Newsletter XXX 2026

26. Juli bis 1. August

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Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

1. August 1983 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN

2. August 1992 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN

4. August 2005 (INES Klass.?) Akw Indian Point, USA

6. August 1945 (1. Atombombenabwurf der USA) Hiroshima, JPN

9. August 2009 (INES-1 Klass.?) Akw Gravelines, FRA

9. August 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Mihama, JPN

9. August 1945 (2. Atombombenabwurf der USA) Nagasaki, JPN

10. August 1985 (INES-5) U-Boot-Unglücke, K-431, UdSSR

11. August 2014 (INES Klass.?) Akw Heysham und Akw Hartlepool, GBR

11. August 1973 (INES Klass.?) Akw Palisades, Mi, USA

12. August 2001 (INES-2 Klass.?) Akw Phillipsburg, DEU

12. August 2000 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, K-141 Kursk, RUS

18. August 2015 (INES-2) Akw Blayais, FRA

19. August 2008 (INES-1) Akw Santa Maria de Garoña, ESP

21. August 2007 (INES-2) Akw Beznau, CHE

21. August 1945 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA

23. August 2011 (INES-1 Klass.?) Akw North Anna, VA, USA

25. August 2008 (INES-3) Nuklearmedizin IRE Fleurus, BEL

25. August 2004 (INES-2) Akw Vandellos, ESP

27. August 2009 (INES Klass.?) Akw Leningrad, St. Petersburg, RUS

27. August 2008 (INES-1 Klass.?) Akw Tihange, BEL

29. August 1949 ("RDS-1" 1. Atomtest der UdSSR) Semipalatinsk, KAZ

30. August 2003 (Atom-U-Boot) U-Boot-Unglücke, K-159, RUS

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de 

 


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1. August


 

Nach Andrang in Ceuta

Unverständnis - auf allen Seiten

In Ceuta sind die Menschen verärgert - sowohl Bewohner als auch Migranten. Unklar ist, warum Marokko den Ansturm überhaupt zugelassen hat. Spanien verteidigt unterdessen seine Migrationspolitik gegen Kritik aus der EU.

Eine rote, schwimmende Barriere durchzieht jetzt das Gewässer vor Ceuta an der Grenze zu Marokko. Sie soll verhindern, dass Menschen weiterhin nach Spanien schwimmen. An Land - oberhalb des Strands - kehren unterdessen Tausende von Ceuta nach Marokko zurück. Es sind die Nachzügler der 50.000, die nach Angaben des Innenministeriums in den vergangenen Tagen in die Stadt gekommen sind. Die meisten haben Ceuta schon am Freitag wieder verlassen.

Auch dieses junge marokkanische Paar ist auf dem Weg zur Grenze. "Da gibt es für uns nichts zu tun. Alles ist geschlossen", sagt die Frau mit einem Neoprenrucksack. Und ihr Freund erklärt, die Spanier in Ceuta hätten die Geschäfte absichtlich geschlossen. "Obwohl wir Geld haben", sagt er, "damit wir nichts zu essen kaufen können, nicht mal Brot."

[...] Spanien weist Kritik zurück

Die Kritik einiger Regierungen in der Europäischen Union an der spanischen Einwanderungspolitik wies der Innenminister zurück. Ganz im Gegenteil - dank der Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern sei Spanien besonders erfolgreich bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung. "Zwischen 2021 und 2026 hatten wir nur halb so viele illegale Grenzübertritte wie Italien und auch weniger als Griechenland", so Grande-Marlaska.

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex stufe Spaniens Außengrenze als eine der sichersten Europas ein, betonte der Innenminister. "Und das, obwohl wir mit Ceuta und Melilla eine Landgrenze in Afrika haben, die kein anderes Land hat."

Vorwürfe in Richtung Italien

Die italienische Forderung, Europa solle Spanien aus dem Schengen-Raum ausschließen, sei parteitaktisches Kalkül, sagte Grande-Marlaska. Schließlich werde jeder in Ceuta vor der Ausreise aufs spanische Festland kontrolliert - selbst Spanier.

Die Frage, warum Marokko in den letzten Tagen den massiven Andrang an die spanische Grenze zugelassen hat, ließ er hingegen unbeantwortet. Marokko habe an der Lösung des Problems mitgearbeitet - anders als andere Staaten der Europäischen Union, erklärte der Minister sichtlich verärgert.

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Zahlen Verbraucher die Zeche?

Niedrigwasser von Rhein, Donau und Elbe ist Wirtschaftskiller

Deutschlands großen Flüssen Rhein, Elbe und Donau fehlt Wasser, ebenso wie vielen anderen Wasserläufen. Am Wochenende werden neue Tiefststände erwartet. Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Trockenheit, Sandbänke und Engstellen belasten die Wirtschaft. Die Rechnung müssen womöglich die Verbraucher zahlen. Ein Überblick:

Wie ist die aktuelle Lage?

Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) führen deutsche Flüsse derzeit an vielen Stellen Niedrigwasser. Regenschauer lassen die Wasserstände nur kurz steigen. "Insgesamt überwiegt die weiterhin sinkende Tendenz", heißt es in einem Bericht. Laut dem Informationssystem Niwis wiesen zuletzt rund 44 Prozent der Messstellen im Rhein extrem niedriges Wasser aus, 16 Prozent in der Elbe und circa 78 Prozent der Donau-Messstellen.

Das Niedrigwasser des Rheins hat an der ersten Stelle einen historischen Tiefpunkt erreicht. In Köln wurde am Morgen ein Pegel von 68 Zentimetern gemessen. Das ist ein Zentimeter weniger als der bisherige Rekord-Tiefstand am 23. Oktober 2018, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht.

Niedrigwasserphasen sind Experten zufolge nicht ungewöhnlich, treten aber normalerweise erst im Spätsommer und Herbst auf. Wenig Regen und hohe Temperaturen lassen unter anderem Wasserstände sinken. Laut BfG führt der Klimawandel langfristig dazu, dass Niedrigwasserereignisse intensiver werden, weil mehr Wasser verdunstet.

Welche Auswirkungen gibt es auf die Güterschifffahrt?

Ein Fahrverbot gibt es bei Niedrigwasser nicht. Anders als bei Hochwasser entscheide jeder Schiffsführer selbst, wann es sich nicht mehr lohnt, zu fahren, sagt Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). "Die Schifffahrt fährt, solange es physikalisch und sicher möglich ist." Allerdings sinkt bei Niedrigwasser die Lademenge, weshalb mehr Schiffe eingesetzt werden müssten. Bei sinkenden Pegelständen werden Lieferungen also teurer, die Fahrten gleichzeitig weniger wirtschaftlich.

[...] Wie groß ist der gesamtwirtschaftliche Schaden?

Das Niedrigwasser könne das Bruttoinlandsprodukt zwischen Juli und September um 0,1 bis 0,2 Prozent dämpfen, sagt Stefan Kooths, Direktor der Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum am Kiel Institut für Weltwirtschaft. "Man kann den Wertschöpfungsausfall grob auf 1 bis 2 Milliarden Euro im dritten Quartal beziffern." IW-Ökonom Schaefer nennt keine Zahlen. "Eine Schadenssumme lässt sich erst dann seriös abschätzen, wenn klarer ist, wie lange die Einschränkungen andauern."

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25 Grad:

Aare zu warm: AKW Beznau fährt beide Blöcke runter

Die Aare hat die 25-Grad-Marke erreicht. Um den Fluss nicht weiter zu erwärmen, fährt die Axpo beide Blöcke des Kernkraftwerks Beznau vorübergehend herunter.

Darum gehts

  • Die Axpo fährt beide Reaktorblöcke des Kernkraftwerks Beznau vorübergehend herunter.
  • Auslöser ist die Aare, die 25 Grad erreicht hat – das Kühlwasser würde den Fluss sonst weiter erwärmen.
  • Block 2 bleibt ohnehin bis nach dem geplanten Brennelementwechsel ab 4. August ausser Betrieb.

Die hohen Temperaturen setzen nicht nur Mensch und Umwelt zu, sondern zwingen auch die Axpo zum Handeln. Nachdem die Aare erneut 25 Grad warm ist, hat die Betreiberin des Kernkraftwerks Beznau beide Reaktorblöcke am Freitag vorübergehend heruntergefahren.

Mit der Massnahme soll verhindert werden, dass sich die Aare durch das zur Kühlung genutzte Wasser zusätzlich erwärmt. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen führen derzeit zahlreiche Schweizer Flüsse aussergewöhnlich warmes Wasser.

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Attributionsforschung

Klima-Turbo für das Feuerwetter

Eine Schnellanalyse zu den jüngsten Bränden in Frankreich und Spanien zeigt, dass die Erderwärmung die gefährliche Kombination aus Hitze, Trockenheit und Wind massiv verstärkt.

Die schweren Waldbrände in Spanien und Frankreich sind durch den menschengemachten Klimawandel erheblich wahrscheinlicher geworden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Analyse des Forschungsnetzwerks World Weather Attribution (WWA).

Danach treten die extremen Wetterbedingungen, die die Feuer in Zentralspanien begünstigten, durch die globale Erwärmung heute mindestens 20-mal häufiger auf. Im Südwesten Frankreichs hat sich ihre Wahrscheinlichkeit mindestens verdoppelt. Die Forschenden betonen, dass dies sogar vorsichtige Schätzungen seien.

[...] Die Lage hat sich zuletzt stellenweise entspannt. Im Südwesten Frankreichs wurde das Großfeuer im Raum Bordeaux eingedämmt. Es hatte etwa 42.000 Hektar erfasst und mehr als 220.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Vollständig gelöscht sind viele Brandherde aber noch nicht.

Europa erlebt damit eine außergewöhnliche Feuersaison. Bis zum 29. Juli waren in der EU fast 435.000 Hektar verbrannt – rund zweieinhalbmal so viel wie im langjährigen Mittel.

Klimabedingte Hitze sorgte für Feuerwetter

Für ihre Schnellanalyse untersuchte die WWA-Gruppe nicht die Ursache jedes Feuers. Tatsächlich werden die meisten Waldbrände direkt oder indirekt von Menschen ausgelöst. Entscheidend für ihre Ausbreitung ist jedoch, welche Ausbreitungsbedingungen ein einmal entstandener Brand vorfindet.

[...] Für die WWA-Mitbegründerin Friederike Otto zeigen die Brände vor allem, dass die Anpassung mit der Veränderung des Klimas nicht Schritt hält. "Unsere Studien zeigen immer wieder, dass sich Europas Klima schneller verändert, als sich die Regierungen anpassen", sagte die Professorin am Imperial College London.

Nach den iberischen Bränden des vergangenen Jahres und der durch die Erderwärmung verschärften Dürre sei nun eine weitere Katastrophe zu beobachten, "angetrieben von derselben Ursache: der Verbrennung fossiler Energieträger".

Otto warnte davor, die Lage als bloße Verkettung einzelner Faktoren abzutun. "Der Wissenschaft ist es egal, ob dieses Jahr auf Rekordbrände folgt, ob Regierungen vorbereitet sind, ob es im Winter ausreichend geregnet hat oder ob mehrere Hitzewellen zuvor Ressourcen und Bevölkerung erschöpft haben."

Der Klimawandel sorge dafür, dass jene Wetterkombination, die eine Landschaft in eine Zunderbüchse und einen Brand in eine Katastrophe verwandle, viel häufiger auftrete.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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INES Kategorie ? 1. August 1983 (INES Klass.?) Akw Pickering, ON, CAN

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...
 

Am 1. August 1983 kam es im Pickering-Reaktor 2 zu einem Unfall mit Kühlmittelverlust, nachdem an einem Druckrohr ein meterlanger Riss entstanden war. Das Kraftwerk wurde abgeschaltet, und die vier Reaktoren von Pickering A wurden schließlich mit einem Kostenaufwand von rund 1 Mrd. $ neu verrohrt.
(Kosten ca. 1009 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Ontarios kerntechnische Anlagen:

Historie und Schätzung der Lebensdauer der Blöcke und der Kosten für die Sanierung

Safety Issues at the Pickering “A” Nuclear Station - Seite Nr. 8

Übersetzung https://www.DeepL.com/Translator

Ontario´s Nuclear Generating Facilities - PDF-Datei

1. August 1983 - Im Pickering-Reaktor 2 kam es zu einem schweren „Kühlmittelverlust-Unfall“ (LOCA), nachdem ein Druckrohr einen meterlangen Riss aufwies. Alle vier Reaktoren in Pickering mussten schließlich über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschaltet werden, um mit einem Kostenaufwand von etwa 1 Milliarde Dollar - mehr als die ursprünglichen Investitionskosten des Kraftwerks - erneuert zu werden.

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31. Juli


 

Erneut setzt Marokko seine Bevölkerung in Ceuta zur Erpressung ein

Vor allem junge Marokkaner haben die zu Spanien gehörende Exklave Ceuta gestürmt, in der 80.000 Menschen leben. Man geht schon von 50.000 Menschen aus, die sich erst schwimmend und dann Zäune einreißend, Zugang zu „Europa“ verschafft haben. Immer wieder setzt das autoritäre Königreich die eigene Bevölkerung erfolgreich als Druckmittel gegen Spanien und die EU ein. Er wird erneut weitreichende Zugeständnisse erhalten. Kommentar.

Alle Jahre wieder. Erneut kommt es zum Massenansturm an der Grenze auf die in Afrika liegenden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. Dass man dabei auch Tote provoziert, ist einkalkuliert. Bisher wurden 19 Leichen geborgen. Die marokkanische Gendarmerie und die Polizei prügeln und schießen nun aber nicht auf eigene Leute. Sie ist gar nicht vor Ort, wie es zum Beispiel beim Massaker in Melilla gewesen ist. Hier hattenSchwarzafrikaner, meist Flüchtlinge und keine Einwanderer, versucht, die hohen Grenzzäune zu überwinden.

Es ist offensichtlich, dass im Königspalast erneut entschieden wurde, die Grenze zu öffnen, um wieder etwas über die Erpressung mit der Migration bei Spanien und der EU durchsetzen zu können. In sozialen Medien wurde dafür geworben, zur Grenze zu ziehen, da die angeblich geöffnet sei. Die Nachrichtenagentur Europa Press zitiert marokkanische Zeitungen. „Ajbarona“ verweist auf eine „organisierte digitale Mobilisierungskampagne“ unter anderem über WhatsApp-Gruppen, die dem Exodus „vorausging“.

[...] Es ist die übliche Erpressungsstrategie von König Mohammed VI. Wie der türkische Autokrat Erdogan benutzt auch Marokko gerne die Einwanderung und Fluchtbewegungen als Mittel, um Druck auf Europa zu machen und Interessen durchzusetzen. Und da das stets erfolgreich ist, gibt es auch für den marokkanischen Autokraten, der sich meist in Paris aufhält, keinen Grund, damit aufzuhören.

Schauen wir zurück. Was war das Ziel und das Ergebnis des organisierten Ansturms vor fünf Jahren, als man vor allem Minderjährige mobilisiert hat, deren Abschiebung besonders schwierig ist? Es ging vor allem darum, Spanien, die EU und vor allem Deutschland zu erpressen, die Souveränität Marokkos über die Westsahara anzuerkennen. Trump hatte das Ende 2020 getan und damit viel Öl in den schwelenden Kolonialkonflikt geschüttet. Da aber unter anderem Deutschland damals noch auf eine Lösung für die letzte Kolonie Afrikas im Rahmen der UNO-Resolutionen gedrängt hatte, hatte Marokko die diplomatischen Beziehungen zu Berlin abgebrochen.

[...] Die große spanische Tageszeitung El País berichtete kürzlich: „Ein ehemaliger Berater des Pentagons drängt Marokko zu einem Grünen Marsch auf Ceuta und Melilla.“ Michael Rubin ist ohnehin ein alter Bekannter und Pyromane. Der Ex-Pentagon-Mitarbeiter und Geheimdienstler gehörte zu der Truppe, die einst die Fake-These von angeblichen „Massenvernichtungswaffen“ befeuert hatte, mit der der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak gerechtfertigt wurde.

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"Einsatzreichster Tag"

Waldbrand in England lodert nahe Atomkraftwerk und Ferienpark

In mehreren europäischen Ländern brennen Wälder und Wiesen. Auch im eigentlich verregneten Großbritannien greifen nun Flammen um sich. In London muss die Feuerwehr Hunderte Brände löschen.

In Großbritannien kämpfen über 120 Feuerwehrleute gegen einen großen Waldbrand. Das Feuer brach am Mittwoch gegen 17 Uhr nahe Dunwich Heath im Osten Englands aus, teilt die Feuerwehr mit. Es sei "einer der herausforderndsten Vorfälle, die wir hier haben", sagt Jon Lacey, Feuerwehrchef der Grafschaft Suffolk.

Der Brand breitete sich auf einer Fläche von etwa 150 Hektar aus, ehe die Feuerwehr ihn unter Kontrolle brachte. Auch jetzt sind die Brandbekämpfer noch im Einsatz, um letzte Brandstellen zu löschen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. In Alarmbereitschaft bleiben die Besatzungen von zwölf Feuerwehrfahrzeugen sowie einem Hubschrauber. Dieser flog am Donnerstag mehrfach über die betroffenen Wälder und warf jedes Mal bis zu 1000 Liter Wasser aus der nahegelegenen Nordsee ab.

Das Feuer wurde auch von Mitarbeitern des Atomkraftwerks Sizewell B beobachtet. Dieses liegt Medienberichten zufolge nur fünf Kilometer von den Flammen entfernt. Es bestand jedoch keine unmittelbare Gefahr, gab der Betreiber bekannt. Die Anlage sei gut geschützt und auch auf Brände in der Umgebung vorbereitet.

Dutzende Menschen mussten aufgrund der Feuerausbreitung evakuiert werden, schreibt die Zeitung "The Sun". Auch ein Ferienpark wurde vorübergehend geschlossen, berichtet BBC. In mehr als 100 Wohnhäusern wurde den Berichten zufolge der Strom abgedreht.

Die Feuerwehr habe bereits "zusätzliche nationale Unterstützung angefordert, darunter Spezialfahrzeuge für die Waldbrandbekämpfung, Einsatzkräfte und taktische Berater", hieß es von den Einsatzkräften. Großbritanniens Premierminister Andy Burnham versprach der Feuerwehr "jegliche Unterstützung, die sie benötigt", um den "sehr ernsten" Waldbrand zu bekämpfen.

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Ican: «Geld, das zum Leben fehlt, wird für A-Waffen vergeudet»

Die Grossmächte investieren gewaltig in Atomwaffen, obwohl deren Einsatz das Leben auf der Erde weitgehend zerstören würde.

Seit Jahrzehnten bedrohen Atomwaffen die Menschheit. Selbst ein begrenzter Atomkrieg mit hundert «kleineren» A-Bomben würde das Klima unerträglich machen. Hunger und Massensterben wären die Folgen. Ein grosser Atomkrieg würde das Ende unserer Zivilisation bedeuten.

Die «Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen» (Ican) dokumentiert in ihrem neusten Jahresbericht 2026, dass die neun Staaten mit Atomwaffen im Jahr 2025 durchschnittlich 19 Prozent mehr für Atomwaffen ausgegeben haben als noch im Jahr 2024, insgesamt 119 Milliarden Dollar.

[...] Nach der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 nahmen die Ausgaben für Atomwaffen weiter zu. Doch die Zunahme dieser Investitionen begann schon einige Jahre zuvor, wie der Bericht «Securing profits, how the arms lobby is hijacking Europe‘s defence policy» von Bram Vranken aus dem Jahr 2017 aufzeigt.

Das «European Network Against Arms Trade» (Enaat) hat dokumentiert, dass die Rüstungsbranche laut europäischem Transparenzregister für ihre Lobbyarbeit allein in der EU bereits im Jahr 2016 rund 55 Millionen ausgab.

Die zehn grössten EU-Rüstungsunternehmen und die beiden grössten Lobbyorganisationen hätten sich seit 2014 Hunderte Male mit der Europäischen Kommission und seit 2019 über 150-mal mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments getroffen.

Ican hat dokumentiert, welche Industriekonzerne vom Geschäft mit Atomwaffen profitieren. Die kreditgebenden Banken sind nicht berücksichtigt. Alle diese Unternehmen sind finanziell interessiert daran, dass Geld in Atomwaffen investiert wird.

[...] Ican erklärt dazu: «Es hat sich ein Zustand kollektiver Amnesie breitgemacht. Erneut wird mit nuklearen Waffen gedroht. Misstrauen ist an der Tagesordnung. Die Rüstungskontrolle stirbt. Die weltweiten Militärausgaben stiegen im vergangenen Jahr auf 2,7 Billionen Dollar – das ist dreizehnmal mehr als die gesamte weltweite Entwicklungshilfe. Und es entspricht dem gesamten Bruttoinlandsprodukt Afrikas.»

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Wasser als Ware

Manche zahlen, andere nicht

Trinkwasser bereitzustellen, hat seinen Preis. Deshalb sollten eigentlich alle in Deutschland, die Grundwasser nutzen, für die Aufbereitung zahlen. Dem ist aber nicht so. Wer profitiert bei der Trinkwasservergabe? Und wer verdient am Wasser?

Konflikte um den Zugang zu Wasser hat es seit Menschengedenken gegeben. Heutzutage könnten sich solche Auseinandersetzungen wieder verschärfen. Denn aufgrund des Klimawandels wird Trinkwasser tendenziell knapper.
Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland ein wasserreiches Land. Aber auch hier sinkt der Grundwasserpegel seit einigen Jahren. Wem gehört das Wasser hierzulande – und wer verdient daran?

Wasserrechte in Deutschland: Vom Mittelalter bis heute

Unsere heutigen Wasserrechte in Deutschland lassen sich teilweise auf rechtliche Regelungen im Mittelalter zurückführen: Denn Zugang zu allen Trinkwasserbrunnen war in Europa jahrhundertelang ein Allgemeingut. Trinkwasser war auch ohne Landbesitz überall für alle zugänglich, ohne dass dafür gezahlt werden musste.

Wer öffentlich zugängliches Wasser in großen Mengen für sein Gewerbe brauchte, der musste meistens den Fürsten oder Grafen vor Ort um Erlaubnis bitten und Abgaben an diesen bezahlen. Der lokale Adelige war seinerseits verpflichtet, die Wasserinfrastruktur insgesamt in Schuss zu halten.

[...] Privatisierungen in den Thatcher-Jahren – und die Rolle rückwärts

Jahrzehntelang galt es in Deutschland also: Städte und Gemeinden sind für die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser zuständig. Bis Maggie Thatcher Großbritannien Ende der 1980er auf die Privatisierung der Wasserversorgung dringt. Ihre Idee findet überall in Europa Anklang. Berlin ist Ende der 1990er die prominenteste deutsche Stadt, die einen Teil ihrer Wasserbetriebe an finanzstarke Investoren veräußert.

Diese wittern saftige Gewinne: Denn wer die Rohr- und Abwassernetze kontrolliert, hat de facto ein Monopol. Bei den Berliner Wasserbetrieben steigen der deutsche Energiekonzern RWE und der französische Wassermulti Veolia mit insgesamt 49,9 Prozent ein. Nach der Privatisierung liegen die Wasserpreise deutlich über denen vergleichbarer Städte.

[...] Grundwasser kostenlos für manche Unternehmen

Neben der Frage, wer das Trinkwasser aufbereitet – private oder städtische Unternehmen – rückt mit zunehmender Wasserknappheit auch die Verteilung des Trinkwassers in den Fokus: Denn die ist in Deutschland alles andere als gerecht. Nicht alle, die kostbares Grundwasser nutzen, zahlen auch dafür.

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Uruguay will Energiewende auf die nächste Stufe heben

97 Prozent erneuerbarer Strom sind für Energieministerin Fernanda Cardona erst der Anfang: Mehr Solarenergie, Elektromobilität und neue Infrastruktur sollen die Basis für Uruguays wirtschaftliche Entwicklung schaffen.

Montevideo - Uruguay will seine erfolgreiche Energiewende weiter vorantreiben. Bei der Eröffnung des XII. Lateinamerikanischen Kongresses für Erneuerbare Energien in Montevideo betonte Industrieministerin Fernanda Cardona, dass eigene Energie eine zentrale Voraussetzung für die künftige Entwicklung des Landes sei.

Bereits heute stammt im Durchschnitt rund 97 Prozent des in Uruguay erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien. Diese Unabhängigkeit mache das Land weniger anfällig für internationale Krisen und Preisschwankungen bei fossilen Energieträgern.

Doch Cardona sieht keinen Grund, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. In den kommenden fünf Jahren sollen 500 Megawatt zusätzliche Kapazität aus erneuerbaren Energien entstehen, mit einem Schwerpunkt auf Solarenergie. Geplant sind unter anderem vier neue Photovoltaikprojekte in verschiedenen Landesteilen. Auch die Verwandlung bestehender Kraftwerksparks in Hybridprojekte mit Speichern und neue Regeln für die Mikroerzeugung sollen das Energiesystem weiter stärken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Elektromobilität. Das öffentliche Ladenetz soll bis Jahresende von derzeit rund 435 auf 600 Ladestationen wachsen. Auch bei Elektrobussen will Uruguay weiter zulegen: Nachdem das Ziel von 15 Prozent elektrischer Busse bereits Ende 2025 übertroffen wurde, soll der Anteil bis Ende 2026 auf 20 Prozent steigen.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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30. Juli


 

Niedrige Flusspegel

Auch Rumänien und Ungarn drosseln Atomkraftwerke

Wegen Hitze und ausbleibenden Regens sind die Pegel vieler Flüsse in Europa extrem niedrig. Das wird nicht nur für die Schifffahrt zum Problem, sondern auch für Atomkraftwerke. Denn die benötigen viel Kühlwasser - und das fehlt.

In mehreren europäischen Ländern ist die Produktion von Strom in Atomkraftwerken gedrosselt oder eingestellt worden. Grund sind die niedrigen Pegelstände von Flüssen und das deshalb fehlendes Kühlwasser. In Ungarn und in Rumänien wurden die Kernkraftwerke heruntergefahren. Auch in Frankreich wurden in dieser Woche Reaktoren wegen der hohen Temperaturen abgeschaltet.

[...] Frankreich schaltet Reaktoren ab

Dass Atomkraftwerke Probleme mit dem Kühlwasser bekommen, ist in anderen Ländern schon häufig vorgekommen. Besonders betroffen ist Frankreich. Das Land setzt bei der Stromerzeugung in hohem Maße auf Atomkraft und ist gleichzeitig besonders stark von Hitzewellen betroffen.

Am Mittwochabend wurde dort nun einer der zwei Reaktoren des Kraftwerks Golfech rund hundert Kilometer nördlich von Toulouse abgeschaltet. Der Energiekonzern EDF hatte den Reaktor bereits zwischen dem 23. Juni und dem 3. Juli sowie vom 9. bis zum 27. Juli vom Netz genommen, um das Flusswasser der Garonne nicht zusätzlich aufzuheizen.

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Selbstreinigende Nanobeschichtung erhöht Leistung von Solarmodulen deutlich

Lotuseffekt und Antireflexschicht steigern den Energieertrag

Die Leistung von Solarmodulen nimmt durch Ablagerungen wie Staub, Sand und Ruß merklich ab. Module mit einer neuen superhydrophoben Nanobeschichtung können sich dank des Lotuseffekts selbst reinigen und übertreffen dadurch sogar Solarmodule, die täglich manuell gereinigt werden.

Tamil Nadu (Indien). Staub, Pollen, Ruß, Sand und andere Ablagerungen können die Leistung von Solarmodulen merklich reduzieren, weil sie den Lichteinfall auf die Solarzellen beeinträchtigen. Im globalen Mittel liegen die Verluste durch Verschmutzung bei etwa drei bis fünf Prozent. In besonders trockenen, staubigen Regionen oder an stark belasteten Standorten kann die Verschmutzung die Stromproduktion der Solaranlagen aber auch deutlich stärker senken.

Die Wissenschaft arbeitet deshalb seit Langem an verschiedenen Beschichtungen, die die Verschmutzung der Oberflächen von Solarmodulen reduzieren sollen. Forscher des PSN Institute of Technology and Science (PSNA CET) um C. Ayyanar haben nun eine transparente Beschichtung entwickelt, die die Oberflächen von Solarmodulen superhydrophob macht. Auf einer superhydrophoben Oberfläche ziehen sich Wassertropfen fast kugelförmig zusammen und rollen leicht ab. Der sogenannte Lotuseffekt führt dazu, dass die Wassertropfen die Solarmodule von Staub befreien und ihre Leistungsverluste reduzieren.

Nanokompositbeschichtung für Solarmodule

Wie C. Ayyanar erklärt, haben die Forscher die superhydrophobe Nanokompositbeschichtung entwickelt, indem sie Siliziumdioxid-Nanopartikel (SiO₂) mit Ethanol gemischt und danach magnetisch gerührt und ultraschallbehandelt haben. Die Lösung wurde anschließend mit Polydimethylsiloxan (PDMS) und einem Härtungsmittel vermischt und auf die Glasoberfläche von Solarmodulen gesprüht, wo sie bei 80 Grad Celsius für zwei Stunden ausgehärtet wurde. Es entstand so eine etwa 1,5 bis 2 μm dicke transparente Beschichtung.

[...] Die Wissenschaftler haben anschließend einen Versuch mit drei identischen Solarmodulen mit einer Nennleistung von jeweils 165 Watt (W) und einem Wirkungsgrad von 15,8 Prozent durchgeführt. Eines der Solarmodule besaß die PDMS/SiO₂-Schicht, ein Solarmodul besaß keine Beschichtung, wurde aber täglich manuell gereinigt, und das dritte Modul besaß keine Beschichtung und wurde im sechsmonatigen Versuchszeitraum nicht gereinigt. Die Module wurden auf einem Hausdach in Tamil Nadu in Indien mit einer Neigung von 30 Grad und einer Ausrichtung nach Süden installiert.

[...] Die Solarmodule mit Nanokompositbeschichtung haben deutlich mehr Strom produziert als die unbeschichteten, nicht gereinigten Module (16 %). Sie haben auch die manuell gereinigten Solarmodule übertroffen, die jedoch mehr Strom produziert haben (7 %), als die unbeschichteten, nicht gereinigten Module. Laut den Wissenschaftlern geht die höhere Stromproduktion sowohl auf die geringere Verschmutzung der beschichteten Solarmodule als auch auf die antireflektierende Wirkung der Nanokompositbeschichtung, durch die zusätzlich mehr Licht in das Modul gelangt, zurück.

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Kein Kühlwasser

Ungarn nimmt AKW Paks vom Netz

Wegen eines historischen Rekordtiefs des Donau-Wasserstandes und damit einhergehenden Kühlwassermangels wird das ungarische Atomkraftwerk Paks völlig vom Netz genommen. Das verkündete Regierungschef Peter Magyar am Donnerstag, der Betreiber des AKW bestätigte das auf seiner Website. Als Grund wird der niedrige Wasserstand der Donau genannt.

Laut Betreiber würde die aktuelle Wassermenge zwar zur Kühlung der Reaktorblöcke ausreichen, trotz der extrem niedrigen Pegelstände und Durchflussraten. Doch die Ansaugpunkte der erforderlichen Pumpen lägen höher als der aktuelle und voraussichtlich weiter sinkende Wasserspiegel, sodass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen könnten.

Es sei in den nächsten 24 bis 72 Stunden daher unvermeidlich, das AKW völlig abzuschalten, was die Einstellung der Stromerzeugung zur Folge habe, hieß es. Laut Magyar bedeute das Abschalten des AKW einen Leistungsausfall von 2.000 Megawatt. Dieser könne jedoch durch Importe gedeckt werden, da die Importkapazität 3.600 bis 3.800 Megawatt betrage, zitierte ihn das Portal HVG. Die Energieversorgung des Landes ist folglich dennoch gesichert.

Reaktorblock 3 bereits abgeschaltet

Zuvor musste das ungarische Kernkraftwerk Paks seinen Reaktorblock 3 bereits komplett vom Netz nehmen und die Leistung von Block 2 auf die Hälfte senken. Laut Aussendung des Betreibers MVM Paks Nuclear Power Plant Ltd. (Paksi Atomeromu Zrt.) vom Donnerstag ist der Wasserpegel der Donau in den vergangenen Stunden weiter gesunken, er stehe aktuell bei minus 112 Zentimetern.

[...] Ungarn betreibt seit 1982 in der südungarischen Stadt Paks das von der damaligen Sowjetunion gelieferte Atomkraftwerk. Zwei der vier Blöcke sollen durch die beiden neuen Reaktoren aus der Fertigung von Rosatom ersetzt werden. Ursprünglich wurde mit einer Inbetriebnahme nicht vor Mitte der 2030er Jahre gerechnet.

EuGH beanstandete Verstoß gegen EU-Recht

2017 hatte die Europäische Kommission staatliche Beihilfen in Höhe von zehn Milliarden Euro für den Bau genehmigt. Die Vergabe des Projektes erfolgte direkt an Rosatom – ohne das vorgeschriebene EU-weite Ausschreibungsverfahren.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte 2025 in einem Urteil festgestellt, dass diese direkte Vergabe des milliardenschweren Auftrags an Rosatom gegen EU-Recht verstößt. Unter der neuen ungarischen Regierung von Premier Magyar steht Paks II auf dem Prüfstand. Die einschlägigen Verträge des von Russland und Rosatom beherrschten Baus sollen neu bewertet werden.

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Atomkraft:

Rumänien schaltet weiteren Reaktor wegen Niedrigwassers ab

Der erste Reaktor des Atomkraftwerks Cernavodă in Rumänien war bereits heruntergefahren worden, nun folgt der zweite. Der Wasserstand der Donau sank auf einen Tiefstand.

Rumänien hat wegen Niedrigwassers in der Donau einen zweiten Atomreaktor vorübergehend abgeschaltet. Angesichts der »ungünstigen Entwicklung der hydrologischen Bedingungen« werde Reaktor 2 des Kernkraftwerks Cernavodă ab Donnerstagvormittag heruntergefahren, teilte das rumänische Energieministerium mit. Der erste Reaktor von Rumäniens einzigem Atomkraftwerk im Südosten des Landes war bereits vor einigen Tagen temporär vom Netz genommen worden.

Medienberichten zufolge ist es das erste Mal, dass beide Reaktoren wegen Niedrigwassers nicht genutzt werden können. Das Atomkraftwerk benötigt das Wasser der Donau zum Kühlen. In Europa setzen neben Frankreich, das rund 65 Prozent seines Stroms aus Kernkraft bezieht, vor allem osteuropäische Länder wie Tschechien, die Slowakei und Rumänien auf Atomenergie.

Niedrige Pegelstände in zahlreichen Flüssen

Der Wasserstand der Donau ist wegen mangelnden Regen und mehrerer Hitzewellen auf einen Tiefstand gesunken. Auch Ungarn musste deswegen bereits die Produktion von Atomstrom herunterfahren.

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Globaler Erdüberlastungstag:

BUND fordert entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren

Wirtschaftssystem ökologisch bankrott - Klimakrise zerstört Ressourcen - Ausstieg aus den fossilen Energien ist mächtigster Hebel

Berlin - Der globale Erdüberlastungstag fällt in diesem Jahr auf den 30. Juli. An diesem Tag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Ökosysteme der Erde innerhalb eines Kalenderjahres regenerieren können. Für den Rest des Jahres plündern wir eine Zukunft, die uns nicht gehört.

Dass der globale Erdüberlastungstag, der im vergangenen Jahr noch auf den 24. Juli fiel, sich um ein paar Tage nach hinten verschoben hat, liegt nicht etwa daran, dass die Menschheit in diesem Jahr sparsamer mit den Ressourcen umgegangen wäre. Tatsächlich verschärft sich die Krise weiter und das spätere Datum ist lediglich das Ergebnis einer angepassten Berechnungsgrundlage. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert deshalb von der Bundesregierung eine Abkehr von den fossilen Energien und einen ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender:

„Der Erdüberlastungstag ist die jährliche Quittung für eine umweltpolitische Insolvenzverschleppung. Unser Wirtschaftssystem frisst seine eigene Substanz und zerstört damit die Lebensgrundlagen für künftige Generationen. Wir sollten diese globale Bankrotterklärung aber vor allem als lauten Weckruf verstehen. Der Erdüberlastungstag ist der unmissverständliche Auftrag für ein konsequentes politisches Umsteuern, das die Belastbarkeitsgrenzen der Erde respektiert, statt sie rücksichtslos zu überschreiten.“

Im Mittelpunkt muss dabei die Verringerung von Treibhausgasen und der Ausstieg aus den fossilen Energien stehen. Denn die globale Erderwärmung wirkt wie ein Brandbeschleuniger, wie gerade an den den verheerenden Waldbränden vor allem in Südwesteuorpa deutlich zu sehen. Die Folgen der Klimakrise, von Dürren, extremer Hitze und Starkregen bis hin zum Artensterben, vernichten die planetaren Ressourcen und betreffen das Leben vieler Menschen.

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29. Juli


 

Ölkonzern unter Druck

Shell verseucht das Nigerdelta

Seit Jahren machen Umweltorganisationen dem Ölriesen schwere Vorwürfe für Ölunfälle in Nigeria. Ein neuer Bericht zeigt ein neues Ausmaß der Vergehen.

Sie verlaufen dicht an Häusern vorbei, schneiden Felder entzwei und queren Flüsse, aus denen Menschen fischen und Trinkwasser schöpfen: Das Nigerdelta im Süden Nigerias, dort, wo einer der längsten Flüsse Afrikas in den Atlantik mündet, ist durchzogen von einem weit verzweigten Netz aus Öl- und Gaspipelines. Das westafrikanische Land ist einer der größten Produzenten des Kontinents, der Rohstoff einer seiner größten Wirtschaftsmotoren. Doch der Preis dafür ist hoch. Jährlich kommt es zu Hunderten von Ölunfällen, mit deren Folgen die Gemeinden vor Ort leben müssen.

Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht von Amnesty International und einem Bündnis aus weiteren Menschenrechtsorganisationen belastet nun den Ölgiganten Shell schwer. Das Papier stützt sich auf interne Dokumente des Konzerns, auf im Rahmen eines Gerichtsverfahrens in Großbritannien veröffentlichte E-Mails, vertrauliche Prüfberichte und weitere Unterlagen.

Diese legen nahe, dass die mangelhafte Wartung von Ölleitungen und Förderanlagen durch die damalige nigerianische Shell-Tochter SPDC jahrelang maßgeblich zur massiven Umweltverschmutzung im Nigerdelta beigetragen hat.

[...] Umweltverschmutzung auf Kosten der lokalen Bevölkerung

Es ist eine ganze Reihe schwerwiegender Vorwürfe, die eine über Jahre andauernde Umweltverschmutzung auf Kosten der lokalen Bevölkerung deutlich machen. Bereits 2011 dokumentierte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) die massive Verseuchung der betroffenen Böden sowie des Grund- und Trinkwassers. Längst finden sich laut einem Bericht unabhängiger Wissenschaftler zudem Giftstoffe in der menschlichen Nahrungskette wieder, die darüber in den Blutkreislauf und das Gewebe der Menschen in den betroffenen Gemeinden gelangen.

Mal sind verrostete Leitungen und marode Anlagen die Ursache, mal zapfen Öldiebe die Pipelines an, um das Rohöl in improvisierten Raffinerien zu verarbeiten. Zurück bleibt eine Landschaft, deren Böden, Gewässer und Luft nach und nach verseucht werden. Hintergrund der offengelegten Dokumente ist ein seit 2015 dauerndes Gerichtsverfahren der nigerianischen Gemeinden Bille und Ogale, die Shell vorwerfen, jahrzehntelang Umweltverschmutzung in Kauf genommen zu haben.

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Betreiber scheuen hohe Risiken

Milliardenkosten bremsen Japans Pläne für neue Atomreaktoren

Japans Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass in den 2040er-Jahren zwei bis fünf Atomreaktoren ersetzt werden müssen, doch Baukosten von rund zwei Billionen Yen (ca. 10,7 Milliarden Euro) pro Anlage und die unbegrenzte Haftung der Betreiber verhindern bislang konkrete Planungen der Stromkonzerne. Die japanische Regierung will den Anteil der Atomkraft an der Stromerzeugung bis 2040 auf rund 20 Prozent erhöhen, hat aber noch nicht festgelegt, wer die neuen Reaktoren bauen und finanzieren soll.

Nach Berechnungen des Ministeriums müssen in den 2040er-Jahren Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 2,2 bis 5,5 Gigawatt ersetzt werden. Bis in die 2050er-Jahre steigt die Leistung der zu ersetzenden Anlagen auf insgesamt 12,7 bis 16 Gigawatt. Das entspricht etwa elf bis 14 großen Reaktoren. Die Berechnung ist kein verbindliches Bauziel und geht davon aus, dass bestehende Reaktoren nach 60 Betriebsjahren stillgelegt werden.

Japans Atomkraftwerke sind alt

Nach japanischem Recht dürfen Atomreaktoren grundsätzlich 40 Jahre betrieben werden. Die Atomaufsicht kann eine Verlängerung auf 60 Jahre genehmigen. Seit Juni 2025 werden Stillstandszeiten, die der Betreiber nicht zu verantworten hat, teilweise nicht mehr auf diese Grenze angerechnet. Damit verschiebt sich die Stilllegung einzelner Anlagen. Langfristig müssen die alten Reaktoren dennoch ersetzt werden. Der Energieplan der japanischen Regierung vom Februar 2025 erlaubt, neue Reaktoren auf dem Gelände bestehender Atomkraftwerke zu bauen, wenn ein Betreiber an einem seiner Standorte bereits einen Reaktor stillgelegt hat und die betroffene Region dem Neubau zustimmt.

Im Fiskaljahr 2024 stammten 9,4 Prozent des japanischen Stroms aus Atomkraftwerken. Erneuerbare Energien lieferten 23,1 Prozent und fossile Kraftwerke 67,5 Prozent. Um den für 2040 vorgesehenen Atomkraftanteil von rund 20 Prozent zu erreichen, müsste Japan bestehende Reaktoren länger betreiben, weitere abgeschaltete Anlagen wieder ans Netz bringen und alte Blöcke ersetzen.

[...] Ein Reaktor kostet rund zwei Billionen Yen

Nach der aktuellen Schätzung kostet ein neuer Reaktor rund zwei Billionen Yen (ca. 10,7 Milliarden Euro). Zwei Anlagen würden damit etwa vier Billionen Yen (ca. 21,4 Milliarden Euro) kosten. Bei fünf Reaktoren läge die Investition bei rund zehn Billionen Yen (ca. 53,7 Milliarden Euro). Hinzu kommen lange Planungs- und Bauzeiten. Die Betreiber müssen Kapital über viele Jahre bereitstellen, bevor ein Reaktor Strom liefert und Einnahmen erzielt. Das Wirtschaftsministerium nennt deshalb staatliche Hilfen bei der Kapitalbeschaffung und niedrigere Finanzierungskosten als mögliche Maßnahmen.

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Gewalt im Westjordanland

"Ihr Ziel war es, zu töten"

Tote, Brandanschläge und zerstörte Häuser: Ein Zwischenfall mit zwei getöteten Israelis und vier Palästinensern hat eine neue Eskalation der Gewalt in Gang gesetzt. Die israelische Armee lässt die radikalen Siedler offenbar gewähren.

Was auf dem Handy-Video zu sehen ist, wirkt verstörend: Etwa 200 Siedler kommen von einem Hügel im von Israel besetzten Westjordanland herab, zünden im palästinensischen Dorf Sarra unweit von Nablus Autos an, legen im Haus von Mohammad Turabi Feuer.

Seine Kinder sind im Obergeschoss. Turabi hat die Schlafzimmertür abgesperrt. Die Brandschäden im Haus und sein völlig verkohltes Auto nennt er Glück im Unglück: "Sie hatten Molotowcocktails dabei. Ihr Ziel war es, zu töten. Sie haben mein Auto verbrannt, das verschmerze ich. Das Wichtigste ist, dass meinen Kindern nichts passiert ist."

Eskalation nach Zwischenfall in Tell bei Nablus

Die Siedler seien durch die offenen Türen im Haus gelaufen und hätten in allen Zimmern Feuer gelegt, erzählt er weiter. "Ich habe drei Jungs und ein Mädchen. Mein Ältester ist elf Jahre alt. Ich danke Gott, dass niemand gestorben ist."

Die Angriffe in Sarra seien ein Racheakt Hunderter jüdischer Siedler gewesen, sagt Turabi. Seit am vergangenen Freitag im Nachbarort Tell ein Siedler, ein Soldat und vier palästinensische Dorfbewohner getötet wurden, ufert die Gewalt im Westjordanland aus. Turabi berichtet, dass die Siedler bei ihrem Angriff auf Sarra etwa 10.000 Olivenbäume mit Bulldozern entwurzelten. Die Lebensgrundlage vieler im Dorf sei zerstört.

Israel will Militäreinsätze ausweiten

Das Militär hat Zufahrtsstraßen in der Region gesperrt. Israels Premier Benjamin Netanjahu kündigte eine Ausweitung der Militäreinsätze an. In Tell wurden Häuser durchsucht, Dutzende Palästinenser verhaftet.

Auch Mitglieder der Familie Ramadan aus Tell wurden verhört, erzählt Ihab Ramadan. Sein Bruder Farouq wurde bei der Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Dorfbewohnern erschossen. "Farouq versuchte, unseren Ort vor den Siedlern zu schützen, die hierherkamen", berichtet er. "Hier leben Kinder, Frauen, junge Leute. Farouq wollte die Jugendlichen im Dorf von den Siedlern fernhalten."

[...] Dennoch sei es zu einem Gerangel gekommen. Als die israelische Armee eingetroffen sei, seien die Siedler zunehmend aggressiv geworden. Ihab Ramadan ist sich sicher: "Wären sie allein gewesen, wären sie geflüchtet. Aber mit der Armee im Rücken fühlen sie sich stark, schlagen und schießen. Sie machen, was sie wollen. Farouq wollte seinem Cousin helfen, der an der Hand verletzt war. Farouq hat rot gesehen."

Sein Bruder habe an der Waffe eines Siedlers gerissen, in die Luft gefeuert, sei vom Militär erschossen worden, drei seiner Cousins ebenfalls. Auf Videos, die Dorfbewohner gefilmt haben, ist zu sehen, wie ein israelischer Siedler mit erhobener Waffe auf die Palästinenser zugeht, ein Mann entreißt ihm die Waffe. Ein anderes zeigt, wie israelische Soldaten auf Männer schießen.

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1.000 Mitarbeiter von OpenAI, Anthropic und Google schlagen Alarm: KI-Fortschritt wird zu schnell

Ein eigenständig von KI durchgeführter Hackerangriff bei einem schiefgegangenen Test schreckte jüngst die Tech-Branche auf. Jetzt folgt der Ruf nach einem internationalen Bremsmechanismus.

Mehr als 1.000 Mitarbeiter führender KI-Entwicklerfirmen sprechen sich dafür aus, die Voraussetzungen zum Bremsen des Fortschritts bei Künstlicher Intelligenz zu schaffen. Sie warnen vor einem Kontrollverlust und appellieren an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und Regulierungsmaßnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos zu beteiligen.

Unter den bislang 1.171 Unterzeichnern sind führende Forscher und Manager etwa vom ChatGPT-Entwickler OpenAI, dem Konkurrenten Anthropic sowie dem Facebook-Konzern Meta und Google. Sie verweisen darauf, dass Software mit Künstlicher Intelligenz bald in der Lage sein könnte, sich selbst weiterzuentwickeln.

KI-Forscher warnen: „Reales Risiko“

Schon jetzt werden große Teile des Programmiercodes in Tech-Unternehmen von KI-Software geschrieben – aber unter menschlicher Aufsicht. Der Moment, in dem die Entwicklung Künstlicher Intelligenz automatisiert werden kann, gilt als ein Wendepunkt. Die Vorhersage, wie sehr dies den KI-Fortschritt beschleunigen werde, sei schwierig, heißt es in dem offenen Brief. Aber es gebe ein „reales Risiko“, dass das Tempo „unsere Fähigkeit übertreffen wird, die sich daraus ergebenden Systeme zu verstehen oder zu kontrollieren“.

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28. Juli


 

Niedriger Donaupegel zwingt Rumänien zur Abschaltung von Atomreaktor

Rumänien fährt wegen der anhaltenden Dürre einen Reaktor des Kernkraftwerks Cernavodă kontrolliert herunter.

Der extrem niedrige Wasserstand der Donau beeinträchtigt die Kühlwasserversorgung des Atomkraftwerks. Das Energieministerium sieht dennoch keine Gefahr für die Stromversorgung.

Der historisch niedrige Wasserstand der Donau hat in Rumänien zur kontrollierten Abschaltung eines Atomreaktors geführt. Der Betreiber Nuclearelectrica kündigte gestern an, Block 1 des Kernkraftwerks Cernavodă am heutigen 28. Juli vom nationalen Stromnetz zu nehmen. Grund sei der „sehr niedrige, beispiellose Wasserstand der Donau“, der auf die schwere Dürre zurückgeführt wird.

Nach Angaben des rumänischen Energieministeriums ist der Donau-Durchfluss inzwischen auf rund 1.630 Kubikmeter pro Sekunde gesunken. Die Abschaltung von Block 1 soll heute Vormittag beginnen. Grundlage für die Entscheidung sind die aktuellen hydrologischen Prognosen des Nationalen Instituts für Hydrologie und Wasserwirtschaft (INHGA).

Die Maßnahme dient vor allem dem Schutz der Kühlanlagen. Nach Angaben des Ministeriums könnte ein Ausfall einer der drei Kühlpumpen umfangreiche Reparaturen erforderlich machen, die sich über mehrere Monate bis hin zu einem Jahr erstrecken könnten. Die Kraftwerksexperten beobachten die Situation laufend und ergreifen Maßnahmen, um die Sicherheitsmargen einzuhalten. Sollte der Wasserstand weiter sinken, könnte auch die Abschaltung weiterer Reaktoreinheiten notwendig werden.

[...] Rumänien hat laut eigenen Angaben das größte Potenzial für Solar- (20.000 MW) und Windenergie (14.000 MW) in ganz Südosteuropa. Dennoch weist man immer noch auf das teilweise noch unerschlossene Gaspotential hin und hält weiterhin am Ausbau von Atomkraft mit zwei neuen Reaktoren fest.

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Studie zu Profiten

Ölkonzerne verdienen Milliarden am Irankrieg

Die größten fossilen Energiekonzerne verdoppeln laut einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam ihre Profite – und heizen die Klimakrise an.

Trotz ihrer Mitverantwortung für die Klimakrise steigern die großen Ölkonzerne weiter ihre Gewinne. Sechs der weltweit größten fossilen Energiekonzerne – BP, Chevron, Eni, Exxon Mobil, Shell und Total Energies – werden im zweiten Quartal 2026 mit insgesamt 46 Milliarden US-Dollar doppelt so hohe Nettoprofite wie im ersten Quartal des Jahres einfahren. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung der Entwicklungsorganisation Oxfam. Aller Voraussicht nach werde Chevron seine Gewinne von April bis Juni auf 1.200 US-Dollar pro Sekunde vervierfachen.

Die meisten Unternehmen veröffentlichen ihre Quartalszahlen erst in den kommenden Tagen. Insgesamt rechnet Oxfam damit, dass sich die Profite der sechs Big-Oil-Konzerne im Jahr 2026 auf 147 Milliarden US-Dollar summieren. Das wäre mehr als in den vorangegangenen 21 Monaten, von April 2024 bis Dezember 2025.

Ursache sind die gestiegenen Rohstoffpreise durch den Konflikt in der Golfregion. Der Krieg zwischen den ‌USA, Israel und Iran sowie die zeitweise Schließung der Straße von Hormus haben das weltweite Angebot verknappt, die Preise für Rohöl und ⁠Gas erreichten Höchstwerte. Der französische Konzern Total Energies verkündete bereits ein Plus seines Nettoprofits im zweiten Quartal um 67 Prozent auf 6 Milliarden Dollar. Das norwegische Unternehmen Equinor ist zwar kleiner, meldete aber einen noch drastischeren Gewinnzuwachs im zweiten Quartal: 3,23 Milliarden US-Dollar, 93 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

[...] Übergewinnsteuer für Krisengewinnler

Die Geschäfte der Öl- und Gaskonzerne laufen nicht nur blendend, sie treiben auch die Erderhitzung an. Die historischen Emissionen von BP, Chevron, Exxon Mobil, Shell und Total Energies sind laut Oxfam mitverantwortlich für jede vierte Hitzewelle zwischen 2000 und 2023. Allein im vergangenen Jahr waren sie für emissionsbedingte Umweltschäden in Höhe von schätzungsweise 60 Milliarden US-Dollar mitursächlich. Die Oxfam-Analyse stützt sich in diesem Punkt auf eine Studie aus der Fachzeitschrift Nature.

Die obszönen Gewinne der Ölkonzerne schreien nach einer Übergewinnsteuer

Michael Kellner, Grüne

Oxfam forderte erneut, die Krisengewinnler mit einer Übergewinnsteuer zu belegen. „Gerechte“ Abgaben auf die Gewinne von 585 fossilen Konzernen könnten im ersten Jahr weltweit bis zu 400 Milliarden US-Dollar erlösen. Dafür brauche es laut der Organisation Steuern von mindestens 50 Prozent auf alle Unternehmensgewinne, die über einer Rendite von 10 Prozent liegen. Im fossilen Sektor solle die Steuer schon bei Renditen ab 3 Prozent erhoben werden.

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Neue Dürremuster

Hitzewelle, Blitzdürre, Waldbrand

Nicht allein fehlender Regen sorgt dafür, dass die Waldbrände in Südeuropa immer extremer werden. Die Klimakrise lässt Böden und Pflanzen in immer kürzerer Zeit austrocknen. Zur Brandbekämpfung gehört deshalb auch, die fossile Verbrennung zu beenden.

Wieder brennen die Wälder Südeuropas. Besonders schwer trifft es in diesem Sommer Spanien und Frankreich. Nach Angaben des europäischen Waldbrand-Informationssystems Effis waren in diesem Jahr bisher in Spanien bereits rund 116.000 Hektar und in Frankreich etwa 42.000 Hektar von Feuern betroffen.
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Auch in Italien, Griechenland und Portugal kämpfen Einsatzkräfte gegen Großbrände. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Dutzende Ortschaften wurden bedroht.

Dass es im Mittelmeerraum im Sommer brennt, ist nichts Neues. Doch nach Einschätzung von Klimaforschern verändert sich derzeit grundlegend, warum sich Feuer so rasch zu Katastrophen entwickeln. Nicht mehr allein ausbleibender Regen bereitet den Boden dafür.

Zunehmend ist es die außergewöhnliche Hitze selbst, die Landschaften innerhalb weniger Wochen austrocknet und damit ideale Bedingungen für Großbrände schafft. Darauf hat eine neue Analyse des internationalen Forschungsverbunds "World Weather Attribution" hingewiesen (Klimareporter° berichtete).

Trockenperiode wird zur Dürre

Nach Daten des europäischen Klimawandel-Dienstes Copernicus war der Juni in Westeuropa der heißeste seit Beginn der Messungen. Europaweit lag die Durchschnittstemperatur um 1,78 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. In Spanien und Portugal wurden örtlich mehr als 40 Grad, vereinzelt sogar 46 Grad gemessen.

Gleichzeitig registrierte Copernicus eine außergewöhnlich geringe Bodenfeuchte in weiten Teilen West- und Mitteleuropas. Der europäische Dürremonitor EDO stufte zahlreiche Regionen bereits Ende Juni als von schwerer Dürre betroffen ein.

Damit kann sich heute innerhalb weniger Wochen eine sogenannte Blitzdürre entwickeln. Anders als klassische Dürren entsteht sie nicht erst nach Monaten fehlenden Regens. Vielmehr verlieren Böden und Pflanzen in kurzer Zeit enorme Mengen Wasser. 

[...] In vielen Regionen Südeuropas wurden in den vergangenen Jahrzehnten Weiden und kleinräumige landwirtschaftliche Flächen aufgegeben. Wo früher Schafe oder Ziegen die Vegetation kurzhielten, wachsen heute dichte Büsche und junge Wälder. Dadurch entstehen große zusammenhängende Flächen mit leicht brennbarer Vegetation.

Die EEA sieht darin neben der Klimaerwärmung einen wesentlichen Grund für die zunehmende Gefährlichkeit von Waldbränden.

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KI im Wahlkampf in Israel

"Wählermanipulation in nie dagewesener Art"

Israel befindet sich im Wahlkampf, und erstmals prägt auch KI die Kampagnen. Forscher befürchten nicht nur einen Einfluss auf das Wahlverhalten, sondern auf die Akzeptanz des Wahlergebnisses.

Netanjahus Wahlkampfgegner Gadi Eisenkot Arm in Arm mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Israelische Soldaten hissen die palästinensische Fahne. "In Eisenkots Regierung wird ein palästinensischer Staat gegründet", heißt es im Video, das das Team von Israels rechtem Finanzminister Bezalel Smotrich mit künstlicher Intelligenz erschaffen hat. Es ist völlig frei erfunden.

Von Eisenkots Beschwerde bei der zentralen Wahlaufsichtsbehörde Israels bekommt kaum jemand etwas mit, das Video aber geht viral.

Eine Gefahr für die Demokratie?

Das sei es, was bei den Wählern hängen bleibt, warnt die einflussreiche KI-Expertin Tehilla Shwartz Altshuler gegenüber der ARD. "Vor sechs Monaten dachten wir, wir können KI-Videos erkennen, weil jemand sechs Finger hat, das ist vorbei. Die Flut an Informationen ist so groß, dass uns die Zeit fehlt, zweimal hinzuschauen", so die Forscherin.

Altshuler untersucht den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Wahl in Israel und warnt, dass echte von KI-generierten Wahlkampfinhalten kaum noch zu unterscheiden seien. "Was mir am meisten Sorge macht, ist, was passiert, wenn nach KI-generierten Wahlkampagnen die Hälfte des Landes nicht an das Wahlergebnis glaubt." Wenn Israelis dem Wahlergebnis nicht vertrauen, sei das eine echte Gefahr für die Demokratie. Unruhen und Chaos könnten die Folge sein.

Israels Präsident Izchak Herzog rief Bevölkerung und Wahlkandidaten bereits auf, Ausschreitungen vor den Wahlen zu vermeiden. Die Wahl sei kein Bürgerkrieg, appellierte Herzog.

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27. Juli


 

Mahnwache vor Brennelementefabrik in Lingen

Anti-Atom- und Umweltschutzinitiativen haben am Montag eine Mahnwache vor der Lingener Brennelementefabrik abgehalten. Sie sehen im Einstieg eines russischen Atomkonzerns ein Sicherheitsrisiko.

Die Protestaktion findet nach der Genehmigung für den Einstieg eines russischen Partners in das Projekt statt. Die Atomkraftgegner wollen mit ihrem Protest unterstreichen, welche Gefahren sie durch die Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom in Lingen (Landkreis Emsland) sehen. Die Kooperation war lange umstritten, Sicherheitsexperten hatten unter anderem vor Spionage und Sabotage durch Russland gewarnt. Für die Atomkraftgegner sei nun das "Worst-Case-Szenario" eingetreten, hieß es in ihrem Aufruf zu der Mahnwache. Sie fordern daher, dass aus sicherheitspolitischen Gründen die Zusammenarbeit gestoppt und die Uranfabrik stillgelegt werden soll.

Umweltminister Meyer sieht Kooperation kritisch

Das Niedersächsische Umweltministerium hatte auf Weisung des Bundes die Zusammenarbeit mit Rosatom genehmigt.

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Prognosen verschärft: US-Rechenzentren brauchen bald ein Fünftel des Landesstroms

Laut einer Studie von BloombergNEF könnten Rechenzentren in den USA bereits im Jahr 2035 rund 20 Prozent des elektrischen Stroms des Landes benötigen. Aktuell verbrauchen sie lediglich 5,9 Prozent des Stroms. Die Forscher haben somit ihre Prognose zum Wachstum des Energiebedarfs massiv verschärft.

Über den neuen Bericht (Paywall) der Forschungsfirma BloombergNEF (BNEF) berichten unter anderem Tom's Hardware und Heise. Demzufolge waren die Forscher noch im April 2025 davon ausgegangen, dass die US-Rechenzentren im Jahr 2035 auf 78 Gigawatt kommen. Doch schon im vergangenen Dezember wurde diese Prognose auf 106 Gigawatt angehoben. Doch in der jüngsten Studie gehen die Forscher sogar von 194 Gigawatt aus, was noch einmal 83 Prozent mehr ist als zuvor erwartet wurde. Gegenüber dem Wert aus dem April 2025 ist die Schätzung jetzt etwa 2,5 Mal so hoch.

Das spiegelt erneut wider, wie der Aus- und Aufbau der Rechenzentren in den USA (und global) an Fahrt aufgenommen hat. Eine aktuelle Studie von Allianz Research geht davon aus, dass sich der globale Strombedarf von Rechenzentren im Jahr 2025 auf rund 515 Terawattstunden erhöht hat und bis 2030 noch verdoppeln könne.

In den USA sollen Rechenzentren momentan für 5,9 Prozent des Stromverbrauchs im Land verantwortlich sein. Laut BNEF soll dieser Wert im Jahr 2030 auf 12 Prozent steigen und in weniger als zehn Jahren auf jene 20 Prozent angewachsen sein. Damit würden sich die USA in Regionen wie das „abschreckende Beispiel“ Irland bewegen. Auf der grünen Insel ist der Anteil nämlich schon seit Jahren überdurchschnittlich hoch, sodass Rechenzentren dort schon 2025 auf 23 Prozent des Landesstroms kamen. In zehn Jahren könnte dieser Anteil aber noch weiter gewachsen sein.

Laut dem unabhängigen Öko-Institut in Freiburg lag der Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland im Jahr 2024 bei etwa 3,9 Prozent. Das deckt sich mit Studien von ICIS, die allerdings auch belegen, dass Deutschland mit den meisten Rechenzentren in Europa auch am meisten Strom mit diesen verbraucht.

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Brasilianer sind empört

"Glatzköpfiger Abschaum": Milei löst diplomatische Krise aus

Bei der Nominierung eines rechten Präsidentschaftskandidaten in Brasilien beschimpft der argentinische Präsident Amtsinhaber Lula als "Dieb" und wählt für einen Richter noch extremere Worte. Das hat nun seltene Folgen.

Nach abfälligen Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei über Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und weitere Amtsträger ist zwischen Argentinien und Brasilien eine diplomatische Krise ausgebrochen. Die brasilianische Regierung rief ihren Botschafter in Buenos Aires zurück und bestellte den argentinischen Botschafter ein, um ihm ihre "Empörung" zu übermitteln und Erklärungen zu verlangen.

Milei hatte Lula am Samstag bei einer Parteiveranstaltung in São Paulo indirekt als "Dieb" und "Verurteilten" bezeichnet. Den Richter am Obersten Gericht, Alexandre de Moraes, beschimpfte der Präsident als "glatzköpfigen Abschaum". Der diplomatische Eklat gilt als der schwerwiegendste zwischen den beiden südamerikanischen Nachbarländern seit Jahrzehnten.

Nach Angaben des brasilianischen Außenministeriums griff Milei damit den Staatschef, weitere staatliche Institutionen, das brasilianische Volk und die Demokratie des Landes an. Es gebe keinen vergleichbaren Fall, bei dem ein ausländischer Präsident auf brasilianischem Boden derart viele Angriffe gegen den Staatschef und andere Institutionen gerichtet habe.

Brasiliens Außenminister Mauro Vieira beorderte Botschafter Julio Bitelli zu Konsultationen zurück. Anschließend wurde der argentinische Botschafter Daniel Raimondi ins Außenministerium in Brasília einbestellt.

Milei spricht von "antiargentinischer Kampagne"

Milei legte am Sonntag nach. Im argentinischen Radiosender Mitre behauptete er ohne Belege, die brasilianische Regierung habe ein Viertel der Mittel für eine "antiargentinische Kampagne" bereitgestellt. Daran seien auch "progressive Köpfe" aus Mexiko und der Demokratischen Partei der USA beteiligt gewesen. Anhänger Lulas hätten zudem bereits im argentinischen Präsidentschaftswahlkampf 2023 gegen ihn gearbeitet.

Lula erklärte bei einer Gewerkschaftsveranstaltung, er werde weiterhin "ohne Einmischung von irgendjemandem" regieren. "In Brasilien akzeptieren wir nicht, dass jemand seine Nase in Dinge steckt, in denen er nichts zu suchen hat", sagte er, ohne Milei ausdrücklich zu nennen.

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Versalzung: Der leise Bote der Klimakrise

Salz vernichtet fruchtbare Böden in aller Welt – von Ägypten bis Usbekistan. Eines der besonders betroffenen Länder ist Gambia.

Vor 30, 40 Jahren, erinnert sich Ebrima Nyan, habe sein Heimatdorf Bantang Killing in Gambia den Reis weitgehend selbst angebaut. Heute sei das nicht mehr möglich. Seit Anfang der 2020er-Jahre versalzen die Felder rund um das Dorf am Gambia-Fluss, vor fünf Jahren gab die Gemeinde ihr Gemüsefeld endgültig auf.

Bantang Killing ist kein Einzelfall, sondern ein weltweites Problem. Anfang der 1990er-Jahre lag die Grenze, an der das Süsswasser des Gambia-Flusses auf das Salzwasser des Atlantiks trifft, noch etwa 150 Kilometer vor der Flussmündung. Inzwischen dringe das Salz rund 300 Kilometer landeinwärts vor, sagt Ebrima S. Njie, Dozent an der Landwirtschaftsfakultät der Universität von Gambia, gegenüber «Inside Climate News» (ICN).

[...] Dass Böden versalzen, hat viele verschiedene Gründe. Die Klimakrise verschlimmert sie alle. Zu viel oder falsche Bewässerung mit zu salzhaltigem Wasser, das aus der Tiefe gepumpt wird. Exzessiver Düngereinsatz, der langfristig zu viele Salze im Boden hinterlässt. Extremwetterereignisse, Dürren, die den Süsswasserverbrauch steigern. Hitze.

Das weltweit grösste Problem ist vordringendes Brackwasser an Küsten. Vor allem dort, wo es grosse Flussdeltas gibt, die landwirtschaftlich intensiv genutzt werden. Das Salz bedroht die Ernten an so unterschiedlichen Orten wie der US-Ostküste, Thailand, Vietnam, Bangladesch und den Niederlanden.

[...] In Gambia ist Versalzung ein alter Bekannter. Das Tempo, in dem das Salz die Felder frisst, hat jedoch stark zugenommen. Nicht nur, dass Meerwasser landeinwärts drückt. Die jährliche Niederschlagsmenge des Landes sei seit den 1970er-Jahren um etwa 30 Prozent zurückgegangen, sagt Sidat Yaffa, Professor für Klimawandel und Agrarwissenschaft an der Universität von Gambia, zur «BBC». Das verlangsamt die Grundwasserneubildung und macht die Böden zusätzlich salziger

Was in Gambia sichtbar wird, ist Teil eines Musters, das entlang tief liegender Küsten und Flussdeltas weltweit auftritt. Die Ursachen seien vielfältig, doch der Klimawandel verschärfte sie alle, erklärt die Agrarökologin Kate Tully von der University of Maryland, die zur Resilienz von Ökosystemen im Klimawandel forscht.

Sichtbarstes Symptom in den USA sind sogenannte «Geisterwälder» entlang der Atlantikküste – Gebiete voller Bäume, die durch zu viel Salz im Boden abgestorben sind. Forschende haben laut «ICN» kürzlich mehr als 10 Millionen tote Bäume gezählt.

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Deutschland ist für Winter gebaut – nicht für Hitzewellen

Hitze ist wie ein Erdbeben – nur dass ihr Zerstörungspotenzial weitgehend unsichtbar bleibt. Sie hinterlässt keine eingestürzten Häuser. Keine zerstörten Straßen. Keine Bilder, die am nächsten Tag um die Welt gehen.

Und doch forderte sie nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) allein bis Ende Juni dieses Jahres bereits mehr als 5.000 Menschenleben – mehr als in den beiden Sommern 2024 und 2025 zusammen. Besonders betroffen sind hochbetagte, gebrechliche und mehrfacherkrankte Menschen. Für die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zeigen diese Zahlen: Deutschland muss Hitzeschutz neu denken – nicht erst in der Medizin, sondern schon bei der Planung von Pflegeheimen, Kliniken und Wohnraum.

„Wir haben unsere Gebäude jahrzehntelang vor allem darauf optimiert, im Winter möglichst wenig Wärme zu verlieren. Jetzt müssen wir den Wärmeschutz gleichrangig mitdenken und Räume so gestalten, dass sie sich im Sommer auch möglichst wenig aufheizen“, sagt Filippo Maria Verri vom Institut für Geriatrische Forschung der Universität Ulm. Der Altersmediziner mit Public-Health-Hintergrund beschäftigt sich mit einer Frage, die weit über die Geriatrie hinausgeht: Wie müssen Städte, Quartiere und Gebäude künftig gestaltet werden, damit ältere Menschen gesund durch heiße Sommer kommen? Im Forschungsprojekt KLEVER verbindet Verri gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und der Technischen Hochschule Ulm physiologische Daten mit Raumklimadaten, um praxistaugliche Strategien für Bestands- und Neubauten zu entwickeln.

Nicht neu bauen – anders denken

Nicht jedes Pflegeheim und nicht jede Klinik können in den nächsten Jahren grundlegend umgebaut werden. Das sei nicht überall sofort notwendig, betont Verri. Viele Maßnahmen ließen sich bereits heute schrittweise umsetzen.

„Wir müssen nicht alles auf einmal machen. Zunächst sollten wir dort ansetzen, wo die Belastung am größten ist: in Zimmern auf der Süd- oder Westseite, unter dem Dach oder in Bereichen mit großen Fensterflächen“, so Verri. Der erste Schritt ist oft keine Großbaustelle, sondern eine systematische Erfassung der Raumtemperaturen: Welche Räume überhitzen wann und welche besonders vulnerablen Menschen halten sich dort auf? Außenliegende Verschattung, Sonnenschutzfolien oder Markisen könnten verhindern, dass sich Räume überhaupt stark aufheizen. Auch begrünte Außenbereiche, eine kluge Lüftungsstrategie oder die zeitweise Nutzung kühlerer Räume könnten die Belastung deutlich reduzieren.

„Besonders kritisch sind Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt“, weiß Verri aus der Forschung. „Wenn Außenluft und Gebäudehülle kaum abkühlen, kann gespeicherte Wärme nicht abgeführt werden, und älteren Menschen fehlt die physiologisch wichtige Erholungsphase. Wir müssen nicht jeden Quadratmeter klimatisieren. Aber in Hochrisikobereichen kann gezielte technische Kühlung Leben retten!“, ist ihm deshalb wichtig zu betonen. Langfristig müsse Hitzeschutz jedoch selbstverständlich Teil jeder Planung werden – genauso wie Energieeffizienz oder Barrierefreiheit.

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27. Juli 2004 (INES-1 Klass.?)INES Kategorie 1 "Störung" Akw Neckarwestheim, BW, DEU

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...
 

Wikipedia

Kernkraftwerk Neckarwestheim#Sicherheit und meldepflichtige Ereignisse (Auswahl)

Im KKW Neckarwestheim ereignete sich ein Zwischenfall durch menschliches Versagen, bei dem mit zwei Megabecquerel kontaminiertes Wasser aus Block II trotz sofort eingeleiteter Gegenmaßnahmen in den Neckar gelangte. Der Vorfall führte erstmals in der Bundesrepublik dazu, dass die Betreibergesellschaft eines KKWs (EnBW) ein Ordnungsgeld (25.000 €) zahlen musste. Ein Betriebsleiter wurde entlassen, weil er sich kritisch geäußert hatte.
 

AtomkraftwerkePlag

Neckarwestheim II (Baden-Württemberg)

Am 27. Juli 2004 trat schwachradioaktives Wasser aus dem AKW aus und floss unbemerkt in den Neckar. Da die Freisetzung radioaktiver Stoffe nicht gemeldet wurde, wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet ...

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INES Kategorie ?27. Juli 1972 (INES Klass.?) Akw Surry, VA, USA

Zwei Todesopfer beim Bruch einer Dampfleitung.
(Kosten ca. 1,2 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents 
 

Langsam aber sicher werden relevante Infos zu Störungen in der Atomindustrie aus Wikipedia entfernt!

Wikipedia

Übersetzung https://www.DeepL.com/Translator

Kernkraftwerk in Surry County im Südosten Virginias

- Am 27. Juli 1972 erlitten zwei Arbeiter tödliche Verbrühungen, nachdem eine routinemäßige Ventileinstellung zu einem Dampfaustritt in einer Lücke in einer Entlüftungsleitung geführt hatte.

- Am 8. Mai 1979 untersuchten FBI-Agenten eine weiße kristalline Substanz, die in 62 frische Brennelemente geschüttet worden war, die im Werk gelagert wurden, einen Tag, nachdem Beamte des Werks die Entdeckung gemacht hatten ...

- Am 9. Dezember 1986 wurden bei einer Dampfexplosion im nichtnuklearen Teil von Block 2 acht Arbeiter verletzt. Vier von ihnen starben später.

- Am 16. April 2011 schlug ein Tornado in der elektrischen Schaltanlage des Kraftwerks ein, wodurch die Primärstromversorgung der Kühlpumpen des Kraftwerks unterbrochen wurde ...

- Am 23. August 2011 schaltete ein Erdbeben in Zentralvirginia die North-Anna-Reaktoren von Dominion 11 Meilen vom Epizentrum entfernt automatisch ab ...

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26. Juli


 

Putins Kriegsfirma im Emsland

Frankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland aus

Die EU einigt sich am Donnerstag auf neue Russland-Sanktionen. Einen Bereich klammert die Staatengemeinschaft nach wie vor aus: die russische Atomindustrie. Das nutzt Frankreich aus. Im Emsland darf ein französisches Unternehmen mit möglichen russischen Kriegsverbrechern Brennelemente fertigen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine neue Einnahmequelle für die angeschlagene russische Kriegskasse gefunden. Im Emsland. Frankreich sei Dank: Das niedersächsische Umweltministerium hat einem französischen Kernkraftunternehmen erlaubt, in Lingen sowjetische Brennelemente herzustellen - obwohl Russland an dem Projekt beteiligt und obwohl der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer von den Grünen es ablehnte. Wie kann das sein?

In Lingen werden seit 1979 Brennelemente hergestellt. Betreiber der Fabrik ist die Advanced Nuclear Fuels GmbH, kurz ANF. Das ist die Kernbrennstoffsparte des französischen Unternehmens Framatome. Framatome baut Atomkraftwerke, genauer gesagt Reaktoren und Turbinen, und gehört zum staatlichen französischen Energiekonzern EDF.

Die wichtigsten Kunden der Brennelementfabrik in Lingen waren bis zur Atomkatastrophe von Fukushima die deutschen Atomkraftwerke. Durch den deutschen Atomausstieg sind sie weggebrochen. Ersatz haben ANF und Framatome im Ausland gesucht: Die meisten Brennstäbe verkaufen sie inzwischen an Atomkraftwerke in Belgien, Schweden und Finnland. Auch die französische Flotte gehört zu den Kunden.

Finanziell ist die Situation jedoch angespannt geblieben: Die neuen Kunden konnten die deutschen Atomkraftwerke nicht ersetzen, sagen die Grünen. Demnach war die Fabrik in Lingen in den vergangenen Jahren teilweise nur zu 23 Prozent ausgelastet. Es mussten zusätzliche Abnehmer für die Brennstäbe her. 2018 haben ANF und Framatome Kernkraftwerke in Osteuropa und Finnland in den Blick genommen, die vor vielen Jahren von der Sowjetunion gebaut wurden.

Darin befinden sich Reaktoren, die Brennelemente mit einem speziellen sechseckigen Design benötigen, also einem anderen Design als westliche Reaktoren. Diese Brennstäbe werden bisher in Russland hergestellt. Insofern ist der französische Plan eine gute Idee: Künftig müssen Bulgaren, Finnen, Tschechen und Slowaken keine Brennelemente mehr von Putin direkt kaufen. Sie können sich an Lingen wenden.

Doch für ANF und das Werk im Emsland ist die Fertigung der sechseckigen Brennelemente Neuland. Sie hinken dem Zeitplan hinterher. Eigentlich hätten sie die ersten Brennstäbe sowjetischer Bauart bereits 2024 an Tschechien und Ende 2025 an Bulgarien liefern sollen. Die Slowakei und Ungarn haben Lieferverträge für die Zeit ab 2027.

Um die Produktion in Schwung zu bringen, hat ANF den bisherigen Hersteller um Unterstützung gebeten. Der heißt TVEL und ist die Brennstoff-Tochter des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom. Das Unternehmen stellt die Maschinen, die Software und das Know-how für die neue Fertigung bereit. Schon seit zwei Jahren helfen Mitarbeiter von TVEL dabei, die Anlagen in Lingen aufzubauen und ANF-Mitarbeiter daran auszubilden - in einem alten Möbellager, um die strengen Sicherheitsregeln der Brennelementefabrik zu umgehen.

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Energieversorgung im Sommer

Die Abhängigkeit vom Wasser ist ein Problem für Atomkraftwerke

Die wiederholten Hitzewellen offenbaren einen Schwachpunkt der Atomkraft: Sie ist zur Kühlung auf Wasser angewiesen.

Auf jede Hitzewelle folgen Meldungen, wonach Atomkraftwerke ihre Aktivität reduzieren mussten. Der Grund dafür: Die Flüsse, die sie kühlen, sollen nicht überhitzt werden. Am 26. Juni schaltete der Schweizer Stromkonzern Axpo die beiden Reaktoren von Beznau ab.

Frankreich schaltete drei Kraftwerke ab und reduzierte die Aktivität von sieben weiteren.

«Ein Atomkraftwerk muss – wie jedes thermische Kraftwerk – ständig gekühlt werden», erläutert Massimiliano Capezzali, Professor am Institut für Energien an der Fachhochschule für Ingenieurwesen und Management des Kantons Waadt, gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI). Die Kühlung erfolgt durch das Wasser von Flüssen, Seen oder dem Meer.

Stromversorgung nicht gefährdet

Bei extremer Hitze nimmt jedoch die Verdunstung zu, der Durchfluss der Flüsse verringert sich, und die durchschnittliche Wassertemperatur steigt. «Die schweizerische Gesetzgebung sieht vor, dass keine Wärmequellen mehr in den Fluss eingeleitet werden dürfen, wenn die durchschnittliche Temperatur des Flusses über 25 Grad Celsius steigt», präzisiert Capezzali. Die Kraftwerke reduzieren zunächst die Leistung und werden dann vollständig abgeschaltet, um die Wasserfauna zu schützen.

Atomkraftwerke erzeugen etwa ein Drittel der Stromproduktion der Schweiz. Laut dem Experten stellen die sommerlichen Abschaltungen für die Stromversorgung in der Schweiz kein Risiko dar. «Im Sommer gab es nie Probleme mit Knappheit, auch dank der hohen Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, besonders der Photovoltaik», versichert er.

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„Beispielloses Ausmaß“

Waldbrände in Frankreich und Spanien außer Kontrolle – mehr als 250.000 Menschen in Sicherheit gebracht – erste Vororte von Bordeaux evakuiert

Die Lage in den Waldbrandgebieten in Frankreich und Spanien spitzt sich weiter zu. In beiden Ländern wurden bisher insgesamt mehr als 250.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Inzwischen wurden auch drei Vororte von Bordeaux evakuiert.

Frankreichs Innenminister Nuñez teilte mit, die Brände in den Regionen Gironde und Landes hätten zur Evakuierung von knapp 200.000 Menschen geführt. Zuvor hatte er bereits erklärt, das Land habe noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt. Die Zeitung „Le Monde“ veröffentlicht in ihrem Liveblog eine aktuelle Karte der Brände. Bislang verbrannten in Frankreich seit Anfang des Jahres fast 100.000 Hektar, also etwa 1.000 Quadratkilometer. Laut dem Innenminister handelt es sich um einen neuen Höchstwert.

Einsatz von Soldaten und Militärmaschine A400M

Präsident Macron forderte die Streitkräfte auf, sich zu mobilisieren und den Zivilschutz „mit maximaler Verstärkung“ zu unterstützen. Regierungschef Lecornu erklärte, insgesamt 1.000 Militärangehörige würden eingesetzt, um gegen die Flammen zu kämpfen. Diese haben in dem Gebiet bereits eine Fläche von 22.000 Hektar verwüstet. Inzwischen teilte Lecornu mit, dass auch ein Militärflugzeug vom Typ Airbus A400M eingesetzt wird, um in der Region Gironde beim Kampf gegen die Flammen zu helfen. Die Maschine wird mit einer Abwurfeinrichtung ausgerüstet, die 20 Tonnen Löschmittel ausbringen kann.

[...] Spanien ruft nationalen Notstand aus

In Spanien verschärfte sich die Lage rund um die Hauptstadt Madrid. Das dortige Großfeuer sei „auf seinem Höhepunkt“ und derzeit „nicht zu löschen“, sagte der Leiter des Katastrophenschutzes der Regionalregierung, Novillo. Rund um Madrid sind inzwischen mehr als 63.000 Menschen von den Brandschutzmaßnahmen betroffen: Sie wurden entweder in Sicherheit gebracht oder aufgefordert, in den Gebäuden zu bleiben.

Starke Winde erwartet

Die Regierung rief den nationalen ‌Notstand aus. ⁠Das Innenministerium in Madrid begründet den Schritt damit, dass gleich mehrere große Brände außer Kontrolle sind und dazu die Wetterlage die Feuer begünstige. Nach neuen Angaben des Ministeriums erschweren Winde mit Böen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde die Löscharbeiten. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Geld bereitstellen, und das Militär übernimmt die Einsatzleitung.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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26. Juli 1959INES Kategorie 6 "Schwerer Unfall" (INES-6) SNL, Simi Valley, CA, USA

Partielle Kernschmelze im Natriumreaktor-Experiment des Santa Susana Field Laboratory. Es wurden etwa 1.036 TBq freigesetzt.
(Kosten ca. 38 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

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Santa Susana Field Laboratory

Im Santa Susana Field Laboratory in Kalifornien, das einen natriumgekühlten Schnellen Brüter mit 7,5 MWe betrieb, ereignete sich in diesem Reaktor aufgrund eines verstopften Kühlkanals eine 30-prozentige Kernschmelze. Der Großteil der Spaltprodukte konnte abgefiltert werden. Die radioaktiven Gase wurden jedoch weitestgehend an die Umwelt freigesetzt, was in einer der größten Jod-131-Freisetzungen in der Nukleargeschichte mündete. Der Unfall wurde lange Zeit geheim gehalten ...

Unfall im Jahr 1959

Sodium Reactor Experiment#Unfall im Jahr 1959

... Höchstwahrscheinlich kam es auch zum teilweisen Sieden des Kühlmittels (Siedepunkt Natrium: 883 °C), was Rückschlüsse auf die lokal herrschenden Temperaturen zulässt. Die Schmelztemperatur des als Brennstoff verwendeten metallischen Urans wurde jedoch nicht erreicht, nur die Brennstabummantelung begann in einen flüssigen Zustand überzugehen. Das genaue Datum der Beschädigung ist unbekannt, konnte jedoch auf den Zeitraum zwischen dem 12. und 26. Juli 1959 eingegrenzt werden.

[ ...] Der Vorfall führte zu einer radioaktiven Freisetzung von 28 Curie (1.036 TBq) über den Kamin; angeblich eine kontrollierte Abgabe über zwei Monate verteilt.

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Aktuelles+

26. Juli 2026

Trump verhandelt mit Saudis

Sauer zu Atom-Deal: "Im Zweifel zerbombt Israel die Baustelle"

Donald Trump hat unterschrieben: US-Firmen sollen in Saudi-Arabien Atomanlagen bauen. Konkret ist noch nichts, aber das Signal ist schlecht, sagt Sicherheitsexperte Frank Sauer im Gespräch mit ntv.de.

ntv.de: Herr Sauer, plötzlich gibt es ein Atomabkommen der USA mit Saudi-Arabien. Wie ordnen Sie das ein?

Frank Sauer: Solche nuklearen Kooperationsabkommen, von denen die USA inzwischen 26 hat, waren in der Vergangenheit langwierige Prozesse, die akribisch geplant, ausgearbeitet und mit Auflagen versehen wurden. Aus Erfahrung mit der Trump-Administration wissen wir jedoch: Genau so etwas passiert dort nie. Das Abkommen mit Saudi-Arabien reiht sich also erstmal ein in die zahllosen Ankündigungen, durch die wir inzwischen im 24-Stunden-Takt hecheln. Schauen wir mal kurz auf Zurückliegendes: Wir kaufen von Trump jetzt Tomahawk-Marschflugkörper. Wie viele? Und wann werden die geliefert? Niemand weiß es. Die Ukraine produziert Patriot-Munition. Welchen Typ denn - und wo? Ab wann? Saudi-Arabien reichert Uran an. Wann, wo und wie soll das passieren? Und wo steht eigentlich diese Mauer an der Südgrenze der USA, die Mexiko bezahlt hat? Trump verkündet gern. Warten wir mal, was die tatsächliche Umsetzung angeht, weitere Details und die Zeitlinien ab.

Dann kann man sich entspannen?

Nein, denn als Verkündung hier und heute ist das Abkommen natürlich ein schlechtes politisches Signal mit Blick auf das Ziel, Atomwaffen in der Welt nicht noch weiter zu verbreiten. Und mittelfristig birgt ein saudisches Urananreicherungsprogramm - und der damit verbundene Status als potenzieller Nuklearwaffenstaat - natürlich erhebliches Konfliktpotenzial. Dieses Abkommen könnte sich also durchaus noch als ein politischer Präzedenzfall und eine für die Region verheerende Weichenstellung erweisen. Auch das wäre typisch Trump. Denn bekanntlich ist ja, wenn er denn wirklich mal etwas ins Werk setzt, die Situation hinterher immer schlechter als vorher.

Sie meinen zum Beispiel die Lage in der Region mit Blick auf die Position des Iran und das Verhältnis zu Israel?

Ja, Israel wird das natürlich mit größter Skepsis betrachten. Iran dürfte seit der Bombardierung 2025 ohnehin den "Sprint zur Bombe" versuchen, um möglichst schnell Nuklearwaffenstaat zu werden. Und die Vereinigten Arabischen Emirate fragen sich bestimmt gerade, warum sie mit Washington vor ein paar Jahren noch ein Abkommen mit viel strikteren Auflagen unterzeichnet haben. Die USA unter Trump erweisen sich auf der ganzen Welt und in allen Zusammenhängen als unzuverlässiger Partner. Israel traue ich im Übrigen zu, im Zweifel allein Fakten zu schaffen.

Sie spielen an auf die Begin-Doktrin, die seit Anfang der 80er gilt? Danach lässt Israel niemals zu, dass ein "Konfrontationsstaat" in der Region Kernwaffen entwickelt, und verhindert das notfalls durch einen Präventivschlag.

1981 unterband Israel die Fertigstellung eines irakischen Kernreaktors in der Nähe von Bagdad. Kurz bevor er in Betrieb gehen sollte, wurde er von der israelischen Luftwaffe komplett zerstört. 2007 zerstörte Israel dann die "Box am Euphrat", den im Bau befindlichen Kernreaktor Al-Kibar, den der damalige syrische Diktator Assad im Nordosten des Landes bauen ließ. Wenn Israel sich zukünftig bedroht sehen sollte, dann muss es, um auf den Bau eines Reaktors in Saudi-Arabien entsprechend zu reagieren, nur die Zielkoordinaten eingeben.

Inzwischen hat Trump auf seiner Social Media Plattform nachgeschoben, der Deal komme nur zustande, wenn Riad Israel als Staat anerkennt, wie es unter anderem Bahrain und die Emirate in den Abraham-Abkommen getan haben. Gibt das aus Sicht Israels die nötige Sicherheit?

Interessant - vielleicht haben die Emirate ja in Washington angerufen und nachgefragt, warum sie anders behandelt werden sollten als Saudi-Arabien? Ob Mohammed bin Salman das mitmacht? Diese Volte bestätigt doch nur erneut, dass man Trump auf den Leim geht, wenn man tagesaktuell oder gar stündlich jeder seiner Ankündigungen oder Äußerungen hinterherhechelt. Wie eingangs gesagt: Immer erstmal die Details abwarten. Und vor allem auf die Substanz und unsere eigene Situation fokussieren, nicht auf die für die Aufmerksamkeitsökonomie und Social Media optimierte Trump-Show.

Wäre ein israelischer Angriff grundsätzlich überhaupt vorstellbar? Die USA implementieren in Saudi-Arabien ein Atomprogramm und Trumps Buddy Benjamin Netanjahu zerschießt die Anlage?

Nahezu alles ist doch inzwischen vorstellbar. Lassen wir mal außen vor, wer in den beiden Ländern in ein paar Jahren im Amt ist, wenn der Fall akut werden würde. Mit Blick auf die USA und Israel gilt: Deren Beziehung kühlt ab. In der republikanischen Partei kippt die unhinterfragte Bereitschaft zur Solidarität mit Israel. Und die Demokraten führen gerade intern eine heftige Debatte über Gaza und die Konsequenzen. Außerdem sind junge Wählerinnen und Wähler in den USA deutlich weniger israelfreundlich. Ob die USA und Israel in fünf Jahren noch Seite an Seite zueinanderstehen, da würde ich mal ein Fragezeichen machen. Und deswegen kann man es natürlich nicht ausschließen, dass die Israelis agieren würden, sollten sie dann eine von US-Firmen errichtete saudische Atomanlage als existenzielle Bedrohung werten. Im Zweifelsfall zerbomben sie über Nacht die Baustelle, trotz Protests aus Washington.

Dann gibt es noch den Iran, Erzrivale der Saudis und derzeit mit den USA in Verhandlungen, weil er sein hoch angereichertes, aber noch nicht waffenfähiges Uran aushändigen soll.

Was den Iran angeht, so werden die USA und Israel versuchen, "Pickaxe Mountain" zu bombardieren, um dort etwaige Zentrifugen zu zerstören. Die Anlage in diesem Berg ist noch tiefer verbunkert als alle anderen bisher bombardierten. Es gibt schlicht keine konventionellen Waffen, mit denen man gehärtete Ziele in dieser Tiefe sicher zerstören könnte. Das bekanntlich nicht vollständig zerstörte Arsenal iranischer Mittelstreckenraketen wird in den kommenden Jahren auch wieder wachsen. Durchaus möglich, dass die Iraner den Israelis zuvorkommen bei der Antwort auf die Frage: Wer bombardiert die saudische Baustelle als erstes?

Und die Türkei?

In Ankara wird das alles auch zu Überlegungen führen. Die Türkei gilt schon länger als Kandidat für eine nukleare Bewaffnung, sollte die Region in dieser Hinsicht kippen. Angesichts der besonders fragilen Lage in Nahost ist Trumps Deal also für die Region - ich formuliere es dezent - kein sonderlich kluger Schachzug.

Die Option, der Iran könnte sich jemals darauf einlassen, sein angereichertes Uran aus der Hand zu geben, ist damit Makulatur?

Der Iran wird sein hochangereichertes Uran vielleicht abgeben, wenn er aktuell bereits die Möglichkeit zur Nachproduktion hat. Wenn nicht, zögert er die Verhandlungen hinaus und macht das Vorhandene in der Zwischenzeit waffenfähig. Jedenfalls ist der Anreiz für Teheran, sich nochmal auf irgendwelche Abkommen einzulassen, auf Null gesunken. Man denke nur an das "Memorandum" und dessen Halbwertszeit. Aktuell hält nicht einmal der Waffenstillstand. Die Trumpsche Vorstellung, man könne "in den kommenden 60 Tagen" das Thema vollumfänglich zu Ende verhandeln und abheften, war, gelinde gesagt, naiv. Schon hier wird deutlich, wie wenig man die Trump-Administration ernst nehmen kann in Fragen solcher Tragweite.

Welchen Zeitraum würde man realistisch ansetzen?

Wenn man den gesamten Vorlauf mitrechnet, dann wurde das Atomabkommen, das die Obama-Regierung 2015 mit dem Iran abgeschlossen hat, fast 10 Jahre lang verhandelt. Zählt man nur die formellen Verhandlungen, dann hat es eineinhalb Jahre gedauert. Das ist eben alles ausgesprochen kompliziert und aufwändig und hat Expertinnen und Experten aus mehreren Ländern beschäftigt, bis man sich mit dem Iran einig war und das JCPOA stand. Und damals waren, anders als heute, in Washington noch Profis am Werk.

Ein Zeitraum, den der US-Präsident nicht überblickt?

Die Iraner halten sich für sehr gute Diplomaten und sind im Übrigen, nicht zu Unrecht, der Ansicht, dass sie den Krieg gegen die USA gerade gewonnen haben. Um mit diesem Regime zu verhandeln, brauchen Sie auf Ihrer Seite richtig ausgebuffte Profis. Und diese Top-Verhandler müssen umgeben sein von den besten Beratern, die sich in der Technik bis ins kleinste Detail auskennen. Mit anderen Worten: Um mit dem Iran zu verhandeln, brauchen Sie das Gegenteil der Trump-Administration.

Verstehe ich Sie richtig? Die Chance auf eine Einigung über das angereicherte Uran war ohnehin nicht mehr gegeben?

Mit dem beiderseitigen Bruch des Waffenstillstands fehlt aktuell doch die Minimalvoraussetzung für Verhandlungen. Es zeigt sich erneut, was für ein gewaltiger Fehler Trumps Aufkündigung des JCPOA war. Das Abkommen war zwar nicht perfekt, aber es war schon recht nah dran an der Lösung des iranischen Nuklear-Problems. Zumindest war es deutlich besser als alles, was Trump seitdem angerichtet hat. Aber jetzt würde sich das iranische Regime auch auf ein JCPOA natürlich niemals mehr einlassen. Weil die Anreizstruktur jetzt eine völlig andere ist.

Nämlich welche?

Jetzt wollen die Iraner die Bombe, und zwar tatsächlich so schnell wie möglich und nicht nur potenziell und als Druckmittel. Laut israelischem Geheimdienst wurde eine große Zahl von Zentrifugen zur Urananreicherung angeblich schon im vergangenen Herbst in die tief liegende Anlage unter Pickaxe Mountain verbracht. Sehr gut möglich, dass man dort bereits Anreicherungsanlagen hat oder sie dort gerade aufgebaut werden. Teile der 400 Kilogramm hoch angereicherten Urans könnten ebenfalls dort sein. Das wissen wir nicht. Eines aber wissen wir: In den Augen des iranischen Regimes führt an einer Atombombe als Lebensversicherung ab jetzt kein Weg mehr vorbei.

Das hat der Iran vor dem Krieg nicht so gesehen?

Schauen wir einmal auf die vergangenen 20 Jahre: Hat der Iran versucht, auf Biegen und Brechen so schnell wie möglich eine Atombombe zu entwickeln? Nein, hat er nicht. Das muss man dem Regime nicht glauben. Es ist empirisch belegbar, etwa anhand der IAEO-Daten zu Anreichungsgraden.

Warum hat das Regime keine Atombombe entwickelt?

Zu erklären ist es damit, dass die Iraner recht erfolgreich nukleare Diplomatie - oder besser: Erpressung - betrieben haben. Sie haben jahrelang offen mit der Option einer Atomwaffe gespielt, um für sich Vorteile herauszuholen. Aus ihren Erfahrungen mit Trump wissen die Iraner inzwischen: Dieser Zug ist abgefahren, da geht nichts mehr. Was also ist aus Teheraner Sicht das Gebot der Stunde: Vollgas geben im Sprint zur Bombe. Ob das bald gelingt, ist eine andere Frage. Aber der Anreiz steht jetzt fest, und das ist die entscheidende Veränderung.

Wenn für Teheran feststeht: "Wir brauchen die Bombe", dann musste das fast zwangsläufig dazu führen, dass Saudi-Arabien reagiert, oder? Ist es Ziel der USA, die Saudis mit dem Gegner wieder auf Augenhöhe zu bringen?

Das wäre zwei Schritte in die Zukunft gedacht, so etwas traue ich dem Oval Office derzeit offen gestanden kaum zu. Eine Rolle wird sicherlich die Überlegung gespielt haben, dass man China und Russland zuvorkommen wollte. Saudi-Arabien hat bereits vor einigen Jahren von beiden Offerten in Sachen Kernenergie erhalten. Gerade der Kreml betreibt mit Rosatom Nukleardiplomatie und verkauft gerne Atomtechnologie zur zivilen Nutzung, um Abhängigkeiten zu erzeugen und Einfluss zu gewinnen.

Trotzdem hatte sich Riad in der Vergangenheit sehr um einen Deal mit den USA bemüht.

Nach den Erfahrungen der letzten Monate ist es jetzt allerdings fast erstaunlich, dass sich die Saudis noch auf ein Abkommen mit Trump eingelassen haben. Vor dem Hintergrund des Vertrauensverlusts durch den Iran-Krieg bestand für die USA aber womöglich ein Ansporn zu einem Deal: Lieber schnell ein Abkommen abschließen, bevor ihnen die Saudis von der Stange gehen. 

 


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Hintergrund

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=Saudi-Arabiens+Atomprogramm

https://www.ecosia.org/search?q=Atomwaffensperrvertrag

https://www.ecosia.org/search?q=Nahostkonflikt

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Bundeszentrale für politische Bildung

50 Jahre Atomwaffensperrvertrag: Ende des nuklearen Wettrüstens?

Anfang März 1970 trat der Atomwaffensperrvertrag in Kraft. Er sollte die Weiterverbreitung von Kernwaffen beenden, die Abrüstung vorantreiben und für mehr globale Sicherheit sorgen. In den vergangenen Jahren geriet die langjährige Erfolgsgeschichte jedoch ins Stocken.

Mitten im Kalten Krieg und dem Wettrüsten der beiden Führungsmächte USA und Sowjetunion trat am 5. März 1970 der auch Atomwaffensperrvertrag genannte "Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen" in Kraft. Irland hatte der UN-Generalversammlung bereits 1961 vorgeschlagen, die Weiterverbreitung von Nukleartechnik zu verbieten. US-Präsident John F. Kennedy erklärte im selben Jahr ebenfalls vor den Vereinten Nationen: "Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind lebt unter einem nuklearen Damoklesschwert, das an einem seidenen Faden hängt, der jederzeit zerschnitten werden kann durch Zufall, Fehlkalkulation oder Wahnsinn."

Die Doktrin der nuklearen Abschreckung hatte offenbar an Glaubwürdigkeit verloren. Sie besagt, dass es nicht zu einem atomaren Angriff kommen werde, solange die Gegenseite mit einem mindestens ebenso zerstörerischen Gegenschlag rechnen müsse. Bislang hatten die USA und die Sowjetunion durch beidseitige Aufrüstung auf ein Gleichgewicht des Schreckens abgezielt. Seit Beginn des Atomzeitalters bestand zudem die Gefahr, dass Kernwaffen in den Besitz weiterer Staaten oder gar nichtstaatlicher Akteure gelangen könnten.

Vorläufer Atomteststoppabkommen

Das erste Rüstungskontrollabkommen des Kalten Krieges unterzeichneten die Atommächte USA, Sowjetunion und Großbritannien 1963: Im Moskauer Atomteststoppabkommen verpflichteten sich diese Staaten, dass Kernexplosionen zu Testzwecken nur noch unterirdisch und nicht mehr in der Atmosphäre, unter Wasser oder im Weltraum durchgeführt werden durften.

1965 nahm die internationale Gemeinschaft weitergehende Verhandlungen auf, an deren Ende der Atomwaffensperrvertrag stand. Am 1. Juli 1968 unterzeichneten ihn die ersten Regierungsvertreter, darunter die der USA, der Sowjetunion und Großbritanniens – ihre Unterschriften sowie die von vierzig weiteren Staaten waren nötig, damit der Vertrag 1970 in Kraft treten konnte. Deutschland unterzeichnete im November 1969.

1992 kamen die Atommächte China und Frankreich hinzu. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR erkannten auch die Nachfolge-Staaten der Sowjetunion die Vereinbarung an. Bis heute haben 191 Staaten den Vertrag unterzeichnet – der Großteil davon hat ihn auch ratifiziert.

Vier Atomwaffen-Staaten haben den Vertrag nicht unterzeichnet: der Südsudan, Indien, Pakistan und Israel. Nordkorea ist 2003 ausgestiegen. Während der Südsudan nicht über Atomwaffen verfügt, zählen Indien und Pakistan zu den Atommächten. Auch Israel soll Nuklearwaffen besitzen, hat dies aber bis heute nicht bestätigt.

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Wikipedia

Atomprogramm Saudi-Arabiens

Ein „Atomprogramm Saudi-Arabiens“ ist nicht bekannt. Das Land hat den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert und gehört dem Zusammenschluss der Staaten an, die eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten anstreben. In Studien über die Verbreitung von Atomwaffen wird Saudi-Arabien nicht zu den besorgniserregenden Staaten gezählt. Dennoch hat es in den letzten Jahren immer wieder Medienberichte gegeben, wonach Saudi-Arabien versuche, über eine externe Quelle die Nuklearwaffe zu erhalten und so eine Atommacht zu werden.

Im Mai 2008 unterzeichneten die US-Regierung (Kabinett George W. Bush) und Saudi-Arabien ein Memorandum zur Anerkennung der verstärkten Bemühungen Saudi-Arabiens um ein ziviles Atomprogramm.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman verhandelte mit der Regierung Trump, um Kernreaktoren in den USA kaufen zu können.

Geschichte

Im Jahre 2003 gelangte ein internes Strategiepapier an die Öffentlichkeit, das drei Möglichkeiten für die saudi-arabische Regierung aufzählte:

  • ein nukleares Abschreckungsmittel zu kaufen,
  • ein Bündnis einzugehen und von einer bereits vorhandenen Nuklearnation geschützt zu werden oder
  • zu versuchen, die Vereinbarung über eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten zu erfüllen.

Offizielle Stellen der UN und Waffenspezialisten vertraten 2003 die Meinung, dass dieses Papier durch die Lockerung des Verhältnisses zu den USA, Bedenken über das iranische Atomprogramm sowie den fehlenden internationalen Druck auf Israel, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, ausgelöst wurde. Seitdem der Iran im Verdacht steht, Atomwaffen zu entwickeln, rüsten einige arabische Staaten auf.

Kooperation

Das irakische Atomprogramm

1994 beantragte Mohammed Khilewi, ein ehemaliger Diplomat Saudi-Arabiens, Asyl in den USA. Er lieferte ein Paket von 14.000 Dokumenten, die unter anderen auch eine Unterstützung des Irakischen Atomprogramms belegen sollen. Diesen Dokumenten zufolge soll die saudi-arabische Regierung das Irakische Atomprogramm während des Regimes von Saddam Hussein mit fünf Milliarden Dollar unterstützt haben – unter der Voraussetzung, dass erfolgreich entwickelte Nukleartechnologie und eventuell sogar Atomwaffen nach Saudi-Arabien abgegeben würden. Die Anschuldigungen wurden durch keine andere Quelle bestätigt und die offizielle amerikanische Position ist, dass es keine Beweise für eine Unterstützung der atomaren Bemühungen des Irak durch Saudi-Arabien gibt. Saudi-Arabien bestreitet die Anschuldigungen. Darüber hinaus haben führende Kräfte der damaligen Clinton-Regierung bestätigt, dass in den Unterlagen Khilewis keine Hinweise zu finden waren, um die Medienberichte über ein saudi-arabisches Atomprogramm zu bestätigen. 

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Nahostkonflikt

Als Nahostkonflikt bezeichnet man den Konflikt um die Region Palästina, der dort zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Juden bzw. jüdischen Israelis und muslimischen Arabern bzw. Palästinensern entstand. Er führte wiederholt zu Kriegen zwischen dem am 14. Mai 1948 gegründeten Staat Israel und einigen seiner Nachbarstaaten (israelisch-arabischer Konflikt), zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern (israelisch-palästinensischer Konflikt) sowie seit 1979 zu Auseinandersetzungen mit dem Iran (Iranisch-israelischer Konflikt). Der internationale Konflikt in der Region dauert bis heute an.

Entstehung und Verlauf

Vorgeschichte (bis 1919)

Die geografische Bezeichnung „Naher Osten“ umfasst im weitesten Sinn die gesamten außereuropäischen Besitzungen des Osmanischen Reiches und Iran. Im engeren Sinn wird er jedoch nur für dessen arabische Provinzen verwendet. Palästina bestand seit dem 16. Jahrhundert bis 1917 aus Verwaltungsbezirken Großsyriens, das zum Osmanischen Reich gehörte. Der südliche Teil gehörte zum Verwaltungsgebiet Jerusalem, der nördliche zum Verwaltungsgebiet Beirut, der transjordanische Teil zum Verwaltungsgebiet Syrien.

Die geografische Bezeichnung „Naher Osten“ umfasst im weitesten Sinn die gesamten außereuropäischen Besitzungen des Osmanischen Reiches und Iran. Im engeren Sinn wird er jedoch nur für dessen arabische Provinzen verwendet. Palästina bestand seit dem 16. Jahrhundert bis 1917 aus Verwaltungsbezirken Großsyriens, das zum Osmanischen Reich gehörte. Der südliche Teil gehörte zum Verwaltungsgebiet Jerusalem, der nördliche zum Verwaltungsgebiet Beirut, der transjordanische Teil zum Verwaltungsgebiet Syrien.

Beginn der Aufteilung des Osmanischen Reiches

Im Krimkrieg (1853–1856) verhinderten Großbritannien und Frankreich, dass die osmanische Türkei dem Expansionsstreben des Russischen Kaiserreichs in Richtung Mittelmeer erlag. Im Berliner Vertrag von 1878, der die Balkankrise der 1870er Jahre beendete, verpflichteten sich die europäischen Staaten zum wiederholten Mal, sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reichs einzumischen. Dazu gehörten die Länder des Nahen Ostens und der Maghreb. Nicht in der Lage, von sich aus mit dem Tempo der Modernisierung in den westlichen Staaten mitzuhalten, geriet das Osmanische Reich jedoch in immer stärkere Abhängigkeit von der Gunst und Unterstützung der europäischen Großmächte.

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YouTube

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