches Signal.

Auf der anderen Seite gibt es aber massive neue Begünstigungen für Erdgas. Das passt weder zur Klimapolitik noch ist es ökonomisch sinnvoll für ein günstiges, unabhängiges Energiesystem.

Durch das Zusammenspiel all dieser Reformvorschläge ergibt sich eine potenziell toxische Mischung für die Modernisierung unserer Energieinfrastruktur. Wir sollten alle zivilgesellschaftlich dagegenhalten und zeigen, dass die Energiewende weiterhin von der großen Mehrheit der Menschen befürwortet und eingefordert wird.

Nun hat eine Umfrage im Auftrag von Eon gerade ergeben, dass die für 2027 geplante Abschaffung der EEG-Vergütung für kleine Solaranlagen voraussichtlich nur einen geringen Einfluss auf den Solarausbau im privaten Bereich haben wird. Rund drei Viertel der Photovoltaik-Planer können sich demnach vorstellen, auch ohne feste Einspeisevergütung eine Solaranlage zu kaufen. Ist die scharfe Kritik Ihrer Branche an der Streichung der Vergütung wirklich gerechtfertigt?

Es wird immer Haushalte geben, die sich eine Solaranlage auch ohne Förderung leisten können. Aber darauf kann man keine Energiepolitik aufbauen. Die Energiewende lebt davon, dass viele mitmachen und nicht nur diejenigen, die es sich leisten können.

Entscheidend ist die Reihenfolge. Wer die Förderung abschaffen will, muss zuerst die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau schaffen: flächendeckende Smart Meter, faire Marktbedingungen und attraktive Direktvermarktung.

Ohne diese Grundlagen droht ein Investitionsstopp – mit entsprechenden Folgen für das Handwerk, weniger Dachanlagen und einem Rückschlag für die Energiewende.

Dach-Photovoltaik ist außerdem oft der Einstieg in die persönliche Energiewende, weil sie schnell zusammen mit Wärmepumpen, Speichern oder E‑Mobilität geplant wird. Wer dort bremst, verlangsamt die Transformation im Wärme- und Verkehrssektor gleich mit.

Und auch für Mieter:innen, also die Mehrheit hierzulande, hätte ein Förderstopp negative Folgen. Denn ohne stabile Vergütung geraten auch Mieterstrommodelle unter Druck. Das schwächt nicht nur den Ausbau, sondern auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende.

Leider ist die gesamte Debatte rund um Solarenergie inzwischen komplett verdreht. Photovoltaik ist kein Problem, sondern die günstigste Form der Stromerzeugung und ein zentraler Baustein für ein flexibles Energiesystem. Dachanlagen erzeugen Strom dort, wo er gebraucht wird, entlasten die Netze und lassen sich besonders schnell ausbauen.

Seit dem 1. Juni kann Energy Sharing in Deutschland praktisch umgesetzt werden. Haushalte, Kommunen und Unternehmen können lokalen erneuerbaren Strom übers öffentliche Netz teilen. Ein Boom wird aber nicht erwartet, weil die vollen Netzentgelte anfallen und viele Verteilnetze für die verlangten genauen Messungen nicht ausgerüstet sind. Wie sehen Sie die Chancen für das Stromteilen mit den Nachbarn?

Energy Sharing hat enormes Potenzial für mehr Bürgerenergie. Es ist gut, dass es jetzt endlich auch in Deutschland den Rechtsrahmen dafür gibt. Andere Länder sind schon deutlich weiter. Die neue Regelung ist vor allem ein Startpunkt. Ob daraus ein Erfolgsmodell wird, entscheidet sich an der konkreten Ausgestaltung.

Wir setzen uns weiter dafür ein, dass Energy Sharing schnell für viele Menschen möglich wird. Dafür brauchen wir keine neuen, komplizierten Systeme, sondern einfache, schnell umsetzbare Prozesse auf Basis bestehender Standards. Die wirtschaftlichen Anreize sind ohnehin gering. Umso wichtiger ist jetzt eine pragmatische Regulierung statt neuer Hürden.

Der Nutzen liegt klar auf der Hand. Strom wird dort verbraucht, wo er erzeugt wird. Das entlastet die Netze, senkt Kosten und stärkt die regionale Wertschöpfung. Vor allem aber ermöglicht es mehr Menschen, an der Energiewende teilzuhaben – in ihrer Nachbarschaft und auch ohne eigenes Solardach.

Der Blick ins Ausland zeigt, was möglich ist. In Österreich und Italien sorgen reduzierte Netzentgelte, steuerliche Anreize und Förderprogramme dafür, dass Energiegemeinschaften im großen Stil entstehen. Davon können wir uns einiges abschauen. Wenn wir Energy Sharing ernst meinen, müssen wir es auch wirtschaftlich tragfähig machen. Dann kann daraus ein echter Treiber für Akzeptanz, Beteiligung und Flexibilität im Energiesystem werden.

Beim 40-jährigen Jubiläum des Bundesumweltministeriums mahnte Ex-Kanzlerin Angela Merkel, den Klimaschutz trotz Krisen nicht zu verdrängen. Auch den Atomausstieg verteidigte sie. Wie schauen Sie persönlich auf die Leistung der "Klimakanzlerin"?

Als Angela Merkel Kanzlerin wurde, war ich zwölf, als sie ging, 28. Meine politische Prägung fällt also komplett in diese Zeit. Und ehrlich gesagt: Damals ging mir vieles zu langsam. Ja, der Ausbau der Erneuerbaren kam voran, aber oft zaghaft und mit vielen unnötigen Unterbrechungen, Stichwort Altmaier-Delle. Im Rückblick wiegt vor allem die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl schwer.

Gleichzeitig wirkt diese Zeit heute fast stabil, wenn man die aktuellen Debatten anschaut. Wenn führende Unionspolitiker wieder über Atomkraft sprechen, obwohl der Atomausstieg längst umgesetzt ist, entsteht der Eindruck, dass wir – zumindest rhetorisch – energiepolitische Grundsatzfragen immer wieder von vorne aufrollen. Das kostet Zeit, die wir nicht haben, und lenkt von den eigentlichen Aufgaben ab.

Umso wichtiger ist das klare Bekenntnis von Angela Merkel zum Klimaschutz. Diese Haltung würde ich mir in der heutigen Unionsspitze auch wünschen. Die Energiewende ist ein Projekt wirtschaftlicher Vernunft.

Oder um es mit Thomas Heilmann von der Klima-Union zu sagen: Sie ist im Kern ein zutiefst konservatives Projekt, weil sie auf Versorgungssicherheit, Stabilität und Unabhängigkeit zielt.

Und was war Ihre Überraschung der Woche?

Was mich diese Woche besonders beeindruckt hat, war ein Foto aus dem syrischen Aleppo: eine Luftaufnahme, auf dem dicht an dicht stehende flache Häuserblöcke zu sehen sind, und auf fast jedem einzelnen Dach blitzen Solarmodule in der Sonne. Ein ganzes Stadtviertel wirkt, als hätte es sich Schritt für Schritt selbst mit Energie versorgt.

Ausgerechnet in einer Region, die wir mit Krieg, Zerstörung und Instabilität verbinden, entsteht plötzlich ein hochgradig dezentrales, funktionierendes Energiesystem.

Dieses Bild zeigt etwas, das in der Debatte oft verloren geht. Erneuerbare Energien sind nicht das Problem, sie sind die Lösung. Gerade in Krisenregionen wird sichtbar, wie resilient diese Technologien sind. Sie funktionieren unabhängig von zentraler Infrastruktur, lassen sich schnell aufbauen und geben Menschen ein Stück Kontrolle und Lebensqualität zurück.

Dasselbe sehen wir auch in der Ukraine. Dort wird die Energieversorgung gezielt angegriffen, Kälte und Attacken auf die Infrastruktur werden als Waffe eingesetzt. Umso wichtiger sind dezentrale Lösungen, die robuster sind und schneller wieder aufgebaut werden können. Erneuerbare Energien spielen hier eine zentrale Rolle, nicht nur für Stabilität im Alltag, sondern perspektivisch auch für einen klimafreundlichen Wiederaufbau.

Für mich sind die Bilder aus Aleppo ein starkes Signal. Die Energiewende ist kein Luxusprojekt. Sie ist ein Werkzeug für Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Stabilität. Gerade auch dort, wo die Bedingungen am schwierigsten sind.

 


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Hintergrundwissen

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=Energiewende

https://www.ecosia.org/search?q=Erneuerbare

https://www.ecosia.org/search?q=Klimapolitik
 

Wikipedia

Energiewende

Energiewende, auch Energietransition, bezeichnet im Deutschen den Übergang von einer fossilen Energieversorgung zu einem nachhaltigen Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien. In einigen Ländern – etwa Deutschland – umfasst dieser Prozess auch den Ausstieg aus der Kernenergie. International ist überwiegend der englische Begriff energy transition gebräuchlich, während Energiewende im engeren Sinne meist die deutsche Ausprägung dieses Transformationsprozesses bezeichnet.

Der Begriff wurde nach dem 1980 erschienenen Buch Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran des Öko-Instituts kulturell rezipiert und teilweise als Lehnwort in andere Sprachen übernommen (beispielsweise „The German Energiewende“ oder „A Energiewende alemã“).

Ziel der Energiewende ist, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Angesichts der maßgeblich vom Menschen verursachten Globalen Erwärmung ist heutzutage besonders die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft durch Beendigung der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas von Bedeutung. Ebenso stellen die Endlichkeit fossiler Energieträger sowie die Gefahren der Kernenergie wichtige Gründe für die Energiewende dar. Die Lösung des globalen Energieproblems gilt als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Die Energiewende umfasst die drei Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, ferner auch die perspektivische Abkehr von fossilen Rohstoffen etwa zur Herstellung von Kunststoff oder zur Stickstoffdünger-Synthese (Haber-Bosch-Verfahren). Ein mit der Energiewende verbundener Kohle- und Ölausstieg bedeutet auch, dass wesentliche Mengen dieser vorhandenen Energieträger nicht gefördert werden dürfen.

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Erneuerbare Energien

Als erneuerbare Energien (EE) oder regenerative Energien, auch alternative Energien, werden Energiequellen bezeichnet, die im menschlichen Zeithorizont für nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren.

Erneuerbare Energiequellen gelten, neben der effizienten Nutzung von Energie, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik (englisch sustainable energy policy) und der Energiewende. Zu ihnen zählen Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Ihre Energie beziehen sie von der Kernfusion der Sonne, die bei weitem die wichtigste Energiequelle ist, aus der kinetischen Energie der Erddrehung und der Planetenbewegung sowie aus der erdinneren Wärme.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in vielen Staaten weltweit vorangetrieben. Im Jahr 2023 deckten moderne erneuerbare Energien – d. h. ohne traditionelle Biomassenutzung zum Kochen und Heizen – 13,5 % des weltweiten Endenergieverbrauchs. Gut die Hälfte davon (7,8 %) entfiel auf Ökostrom aus Wasserkraftwerken-, Solar- und Windkraftanlagen, geringere Teile auf erneuerbare Wärme (4,5 %) bzw. Biokraftstoffe im Verkehrswesen.

Eine große Rolle spielen erneuerbare Energien bei der globalen Stromerzeugung. 2025 lieferten sie mit 10.730 TWh bzw. einem Anteil von 33,8 % erstmals mehr Strom als Kohlekraftwerke (10.476 TWh, 33 %) und waren damit die weltweit wichtigste Stromquelle. Den größten Anteil hatte die Wasserkraft mit 14 % gefolgt von Solarenergie und Windenergie, die mit Anteilen von 8,7 bzw. 8,5 % nur noch minimal hinter der Kernenergie (8,9 %) lagen. Sonstige Erneuerbare kamen auf 2,5 %.

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Klimapolitik

Die Klimapolitik umfasst einerseits sämtliche politischen Maßnahmen, die darauf abzielen, die globale Erwärmung zu begrenzen, und andererseits die Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung. Klimapolitik ist Teil der Umweltpolitik, die aber nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie mit weltweiten Strategien betrieben wird. Ihr Erfolg hängt sowohl von der Bereitschaft der einzelnen Staaten zur internationalen Zusammenarbeit als auch von nationalem und lokalem Handeln ab.

Ziel des Klimaschutzes ist es, die Geschwindigkeit und die Auswirkungen der Erderwärmung zu reduzieren bzw. zu stoppen. Hauptsächliches Mittel dazu ist ein reduzierter Ausstoß von Treibhausgasen, die für den Klimawandel verantwortlich sind. Wichtige Maßnahmen hierfür sind der Ausbau der erneuerbaren Energien (Energiewende), die Erhöhung der Energieeffizienz und die Energieeinsparung, die Bepreisung der Emission von Treibhausgasen durch Emissionshandel oder Besteuerung, der Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie weitere politische Maßnahmen.

Geschichte

1969 begann US-Präsident Richard Nixon erste Initiativen zur Koordination umweltpolitischer Maßnahmen auf internationaler Ebene. Angedacht war dabei, dies im Rahmen eines dritten zivilen Standbeins der NATO durchzuführen. Das Verteidigungsbündnis brachte neben fachlicher Kapazitäten im Bereich Wetterkunde und Atmosphärenphysik bereits Erfahrung im Bereich der internationalen Forschungskoordination mit und sollte den direkten Zugang auf Regierungsebene garantieren. Nixons Beauftragter Daniel Patrick Moynihan brachte 1969 neben saurem Regen mit dem (damalige Übersetzung) Gewächshauseffekt zum ersten Mal anthropogene Klimaeinflüsse auf die internationale politische Agenda. Die Initiative wurde von Kanzler Kiesinger zunächst interessiert aufgenommen und intensive Vorarbeiten auf Verwaltungsebene begonnen, aber kurz darauf von der Bundesregierung abschlägig beschieden und damit insgesamt gestoppt. Auch Frankreich, das kurz vorher die militärische Integration in der NATO verlassen hatte, stand einer Behandlung ziviler Themen im Bündnis eher skeptisch gegenüber.

Im Weiteren geschah die Behandlung der globalen Umweltprobleme im zivilen Bereich. Entsprechende Institutionen mussten aber erst aufgebaut werden. Erste deutsche regierungsamtliche Überlegungen zu Klimaveränderungen sahen Maßnahmen und Forschungsprojekte dazu nur im internationalen Rahmen möglich.

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YouTube

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Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

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