Karte der nuklearen Welt Die Uranstory
INES, NAMS und die Störungen Radioaktive Niedrigstrahlung?!
Urantransporte durch Europa Das ABC-Einsatzkonzept

INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen

1940 bis 1949

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INES, Who the f... is INES?

Die Internationale Skala nuklearer und radiologischer Ereignisse (INES) ist ein Instrument, um der Öffentlichkeit die sicherheitstechnische Bedeutung nuklearer und radiologischer Ereignisse zu vermitteln, aber INES hat ein Problem ...

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de

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2019-2010 | 2009-20001999-19901989-19801979-19701969-19601959-19501949-1940 | Vorher 

 


1949


 

ines4Nuklearwaffen-Testgelände2. Dezember 1949 "Green Run" (INES-4 NAMS 3,8) Atomfabrik Hanford, USA

Die Verantwortlichen setzten absichtlich u.a. 8.000 Curie (289 TBq) Jod-131 frei; dieses Experiment wurde erst viel später als "Green Run" bekannt.
(Kosten ca. 1100 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Die Nukleare Kette

Hanford, USA

Im Atomkomplex Hanford produzierten die USA während des Kalten Krieges den größten Teil ihres waffenfähigen Plutoniums. Obwohl der Komplex 1988 stillgelegt wurde, handelt es sich weiterhin um den am stärksten radioaktiv verseuchten Ort der westlichen Hemisphäre ...

Damals wussten nur ganz wenige was wirklich in Hanford geschehen war. Aber inzwischen haben alle etwas davon gehört, oder anders ausgedrückt, alle haben etwas davon mitbekommen!

Wikipedia de

Green Run und die Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen

Das Experiment 'Green Run' sah die Freisetzung einer radioaktiven Wolke aus dem militärischen Nuklearkomplex Hanford Site vor. Schätzungen liegen im Bereich mehrerer 100 Terabecquerel Jod 131 und noch mehr Cäsium 133. Allein der Anteil Jod 131 betrug 5500 Curie; das entspricht ungefähr der 250-fachen Menge, die gemäß offiziellen Angaben 1979 beim Unfall im Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg in die Umgebung gelangte. Die Gefährlichkeit von Jod 131 für die Schilddrüse war in den 1940er Jahren noch nicht erkannt, Jod 131 konnte auch im bestimmungsgemäßen Betrieb ungefiltert aus den Anlagen der Hanford Site entweichen. Im Normalbetrieb wurden täglich mehrere 10 TBq mittel- und langlebiger Nuklide in den Columbia River entlassen. Hanford gilt als der radioaktiv am schwersten verstrahlte Ort in der westlichen Hemisphäre ...
 

Hanford Site

Die USA zahlen über zwei Milliarden US-Dollar jährlich an private Konzerne für die erforderliche Dekontamination der Anlage; zudem müssen etwa 200.000 Kubikmeter radioaktiven Abfalls entsorgt werden. Anfang 2014 wurde bereits zum dritten Mal ein Leiter der Dekontaminationsprojekte entlassen, nachdem er oder sie Bedenken wegen der Sicherheit der Maßnahmen und der Überwachungsverfahren geäußert hatten. Ein vorläufiger Plan sah als Ende der Arbeiten das Jahr 2047 vor, seit 2014 geht das Energieministerium von mindestens 2052 aus ...
 

AtomkraftwerkePlag

Hanford (USA)

Der militärische Komplex Hanford befindet sich am Columbia River nördlich der Stadt Richland im nordwestlichen Bundesstaat Washington und diente ab 1943 zur Herstellung von Plutonium für militärische Zwecke ...
 

Atomfabriken gibt es überall auf der Welt:

Standorte für Uran-Anreicherung und Wiederaufarbeitung

Bei der Wiederaufarbeitung lässt sich das Inventar abgebrannter Brennelemente in einem aufwändigen chemischen Verfahren (PUREX) voneinander separieren. Abgetrenntes Uran und Plutonium können danach erneut verwendet werden. Soweit die Theorie ...
 

Youtube 7:00

Uranwirtschaft: Anlagen zur Verarbeitung von Uran

Wiederaufarbeitungsanlagen machen aus wenigen Tonnen Atommüll, viele Tonnen Atommüll

Alle Uran- und Plutoniumfabriken produzieren radioaktiven Atommüll: Uranaufbereitungs-, Anreicherungs- und Wiederaufbereitungsanlagen, sei es in Hanford, La Hague, Windscale/Sellafield, Mayak, Tokaimura oder anderswo auf der Welt, haben alle das gleiche Problem: Mit jedem Verarbeitungsschritt fallen immer mehr extrem giftige und hochradioaktive Abfälle an ... 

 


Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände29. August 1949 ("RDS-1" 1. Atomtest, UdSSR) Semipalatinsk, KAZ

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - Atomwaffentests - August 2023 (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert.
Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

Semipalatinsk, Kasachstan

Atomwaffentests

Die Geschichte des sowjetischen Atomwaffentestgeländes in Semipalatinsk ist eine Mahnung, wie angebliche „nationale Sicherheitsinteressen“ dazu benutzt werden können, die Bevölkerung bewusst zu täuschen und die Gesundheit der Menschen für viele zukünftige Generationen zu gefährden. Genau dies geschah in Semipalatinsk, wo die örtliche Bevölkerung durch Atomexplosionen wissentlich über mehrere Jahrzehnte großen Mengen an Radioaktivität ausgesetzt wurde.

Hintergrund

1949 führte die Sowjetunion ihren ersten Atomwaffentest in Semipalatinsk durch, einem 19.000 m² großen Testareal in der Steppe Kasachstans. Über einen Zeitraum von 40 Jahren detonierte die UdSSR 467 Atombomben in Semipalatinsk, davon 120 oberirdisch und 347 unterirdisch – stets ohne Rücksicht auf die Gesundheit und Sicherheit der Lokalbevölkerung oder der Umwelt.

1990 schlossen sich die „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ mit dem kasachischen Dichter Olzhas Suleimenov und seiner Nevada-Semipalatinsk-Bewegung zusammen, um Präsident Gorbatschow durch Demonstrationen zu überzeugen, ein Atomtest-Moratorium zu erlassen. Nach der Unabhängigkeit Kasachstans im Jahr 1991 ließ die kasachische Regierung das Testgelände schließen und verschrottete das viertgrößte Atomwaffenarsenal der Welt, welches sie als Erbe der UdSSR übernommen hatte.

Global gesehen wurden seit 1945 auf Dutzenden von Testarealen in aller Welt mehr als 2.000 Atomexplosionen durchgeführt. Die Konsequenz dieses Wahnsinns war die weltweite Kontamination mit radioaktivem Niederschlag, der Menschen weltweit erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt hat ...
 

Wikipedia de

RDS-1

RDS-1 (russisch: РДС-1, auch „Objekt 501“) ist die Bezeichnung der ersten Kernwaffe, die im Rahmen des sowjetischen Atombombenprojekts entwickelt wurde. Sie war somit auch die erste Kernwaffe, welche außerhalb der USA entwickelt wurde. Der erfolgreiche Test fand am 29. August 1949 statt. RDS-1 ist eine weitgehende Kopie des US-amerikanischen Mk.3-Designs (Fat Man) ...
 

Liste von Kernwaffentests

Chronologische, unvollständige Liste von Kernwaffentests. Die Tabelle enthält lediglich markante Punkte in der Geschichte der Zündung einer Atombombe zu Testzwecken. Neben Atomexplosionen im eigentlichen Sinn wurden auch unzählige Tests mit Atomwaffen durchgeführt, die absichtlich oder unabsichtlich nicht explodierten ...

Die Sowjetunion führte ihren ersten Atombombentest ("RDS-1") am 29. August 1949 auf dem Atomwaffentestgelände Semipalatinsk (heute Kasachstan) durch. Zwischen 1949 und 1990 führte die Sowjetunion insgesamt 715 Tests mit 969 einzelnen Sprengsätzen durch ...
 

Atomwaffen A-Z

RDS-1

1. sowjetischer Atomtest, 29. August 1949

Vier Jahre nach dem Atomwaffeneinsatz der USA über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki, führte die UdSSR am 29.08.1949 in Semipalatinsk ihren ersten Atomtest durch. Offizieller Name der Bombe war die Abkürzung RDS-1, weshalb sie in Russland häufig auch „Russland macht’s selbst“ (Rossiya delayet eto sama) oder „Stalins Düsentriebwerk“ (Reaktivnyi Dvigatel Stalina) genannt wurde. Die USA bezeichneten die Bombe als „Joe-1“ bzw. „First Lightning“.

Aufgrund des Zugzwangs, unter dem die UdSSR 1945 nach den Atomwaffeneinsätzen der USA stand, entwickelte sich das sowjetische Atomprogramm extrem schnell. Die Daten über das Manhattan-Projekt und den Aufbau der Fat Man, die durch sowjetische Spione aufgezeichnet wurden, verschafften der UdSSR in ihrem eigenen Atomprogramm einen großen Vorteil ...
 

Russland

Die Sowjetunion, Vorgängerstaat Russlands, wurde 1949 Atomwaffenmacht und führte über 700 Atomtests durch. Es wird geschätzt, dass Russland bzw. die Sowjetunion seit 1949 etwa 55.000 Atomwaffen produziert hat. Die Sowjetunion trat dem Nichtverbreitungsvertrag 1970 bei.Laut Bulletin of Atomic Scientists Nuclear-Notebook enthielt das russische Arsenal im Frühjahr 2022 5.977 Atomwaffen, von denen ca. 4.477 einsatzbereit sind ...
 

Atomwaffenstaaten

Es gibt neun Atomwaffenstaaten aber nur fünf sind „anerkannt“. Die USA, Russland, China, Frankreich und das Vereinigte Königreich – die Staaten, die auch einen permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat haben – werden im Atomwaffensperrvertrag als „Atomwaffenstaaten“ genannt, da sie vor 1957 Atomwaffen explodiert haben. Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea sind jedoch auch im Besitz von Atomwaffen, wobei Israel diese nicht zugibt, und sind daher kein Mitglied des Atomwaffensperrvertrags ...  

 


1948


 

Habe ich etwas nicht mitgekriegt? Gab es einen der über 2050 bekannten militärischen Atomwaffentests oder gar einen bisher wenig bekannten Vorfall, möglicherweise auch aus dem zivilen oder medizinischen Bereich?

nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

 


1947


 

Habe ich etwas nicht mitgekriegt? Gab es einen der über 2050 bekannten militärischen Atomwaffentests oder gar einen bisher wenig bekannten Vorfall, möglicherweise aus dem zivilen oder medizinischen Bereich?

nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

 


1946


 

Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände1. und 25. Juli 1946 ("Crossroads" 2 Pu-Bomben) Bikini Atoll, MH

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - Atomwaffentests - August 2023 (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert.
Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

Bikini & Eniwetok, Marshallinseln

Atomwaffentests

Atomwaffentests auf den Bikini- und Eniwetok-Atollen machten ganze Inselgruppen unbewohnbar. Tausende von Menschen wurden hohen Dosen von Radioaktivität ausgesetzt. Weltweit stieg die Belastung mit strahlenden Partikeln durch radioaktiven Niederschlag an.

Hintergrund

Die beiden Atolle Bikini (Pikinni) und Eniwetok (Āne-wātak) sind Teil der Marshallinseln. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg zunächst von den Japanern, später dann von den US-Streitkräften besetzt. Die US-Streitkräfte wählten das Bikini-Atoll für ihre ersten Atomexplosionen nach dem Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki aus. Nach der Evakuierung der Inselbewohner wurde am 1. Juli 1946 die Atombombe „Able“ über einer Flotte erbeuteter Schiffe gezündet, die mit Versuchstieren gefüllt waren. Fünf der 78 Schiffe sanken, 14 wurden zerstört. Ein Drittel der Tiere starb infolge der Druckwelle. Marinesoldaten mussten die Decks der verbleibenden Schiffe vom radioaktiven Niederschlag reinigen und waren so hohen Strahlenwerten ausgesetzt. Da sich die Dekontaminierung schließlich als unwirksam erwies, wurden viele der Schiffe im Pazifik versenkt. Insgesamt fanden zwischen 1946 und 1958 auf den Bikini und Eniwetok Atollen 67 Atombombenversuche mit einer Gesamtsprengkraft von etwa 214 Megatonnen statt. Der verheerendste Test war 1954 „Castle Bravo“. Mit 15 Megatonnen hatte diese Wasserstoffbombe die höchste Sprengkraft, die das US-Atomwaffenprogramm jemals erreichte; 1.000-mal stärker als die Hiroshimabombe. Der radioaktive Niederschlag ging um die halbe Welt – nach Australien, Europa und in die USA.

Mehr als 400 Atombombentests waren weltweit durchgeführt worden, bevor 1963 der „Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser“ überirdische Atomtests untersagte. In den Zähnen von Kindern waren signifikante Mengen von radioaktivem Strontium gefunden worden – ein aussagekräftiges Indiz für den Umfang der Strahlenexposition, dem die gesamte Weltbevölkerung durch die Atombombentests ausgesetzt wurde ...
 

Wikipedia de

Operation Crossroads

Die Operation Crossroads war die zweite Kernwaffentestoperation der Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Sie umfasste die beiden Nukleartests Able und Baker auf dem während des Pazifikkriegs von den Vereinigten Staaten eroberten Bikini-Atoll, jeder mit einem TNT-Äquivalent von 23 kT: Test Able war eine am 1. Juli 1946 von einer Boeing B-29 abgeworfene und in 158 Metern Höhe über der Lagune gezündete Mk.3-Plutonium-Implosionsbombe, baugleich mit der Fat Man, die über Nagasaki abgeworfen wurde. Test Baker am 25. Juli 1946 war eine Unterwasserzündung einer baugleichen Bombe in 27 Metern Wassertiefe ...
 

Liste von Kernwaffentests

Chronologische, unvollständige Liste von Kernwaffentests. Die Tabelle enthält lediglich markante Punkte in der Geschichte der Zündung einer Atombombe zu Testzwecken. Neben Atomexplosionen im eigentlichen Sinn wurden auch unzählige Tests mit Atomwaffen durchgeführt, die absichtlich oder unabsichtlich nicht explodierten ...
 

Atomwaffen A-Z

Vereinigte Staaten von Amerika

Laut dem "Nuclear Notebook" (2024) von Hans Kristensen und Matt Korda enthält das US-Atomwaffenarsenal aktuell 5.044 Atomsprengköpfe. Davon sind 1.770 "aktiv", also einsatzbereit stationiert - 1.370 auf land- und seegestützten ballistischen Raketen und 300 auf strategischen Bomberbasen in den Vereinigten Staaten, sowie weitere 100 taktische Atombomben in Europa. Etwa 1.940 Sprengköpfe werden als „Reserve“ gelagert und können, wenn nötig, in das "aktive" Arsenal eingebracht werden. 1.336 Sprengköpfe sind momentan für die Abrüstung vorgesehen ...
 

Atomwaffenstaaten

Es gibt neun Atomwaffenstaaten aber nur fünf sind „anerkannt“. Die USA, Russland, China, Frankreich und das Vereinigte Königreich – die Staaten, die auch einen permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat haben – werden im Atomwaffensperrvertrag als „Atomwaffenstaaten“ genannt, da sie vor 1957 Atomwaffen explodiert haben. Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea sind jedoch auch im Besitz von Atomwaffen, wobei Israel diese nicht zugibt, und sind daher kein Mitglied des Atomwaffensperrvertrags ... 

 


21. Mai 1946 (INES-4) INES Kategorie 4 "Unfall" Los Alamos, NM, USA

Louis Slotin starb aufgrund eines Unfalls im Los Alamos National Laboratory. (Demon Core)
(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents
 

Wikipedia de

Louis Slotin

In der Atomwaffenfabrik in Los Alamos führte der kanadische Physiker Louis Slotin im Beisein von mehreren Wissenschaftlern Tests zur Kritikalität von Plutonium durch. Die Versuchsanordnung bestand aus einem unterkritischen, etwa 6 kg schweren Plutonium-Kern (demselben, der in den Unfall von 1945 verwickelt war und der in der Folge als „Demon Core“ bezeichnet wurde) und zwei Halbkugelschalen aus Beryllium, die als Neutronenreflektoren dienten und den Kern umschließen konnten. 

[...] Am 21. Mai 1946 führte Slotin in Gegenwart von sieben Kollegen ein verhängnisvolles Experiment durch, ähnlich demjenigen, dem schon sein Kollege und Freund Daghlian zum Opfer gefallen war. Er wollte seinem Kollegen Alvin Graves die Durchführung von Kritikalitätsexperimenten zeigen. Dabei waren zwei Halbkugelschalen aus Beryllium um einen Plutoniumkern herum angeordnet und Slotin versuchte die Halbkugelschalen so dicht zusammenzubringen, dass eine Kettenreaktion ausgelöst wurde. Beryllium reflektiert die Neutronen und verstärkt so die Kettenreaktion. Hierzu kippte er die obere Halbkugelschale mit seinem linken Daumen, den er in ein Daumenloch geführt hatte, an und hielt mit einem Schraubenzieher, den er zwischen die beiden Halbkugelschalen gesteckt hatte, einen kleinen Spalt zwischen ihnen offen. Dazu entfernte er die sonst benutzten Distanzstücke, die einen Zusammenprall der Schalen verhindert hätten. Er hatte vor, den Abstand durch Drehen des Schraubenziehers langsam zu verringern, bis der gewünschte Effekt zu sehen wäre. Um 15:20 Uhr entglitt ihm jedoch der Schraubenzieher, und die obere Halbkugelschale fiel auf die untere, wodurch die Anordnung prompt überkritisch wurde. Die Kollegen sahen ein blaues Glimmen und spürten einen Hitzestoß. Slotin spürte darüber hinaus einen sauren Geschmack im Mund und ein Brennen in der linken Hand. Unwillkürlich riss er die Hand nach oben, wodurch sich die beiden Halbkugelschalen wieder trennten und die Kettenreaktion beendet wurde.  Die überkritische Exkursion wurde allerdings schon vorher durch die thermische Ausdehnung der Apparatur beendet.

Slotin hatte in der kurzen Zeit, während der die Anordnung überkritisch war, eine tödliche Strahlendosis von 21 Sievert in Form von Gamma- und Neutronenstrahlung erhalten. Er wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, wo er am 30. Mai 1946 an der Strahlenkrankheit starb. Auch die übrigen sieben Personen, die sich im Raum aufhielten, erhielten hohe Strahlendosen (von geschätzten 3,6 Sv bis 0,3 Sv) ...
 

Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen

Die Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen nennt Vorfälle, die im Rahmen der internationalen Bewertungsskala INES als Unfall der Stufe 4 und höher einzustufen sind. Weniger schwere Störfälle sind in der Liste meldepflichtiger Ereignisse in deutschen kerntechnischen Anlagen und in der Liste von Störfällen in europäischen kerntechnischen Anlagen erfasst.

Diese Liste beschränkt sich auf kerntechnische Anlagen. Nicht aufgenommen sind daher Unfälle und Risiken, die sich beim Abbau und bei der Weiterverarbeitung von Uran, bei Uranerz-Abraumhalden oder -Absetzseen ereignet haben, wie beispielsweise der 1979 eingetretene Bruch eines Absetzsee-Dammes in den USA, der mehr Radioaktivität freisetzte als der in dieser Liste enthaltene Three Mile Island-Unfall ... 

 


1945


 

Der 2. Weltkrieg endet am 2. September 1945

Bundeszentrale für politische Bildung - bpb.de

Endphase und Kriegsende

[...] Am 2. September 1945 unterzeichneten Außenminister und Generalstabschef entsprechende Urkunden auf einem in der Bucht von Tokio liegenden amerikanischen Schlachtschiff in Anwesenheit des US-Oberkommandierenden Douglas Mac Arthur und anderer alliierter Repräsentanten. Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach seinem Ausbruch in Europa hatte der Zweite Weltkrieg in Fernost sein Ende gefunden.

 

 


21. August 1945 (INES-4) INES Kategorie 4 "Unfall" Los Alamos, NM, USA

Harry Daghlian starb aufgrund eines Unfalls im Los Alamos National Laboratory. (Demon Core)
(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents
 

Wikipedia de

Harry Daghlian

Harry K. Daghlian Jr. arbeitete auf dem Omega-Gelände der Atomwaffenfabrik in Los Alamos und erzeugte eine überkritische Masse, als er versehentlich einen Wolframcarbid-Klotz auf einen Plutonium-Kern (Demon Core) fallen ließ.

Als Daghlian um 21:55 Uhr mit der linken Hand den letzten Quader über den Aufbau bewegte – die gesamte Reflektormasse hätte mit diesem Quader 236 kg betragen – stellte er mit Hilfe des Neutronenzählers fest, dass dieser Quader den Aufbau überkritisch gemacht hätte. Als er daraufhin seine Hand zurückzog, entglitt ihm der Quader und fiel in das Zentrum des Aufbaus. Dadurch wurde die Reflexion der Neutronen schlagartig erhöht, und das System wurde „prompt überkritisch“. Es erfolgte eine Leistungsexkursion, und Daghlian entfernte den Quader instinktiv sofort mit seiner rechten Hand, die von einem bläulichen Leuchten eingehüllt war ...

Bei dem Vorfall erhielt er eine tödliche Strahlendosis und starb am 15. September 1945 ...
 

Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen

Die Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen nennt Vorfälle, die im Rahmen der internationalen Bewertungsskala INES als Unfall der Stufe 4 und höher einzustufen sind. Weniger schwere Störfälle sind in der Liste meldepflichtiger Ereignisse in deutschen kerntechnischen Anlagen und in der Liste von Störfällen in europäischen kerntechnischen Anlagen erfasst.

Diese Liste beschränkt sich auf kerntechnische Anlagen. Nicht aufgenommen sind daher Unfälle und Risiken, die sich beim Abbau und bei der Weiterverarbeitung von Uran, bei Uranerz-Abraumhalden oder -Absetzseen ereignet haben, wie beispielsweise der 1979 eingetretene Bruch eines Absetzsee-Dammes in den USA, der mehr Radioaktivität freisetzte als der in dieser Liste enthaltene Three Mile Island-Unfall ... 

 


Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von Tests 9. August 1945 (2. Atombombenabwurf der USA) Nagasaki, JPN

Wikipedia de

Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg.

Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu. Japan gibt die Gesamtzahl der Gestorbenen, einschließlich der Toten durch Strahlenkrankheiten und -verletzungen, bisher mit 344.306 für Hiroshima und mit 198.785 für Nagasaki an (Stand: August 2024) ...
 

9. August 1945 - Fat Man

Eine Plutonium-Bombe wurde am 9. August 1945 von einem US-amerikanischen B-29-Bomber der 509. Composite Group abgeworfen und explodierte um 11:02 Uhr über der japanischen Stadt Nagasaki, die weitgehend zerstört wurde. Die Bombe explodierte rund 550 Meter über dicht bewohntem Gebiet ...
 

Die Nukleare Kette

Nagasaki, Japan

Atomwaffenangriff

Am 9. August 1945 warfen die USA die Atombombe „Fat Man“ über der japanischen Stadt Nagasaki mit mehr als 240.000 Einwohnern ab. Die Explosion führte zum sofortigen Tod von etwa 22.000 Menschen. Diejenigen, die den Angriff überlebten, blieben ohne Hilfe zurück, weil Krankenhäuser und Infrastruktur zerstört worden waren. Mehr als 64.000 Menschen starben bis Jahresende durch die Folgen der Atombombe. Bis heute leiden viele Überlebende unter den Langzeitfolgen der Strahlung.

Hintergrund

Nur drei Tage nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima, der am Angriffstag schätzungsweise 45.000 Todesfälle und 91.000 Verletzte verursacht hatte, startete ein zweiter B-29 Bomber von der US-Basis auf der Insel Tinian. Dieses Mal sollte das Ziel die Industriestadt Kokura sein. Wegen schlechten Wetters musste der Pilot jedoch auf ein Sekundärziel ausweichen: Nagasaki, die Kultur- und Hafenstadt mit ihren wichtigen Mitsubishi-Fabriken. Der Atomsprengkopf, der wegen seiner plumpen Form den Spitznamen „Fat Man“ erhalten hatte, wog etwa 4,5 Tonnen, war 4,5 Meter lang und hatte eine Sprengkraft von etwa 22.000 Tonnen TNT-Äquivalent. „Fat Man“ wurde um 11:02 Uhr lokaler Zeit über einer dicht besiedelten Nachbarschaft abgeworfen und explodierte etwa 500 m über dem Boden  ...
 

Atomwaffen A-Z

Nagasaki

Die Bevölkerung Nagasakis wird zum Zeitpunkt der Bombardierung auf 240.000 bis 260.000 Menschen geschätzt. In Nagasaki befanden sich etwa 30 Prozent der Bevölkerung 2.000 Meter oder weniger vom Hypozentrum entfernt. Um 11 Uhr und 2 Minuten Ortszeit wurde die Bombe auf Nagasaki von dem B-29-Flugzeug mit dem Namen "Bock's Car" abgeworfen. Die Atombombe von Nagasaki wurde aufgrund ihrer Form "Fat Man" genannt. Sie enthielt Plutonium 239, war 4,5 Meter lang, hatte einen Durchmesser von 1,5 Metern und wog 4,5 Tonnen. Die Explosionskraft der Atombombe entsprach 22 Kilotonnen TNT ... 

 


Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von Tests 6. August 1945 (1. Atombombenabwurf der USA) Hiroshima, JPN

Die Nukleare Kette

Hiroshima, Japan

Atomwaffenangriff

Am 6. August 1945 warfen die USA die Atombombe „Little Boy“ über dem Zentrum der japanischen Stadt Hiroshima ab. Von den 350.000 Einwohnern starben etwa 140.000 bis Ende des Jahres. Die Überlebenden „Hibakusha“ erlitten Spätfolgen der radioaktiven Strahlung, wie z. B. signifikant erhöhte Krebsraten.

Hintergrund

Während des Zweiten Weltkriegs stellten die USA drei Atombomben her. Nach dem ersten erfolgreichen Test einer Atomwaffe, dem Trinity-Test vom 16. Juli 1945, sollten die verbleibenden zwei Bomben über japanischen Städten abgeworfen werden. Am 6. August 1945 wurde die Uranbombe „Little Boy“ über Hiroshima detoniert, am 9. August 1945 folgte die Plutoniumbombe „Fat Man“ über Nagasaki. In Hiroshima wurde die berühmte Aioi-Brücke inmitten eines dicht besiedelten Gewerbe- und Wohngebiets als Zielkoordinate ausgewählt. „Little Boy“ explodierte in 580 m Höhe mit einer Sprengkraft von ca. 15.000 Tonnen TNT-Äquivalent ...
 

Atomwaffen A-Z

Hiroshima

Zur Zeit der Bombardierung wird Hiroshimas Wohnbevölkerung auf 280.000-290.000 Menschen geschätzt, das in der Stadt verbliebene Militärpersonal auf 43.000 Menschen. Dazu kommen schätzungsweise 20.000 koreanische und chinesische Zwangsarbeiter und US-amerikanische Kriegsgefangene ...
 

Wikipedia de

Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg.

Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu. Japan gibt die Gesamtzahl der Gestorbenen, einschließlich der Toten durch Strahlenkrankheiten und -verletzungen, bisher mit 344.306 für Hiroshima und mit 198.785 für Nagasaki an (Stand: August 2024) ...
 

6. August 1945 - Little Boy

Die Kernwaffe mit einer Ladung aus Uran war ab Anfang 1942 im Zuge des Manhattan Projects entwickelt worden und erreichte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT.

Bei der Kernwaffenexplosion und dem von dieser initiierten Feuersturm starben unmittelbar 20.000 bis 90.000 Menschen; viele der Überlebenden („Hibakusha“) leiden bis heute an den Spätfolgen der aufgenommenen radioaktiven Strahlenbelastung ... 

 


Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände16. Juli 1945 (1. Atombombentest) Trinity, NM, USA

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - Atomwaffentests - August 2023 (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert.
Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

Alamogordo, USA

Atomwaffentest

Die weltweit erste atomare Explosion fand am 16. Juli 1945 in der Nähe der US-amerikanischen Kleinstadt Alamogordo statt. Dies war der Startschuss des Atomzeitalters und der Beginn der großflächigen radioaktiven Kontamination des Erdballs.

Hintergrund

Alamogordo ist eine kleine Stadt im US-Bundesstaat New Mexico. In der nahe gelegenen Wüste „Jornada del Muerto“ liegt die „White Sands Missile Range“ der US-Armee, das Testgelände der ersten Atombombe der Geschichte. Der sogenannte „Trinity Test“ war Teil des „Manhattan Projekts“, dem 1939 begonnenen Atomwaffenforschungsprogramm der USA. Das Projekt wurde an mehreren Standorten gleichzeitig betrieben: Während die Atombomben in Los Alamos, New Mexiko entwickelt wurden, fand die Anreicherung von Uran-235 in Oak Ridge, Tennessee statt. Plutonium-239 wurde in Hanford, Washington produziert, die Wüste nahe Alamogordo, New Mexiko wurde als Testgelände ausgewählt.

Nach mehrjährigen Vorbereitungen wurde am 14. Juli 1945 die erste Atomwaffe der Welt, eine Plutonium-Implosionsbombe mit dem Codenamen „Gadget“ auf ein 30 m hohes Gerüst gehievt. Die Konstruktion entsprach der Bombe „Fat Man“, die nur wenige Wochen später über Nagasaki abgeworfen werden sollte. Wissenschaftler und Militärangehörige beobachteten die erste Atomexplosion aus einer Entfernung von 10 bis 32 Kilometern. Am 16. Juli 1945 um 5:29:45 Uhr wurde die Bombe mit einer Sprengkraft von 20 Kt gezündet. Nach einem grellen Lichtblitz schoss eine pilzförmige Wolke 12 Kilometer in die Höhe. Die Druckwelle der Detonation war noch in 250 Kilometer Entfernung zu spüren. „Nun bin ich zum Tod geworden, zum Zerstörer von Welten“, waren die berühmten Worte des Atomwissenschaftlers J. R. Oppenheimer, als er die Explosion sah. Trinity war der Erste von mehr als 2.000 Atomtests, die die Erdatmosphäre mit radioaktivem Niederschlag verseuchten, dem atomaren „Fallout“...
 

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Trinity-Test

Der Trinity-Test (englisch für Trinität, Dreifaltigkeit) war die erste jemals erfolgte Kernwaffenexplosion. Der Test wurde am 16. Juli 1945 um 05:29:45 Uhr Ortszeit von den USA im Rahmen des Manhattan-Projekts, des Projektes der USA zur Kernwaffenentwicklung, durchgeführt. Trinity war der Codename des US-Militärs für diesen Versuch. Der Codename der Waffe war The Gadget („das Gerät“) ...
 

Liste von Kernwaffentests

Chronologische, unvollständige Liste von Kernwaffentests. Die Tabelle enthält lediglich markante Punkte in der Geschichte der Zündung einer Atombombe zu Testzwecken. Neben Atomexplosionen im eigentlichen Sinn wurden auch unzählige Tests mit Atomwaffen durchgeführt, die absichtlich oder unabsichtlich nicht explodierten.

[...] Die USA führten zwischen 1945 und 1992 1.039 Nukleartests durch, 210 atmosphärische Tests, 815 unterirdische Tests und 5 Unterwassertests ...
 

Atomwaffen A - Z

Trinity-Atomtest

Die Plutoniumbombe, die beim Atomtest „Trinity“ zur Explosion gebracht wurde, war der gleiche Typ Bombe, der auf Nagasaki am 9. August abgeworfen wurde und binnen 4 Monaten 64.000 Menschen tötete ...
 

Vereinigte Staaten von Amerika

Laut dem "Nuclear Notebook" (2024) von Hans Kristensen und Matt Korda enthält das US-Atomwaffenarsenal aktuell 5.044 Atomsprengköpfe. Davon sind 1.770 "aktiv", also einsatzbereit stationiert - 1.370 auf land- und seegestützten ballistischen Raketen und 300 auf strategischen Bomberbasen in den Vereinigten Staaten, sowie weitere 100 taktische Atombomben in Europa. Etwa 1.940 Sprengköpfe werden als „Reserve“ gelagert und können, wenn nötig, in das "aktive" Arsenal eingebracht werden. 1.336 Sprengköpfe sind momentan für die Abrüstung vorgesehen ... 

 


In Europa endet der 2. Weltkrieg am 8. Mai 1945 ...

Bundeszentrale für politische Bildung - bpb.de

Endphase und Kriegsende

[...] Schließlich erklärte Generaloberst Jodel im Auftrag von Dönitz am 7. Mai 1945 in Eisenhowers Hauptquartier in Reims die Gesamtkapitulation aller deutschen Streitkräfte. Sie trat am folgenden Tag in Kraft und beendete den Zweiten Weltkrieg in Europa... 

 


1944


 

Der 2. Weltkrieg tobt ...

 

 


1943


 

Der 2. Weltkrieg tobt ...
 

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Die Arbeiten an den Hanford Engineer Works (HEW) begannen im März 1943.

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Hanford Site

Noch vor dem Ende des Krieges im August 1945 wurden in Hanford 554 Gebäude errichtet:

- drei Reaktoren (100-B, 100-D, und 100-F)

- drei Plutoniumverarbeitungsanlagen (200-T, 200-B, und 200-U)

- 64 unterirdische Tanks für hochradioaktive Abfälle

- Urananreicherungsanlagen

- 621 km Straße

- 254 km Eisenbahntrasse

- 4 elektrische Verteilerstationen

- dazu noch hunderte Kilometer Zäune.

Dafür wurden 600.000 m³ Beton und 40.000 Tonnen Stahl zu einem Preis von insgesamt 230 Millionen US-Dollar verwendet. Hanford gilt als der radioaktiv am schwersten verstrahlte Ort in der westlichen Hemisphäre ... 

 


1942


 

Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Chicago Pile 1

Chicago Pile bezeichnet eine Reihe von Versuchsreaktoren. Die ersten drei dieser Reaktoren waren Teil des Manhattan-Projekts, dessen Ziel der Bau von Atombomben war.

Als der Chicago Pile 1 (englisch pile ‚Stapel‘), kurz CP-1, die Kritikalität erreichte, war er der erste funktionsfähige von Menschen gebaute Kernreaktor. Die Versuchsanlage wurde vom Metallurgical Laboratory an der privaten University of Chicago gebaut. Sie sollte die theoretische Erwartung bestätigen, dass eine selbsterhaltende Spaltungs-Kettenreaktion kontrolliert werden kann. Das metallurgische Labor wurde 1942 von Arthur Holly Compton, einem Physik-Nobelpreisträger von 1927, aufgebaut. Die Reaktorentwicklung hatte das Ziel, für das Manhattan-Projekt waffenfähiges Plutonium aus Uran-238 zu erbrüten ... 
 

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Erster atomarer Zwischenfall der Geschichte

23. Juni 1942 - Universität Leipzig

Ein Störfall mit radioaktiver Strahlenbelastung des Personals wird als INES-2 eingestuft ...

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet jedoch mindestens INES-3 ...
 

Im Labor des Experimental-Physikers Prof. Robert Döpel explodierte eine so genannte Uranmaschine unter Verbrennung des eingesetzten Uranpulvers. Dabei handelte es sich um eine kerntechnische Versuchsanlage, die im Dritten Reich im Rahmen des geheimen Uranprojekts eingesetzt wurde. Es war Wasserstoff entstanden, wie auch im Vorfeld einer Reihe späterer Nuklearunfälle – bis hin zu Fukushima 2011. Obwohl die Ausmaße des Feuers relativ klein waren, dauerten die Löscharbeiten durch die Feuerschutzpolizei zwei Tage. Dabei trugen die Einsatzkräfte keine Atemschutzmasken, wodurch sie radioaktives Material inhalierten ...  

 


1941


 

Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Am 07.12.1941 griffen japanische Marineflieger den amerikanischen Hafen 'Pearl Harbor' auf Hawai an, am 08.12.1941 traten die USA offiziell in den zweiten Weltkrieg ein.

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Am 24.02.1941 erbrachte der Chemiker Arthur Wahl den eindeutigen Nachweis für das Element 94 (Plutonium).

 

 


1940


 

Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Am 14. Dezember 1940 wurde Plutonium von den US-Amerikanern Glenn T. Seaborg, J. W. Kennedy, E. M. McMillan, Michael Cefola und Arthur Wahl entdeckt, sie stellten das Isotop 238Pu durch Beschuss von Uran 238U mit Deuterium in einem Zyklotron her ...

Der Zweite Weltkrieg begann am 01. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Japan in einem Grenzkrieg mit der Sowjetunion (1938/39) und in Ostasien, seit dem Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke am 07.07.1937, im Krieg mit China ...

Am 02. August 1939 hat Albert Einstein einen Brief an den US-Präsidenten Roosevelt unterschrieben, in dem der Präsidenten vor einer deutschen Atombombe gewarnt wurde. Diesen Brief bzw. seine Unterschrift darunter hat Einstein später als seinen "größten Fehler" bezeichnet.

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