Newsletter XXVI 2026

28. Juni bis 4. Juli

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Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

1. Juli 1946 ("Crossroads" 2 Plutoniumbomben, Atomtests USABikini Atoll, MHL

5. Juli 2000 (INES Klass.?) Akw Grafenrheinfeld, DEU

8. Juli 2008 (INES-1 Klass.?) Atomfabrik Eurodif, Pierrelatte, FRA

10. Juli 1991 (INES-3) Akw Bilibino, RUS

10. Juli 1985 (Terror) Rainbow Warrior I, Auckland, NZL

14. Juli 1955 (INES-3) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

16. Juli 1979 (INES-3 NAMS 1,9) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

16. Juli 1945 (1. Atombombentest der USA) Trinity, NM, USA

17. Juli 1984 (INES-3 NAMS 1,8) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

20. Juli 1956 ("Redwing" 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok und Bikini Atoll, MHL

22. Juli 2007 (INES Klass.?) Akw Unterweser, DEU

23. Juli 2008 (INES-0 Klass.?) Atomfabrik Tricastin, FRA

24. Juli 1964 (INES-4) Atomfabrik UNC Charlestown, RI, USA

25. Juli 2006 (INES-2) Akw Forsmark, SWE

25. Juli 1979 (INES Klass.?) Forschungsreaktor EL-3, Paris-Saclay, FRA

25. Juli 1946 ("Crossroads" 2 Plutoniumbomben, Atomtests USABikini Atoll, MHL

26. Juli 1959 (INES-6) Atomfabrik SNL, Simi Valley, CA, USA

27. Juli 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Neckarwestheim, BW, DEU

27. Juli 1972 (INES Klass.?) Akw Surry, VA, USA

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de 

 


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4. Juli


 

Neue Haushaltspläne

Zweckentfremdung von Klima-Milliarden

SPD-Finanzminister Lars Klingbeil legt den Etatplan für 2027 vor. Einnahmen aus dem Emissionshandel sollen nächstes Jahr Haushaltslöcher stopfen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) entzieht anderen Ministerien massiv Mittel, um den Bundeshaushalt für 2027 aufzustellen. So will er knapp 3 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds für Zwecke verwenden, die nichts mit Klimaschutz zu tun haben. Der Haushalt des Gesundheitsministeriums soll im Vergleich zu diesem Jahr um ein Drittel sinken.

Das Bundeskabinett wird den Budget-Entwurf an diesem Montag beschließen, danach beginnen die Verhandlungen im Bundestag. Der Kernhaushalt für nächstes Jahr umfasst 555 Milliarden Euro, 30 Milliarden mehr als 2026. Eine wesentliche Ursache dafür sind die steigenden Ausgaben fürs Militär. Das ist aber nicht alles, hinzu kommen Extratöpfe: 55 Milliarden Euro im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität, 30 Milliarden im Sondervermögen für die Bundeswehr und etwa 30 Milliarden Euro im Klima- und Transformationsfonds. Die Gesamtausgaben des Bundes belaufen sich damit auf ungefähr 670 Milliarden Euro.

In dem Etat spiegelt sich die schwierige wirtschaftliche Lage. Unter anderem wegen der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine sowie der Zollpolitik der USA lahmt das Wachstum. Die Steuereinnahmen fließen spärlicher, gleichzeitig steigen die Kosten etwa der Bundesagentur für Arbeit um 5,2 Milliarden Euro. Das Finanzministerium (BMF) musste eine Lücke von 34 Milliarden Euro zwischen zu hohen Ausgabewünschen der Ministerien und niedrigen Einnahmen schließen. Das gelang, indem der BMF-„Rasenmäher“ die Ausgaben aller Ressorts um jeweils 1 Prozent beschnitt, eine alte Rücklage angezapft wurde und die Verschuldung im Vergleich zu 2026 stieg.

Klingbeil zapft KTF an

Den Klima- und Transformationsfonds (KTF) will Klingbeil beispielsweise mit 2,7 Milliarden Euro anzapfen. Dieses Geld stammt aus Einnahmen des Emissionshandels, die bisher für den Klimaschutz reserviert waren. Der KTF ist überhaupt ein schwieriges Thema – dieser Spezialetat ist noch nicht fertig und soll erst am 15. Juli ins Kabinett.

Die Ministerien ringen, um wie viel etwa die KTF-Mittel für die energetische Gebäudesanierung sinken werden. Anscheinend sollen gutverdienende Haushalte weniger Zuschüsse beispielsweise für die Heizungssanierung erhalten. „Ausgerechnet im Hitzesommer sollen beim Klimaschutz Milliarden gestrichen werden“, kommentierte Grünen-Haushaltsexperte Sebastian Schäfer, „das ist nicht nur sehr kurzsichtig, sondern ein Bruch zentraler Versprechen“.

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Digitalisierung

Künstliche Intelligenz trifft ökologische Unvernunft

Rechenzentren verbrauchen immer mehr Strom und Wasser. Eine neue Analyse des Versicherungskonzerns Allianz zeigt, wie stark ihr Klima-Fußabdruck bislang unterschätzt wurde.

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für eine effizientere Wirtschaft. Doch der Boom hat gravierende Nebenwirkungen: neue Serverfarmen, Kühlsysteme, Kraftwerke und Stromleitungen verbrauchen mehr Energie, als bisher kalkuliert wurde.

Eine aktuelle Untersuchung von Allianz Research, der Forschungseinheit des Münchner Allianz-Konzerns, beziffert den weltweiten Stromverbrauch der Rechenzentren für 2025 auf rund 515 Terawattstunden. Bis 2030 könnte er sich auf etwa 1.110 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Eine Terawattstunde sind eine Milliarde Kilowattstunden.

[...] Die Allianz-Analyse geht über viele frühere Berechnungen hinaus, weil sie nicht nur den Betriebsstrom, sondern auch den Bau der Rechenzentren sowie die Herstellung von Servern und Halbleitern einbezieht.

Danach verursachten Rechenzentren 2025 weltweit rund 286 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid. Das sind 57 Prozent mehr als in einer Vergleichsrechnung der Internationalen Energieagentur IEA, die jedoch engere Systemgrenzen verwendet.

Rund drei Viertel der von Allianz Research ermittelten CO2-Emissionen entfielen auf den Stromverbrauch, knapp ein Viertel auf die Herstellung der Technik und den Bau der Anlagen. Die USA und China stehen zusammen für etwa 70 Prozent der Emissionen.

Europas Standortvorteil hängt vom Erneuerbaren-Ausbau ab

Entscheidend für die Klimabilanz ist, wo die Rechner stehen und mit welchem Strommix sie versorgt werden. Dieselbe Rechenleistung kann laut Studie je nach nationalen Gegebenheiten bis zu 24-mal so viele Emissionen verursachen.

Beispiele: In den stark fossil geprägten Stromsystemen Indonesiens, Indiens und Malaysias liegt die CO2-Intensität bei mehr als 600 Gramm je Kilowattstunde Strom. In Norwegen und Schweden, wo viel Wasser- und Windkraft sowie im Fall Schwedens auch Atomenergie genutzt wird, sind es weniger als 30 Gramm.

Europa hat damit grundsätzlich einen Standortvorteil für klimaverträglichere digitale Infrastruktur – vorausgesetzt, Stromnetze und erneuerbare Energien werden rasch ausgebaut.

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Bundeshaushalt:

Fast jeder dritte Euro für Panzer und Drohnen

Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung beinhaltet eine beispiellose Ausweitung der Militärausgaben. Das wird uns alle ärmer machen.

Wenn Bundeshaushalte in Zahlen geronnene Politik sind, dann hat der Etatentwurf aus dem Haus von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine eindeutige politische Botschaft: Die Bundesrepublik Deutschland mobilisiert einen großen Teil ihrer finanziellen Ressourcen für die Aufrüstung. In den kommenden vier Jahren sollen demnach 607 Milliarden Euro in die Verteidigung investiert werden. Allein im Jahr 2030 würden die Militärausgaben auf 183 Milliarden Euro steigen, das sind rund 30 Prozent des gesamten Haushaltsvolumens (635 Milliarden Euro).

Um die Dimensionen dieser Entwicklung deutlich zu machen: Fast jeder dritte vom Bund ausgegebene Euro wird dann für die Finanzierung von Panzer, Drohnen und Kampfflugzeugen herangezogen werden. In den Siebziger und Achtzigerjahren betrug das Verteidigungsbudget etwa 20 Prozent des Gesamthaushalts, nach dem Fall der Mauer waren es sogar nur zehn Prozent.

Lars Klingbeil – auch das geht aus den Zahlen hervor – muss im kommenden Jahr so viele Schulden machen wie kein Finanzminister vor ihm. Die sogenannte Nettokreditaufnahme beläuft sich auf 203,7 Milliarden Euro. Doch mehr als die Hälfte davon entfällt auf die Bundeswehr. Der Anteil der für die Landesverteidigung genutzten Kredite steigt bis zum Jahr 2030 sogar auf 70 Prozent. Der Bund nutzt seine Verschuldungskapazität dann also zu mehr als zwei Dritteln für militärische Zwecke. Das ist ein für Friedenszeiten einmaliger Wert.

Das Kanonen-Butter-Dilemma

In der Reformdebatte wird verschiedentlich die Frage aufgeworfen, weshalb kein Geld da sei für die Rente, die Gesundheit oder die Infrastruktur. Ein nicht unerheblicher Teil der Antwort lautet: weil es für die Rüstung ausgegeben wird.

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Ungenutzte Energiequelle

Warum noch immer viel Abwärme einfach verpufft

Große KI-Rechenzentren erzeugen jede Menge Abwärme. In Zeiten knapper Energie könnte das eine Ressource sein. Doch bisher werden nur etwa zehn Prozent der Abwärme genutzt.

Im beschaulichen Stödtlen im Ostalbkreis steht ein großes Rechenzentrum. Wenn man jetzt die fast 2.000 Einwohner mit Fernwärmeleitungen verbinden würde, könnte man die Wohnungen und Häuser aller Einwohner mit Wärme versorgen - und hätte sogar noch Wärme übrig.

Doch die Fernwärmeleitung zwischen Rechenzentrum und Dorf fehlt aktuell noch. Die Abwärme entsteht beim Betrieb des Rechenzentrums quasi nebenbei.

"Da kommt ganz schnell der Schwabe in einem hoch und sagt: Ich habe ja hier eigentlich kein Abfallprodukt, sondern das ist ja eigentlich ein Wertstoff, und es wäre doch sinnvoll, diesen Rohstoff zu nutzen", sagt der IT-Unternehmer Julian Hauber, Geschäftsführer bei JH Computers, der das Rechenzentrum betreibt.

Prozessoren als Wärmelieferanten

Bei der Benutzung werden Prozessoren warm. Damit die Server nicht überhitzen, werden sie durch kaltes Wasser gekühlt. Das wird dadurch bis zu 60 Grad warm. Um auf das Temperaturniveau von Fernwärme zu kommen, müsste eine Wärmepumpe das Wasser zusätzlich erhitzen.

Experten gehen davon aus, dass wegen der zunehmenden Nutzung von KI-Anwendungen auch der Ausbau von Rechenzentren steigen wird. Damit fällt auch mehr Abwärme an, mit der langfristig geheizt werden könnte.

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Spitzenwerte bis zu 46 Grad

Hitze stört Unabhängigkeitsfeiern in den gesamten USA

In weiten Teilen der USA herrscht Extremhitze. Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag werden zur Gefahr für Leib und Leben. Paraden und Schauen fallen aus, die Stromnetze kommen wegen zahlreich laufender Klimaanlagen an ihre Grenzen.

Eine Hitzewelle hat in den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes zahlreiche Feierlichkeiten durchkreuzt. Mehr als 185 Millionen Menschen und damit über die Hälfte der US-Bevölkerung waren laut dem nationalen Wetterdienst von Hitzewarnungen betroffen. Die Spitzenwerte des Hitzeindexes könnten in Teilen des Landes bis zu 46 Grad Celsius erreichen, wobei mehrere Städte neue Temperaturrekorde verzeichnen würden.

In der Hauptstadt Washington musste eine große Messe-Veranstaltung, auf der alle 50 Bundesstaaten präsentiert werden sollten, bei Temperaturen von 38 Grad Celsius vorübergehend geschlossen werden. In Philadelphia sagten die Behörden eine große Parade ab, nachdem das Thermometer bereits am Donnerstag auf rund 39 Grad Celsius gestiegen war. Auch in anderen Bundesstaaten wie New Jersey und New York fielen Konzerte und Feuerwerke aus.

Die extremen Temperaturen brachten zudem die Stromnetze an ihre Grenzen. Der größte US-Netzbetreiber PJM, der 67 Millionen Menschen unter anderem in der Hauptstadtregion versorgt, rief Kunden in Notfallprogrammen zur Drosselung ihres Verbrauchs auf. Das Unternehmen wies die regionalen Versorger an, die Belieferung von Kunden zu reduzieren, die sich für Notfälle vertraglich zu Einsparungen verpflichtet haben, teilte PJM mit. Grund für den Engpass seien Kraftwerksausfälle, schwer überlastete Übertragungsleitungen und der stark gestiegene Einsatz von Klimaanlagen. In New York waren am späten Freitagnachmittag rund 17.000 Haushalte ohne Strom.

Strompreis schnellt von 40 auf 2000 Dollar

Die angespannte Lage trieb auch die Kosten in die Höhe: Im Norden des Bundesstaates Virginia, wo sich die weltweit größte Dichte an Rechenzentren befindet, schoss der Großhandelspreis für Strom in dieser Woche auf über 2000 Dollar pro Megawattstunde nach oben. Außerhalb von Krisenzeiten liegt er bei etwa 40 Dollar. Analysten und PJM-Daten zufolge ist der Preisanstieg vor allem auf die hohen Kosten für die Stromübertragung durch die überlasteten Hochspannungsleitungen zurückzuführen.

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Mochovce 4 wird mit Uran beladen

Uralte Bausubstanz, veraltete Maschinen und Kostenverdoppelung

Mit dem Beladen des Reaktors 4 im slowakischen Atomkraftwerk Mochovce steht nach jahrzehntelanger Bauzeit die Inbetriebnahme des letzten der vier 1986 begonnenen Blöcke bevor. Das Projekt ist ein Beispiel für massive Bauverzögerungen, Kostenexplosionen und Sicherheitsdefizite.

Nach Baubeginn 1986 und Einstellung 1992 wurde 2008 die Fertigstellung der AKW-Blöcke 3 und 4 begonnen. Angegeben wurde eine Bauzeit von 6 Jahren. Block 3 ging 2023 ans Netz. Ob Block 4 noch heuer ans Netz geht, ist ungewiss, aber baulich wurde er fertiggestellt und wird nun mit Brennstäben beladen. Die bei Fertigstellungsbeginn angegebene Bauzeit hat also mit 18 Jahren dreimal so lange gedauert als angegeben.

"Beim AKW Mochovce 4 sind zwischen Baubeginn und Fertigstellung etwa 40 Jahre vergangen. Das ist ein gewaltiges Sicherheitsproblem. Bei Wiederaufnahme der Arbeiten war der bauliche Teil der Blöcke 3 und 4 zu 70 Prozent fertig, die Maschinen zu 30 Prozent geliefert. Diese Teile sind schon jetzt zumindest 34 Jahre alt und noch dazu jahrelang auf einer Baustelle gestanden", stellt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben! fest.

"Die schon vor Inbetriebnahme völlig überalterte Substanz von Mochovce 4 ist nur eines der gravierenden Sicherheitsprobleme. Bekanntlich hat der sowjetische Reaktortyp WWER 440/213 aus den 1960er-Jahren kein modernes Containment und weist damit sicherheitstechnische Parallelen zum Reaktor in Tschernobyl auf. Wo bleibt der Protest der österreichischen Regierung, wenn ein weiterer solcher Hochrisikoreaktor 100 Kilometer von der Grenze fertiggestellt wird", fragt atomstopp-Geschäftsführer Stoiber.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
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3. Juli


 

Fraktion reicht Verfassungsklage ein

Linke will Heizungsgesetz vor der Sommerpause verhindern

Die Regierung sagt nichts über die Folgen des Heizungsgesetzes für den Klimaschutz. Deshalb hat die Linksfraktion eine Verfassungsklage eingereicht.

Die Linksfraktion im Bundestag sowie ihre Abgeordneten Violetta Bock und Jörg Cezanne haben am Freitag beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das „Heizungsgesetz“ der schwarz-roten Koalition eingereicht. Mit einem Eilantrag wollen sie erreichen, dass das neue Gebäudemodernisierungsgesetz nicht mehr vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet wird. Weil die Bundesregierung keine Angaben zu den Auswirkungen des Gesetzes auf den Klimaschutz macht, sieht die Linksfraktion die Rechte der Abgeordneten verletzt.

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, das Heizungsgesetz der Ampel „abzuschaffen“. Das soll durch die Umbenennung des Gebäudeenergiegesetzes in Gebäudemodernisierungsgesetz geschehen. Mit dem neuen Gesetz werden zentrale Vorgaben kassiert. Bislang müssen klimaschädliche Gas- und Ölheizungen bis 2045 ausgetauscht werden. 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Der federführend von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verantwortete neue Entwurf sieht vor, dass fossil betriebene Heizungen unbegrenzt weiterlaufen können. Neue fossile Heizungen sollen mit einem wachsenden Anteil von Biobrennstoffen betrieben werden müssen, das ist die sogenannte Biotreppe. Diese Brennstoffe werden voraussichtlich knapp und teuer sein.

Woher die erforderlichen Mengen kommen sollen, hat die Bundesregierung im bisherigen parlamentarischen Verfahren ebenso wenig beantwortet wie die Frage nach den Auswirkungen des geplanten Gesetzes auf das Erreichen der Klimaziele, kritisiert die Linksfraktion. „Wir wollen, dass diese Berechnungen auf den Tisch kommen“, sagte die klimapolitische Sprecherin Violetta Bock am Freitag vor Journalist:innen. Die Regierung klammere sich mit der Abschaffung der erneuerbaren Wärmevorgaben an ihre populistischen Wahlkampfversprechen. Sie opfere dafür Klimaschutz, Planungssicherheit und die Energieunabhängigkeit des Landes. „Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen, wenn hier der Gaslobby der Teppich ausgerollt und gleichzeitig behauptet wird, damit wären die Klimaziele zu halten“, sagte sie.

Die Linksfraktion habe Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht wegen Verletzung von Abgeordnetenrechten gestellt, sagte Anwalt Johannes Franke, der das Verfahren führt. Zahlreiche Gut­ach­te­r:in­nen und der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hätten bereits verfassungsrechtliche Bedenken angemeldet. „Die Umsetzung der Biotreppe ist völlig unklar“, so der Anwalt. Das gelte auch für die entstehende Lücke im Klimaschutz.

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Heizungsgesetz

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Valar Atomics: Startup betreibt KI-Chip mit Mini-Atomreaktor – aber die größten Hürden kommen noch

Valar Atomics, ein Startup, das neue Atomreaktoren entwickelt, hat mit seinem Reaktor erstmals einen KI-Chip betrieben. Ist das ein PR-Gag oder ein echter Durchbruch?

Das Startup Valar Atomics, das einen kleinen, modularen Reaktor (SMR) entwickelt, hat mit seinem Reaktor erstmals einen KI-Chip betrieben. Die Aktion wurde öffentlichkeitswirksam auf Linkedin gestreamt. Im November 2025 hatte der Reaktor erstmals die „kalte Kritikalität“ erreicht. Das heißt, dass seitdem in dem Testreaktor, den Valar gemeinsam mit dem Los Alamos National Laboratory betreibt, eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion abläuft. Damit war Valar das erste Startup, dem das gelungen ist. Zuletzt hatte sich das Startup in einer Finanzierungsrunde 130 Millionen US-Dollar gesichert – unter anderem von Palmer Luckey und Palantir-CTO Shyam Sandra. Das Unternehmen profitiert aber auch von einer massiven Deregulierung der Atomaufsicht unter der Trump-Regierung.

Deregulierung für neue Atomkraftwerke

Weltweit drängen verschiedene Staaten – unter anderem Frankreich und die USA – auf eine Renaissance der Atomkraft. Allerdings sind AKWs extrem teuer – und sie zu bauen kann sehr, sehr lange dauern. Die Hoffnung der Atomindustrie ruht daher auf der Entwicklung neuer, kleiner und modularer Reaktoren. Durch Standardisierung sollen die Baukosten solcher Reaktoren deutlich geringer ausfallen. Eine Hoffnung, die sich allerdings bisher noch nicht erfüllt hat.

Die Trump-Regierung fördert die Entwicklung neuer Atomkraftwerke aber nicht nur mit Geld, sondern auch mit Deregulierung. Nach einer im Mai unterzeichneten Durchführungsverordnung des US-Präsidenten hat das US-Energieministerium (DOE) ein Pilotprogramm ins Leben gerufen, das es einer Gruppe von elf Atom-Startups, darunter Valar, ermöglicht, ihre Reaktoren in Forschungsprojekten zu entwickeln, ohne sie durch die US-Atomaufsicht (NRC) prüfen zu lassen. Das Programm, so das DOE, ziele darauf ab, dass mindestens drei Startups bis zum 4. Juli 2026 die Kritikalität erreichen – ein Datum, das in einer der Durchführungsverordnungen des Präsidenten ausdrücklich als Ziel festgelegt wurde. Laut dem US-Energieministerium haben außerdem der Unity-Reaktor von Deployable Energy und der Mark-0 von Antares Nuclear.

[...] Den sparsamen technischen Informationen auf der Valar-Website kann man entnehmen, dass das Unternehmen einen Hochtemperatur-Gasreaktor (HTGR) (High-Temperature Gas Reactor) entwickelt. „Hochtemperatur“ heißt, das Unternehmen will schnelle Neutronen verwenden – was eine hohe Energiedichte zur Folge hat.

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HTGR Hochtemperaturreaktor

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Wirtschaft in den USA:

Das getarnte Freiheitsversprechen der Tech-Milliardäre

Der Paläolibertarismus der amerikanischen Tech-Elite macht sich auch in Europa breit. Er schwächt den Staat und nur ein scheinbares Ideal: Freiheit für alle.

Es gibt Jahrestage, die mehr sind als Erinnerung. Sie mahnen zur Bilanz. Der 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten am 4. Juli ist ein solcher Moment. Wenn sich für viele Menschen in Europa und dem Rest der Welt der Blick auf die USA in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hat, so bleiben die Vereinigten Staaten in ihrer Geschichte doch in vielem ein Vorbild. Amerika steht für ein Versprechen, das weit über die eigene Geschichte hinausreicht: die Idee, dass Menschen ihre Freiheit selbst erkämpfen, Macht begrenzen und eine Gesellschaft sich immer wieder neu erfinden kann. Dieses Versprechen war nie frei von Widersprüchen. Es stand neben Sklaverei, Rassismus, Gewalt und extremer Ungleichheit. Dennoch war es stark genug, Generationen zu inspirieren – auf der ganzen Welt.

Gerade Deutschland hat den USA sehr viel zu verdanken. Maßgeblich getragen von den USA befreiten die Alliierten die Welt und von den Nationalsozialisten, sodass in Deutschland nach 1945 eine robuste, liberale Demokratie, eine soziale Marktwirtschaft und ein Ethos der Offenheit und der Kooperation entstehen konnten. Die USA haben seit 1945 den Frieden in Europa gesichert und spielten eine zentrale Rolle für den Fall des Eisernen Vorhangs und das Ende des Kalten Krieges.

Doch gerade weil Amerika für viele Menschen ein Vorbild war, ist die heutige Entwicklung beunruhigend. Die USA sind immer weniger Vorbild, Partner oder Schutzmacht. Dieses Bild hat sich in den vergangenen zehn Jahren ins Gegenteil verkehrt. Die größte Gefahr geht dabei nicht allein von Donald Trump aus. Er ist Symptom, Beschleuniger und Nutznießer dieser Entwicklung. Unter ihm agieren die USA engstirnig nationalistisch, egoistisch und kurzsichtig und richten damit weltweit großen Schaden an. So haben sie die multilaterale Weltordnung maßgeblich mit zerstört.

Die noch größere Gefahr liegt aber anderswo: in einer Ideologie, die in Teilen der amerikanischen Tech- und Finanzelite inzwischen enorme politische Wirkung entfaltet – dem Tech- oder Paläolibertarismus, der dominanten Ideologie der Maga-Bewegung. Sie ist dabei, die US-amerikanische Demokratie zu zerstören und auch die liberale Demokratie anderswo in der Welt zu unterminieren.

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Hitze zwingt AKW Beznau in die Knie: Reaktoren auf halbe Leistung - Abschaltung droht

Die anhaltende Hitzewelle setzt nun auch der Schweizer Atomkraft zu.

Schweiz - Wegen der hohen Temperaturen der Aare hat der Betreiber Axpo die Leistung beider Reaktoren des Kernkraftwerks Beznau bereits auf 50 Prozent reduziert. Sollte sich der Fluss nicht ausreichend abkühlen, wird das älteste noch in Betrieb befindliche Atomkraftwerk der Welt vollständig vom Netz genommen.

Auslöser ist eine Wassertemperatur von 25 Grad Celsius in der Aare unterhalb des Kraftwerks. Gemäß einer Verfügung des Bundesamts für Energie muss die Leistung in diesem Fall gedrosselt werden, um eine weitere Erwärmung des Flusses zu verhindern.

Das Wasser der Aare dient zur Kühlung der beiden Reaktoren. Es wird entnommen, durch das Kraftwerk geleitet und anschließend wieder in den Fluss zurückgegeben. In Zeiten extremer Hitze könnte dies die ohnehin hohen Wassertemperaturen weiter erhöhen und das Ökosystem zusätzlich belasten. Mit der Leistungsreduktion und einer möglichen Abschaltung sollen Fische, Pflanzen und andere Wasserlebewesen geschützt sowie die strengen Umweltauflagen eingehalten werden.

Die Entwicklung zeigt erneut, dass extreme Hitze auch für Atomkraftwerke zunehmend zum Problem wird. Steigen die Temperaturen von Flüssen und Seen weiter an, fehlt vielen Anlagen ausreichend kühles Wasser für einen uneingeschränkten Betrieb.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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2. Juli


 

IFG-Reform auf Bundesebene

Der autoritäre Staatsumbau nimmt Fahrt auf

Schwarz-Rot will das Informationsfreiheitsgesetz de facto abschaffen. Es ist der schwerste Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der BRD.

Die Maskenaffäre von Jens Spahn, die Kumpelei von Katherina Reiche mit der Milliardärs-Lobby, die CDU-Fördermittelaffären: Nach einem Beschluss des Koalitionsausschusses kommen derartige Skandale künftig allesamt nicht mehr an die Öffentlichkeit. SPD und Union wollen das Informationsfreiheitsgesetz de facto abschaffen. Das ist der schwerste Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik – und ein Bruch des Koalitionsvertrags.

Eigentlich hatten die Parteien im Koalitionsvertrag 2025 vereinbart, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) mit „Mehrwert“ für Bür­ge­r*in­nen zu reformieren. Seit 2006 ermöglicht das IFG allen Menschen, Einblick in staatliche Dokumente zu bekommen und damit das Handeln von Behörden und der Regierung zu kontrollieren.

Jetzt kommt das Gegenteil: Der Anspruch auf Dokumente für alle Menschen soll abgeschafft werden. Infos von Behörden soll nur noch bekommen, wer ein „berechtigtes Interesse“ im Einzelfall nachweisen kann. Von den bisher über 330.000 Anfragen, die Menschen über das Portal „Frag den Staat“ an Behörden gestellt haben, wären damit fast keine mehr zulässig.

Egal ob Anfragen zu internen E-Mails von Behörden, zu Verträgen von Ministerien oder Gutachten der Bundesregierung – alles künftig tabu. Das Informationsfreiheitsgesetz wäre alleine durch diese Regelung am Ende.

„Frag den Staat“ wird keine Anfragen stellen können

Durch die Abschaffung des bisherigen Gebührendeckels könnten die wenigen verbliebenen Anfragen künftig potenziell Zehntausende Euro kosten. Nur noch wenige Menschen in Deutschland könnten es sich überhaupt finanziell leisten, Anfragen zu stellen.

Juristische Personen, also Organisationen wie Frag den Staat, Pro Asyl oder die Deutsche Umwelthilfe, dürften künftig nach dem Willen der Parteispitzen keine Anfragen mehr stellen. Genauso wie mehrere Millionen Menschen in Deutschland: Denn künftig sollen nur noch Deutsche und EU-Drittstaatler in wenigen Einzelfällen noch Informationen bekommen.

[...] Vor einem Jahr hatte sich die SPD noch der Union widersetzt: Als der CDU-Politiker Philipp Amthor in den Koalitionsverhandlungen versuchte, die Abschaffung des IFG durchzusetzen, wurde er gestoppt. Nach einer zivilgesellschaftlichen Kampagne mit 400.000 Unterschriften gab er klein bei.

 

Informationsfreiheitsgesetz:

Bundesdatenschutzbeauftragte nennt Koalitionspläne »undemokratisch«

Geplante Änderungen der Bundesregierung beim Informationsgesetz haben Kritik ausgelöst. Die Datenschutzbeauftragte warnt vor einer Abschaffung der Informationsfreiheit.

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Louisa Specht-Riemenschneider, hat die geplanten Eingriffe ins Informationsfreiheitsgesetz kritisiert. Einige der vom Koalitionsausschuss genannten Anpassungen hätten eine erhebliche Tragweite, die einer Abschaffung der seit zwanzig Jahren bestehenden Informationsfreiheit nahekäme, sagte Specht-Riemenschneider dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). »Hier sollte daran festgehalten werden, dass der Staat im Einzelfall darlegen muss, dass das öffentliche Interesse der Transparenz entgegensteht.« Auch die Linke sprach von einem »Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit, staatliches Handeln zu kontrollieren«.

Eine im Einzelfall zu prüfende Einschränkung auf in Deutschland lebende Deutsche und Unionsbürger würde demnach eine große Anzahl von in Deutschland lebenden Menschen und im Ausland lebende Wahlbürgerinnen und Wahlbürger diskriminieren, sagte die Digitalbeauftragte zum RND. Zudem würde der Prüfungsaufwand bei Behörden ansteigen und die Kosten für Anträge würden steigen. Das führt den Aussagen Specht-Riemenschneiders zufolge zu einer »undemokratischen Zwei-Klassen-Informationsfreiheit«.

[...] Die Namen von Mitarbeitenden sollen in den Auskünften in Zukunft geschwärzt werden. Änderungen könnte es außerdem bei Anfragen geben, die mit den Bereichen Kritische Infrastruktur, Spionageabwehr, Terrorismusbekämpfung und wissenschaftliche Forschung zu tun haben. Hier sieht der Koalitionsausschuss einen »besonderen Schutzbedarf«.

Auch Verbände kritisieren die Koalitionspläne

Auch die stellvertretende Vorsitzende der Linke, Clara Bünger, kritisierte die Pläne der Bundesregierung. Das Gesetz werde durch die geplante Änderung »ausgehöhlt«, die Regierung wolle sich »unangreifbar machen«. Die Linke fürchtet demnach mehr bürokratische Hürden und weniger demokratische Kontrolle. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) warf der Regierung vor, sie wolle »eine Blackbox schaffen, der Öffentlichkeit Informationen vorenthalten und journalistisches Arbeiten erschweren«. Sie forderte eine Stärkung des Informationsfreiheitsgesetzes sowie ein gesetzlich verankertes Auskunftsrecht für Journalistinnen und Journalisten.

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Informationsfreiheitsgesetz

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Sicherheitsdaten wurden im großen Stil manipuliert

Japans Atomaufsicht deckt weitere Datenmanipulationen im Kernkraftwerk Hamaoka auf

Die japanische Atomaufsicht hat neue Details zur Datenmanipulation bei Sicherheitsprüfungen des Kernkraftwerks Hamaoka veröffentlicht. Nach Angaben der Nuclear Regulation Authority waren mehrere Abteilungen des Energieversorgers Chubu Electric Power an den Manipulationen beteiligt, mit denen die bei Erdbeben zu erwartenden Bodenbewegungen geringer dargestellt wurden als tatsächlich berechnet.

Die Behörde stützt sich dabei auf Anhörungen des Unternehmens und eigene Untersuchungen. Auf Grundlage der Ergebnisse will die Atomaufsicht über mögliche Sanktionen gegen Chubu Electric Power entscheiden.

Manipulation betraf zentrale Sicherheitsdaten

Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen Berechnungen der sogenannten Bemessungserdbebenbewegung. Dieser Wert dient als Grundlage für die erdbebensichere Auslegung eines Kernkraftwerks und spielt eine wichtige Rolle bei Sicherheitsprüfungen durch die Atomaufsicht.

Auf Basis dieser Daten werden unter anderem Reaktorgebäude, Kühlsysteme und Notfalleinrichtungen ausgelegt. Die Manipulationen betreffen damit einen wichtigen Punkt der Sicherheitsbewertung und keine nachrangigen technischen Daten.

Chubu Electric Power hatte bereits im Januar eingeräumt, dass bei mindestens 108 von insgesamt 225 untersuchten Berechnungsfällen Daten verändert wurden. Die betroffenen Daten wurden bei der Erstellung von Sicherheitsunterlagen für das Kernkraftwerk Hamaoka in der Präfektur Shizuoka verwendet.

[...] Hinweis eines Whistleblowers löste die Untersuchung aus

Bekannt wurde der Fall durch eine Meldung im Rahmen des japanischen Hinweisgebersystems für Whistleblower. Die Information ging bei der Nuclear Regulation Authority ein und führte zu weiteren Nachforschungen. Den Ermittlungen der Atomaufsicht ergaben zudem, dass Daten auch nach dem Beginn der behördlichen Untersuchung im Mai vergangenen Jahres nachträglich verändert worden sein sollen. Reiko Kanda, Mitglied der Aufsichtsbehörde, erklärte deshalb, eine Beteiligung von Führungskräften könne nicht ausgeschlossen werden.

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Atommüll im Atlantik:

Radioaktiver Abfall auf dem Meeresboden aufgespürt

Hunderttausende Fässer mit Atommüll liegen verstreut im Atlantik. Einem Expeditionsteam ist es nun gelungen, zu einigen Exemplaren in 4700 Metern Tiefe hinabzutauchen, Aufnahmen von dem radioaktiven Material zu machen und Proben zu nehmen.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Vermutlich mehr als 200 000 Fässer mit Atommüll liegen weit verstreut auf dem Meeresboden des Nordostatlantiks. Jahrzehntelang galt die Tiefsee als bequeme Möglichkeit, sich radioaktiver Abfälle zu entledigen. Auf diese Weise verklappten zahlreiche Staaten bis in die 1980er-Jahre hauptsächlich schwach kontaminiertes Material wie Schutzkleidung. Insbesondere zu Beginn des Atomzeitalters wurden die Aktionen kaum dokumentiert.

Ein internationales Forschungsteam will mit dem Projekt NODSSUM (Nuclear Ocean Dump Site Survey Monitoring) herausfinden, was aus den Fässern und ihrer Umgebung wurde. Bereits im Juni und Juli 2025 hat es im Rahmen einer ersten Expedition einen Teil der sogenannten Porcupine-Tiefseeebene südwestlich von Irland kartiert, Tausende von Fässern geortet und Wasser- und Sedimentproben gesammelt.

Bei einer zweiten Expedition im Mai und Juni 2026 stieß eine dreiköpfige Besatzung mit dem Miniatur-U-Boot »Nautile« zum Meeresboden in 4700 Metern Tiefe vor. Den Fachleuten gelangen bei 20 Tauchgängen zahlreiche faszinierende Aufnahmen von den Fässern – teils stark von Rost zerfressen und von Meeresorganismen besiedelt. Oft war Material aus dem Inneren ausgetreten.

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Atommuellfass am Meeresgrund
YouTube - Doku German Arte - Albtraum Atommüll

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Hitzewelle bremst Frankreichs Atomkraftwerke aus

Kühlwasser aus Flüssen kann bei Extremhitze nicht mehr verwendet werden

Die anhaltende Hitzewelle in Frankreich wirkt sich, wie bereits im Vorjahr, immer mehr auf die Stromproduktion aus Kernkraft aus. Mehrere Atomkraftwerke müssen ihre Leistung drosseln, weil sich die Flüsse, aus denen sie ihr Kühlwasser beziehen, zu stark erwärmen. Laut Angaben des staatlichen Energieversorgers EDF fuhr das Atomkraftwerk Saint-Alban südlich von Lyon seinen Betrieb als erstes AKW zurück. Auch die Kernkraftwerke Bugey, Blayais und Golfech sind von den Einschränkungen betroffen. Grund dafür sind die außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen der Rhône und der Garonne. Französische Atomkraftwerke entnehmen ihr Kühlwasser direkt aus diesen Flüssen und leiten es nach der Nutzung wieder zurück. Um die Gewässer und ihre Ökosysteme zu schützen, gelten jedoch strenge Umweltauflagen: Überschreitet das Flusswasser bestimmte Temperaturgrenzen, darf das zusätzlich erwärmte Kühlwasser nicht mehr oder nur eingeschränkt eingeleitet werden.
Die Folge sind Leistungsreduktionen oder vorübergehende Abschaltungen einzelner Reaktoren. Ziel ist es, eine weitere Erwärmung der Flüsse zu verhindern und Schäden für Fische und andere Wasserlebewesen zu vermeiden.

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Pestizid im Kartoffelanbau

Wie giftig ist Fluazinam wirklich?

Das Fungizid Fluazinam wird seit Langem im Kartoffelanbau eingesetzt. Doch nun erheben Wissenschaftler nach BR-Recherchen schwere Vorwürfe: Die Risiken seien falsch berechnet worden, das Mittel hätte nie zugelassen werden dürfen.

Landwirte und Landwirtinnen spritzen das Fungizid Fluazinam vor allem im Kartoffel- und Zwiebelanbau gegen Pilzkrankheiten. Allein 2024 wurden über 340 Tonnen des Wirkstoffs in Deutschland verkauft. Fluazinam gilt als äußerst wirksam, echte Alternativen gibt es auf dem Markt kaum.

Jetzt steht die Sicherheit des Pestizids, das 2008 europaweit zugelassen wurde, infrage: Der Chemiker Axel Mie hat sich gemeinsam mit seiner Kollegin Christina Rudén von der Universität Stockholm mit dem Zulassungsprozess des Wirkstoffs befasst. Diese Fehler sind offenbar niemandem aufgefallen.

Er bezieht sich auf eine Studie, die der Fluazinam-Hersteller ISK Biosciences im Vorfeld der Zulassung in Auftrag gegeben hatte. Das Labor untersuchte, ob der Stoff die Gehirnentwicklung von Ungeborenen und Kindern schädigen könnte. Dazu wurde trächtigen Ratten das Pestizid verabreicht und untersucht, ob sich dadurch die Gehirne des Nachwuchses verändern.

"Fluazinam hätte nicht zugelassen werden sollen"

Das Labor kam zu keinem klaren Ergebnis - bei einer Gruppe von Ratten wurden negative Effekte festgestellt, bei einer anderen nicht, so fasst Mie die Ergebnisse der Studie von 2005 zusammen. Im EU-Zulassungsprozess reichte der Hersteller die Studie nicht ein. Dies sei gesetzlich nicht gefordert gewesen, teilte er auf Anfrage mit. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt das.

Mie und Rudén haben nun die Ergebnisse dieser Studie überprüft und nachgerechnet - mit den gleichen Daten und Methoden, die das Labor ursprünglich verwendet hatte. Sie aber kommen zu einem anderen Ergebnis und finden für hohe Dosen des Pestizids negative Effekte in beiden Gruppen.

Ganz konkret: Die Ratten, die dem Stoff ausgesetzt waren, hatten in statistisch signifikantem Ausmaß kleinere Gehirne und veränderte Gehirnregionen. Insgesamt sei die Studie an sechs Stellen fehlerhaft. Mie schließt daraus: "Meiner Meinung nach hätte Fluazinam schon 2008 nicht zugelassen werden sollen."

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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1. Juli


 

Ökostrom in Deutschland

Erneuerbare Energien liefern Rekord-Anteil

Im ersten Halbjahr haben Erneuerbaren Energien 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland abgedeckt - ein Rekordwert. Dazu trugen vor allem Wind und Sonne bei. Das gesetzlich verankerte Ziel ist aber noch nicht erreicht.

Ökostrom ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Im ersten Halbjahr 2026 hatte klimaneutral erzeugter Strom einen so großen Anteil am Stromverbrauch wie noch nie in diesem Zeitraum. Erneuerbare Energien deckten in den ersten sechs Monaten 58 Prozent des Stromverbrauchs, wie aus Hochrechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht.

Ziel liegt bei 80 Prozent

Als erneuerbare Energieträger gelten Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft sowie der organische Anteil des Abfalls. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 lag die Quote bei 55,2 Prozent, im ersten Halbjahr 2024 bei 57 Prozent. Im gesamten Jahr 2025 hatte der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch 55,8 Prozent betragen.

Von dem gesetzlich vorgeschriebenen Ziel ist Deutschland damit allerdings noch deutlich entfernt: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schreibt vor, dass der Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 zu mindestens 80 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen muss.

[...] Forscher: Fossile Energieträger für Krisen verantwortlich

ZSW-Chef Frithjof Staiß betonte die Bedeutung erneuerbarer Energieerzeugung für die Energiepreise. Je höher der Anteil der Erneuerbaren Energien steige, desto unabhängiger werde Deutschland von Importen fossiler Energieträger - und desto widerstandsfähiger werde auch die Volkswirtschaft gegenüber Energiepreisschocks.

Der Ausbau der Erneuerbaren sei auch das "schärfste Schwert" im Kampf gegen den Klimawandel. Damit Elektrifizierung ihr volles Klimaschutzpotenzial entfalten könne, müsse der Strom aus Erneuerbaren Energien stammen. Die Hitzewelle der vergangenen Tage habe sehr deutlich gezeigt, wie dringend Erfolge beim Klimaschutz erzielt werden müssten.

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Wir kriegen gerade weder ein AfD-Verbot noch „gute Politik, die gegen die AfD hilft“

Das umfassendste Gutachten, das je erstellt wurde, kommt zum Schluss, dass die AfD die Anforderungen für ein Parteienverbot erfüllt. Dem entgegnet die Union mit der altbekannten Floskel: Ein AfD-Verbot würde die AfD stärken, man solle lieber "gute Politik" machen. Der Satz klingt erst mal vernünftig, fast staatstragend. Aber er ist nicht nur falsch. Er ist sogar gefährlich. Denn wir kriegen in Wahrheit weder noch.

Ich lese es in den letzten Tagen überall: Ein Verbotsverfahren ersetze nicht die politische Auseinandersetzung. Man müsse die AfD inhaltlich stellen, die Ursachen ihres Erfolgs bekämpfen, verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Ein jahrelang schwebendes Verfahren wäre am Ende nur ein „Konjunkturprogramm für die AfD", wie es der Berliner CDU-Rechtspolitiker Jan-Marco Luczak formuliert hat. Sein Parteikollege Alexander Throm sagt es noch direkter: Der wichtigste Hebel sei, die AfD inhaltlich zu stellen, und das mache man „beispielsweise in der Migrationspolitik sehr erfolgreich". Ach wirklich?

Dann nehmen wir dieses Argument mal ernst. Ernster, als seine Urheber es tun. Denn wenn man es auseinandernimmt, bleibt von ihm nichts übrig außer einem Alibi. Wir bekommen am Ende beides nicht: kein Verfahren, das endlich juristisch klärt, was wir längst sehen. Und auch nicht die „gute Politik", die angeblich die bessere Alternative sein soll. Wir bekommen das Schlechteste aus beiden Welten. Und für den Fall, dass das keine kalkulierte Täuschung ist, möchte ich dieses Argument einmal "inhaltlich stellen".

Strohmann-Argument und Scheinwiderspruch

Fangen wir mit dem wichtigsten, logischen Trick an, der diese Aussage eigentlich sofort völlig überflüssig machen sollte. Das Argument lautet implizit: entweder Verbotsverfahren oder gute Politik. Als müsste man sich entscheiden. Als ginge nur das eine oder das andere. Und fast noch wichtiger: Als würde jemand nur ein Verbot fordern OHNE gleichzeitig auch das andere zu wollen.

Aber das tut niemand. Niemand, der für ein Verfahren wirbt, behauptet, ein AfD-Verbot sei DIE Lösung, die schnelle Lösung oder gar die einzige Lösung gegen die AfD. Im Gegenteil. Selbst die Abgeordneten, die ein Verfahren auf den Weg bringen wollen, betonen ausdrücklich, dass das Verbot einer Partei allein nicht ausreicht, um verfassungsfeindliche Umtriebe zu beenden. Ein Verbotsverfahren und gute Politik sind keine Widersprüche. Sie sind zwei Werkzeuge, die du gleichzeitig in die Hand nehmen kannst. Vielleicht funktionieren sie sogar NUR zusammen. Der Widerspruch, der hier rhetorisch aufgebaut wird, existiert gar nicht. Es ist ein Strohmann-Argument und ein Scheinwiderspruch: Du widerlegst eine Forderung, die niemand erhoben hat, und präsentierst dich dabei als vernünftiger.

Oder um es kurz zu machen: Dann macht halt beides! Wer hält euch davon ab?! Ihr sagt selbst, ein Verfahren könnte Jahre dauern - also dann macht in der Zwischenzeit jene "gute Politik", während wir die Mühlen der Justiz mahlen lassen. Als Absicherung sozusagen. Ist doch halb so wild wenn zwischenzeitlich die AfD so weit schrumpft, dass sie gar nicht mehr verboten werden muss (bzw. kann).

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Klimawandel und Ozeane

Meere zu Sommeranfang so heiß wie nie zuvor

Die Oberflächen der Weltmeere waren im Juni noch nie so warm wie in diesem Jahr. Klimaforscher sieht Erde auf dem Weg in „unbekanntes Terrain“.

dpa | Zum Sommerbeginn sind die Weltmeere an der Oberfläche noch nie so warm gewesen wie in diesem Jahr. Am Stichtag 21. Juni lagen die Messungen des EU-Klimaprogramms Copernicus mit 20,86 Grad und des Copernicus-Meeresdienstes mit 21,0 Grad Celsius über den bisherigen Rekordwerten für diesen Tag aus den Jahren 2023 und 2024.

In diesen beiden Jahren hatte der Klimawandeldienst für den Stichtag 20,83 Grad und der Meeresdienst 20,9 Grad Celsius gemessen. Da es sich um zwei voneinander unabhängige Messreihen handelt, gibt es zwischen beiden leichte Abweichungen. Beide Systeme stützen sich auf lokale Messungen in Kombination mit Satellitendaten, darunter von der europäischen Weltraumbehörde Esa.

El Niño verstärkt den Effekt des Klimawandels

Copernicus betonte, der Rekord sei zu erwarten gewesen, da in den vergangenen Monaten in mehreren Meeresregionen ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen wurden und das derzeit auftretende, natürliche Klimaphänomen El Niño den Effekt verstärke.

Ein El Niño, der alle paar Jahre vor allem im äquatornahen Pazifik auftritt, verschärft die Folgen des menschengemachten Klimawandels. Die Auswirkungen sind mit Dürren und Überschwemmungen in Regionen vor allem auf der Südhalbkugel zu spüren. Für Europa halten sich die direkten Folgen in Grenzen.

Erde auf dem Weg in „unbekanntes Terrain“

Copernicus-Direktor Carlo Buontempo betonte: „Die aktuellen Bedingungen könnten auf den Beginn einer neuen Phase hindeuten, die uns erneut in unbekanntes Terrain führen wird. Angesichts der derzeitigen Meerestemperaturen und des sich abzeichnenden El Niño werden in den kommenden Monaten wahrscheinlich weitere Temperaturrekorde gebrochen werden.“

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Vergessene Tradition: Der Antiimperialismus der USA

Einst war Antiimperialismus in den USA Mainstream – heute gilt er als unamerikanisch. Warum es eine Debatte über die Rolle der USA braucht. Ein Gastbeitrag.

Anlässlich des 250. Jahrestags der Gründung der Vereinigten Staaten trägt diese als Republik gegründete Nation nach wie vor zahlreiche Verstrickungen im Ausland sowie scheinbar endlose militärische Verpflichtungen – die Lasten eines Imperiums.

Diejenigen, die den außenpolitischen Status quo verteidigen, brandmarken Kritiker in den letzten Monaten zunehmend als unamerikanisch, als Verkörperungen einer fremden Ideologie.

Anlässlich dieses Vierteljahrtausend-Jubiläums lohnt es sich jedoch, daran zu erinnern, dass die ursprünglichen Gegner amerikanischer Interventionen im Ausland – die antiimperialistische Bewegung, die als Reaktion auf eine imperiale Wende im späten 19. Jahrhundert entstand – in Wahrheit die eigentlichen Erben der Republik und ihrer Grundprinzipien waren.

Antiimperialistische Traditionen

Diese amerikanischen Männer und Frauen handelten zunächst, als die Annexion Hawaiis drohte, und später, als der Krieg mit Spanien ausbrach. Sie betrachteten die Inbesitznahme der Philippinen und Puerto Ricos sowie die Ausweitung des militärischen Apparats der Nation als Bedrohungen für ihren republikanischen Charakter, ihre wirtschaftliche Gesundheit und ihre innere Ruhe.

Da sich die USA weiterhin von ihrem republikanischen Pfad entfernen, lohnt es sich, die antiimperialistische Bewegung und ihre Kritik ins Gedächtnis zu rufen, wenn wir den Weg zurück zu unseren republikanischen Wurzeln finden wollen.

Amerikas antiimperialistische Tradition war so vielfältig wie die Nation selbst. Zu ihren entschiedenen Vertretern gehörte der damals reichste Mann der Welt, Andrew Carnegie. Die Bewegung umfasste auch den führenden Populisten des Landes und wiederholten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, William Jennings Bryan. Er betrachtete das Imperium als Projekt der Eliten, das auf Kosten der Bauern und Arbeiter ging.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände1. Juli 1946 ("Crossroads", 2 Pu-Bomben) Bikini Atoll, MH

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

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Operation Crossroads

Die Operation Crossroads war die zweite Kernwaffentestoperation der Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Sie umfasste die beiden Nukleartests Able und Baker auf dem während des Pazifikkriegs von den Vereinigten Staaten eroberten Bikini-Atoll, jeder mit einem TNT-Äquivalent von 23 kT: Test Able war eine am 1. Juli 1946 von einer Boeing B-29 abgeworfene und in 158 Metern Höhe über der Lagune gezündete Mk.3-Plutonium-Implosionsbombe, baugleich mit der Fat Man, die über Nagasaki abgeworfen wurde. Test Baker am 25. Juli 1946 war eine Unterwasserzündung einer baugleichen Bombe in 27 Metern Wassertiefe ...

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30. Juni


 

Sahra Wagenknecht und Alice Weidel:

Das BSW hat der AfD einen großen Gefallen getan

Sahra Wagenknecht umwirbt jetzt AfD-Chefin Alice Weidel. Warum das nicht überrascht, aber dennoch brandgefährlich ist.

Sahra Wagenknecht will jetzt also Wahlkampf mit Alice Weidel machen. Die Gründerin des BSW und die Chefin der AfD könnten, so heißt es in einem Brief des BSW an die in Teilen rechtsextreme Partei, zu »kontroversen Debatten« einladen und so »die Hallen und Marktplätze füllen«. Das würde die politische Debatte »wieder in die Mitte der Gesellschaft« holen.

Natürlich ist dieser Vorschlag ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit: Das BSW kämpft ums politische Überleben. Seit dem Scheitern bei der Bundestagswahl ist das Interesse an der Protestpartei rapide gesunken. Nicht mal zwei Prozent der Menschen wählten das BSW in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Auch in Sachsen-Anhalt liegt das BSW in Umfragen inzwischen unter fünf Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern knapp darüber. Wenn es das BSW aber in seinen bisherigen Hochburgen im Osten nicht in den Landtag schafft, dann nirgends mehr.

Also will Wagenknecht, dass über sie geredet wird. Und je irritierter Politiker und Journalistinnen über sie sprechen, so das Kalkül, desto besser für ihr BSW. Denn die Partei wirbt seit ihrer Gründung damit, dass sie politisch zwischen allen Stühlen sitzt.

Aber tut sie das überhaupt noch? Hat sie sich nicht längst für eine Seite entschieden?

Duell oder Duett – das ist hier die Frage

Der Brief an die AfD jedenfalls ist in einem irritiert anbiedernden Ton gehalten. Das BSW schreibt, es sei immer gegen die »undemokratische« Brandmauer gegen die AfD gewesen (eine »Ohrfeige für Ihre Wähler«), teile die Kritik der Rechten an Bundeskanzler Friedrich Merz und »immer engeren Meinungskorridoren«, den Coronamaßnahmen sowie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, den das BSW im AfD-Duktus als »propagandistischen Staatsfunk« beschimpft. Außerdem, heißt es, teilten Weidel und Wagenknecht ein gemeinsames Schicksal, nämlich dass sie »vom Mainstream bekämpft werden«. Gemeinsame Auftritte also, das wär doch was? »Wir sehen Ihrer Antwort mit Spannung entgegen.«

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Referendum:

Volk soll über den möglichen Bau von neuen AKW entscheiden

Über die Aufhebung des Neubauverbots von Atomkraftwerken dürfte das Stimmvolk das letzte Wort haben. Eine Mitte-links-Allianz hat das Referendum gegen den Entscheid von Bundesrat und Parlament ergriffen.

Darum gehts

  • Eine Mitte-links-Allianz aus SP, Grünen, GLP und Umweltorganisationen hat das Referendum gegen die Aufhebung des AKW-Neubauverbots ergriffen.
  • Das Parlament hatte das seit 2017 geltende Neubauverbot knapp gestrichen – unterstützt von Energieminister Albert Rösti (SVP).
  • Das Komitee hat 100 Tage Zeit, um 50'000 Unterschriften zu sammeln und so eine Volksabstimmung zu erzwingen.

Die Schweizer Stimmbevölkerung dürfte erneut über den Bau von neuen Atomkraftwerken entscheiden. 2017 hatte sich das Volk im Rahmen des neuen Energiegesetzes für ein faktisches Verbot von Neubauten entschieden.

Nach langem Hin und Her hat das Parlament knapp entschieden, das Verbot im Rahmen eines Gegenvorschlags zur «Blackout»-Initiative zu streichen. Auch der Bundesrat um Energieminister Albert Rösti (SVP) unterstützt diesen Plan.

Atomgegner warnen vor russischer Abhängigkeit

Eine Allianz aus SP, Grünen, GLP und Umweltorganisationen wie Greenpeace hat dagegen nun das Referendum ergriffen. Beim Auftakt dazu waren auch Vertretende der Mitte-Partei vor Ort, welche in dieser Frage gespalten ist.

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Niedersächsisches Atommülllager

Gorleben soll in die Verlängerung gehen

Die deutschen Atommüllzwischenlager müssen länger in Betrieb bleiben, wegen der Endlagersuche. Nun beginnt das Verlängerungsverfahren für Gorleben.

epd | Das Zwischenlager für hoch radioaktiven Atommüll in Gorleben muss deutlich länger betrieben werden als ursprünglich geplant. Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) stellte am Montag den Antrag für eine um 20 Jahre verlängerte Zwischenlagerung. Damit startet das Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz, wie das Unternehmen mitteilte. Genehmigungsbehörde ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Umweltschützer meldeten Bedenken an.

Die Genehmigung für das Zwischenlager in Gorleben läuft 2034 nach dann 40 Betriebsjahren aus. Weil sich die Suche nach einem Endlager für die hoch radioaktiven Abfälle deutlich länger hinziehen wird als bis zum im Gesetz angepeilten Jahr 2031, müssen Gorleben und die 15 anderen Zwischenlager, die alle für einen Zeitraum von 40 Jahren genehmigt wurden, ebenfalls deutlich länger in Betrieb bleiben.

Bürgerinitiative: Betreiber setzt auf ein „Weiter so“

Die BGZ begründet die auf 20 Jahre befristete Aufbewahrungsgenehmigung mit Sicherheitsaspekten. „Zusammen mit der ohnehin stattfindenden aufsichtlichen Kontrolle und der alle 10 Jahre stattfindenden periodischen Sicherheitsüberprüfung schaffen wir damit einen Rahmen, in dem wir die Sicherheit der Zwischenlagerung in regelmäßigen Zeitabständen nachweisen werden“, sagte Unternehmenssprecher Tristan Zielinski. Zudem werde dadurch der Wissenstransfer und Kompetenzerhalt bei allen beteiligten Akteuren gewährleistet.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) befürchtet hingegen, dass mit dem kurzen Verlängerungszeitraum, der im Prinzip zu begrüßen sei, die BGZ im Kern auf ein „Weiter so“ setze. „Mit Blick auf die notwendige Lagerzeit von weiteren 80 bis 100 Jahren stellen sich viele Fragen – zum Gebäudebestand, zu den langfristigen Sicherungsmaßnahmen und zum Langzeitverhalten der Castoren“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Gebäude des Zwischenlagers seien eben nicht so ausgelegt, dass sie vor terroristischen oder kriegerischen Einwirkungen Dritter geschützt sind.

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US-Einmischung entschied wohl die Präsidentenwahl in Kolumbien

Der rechtskonservative Trump-Bewunderer Abelardo de la Espriella gewann äusserst knapp. Entscheidend waren die Stimmen aus den USA.

An der Wahl nahmen rund 25 Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer teil. Hätten nur 130’000 von ihnen anders gestimmt, wäre der neue Präsident der linke Senator Iván Cepeda.

Die im Ausland abgegebenen Stimmen waren entscheidend: In den USA nahmen 179’841 kolumbanische Stimmberechtigte an der Wahl teil. Nach Angaben der «New York Times» stimmten rund 144’000 oder 80 Prozent von ihnen für den Wahlsieger de la Espriella.

Insgesamt nahmen im Ausland 590’000 Kolumbianerinnen und Kolumbianer an der Abstimmung teil. Zwei Drittel von ihnen stimmten für den rechtskonservativen Kandidaten.

Daraus geht hervor, dass die Ausland-Kolumbianer das Zünglein an der Waage spielten.

In den USA warb Präsident Donald Trump für de la Espriella: Er unterstütze ihn «vollständig und total». Zusätzlich mischten sich republikanische Kongressmitglieder ein und riefen die Kolumbianer in den USA ebenfalls dazu auf, für ihn zu stimmen.

Die «New York Times» zitiert Alexander Main, Direktor für internationale Politik am «Center for Economic and Policy Research» in Washington: «Selbst in einer Zeit, in der Einmischungen in ausländische Wahlen immer häufiger vorkommen, war das jüngste Eingreifen der Trump-Regierung und ihrer Verbündeten in die Wahlen in Kolumbien besonders übergriffig.»

USA verhafteten linken Wahlkämpfer

Einige Tage vor der Wahl in Kolumbien verhaftete die US-Immigrationsbehörde den kolumbianischen Aktivisten Beto Coral, der sich in den USA für die Wahl des linken Iván Cepeda einsetzte.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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INES Kategorie ?30. Juni 1983 (INES Klass.?) Akw Embalse, ARG

Die Freisetzung radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...

Wikipedia de

Kernkraftwerk Embalse

Im Kernkraftwerk ereignete sich am 30. Juni 1983 ein schwerer Störfall (Überhitzung des Kühlkreislaufs), der jedoch von Mitarbeitern unter Kontrolle gebracht werden konnte. 1986 kam es zu einem weiteren Störfall, als Schweres Wasser aus dem Kraftwerk trat. Beide Vorfälle wurden von den Verantwortlichen lange Zeit geheim gehalten, nur die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) wurde informiert. Eine INES-Einstufung konnten die Betreiber offensichtlich verhindern. Nur durch Nachforschungen gelang es den Medien, den Störfall an die Öffentlichkeit zu bringen.

Bis 2007 ereigneten sich insgesamt zehn Störfälle im Akw Embalse ...
 

AtomkraftwerkePlag

Embalse (Argentinien)

Verhinderter GAU 1983 und andere Störfälle

Am 30. Juni 1983 ereignete sich ein Störfall, den die Verantwortlichen vor der Öffentlichkeit verschwiegen: Laut "Spiegel" brach nach einem Versagen mehrerer Pumpen und aufgrund von Bedienfehlern der Sekundärkreislauf zusammen, das Wasser erhitzte sich immer weiter, radioaktiver Dampf und heißes Wasser schossen aus einem defekten Hilfsventil heraus. Nach mehr als drei Stunden konnten alle Ventile mit improvisierten Maßnahmen geschlossen werden, ein GAU wurde gerade noch verhindert ...

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29. Juni


 

Klimakrise in Europa

Macht kaputt, was euch die Zukunft nimmt

Das Katastrophenwetter ist direkte Folge eines Wirtschaftssystems, das ewig wachsen soll. Ein lebenswertes Morgen für alle geht nur mit Systemwandel.

In Paris sind die Leichenhallen überfüllt wegen der vielen Hitzetoten, in Amsterdam hagelt es Golfball-große Eisbälle, in Leipzig schmelzen Tramtrassen und Ampeln weg. Während Rechte krampfhaft und wider aller Evidenz darauf beharren, dass es sich bei der jüngsten Hitzewelle nur um Spitzenwetter handelt, tritt immerhin bei anderen gerade das bittere Erwachen ein. Die Forschung hatte wirklich Recht und es trifft auch uns, die wir im Vergleich zum Rest der Welt so lange verschont blieben, und zwar jedes Jahr schlimmer.

„Bitte klebt euch wieder auf die Straße“ bettelt die Influencerin Roaya Soraya auf Instagram in Richtung Neue-, vormals Letzte Generation: „Ich war so sauer auf euch, aber ganz ehrlich, heute verstehe ich eure Mission.“ Guten Morgen.

Wenn auch enttäuschend spät, ist dieses Erwachen eine Chance. Nur nützt es wenig, wenn daraus nichts folgt als Forderungen nach klimafreundlichen Reformen eines Wirtschaftssystems, das für den Klimawandel verantwortlich ist. Auch dem letzten Grünen muss endlich klar werden: Der Kapitalismus, der kurzfristige Profitmaximierung über planetare und moralische Grenzen stellt, wird nicht den nötigen Wandel hervorbringen. Weil dieser Wandel nicht genug Rendite bringt.

Selbst die wenigen und unzureichenden Klimamaßnahmen, die Reformer erreichen konnten, sind in den vergangenen Jahren dem Streben nach Wirtschaftswachstum zum Opfer gefallen. Und auch, wenn die Grünen wieder an die Macht kämen, würde das, was sie gegen die Industrie erreichen würden, nicht ausreichen, um das Ruder herumzureißen.

Diejenigen, die von diesem Wirtschaftssystem am meisten profitieren, können sich vor seinen Folgen am besten schützen – heute in klimatisierten Luxusanwesen, später in Hochsicherheits-Luxusbunkeranlagen.

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Regierung zahlt elf Milliarden Euro für fossile Subventionen

Die Bundesregierung hat 2024 neue Vergünstigungen für Öl und Gas eingeführt, obwohl sie den Klimaschutz als eine ihrer Kernaufgaben bezeichnet.

Während die Bundesregierung nach Milliarden für den Haushalt sucht und den Klimaschutz weiterhin als Kernaufgabe bezeichnet, macht sie den Verbrauch von Öl und Gas mit neuen Vergünstigungen billiger. In diesem Jahr habe sie zusätzliche umweltschädliche Subventionen und fossile Preisanreize von auf rund elf Milliarden Euro eingeführt, so eine Berechnung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace. 2027 wird die Belastung danach um weitere rund vier Milliarden Euro steigen.

Den größten Einzelposten bildet die Übernahme der Gasspeicherumlage durch den Bund. Seit Jahresbeginn wird sie nicht mehr über die Gasrechnungen eingezogen; stattdessen trägt der Bundeshaushalt die Kosten. Die Bundesregierung beziffert die Entlastung der Gasverbraucher auf mehr als drei Milliarden Euro. Das FÖS kritisiert, damit werde fossiler Energieverbrauch pauschal verbilligt; Vielverbraucher profitieren besonders. Hinzu kommt der im Frühjahr als Reaktion auf stark gestiegene Ölpreise beschlossene Tankrabatt. Für zwei Monate wurde die Energiesteuer auf Benzin und Diesel gesenkt; Kosten: rund 1,6 Milliarden Euro.

Auch die seit Januar erhöhte Entfernungspauschale zählt die Studie zu den neuen klimaschädlichen Anreizen. Sie beträgt nun vom ersten Kilometer an 38 Cent. Sie gilt zwar unabhängig vom Verkehrsmittel, begünstigt wegen der Steuerwirkung aber besonders Gutverdienende mit langen Arbeitswegen. Zurückgekehrt ist zudem die Agrardieselvergütung. Land- und Forstbetriebe erhalten wieder 21,48 Cent Energiesteuer je Liter Diesel zurück. Das kostet rund 430 Millionen Euro jährlich. Außerdem gilt ab dem 1. Juli eine Senkung der Luftverkehrsteuer, was die Subventionssumme ebenfalls erhöht.

[...] Ausstieg aus Öl und Gas gefordert

Anlässlich des Ende Juni auslaufenden Tankrabatts forderte unterdessen ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden einen „schrittweisen Ausstieg aus teurem Öl und Gas“ durch mehr Tempo bei der Energiewende, eine Senkung der Stromsteuer und mehr Investitionen in den Ausbau des ÖPNV. „Die Energiekrise hat gezeigt, wie teuer Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen ist“, so das Bündnis. Die Bundesregierung müsse gegensteuern.

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Studie zeigt: Neue AKW sind nicht wettbewerbsfähig – Stromimporte bräuchte es trotzdem

Die Debatte über neue Atomkraftwerke erhält neue Zahlen: Eine Studie von ETH Zürich und PSI zeigt, dass sich neue Kraftwerke in ein Netto-Null-Stromsystem integrieren liessen – sich unter den heutigen Rahmenbedingungen aber nicht rechnen würden.

Die Studie erscheint zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Die Schweiz diskutiert über eine Aufhebung des Neubauverbots für Atomkraftwerke. «Wir werden aber kein Plädoyer für oder gegen Kernenergie geben», betonte Christian Schaffner, Geschäftsführer des Energy Science Center der ETH Zürich am Montag vor den Medien. Vielmehr solle die Studie eine wissenschaftliche Grundlage für die Debatte liefern.

Für ihre Analyse kombinierten 19 Expertinnen und Experten der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich) und des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villigen AG verschiedene Szenarien für das Schweizer Energiesystem bis 2050 und untersuchten, unter welchen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neue Kernkraftwerke Teil des kostenoptimalen Strommixes würden.

Nicht wettbewerbsfähig

Die Modelle kommen zu einem klaren Ergebnis: Unter den heutigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind neue Atomkraftwerke nicht wettbewerbsfähig. Aber: «Es geht auch ohne», sagte der an der Studie beteiligte Forscher André Bardow von der ETH Zürich.

Die Schweiz kann der Analyse zufolge ihr Netto-Null-Ziel mit bestehenden und geplanten Technologien erreichen, ohne dass dafür neue Atomkraftwerke notwendig sind. Das Schweizer Energiesystem würde dann auf Wasserkraft, Solarenergie sowie weiteren erneuerbaren Energien und Speichern basieren. Entscheidend ist laut den Forschenden ausserdem ein funktionierender Stromhandel mit dem Ausland.

[...] Winterstromlücke bleibt auch mit AKW

Auch mit neuen Kernkraftwerken verschwindet eine weitere Herausforderung nicht: die Winterversorgung. Ganz ohne Importe kommt die Schweiz laut Studie auch dann nicht aus.

«Selbst mit neuen Kernkraftwerken sagen alle Modelle voraus, dass die Schweiz Nettoimporteur bleibt», so Pautz. Ein enger Stromhandel mit den Nachbarländern bleibt in allen untersuchten Szenarien ein zentraler Bestandteil einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung.

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Überwachung von Journalisten:

Darf der BND Journalisten hacken?

Reporter ohne Grenzen klagt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Spyware. Der will nun grundlegend entscheiden, was Nachrichtendienste dürfen.

Darf der deutsche Auslandsnachrichtendienst Journalisten hacken und Spähsoftware auf ihren Handys installieren? Die Organisation Reporter ohne Grenzen sieht durch die derzeit geltenden Gesetze für den Bundesnachrichtendienst (BND) wichtige Grundrechte verletzt und die Pressefreiheit bedroht. Mit einer Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe war die Organisation gescheitert, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg aber will sich jetzt grundlegend mit den Befugnissen des BND befassen. Das geht aus einem Schreiben des Gerichts hervor, das der ZEIT vorliegt.

Der Gerichtshof werde die Beschwerde von Reporter ohne Grenzen der Bundesregierung samt einem Fragenkatalog zustellen, heißt es in dem Brief vom 17. Juni. Außerdem erwäge das Gericht, die Klage zu einem sogenannten impact case zu erklären, einem Fall von besonderer Bedeutung, der mit Vorrang behandelt würde. Es könnte also sein, dass die Straßburger Richter grundsätzlich darüber entscheiden, wo die Grenzen des Erlaubten für Nachrichtendienste in Europa verlaufen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wacht über die Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention und ist keine Institution der EU, sondern des Europarats.

In der Beschwerde moniert Reporter ohne Grenzen, dass die deutsche Gesetzgebung die Menschenrechtskonvention verletze, etwa das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Journalisten müssten sich auf die Vertraulichkeit ihrer Kommunikation verlassen können und seien im Gesetz nicht ausreichend vor Überwachung geschützt. Der mögliche Einsatz sogenannter Staatstrojaner gegen Journalisten schüchtere zudem potenzielle Informanten ein.

[...] Eine weitere Beschwerde, die Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte eingereicht hat, hat im Juni die erste Hürde genommen. Sie wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ebenfalls der Bundesregierung zugestellt sowie als mögliches Verfahren von besonderer Bedeutung deklariert. Dabei geht es um die sogenannte strategische Fernmeldeaufklärung des BND, also die Überwachung von Kommunikationsströmen. Die rechtliche Grundlage stelle unter anderem Journalisten aus dem Ausland schlechter als ihre deutschen Kollegen, kritisieren die beiden Organisationen.

Die Bundesregierung will derweil den deutschen Nachrichtendiensten längst weitergehende Fähigkeiten an die Hand geben. Ein Entwurf für ein neues BND-Gesetz wird derzeit vorbereitet, ist aber noch nicht in den Bundestag eingebracht worden. Es soll dem Dienst künftig unter anderem erlauben, bei Cyberangriffen auch IT-Infrastruktur zu hacken.

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INES Kategorie ? 29. Juni 2005 (INES Klass.?) Akw Forsmark, SWE

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...
 

Aus einem Zwischenlager gelangte radioaktives Wasser in die Ostsee.
(Kosten ca. 12 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Wikipedia

Liste von Störfällen in europäischen kerntechnischen Anlagen#29. Juni 2005

Forsmark, 29. Juni 2005

Aus dem Zwischenlager für schwach und mittelstark strahlenden Abfall im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark gelangte am 29. Juni 2005 radioaktives Wasser in die Ostsee. In den Gewässern in der Nähe des Kraftwerks wurde das Zehnfache des Normalwerts radioaktiven Cäsiums gemessen. Dies liegt laut schwedischem Strahlenschutzinstitut SSI jedoch noch innerhalb der zulässigen Grenzen. Schuld an dem Leck waren vermutlich korrodierte Blechbehälter mit radioaktivem Abfall.
 

Die Freisetzung von Radioaktivität am 29. Juni 2005 wird im folgenden Wikipedia-Beitrag nicht erwähnt.

Kernkraftwerk Forsmark

Die ersten nuklearen Brennstoffe wurden 1977 an Forsmark geliefert, doch der kommerzielle Betrieb verzögerte sich noch bis 1980. Grund dafür war der Störfall in Harrisburg und das Warten auf die Ergebnisse eines Referendums, in dem Schwedens Bevölkerung über die Zukunft der Kernenergie abstimmte.

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28. Juni


 

Nächste Hitzewelle zeichnet sich schon ab – jetzt rückt konkretes Juli-Datum in den Fokus

Kaum ist die historische Juni-Hitze vorbei, deuten aktuelle Wettermodelle bereits die nächste extreme Hitzewelle an. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Wer gehofft hatte, dass nach dem Hitze-Wetter im Juni endlich Ruhe einkehrt, wird bitter enttäuscht. Anfang Juli bringen Unwetter und ein Temperatursturz von bis zu 12 Grad zwar kurz Erleichterung, die Werte sacken auf 20 bis 25 Grad ab und es fühlt sich fast schon herbstlich an nach den Wochen der Dauerhitze. Doch genau dieses Wetter-Szenario kennen wir bereits aus dem Juni, als nach einer kühlen und wechselhaften ersten Monatshälfte plötzlich die brutalste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen über Deutschland hereinbrach. Die Wettermodelle zeigen jetzt für den Juli exakt das gleiche Spiel.

Nach der kurzen Verschnaufpause drehen die Temperaturen ab dem 10. bis 12. Juli wieder massiv nach oben. Die Kontrollläufe berechnen Temperaturabweichungen von 2 bis 4 Grad über dem Durchschnitt, im Süden und Westen sogar noch mehr.

Warum die zweite Julihälfte zur neuen Hitzehölle werden kann

Dahinter steckt ein atmosphärisches Grundmuster, das sich in diesem Sommer hartnäckig hält. Ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich immer wieder über Mitteleuropa festsetzt und heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Norden pumpt. Die saisonalen Prognosen von ECMWF und NOAA sind sich einig, dass der Juli 2026 insgesamt deutlich zu warm und zu trocken ausfallen wird.

Der Juli wird in den Berechnungen sogar als das Wärmemaximum des gesamten Sommers gehandelt. Besonders brisant dabei: Die 28-Tage-Vorhersage des europäischen Wettermodells zeigt für die Woche vom 20. bis 27. Juli weiterhin klar überdurchschnittliche Temperaturen über weiten Teilen Europas. Das Grundmuster bricht einfach nicht zusammen.

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Klimakrise in der Großstadt

Wie Städte weltweit sich gegen Extremhitze wappnen

Eine schweißtreibende Hitze rollt über Deutschland, Großstädte werden zu Hitzeinseln. Welche Lösungen gegen Extremhitze haben Städte im Ausland?

dpa | Besonders Großstädte leiden unter heißem Wetter. Dichte und hohe Bebauung lässt Betonwüsten sich schnell aufheizen, die Hitze kann schlechter entweichen und auch nachts kühlt es weniger ab. Mit dem Klimawandel dürften Hitzewellen zunehmen und intensiver werden. Wie also sich für die Extremhitze wappnen? Verschiedene Orte rund um den Globus zeigen, wie es gehen kann.

Frischwasser und Stresstest in Paris

Das enge Paris ist nicht die grünste Stadt, hat aber mittlerweile rund 1.400 Orte zum Abkühlen geschaffen. Von Schattenplätzen im Park reicht das bis zu Räumen im Rathaus, die bei Hitze öffentlich zugänglich sind. An fast jeder Ecke bietet die Stadt zudem kostenlose Trinkwasser-Spender, an denen die Bewohner sich auffrischen können. Und auch immer mehr Sprühnebel-Duschen auf Plätzen und Wegen sorgen inmitten der Hitze für eine feuchte Abkühlung.

Insgesamt ist Frankreich mit einem Schutzplan gegen Hitze recht gut aufgestellt. Landesweit – auch in Paris – gelten Warnstufen, es gibt ein Register für Risikogruppen, und im öffentlichen Raum wird immer wieder auf Tipps bei Hitze hingewiesen. Um die bestehenden Notfallpläne noch zu verbessern und die Menschen zu sensibilisieren, hat Paris vor wenigen Jahren in zwei Bezirken getestet, wie Krankenhäuser, Feuerwehr, Anwohner und Schulen mit ungewohnt extremer Hitze über lange Zeit umgehen würden. Das haben sich andere Städte zum Vorbild genommen und wollen nun ihrerseits ihre Hitzepläne stresstesten.

Viel Grün und Kälte von unten in Singapur

Die südostasiatische Wirtschaftsmetropole gilt als Vorreiter im Kampf gegen die zunehmende Hitze in Städten. Statt sich allein auf Klimaanlagen zu verlassen, setzt der Stadtstaat seit Jahren auf eine massive Begrünung. Vielerorts wachsen vertikale Gärten an Hochhäusern, begrünte Fassaden und Dachgärten sollen die Aufheizung der Gebäude reduzieren und Schatten spenden. Neue Stadtviertel werden so geplant, dass Luft besser zirkulieren kann und sogenannte Hitzeinseln vermieden werden.

In einigen Stadtteilen kühlt Singapur ganze Häuserblocks über ein unterirdisches Rohrnetzwerk. Eiskaltes Wasser wird zu Bürogebäuden gepumpt und ersetzt dort viele einzelne Klimaanlagen. Das spart Strom und verringert die Abwärme, die sonst zusätzlich die Stadt aufheizt. Auch helle Fassaden und Straßenbeläge sollen dafür sorgen, dass weniger Hitze gespeichert wird.

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Privileg der Geldaristokratie

Dieser Trick befreit Elon Musk & Co. vom Steuernzahlen

Tech-Bosse wie Jeff Bezos, Elon Musk oder Mark Zuckerberg sind nicht nur durch die Gründung von Amazon, SpaceX oder Facebook zu Superreichen geworden. Sondern auch, weil sie auf ihre gigantischen Vermögen keine Steuern zahlen müssen. Dank eines einfachen Tricks.

Auf dem Papier ist Elon Musk ein armer Mann. Gerade mal 54.080 Dollar verdiente er als Chef bei SpaceX im vergangenen Jahr, wie auch in jedem Jahr seit 2019. Bei Tesla wurde er als Top-Manager jahrelang gar nur nach dem Mindestlohn bezahlt und verzichtete großzügig auf sein Salär. Tesla erfasst seine aufgelaufenen Gehaltsansprüche daher nicht einmal mehr. Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos bezieht als Manager seines Online-Riesen ein vergleichsweise mickriges Gehalt von 81.840 Dollar. Mark Zuckerberg genehmigt sich bei Meta seit mehr als zehn Jahren sogar nur einen symbolischen Dollar und ist damit der schlechtbezahlteste Mitarbeiter seines Konzerns. Oracle-Tycoon Larry Ellison bekommt als Manager seines Datenbank-Giganten sogar gar keine Bezahlung. So steht es in den aktuellen Pflichtmitteilungen der Tech-Riesen an die US-Börsenaufsicht SEC.

Doch die winzigen Einkommen der Tech-Milliardäre stehen in krassem Widerspruch zu ihren gigantischen Vermögen. Sie sind die reichsten Männer des Planeten: Mark Zuckerberg schafft es laut Bloomberg mit knapp 200 Mrd. Dollar auf Platz 7. Ellison liegt mit etwa 210 Mrd. Dollar auf Platz 6. Amazon-Mogul Bezos mit rund 260 Mrd. Dollar auf Platz 4. Und Elon Musk hat der Börsengang von SpaceX vollends in eine gänzlich eigene Liga katapultiert: Der reichste Mensch der Erde wurde zum ersten Billionär der Weltgeschichte - 1000 Milliardäre in einer Person - auch wenn sein Vermögen mit dem sinkenden Aktienkurs seiner Raketenfirma inzwischen wieder knapp unter die magische Marke gefallen ist.

"Gehälter sind für Dumme"

Diese riesige Lücke zwischen Einkommen und Vermögen der Superreichen ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Bezos, Musk und Co. sind nicht trotz ihrer geringen Gehälter zu Superreichen geworden. Sondern gerade, weil sie so wenig verdienen. Schuld daran sind nicht etwa obskure Schlupflöcher, die die Tech-Oligarchen mit teuren Anwälten clever für sich ausnutzen. Ihr Geheimnis sind nicht bloß Steueroasen und versteckte Offshore-Konten. Das System ist von Grund auf zu ihren Gunsten verzerrt.

Kaufen, Leihen, Sterben ist das Motto der Geldaristokratie

"Buy, Borrow, Die" - Kaufen, Leihen, Sterben - heißt diese Strategie. Die Banken machen mit, weil sie daran prächtig verdienen: Jahrzehntelang kassieren sie Zinsen für Kredite, die kaum ausfallen können, weil sie mit Milliardenanteilen an den größten Konzernen der Welt besichert sind. Die Oligarchen verlängern diese Kredite einfach immer wieder - bis sie sterben, ihr Vermögen an ihre Kinder vererben und das Spiel von vorn beginnt. Falls irgendwann doch mal ein finanzieller Engpass entstehen sollte, der sich nicht mit geliehenem Geld lösen ließe, machen sie ein paar ihrer Aktien zu Geld und zahlen darauf dann tatsächlich auch Steuern. Aber nicht annähernd in einer Höhe, die ihrem Reichtum entspricht.

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Triflouracetat (TFA) als fortpflanzungsschädigend eingestuft

Die EU-Chemikalienbehörde hat TFA als reproduktionsgiftig eingestuft. Praktische Folgen hat das vorerst nicht.

Die Chemikalie Trifluoracetat, Trifluoressigsäure oder kurz TFA ist gefährlicher als bisher angenommen. Die europäische Chemikalienagentur Echa beziehungsweise deren Risikoprüfungsausschuss hat TFA Anfang Juni als reproduktionstoxisch Kategorie 1B eingestuft, mit dem Gefahrenhinweis H360Df: «Kann das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.» Der Ausschuss hob die hohe Wasserlöslichkeit und damit grosse Mobilität von TFA hervor.

Bedenken von verschiedenen Seiten gab es schon länger. TFA wurde wie viele andere breit genutzte Chemikalien lange für unbedenklich gehalten. 2024 gelangte dann eine Studie des Bayer-Konzerns an die Öffentlichkeit, nach der TFA 2021 Schäden bei Kaninchen-Embryos verursacht hatte. Deutschland, wo das Bundesinstitut für Risikobewertung die Chemikalie schon 2024 als bedenklich einstufte, reichte zusammen mit anderen EU-Ländern einen Antrag auf Überprüfung ein.

TFA stammt vor allem aus Pestiziden

Kritisch ist Trifluoracetat vor allem deshalb, weil die Substanz zu den PFAS-Ewigkeitschemikalien gehört. Es findet sich quasi flächendeckend in Grund- und Oberflächenwasser, bislang noch in kleinen Konzentrationen. Diese können sich aber erhöhen, wenn der Stoff weiter ins Wasser gelangt. Nach bisherigen Einschätzungen wäre das unumkehrbar, da er nicht zerfällt.

TFA stammt aus Industrieprozessen, Kältegasen und vor allem aus Pestiziden, die die Chemikalie abspalten. Auch die Pharma verwendet es. Die PFAS-Chemikalie aus Trinkwasser zu entfernen, ist möglich, aber sehr aufwendig. Dänemark hat deshalb die Nutzung verschiedener TFA-abspaltender Pestizide bereits vorsorglich verboten.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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INES Kategorie 0 "Meldepflichtiges Ereigniss"28. Juni 2007 (INES-0 Klass.?) Akw Brunsbüttel, DEU

Wikipedia

Kernkraftwerk Brunsbüttel#2007

Bei Instandhaltungsarbeiten in einer E.ON-Schaltanlage des Stromnetzes wurde am 28. Juni 2007 in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks Brunsbüttel eine Störung durch einen Kurzschluss im 380-Kilovolt-Übertragungsnetz verursacht. Die Anlage wurde daraufhin automatisch vom Stromnetz getrennt und per „Lastabwurf“ sehr schnell auf die für die Eigenbedarfsversorgung notwendige Leistung von ca. 30 MW heruntergefahren. Um Schäden bei der starken Leistungsreduktion zu vermeiden, wurde eine Turbinenschnellabschaltung und infolgedessen eine Umschaltung der Eigenbedarfsversorgung auf den Fremdnetztrafo ausgelöst. Der Turbinenschnellabschaltung folgte unmittelbar eine Reaktorschnellabschaltung. Beim Wiederanfahren der Anlage am 1. Juli wurden zweimal Absperrungen des Reaktorwasserreinigungssystems ausgelöst. Nach Angaben des Betreibers waren diese jeweils auf Fehlbedienungen des Personals zurückzuführen. Die Absperrungen wurden in die Kategorie „N“ (Normal) gemäß der AtSMV und in die Stufe 0 (ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung) gemäß der internationalen Störfall-Bewertungsskala INES eingeordnet ...

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INES Kategorie 0 "Meldepflichtiges Ereigniss"28. Juni 2007 (INES-0 Klass.?) Akw Krümmel, DEU

AtomkraftwerkePlag

Krümmel

Mit dem Störfall, der sich am 28. Juni 2007 ereignete, erreichte die "Sicherheitskultur" der Betreiber Vattenfall und E.ON einen neuen Tiefpunkt. In einer Transformatoranlage brach ein Brand aus, der das Atomkraftwerk in große schwarze Wolken hüllte. Betreiber und Umweltministerium erklärten zwar unisono, es habe keinerlei Gefahr bestanden. Die Behauptung von Vattenfall, es habe zwischen dem Brand und dem nuklearen Bereich des Reaktors keinen Zusammenhang gegeben, wurde von dem für die Atomaufsicht zuständigen Sozialministerium Schleswig-Holstein jedoch als Irreführung und Desinformation bezeichnet.

Der Störfall, der anfangs wie ein harmloser Betriebsunfall aussah, erweckte mehr und mehr den Eindruck einer "Beinahe-Katastrophe", die die Öffentlichkeit über Wochen beschäftigte ... 

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INES Kategorie 2 "Störfall"28. Juni 1992 (INES-2) Barsebäck, SWE

Ein undichtes Ventil im Siedewasserreaktor in Barsebäck löste automatisch Sicherheitsfunktionen aus wie Reaktorabschaltung, Hochdruck-Sicherheitseinspritzung, Kernsprüh- und Containment Sprühsysteme. Der Dampfstrahl eines offenen Sicherheitsventils traf auf thermisch isolierte Ausrüstung. Das Isoliermaterial wurde in das Unterdrückungsbecken geschwemmt und beeinträchtigte das Notkühlsystem des Reaktorkerns, das für die Wärmeabfuhr im Falle eines Lecks des Reaktorkühlmittels unerlässlich ist.
(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents
 

AtomkraftwerkePlag

Barsebäck (Schweden)

Risiken und Störfälle

Am 28. Juli 1992 schoss in Barsebäck-2 aus einem defekten Ventil heißer Dampf in die Reaktorhalle und riss große Mengen von Steinwolle mit sich, die als Isoliermaterial gedient hatte. Die Steinwolle verstopfte innerhalb von 20 Minuten alle Filter des Notkühlsystems, einem Zeitraum, mit dem niemand gerechnet hatte. Da die normale Kühlung funktionierte, entging Schweden glücklicherweise einem schweren Unfall. Der Vorfall zog die vorübergehende Stilllegung von Barsebäck I und II, Oskarsham I und II und Ringhals sowie teure Umbaumaßnahmen nach sich. Dänemark forderte wie schon mehrmals zuvor die Schließung von Barsebäck ...

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28. Juni 2026

Wirksamer Hitzeschutz, verunsicherte Solar-Haushalte und hartnäckige alte Reflexe

Viel Solarstrom ist ein Erfolg und kein Problem – die Aufgabe ist, das Energiesystem endlich konsequent auf die Erneuerbaren auszurichten, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Schreitet die Erderhitzung weiter so voran, stößt auch die beste Anpassung an Grenzen, warnt sie.

Klimareporter°: Frau Kemfert, die extreme Hitze hat Deutschland in diesen Tagen fest im Griff. Muss man bei Tagestemperaturen um die 40 Grad nicht realistischerweise einräumen: Da können Gesellschaft und Wirtschaft einfach nicht mehr normal funktionieren und es werden auch die Grenzen der Klimaanpassung sichtbar?

Claudia Kemfert: Ja, bei Temperaturen um 40 Grad wird sehr konkret sichtbar: Extreme Hitze ist ein ernstes Gesundheits-, Arbeits- und Produktivitätsrisiko.

Wer draußen arbeitet, in der Pflege, auf dem Bau, in der Logistik, in der Landwirtschaft oder in schlecht gekühlten Räumen, kommt schnell an Belastungsgrenzen. Auch Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Bahn, Stromnetze und Städte sind auf solche Extreme vielerorts noch nicht ausreichend vorbereitet.

Natürlich brauchen wir Klimaanpassung: mehr Schatten, kühlere Städte, Trinkwasser, Hitzeschutzpläne, andere Arbeitszeiten und besonderen Schutz für ältere, kranke und sozial benachteiligte Menschen.

Aber Anpassung ist kein Zauberstab. Wenn die Erderhitzung weiter voranschreitet, stoßen auch die besten Anpassungsmaßnahmen an Grenzen.

Diese Hitzewelle zeigt deshalb beides: Wir müssen uns besser schützen, und wir müssen die Ursachen endlich entschiedener bekämpfen. Klimaschutz ist der wirksamste Hitzeschutz.

Im Bundestag gab es diese Woche Ausschuss-Anhörungen zu zwei zentralen Energiegesetzen der Koalition: zum Gebäudemodernisierungsgesetz, also dem neuen "Heizungsgesetz", sowie zum StromVKG – dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz, das den Neubau Tausender Megawatt steuerbarer Kraftwerke, vor allem fossiler Gaskraftwerke, absichern soll. Hat sich aus den Anhörungen für Sie Neues ergeben?

Neu war für mich weniger der Befund als die Klarheit, mit der die Probleme auf dem Tisch lagen. Beide Vorhaben sollen eigentlich Orientierung geben, erzeugen aber an entscheidenden Stellen neue Unsicherheit.

Beim Gebäudemodernisierungsgesetz wird erneut der Eindruck erweckt, fossile Wahlfreiheit sei ein Fortschritt. In Wahrheit kann sie für viele Haushalte sehr teuer werden.

Wer heute noch auf Öl oder Gas setzt, kauft sich erhebliche Kostenrisiken ein: steigende CO2-Preise, höhere Netzkosten und knappe, teure klimaneutrale Brennstoffe.

Auch beim Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz ist der Blick zu stark auf neue Gaskraftwerke verengt.

Versorgungssicherheit herzustellen ist zentral – gar keine Frage. Aber sie entsteht nicht dadurch, dass man fossile Kapazitäten auf Vorrat baut.

Eine sichere Versorgung entsteht durch ein kluges Zusammenspiel aus erneuerbaren Energien, Speichern, flexibler Nachfrage, Netzen, Digitalisierung, Biogas, Wasserkraft und gezielt eingesetzten Reservekapazitäten.

Neue Gaskraftwerke dürfen nicht zum teuren Selbstzweck werden. Entscheidend ist: flexibel, klimakompatibel, systemdienlich – und kein fossiler Lock-in durch die Hintertür.

Wer sich ab 2027 eine Heim-Solaranlage zulegt, muss mit deutlich weniger Förderung und Erlösen rechnen. Viele ziehen daraus den Schluss, jetzt noch schnell Photovoltaik aufs Dach zu setzen, heißt es beim Branchenverband BSW-Solar. Ist es klug, sich an dieser Torschluss-Rallye zu beteiligen?

Eine eigene Solaranlage bleibt sinnvoll – ökonomisch, ökologisch und energiewirtschaftlich. Ich würde das aber nicht als hektische Torschluss-Rallye sehen, sondern als vernünftige Zukunftsinvestition.

Wer ein geeignetes Dach hat, einen seriösen Anbieter findet und möglichst viel Strom selbst nutzen kann – etwa mit Wärmepumpe, E‑Auto oder Speicher –, sollte Photovoltaik prüfen und nicht unnötig warten.

Problematisch ist vor allem die politische Verunsicherung. Solarstrom senkt Stromkosten, reduziert Importabhängigkeiten und macht das Energiesystem robuster.

Gerade private Dächer sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Statt Menschen mit immer neuen Förderdebatten zu verunsichern, braucht es verlässliche Regeln, einfache Verfahren und gute Anreize für Eigenverbrauch, Speicher und netzdienliches Verhalten. Wer ausgerechnet beim Solarstrom Unsicherheit schafft, produziert energiepolitisch einen Kurzschluss.

Der letztjährige Klimagipfel COP 30 hatte das Ziel verkündet, die globale Finanzierung für Klimaanpassung bis 2035 zu verdreifachen, doch die Zwischenkonferenz in Bonn brachte keine Fortschritte, wie das konkret erreicht werden soll.

Der Streit um die Klimafinanzierung dürfte daher auf der COP 31 im kommenden November eskalieren, schreibt Klimareporter°-Gastautorin Kathrin Henneberger. Angesichts enorm steigender Kosten für Kriege und Rüstung stellt sich schon die Frage, woher jetzt mehr Mittel für gerechten Klimaschutz kommen sollen.

Die ehrlichere Frage lautet: Können wir es uns leisten, nicht zu zahlen?

Die Kosten der Klimakrise laufen uns längst davon: Hitzeschäden, Ernteausfälle, zerstörte Infrastruktur, Gesundheitsbelastungen, neue Fluchtursachen und mehr geopolitische Instabilität. Klimafinanzierung ist deshalb keine nette Hilfszahlung, sondern Vorsorge, Gerechtigkeit und Sicherheitspolitik.

Natürlich stehen Haushalte unter Druck, auch durch Kriege und steigende Rüstungsausgaben.

Aber gerade deshalb müssen Prioritäten neu sortiert werden. Fossile Subventionen abbauen, klimaschädliche Ausgaben beenden, Übergewinne fossiler Konzerne stärker heranziehen, internationale Finanzströme umlenken und öffentliche Mittel gezielt hebeln: Es gibt Wege.

Am Ende ist es wie so oft bei der Klimakrise: Wer heute spart, zahlt morgen ein Vielfaches – ökonomisch, humanitär und sicherheitspolitisch.

Und was war Ihre Überraschung der Woche?

Überrascht hat mich, wie hartnäckig alte energiepolitische Reflexe zurückkommen, und das ausgerechnet mitten in der Hitzewelle. Während draußen die Klimakrise spürbar wird, wird drinnen wieder über neue fossile Abhängigkeiten, Gaskraftwerke und das Ausbremsen von Solarenergie diskutiert. Das muss man erstmal schaffen.

Bemerkenswert finde ich auch, wie selbst ein aktuell starker Beitrag von Solarstrom teilweise wieder negativ ausgelegt wird. Dabei liegt die eigentliche Schlussfolgerung auf der Hand: Wir brauchen mehr Batteriespeicher, mehr Flexibilität, intelligente Netze und bessere Anreize für netzdienlichen Verbrauch.

Viel Solarstrom ist kein Problem, sondern ein Erfolg. Die Aufgabe ist, das Energiesystem endlich konsequent darauf auszurichten.

Positiv überrascht mich zugleich, wie viele Menschen, Kommunen und Unternehmen längst weiter sind. Sie wollen günstige erneuerbare Energien, Solardächer, Wärmepumpen, Speicher, Bürgerenergie und mehr Unabhängigkeit.

Die gesellschaftliche Energiewende ist oft weiter als die politische Debatte. Das macht Hoffnung – trotz allen Gegenwinds.   

 


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Hintergrund

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=Erneuerbare

https://www.ecosia.org/search?q=Erderhitzung

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Erneuerbare Energien

werden Energiequellen bezeichnet, die im menschlichen Zeithorizont für nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren.

Erneuerbare Energiequellen gelten, neben der effizienten Nutzung von Energie, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik (englisch sustainable energy policy) und der Energiewende. Zu ihnen zählen Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Ihre Energie beziehen sie von der Kernfusion der Sonne, die bei weitem die wichtigste Energiequelle ist, aus der kinetischen Energie der Erddrehung und der Planetenbewegung sowie aus der erdinneren Wärme.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in vielen Staaten weltweit vorangetrieben. Im Jahr 2023 deckten moderne erneuerbare Energien – d. h. ohne traditionelle Biomassenutzung zum Kochen und Heizen – 13,5 % des weltweiten Endenergieverbrauchs. Gut die Hälfte davon (7,8 %) entfiel auf Ökostrom aus Wasserkraftwerken-, Solar- und Windkraftanlagen, geringere Teile auf erneuerbare Wärme (4,5 %) bzw. Biokraftstoffe im Verkehrswesen.

Eine große Rolle spielen erneuerbare Energien bei der globalen Stromerzeugung. 2025 lieferten sie mit 10.730 TWh bzw. einem Anteil von 33,8 % erstmals mehr Strom als Kohlekraftwerke (10.476 TWh, 33 %) und waren damit die weltweit wichtigste Stromquelle. Den größten Anteil hatte die Wasserkraft mit 14 % gefolgt von Solarenergie und Windenergie, die mit Anteilen von 8,7 bzw. 8,5 % nur noch minimal hinter der Kernenergie (8,9 %) lagen. Sonstige Erneuerbare kamen auf 2,5 %

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Globale Erwärmung

umgangssprachlich auch „der Klimawandel“, „Erderwärmung“ oder auch „Erderhitzung“ – wird der gegenwärtige Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere bezeichnet. Es handelt sich um einen menschengemachten Klimawandel, der eine Folge von Netto-Treibhausgasemissionen ist, die seit Beginn der Industrialisierung durch Nutzung von fossilen Energieressourcen sowie nicht-nachhaltiger Forst- und Landwirtschaft entstanden sind. Die Treibhausgasemissionen erhöhen das Rückhaltevermögen für infrarote Wärmestrahlung in der Troposphäre, wodurch der natürliche Treibhauseffekt verstärkt wird. Wichtigstes Treibhausgas bei der derzeitigen globalen Erwärmung ist Kohlenstoffdioxid (CO2), dazu kommen weitere wie z. B. Methan und Distickstoffmonoxid. Die von der Messstation Mauna Loa gemessene mittlere CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre stieg von ursprünglich etwa 280 ppm vor Beginn der Industrialisierung auf inzwischen über 420 ppm.

Der Temperaturanstieg betrug im Vergleich zu 1850–1900 bis zu den 2010er Jahren nach Angaben des Weltklimarats IPCC etwa 1,1 °C. Seit den 1980er Jahren war jedes Jahrzehnt wärmer als das vorangegangene. 2024 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen; die Temperaturen lagen ca. 1,6 °C über dem Durchschnitt der vorindustriellen Referenzperiode. Die elf Jahre von 2015 bis 2025 waren die elf heißesten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn. Ein vergleichbares Temperaturniveau gab es zuletzt am Ende der Eem-Warmzeit vor 115.000 Jahren. Seit etwa 2015 zeigt sich eine statistisch signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung. Der IPCC schreibt in seinem 2023 erschienenen Synthesebericht, dass es eindeutig ist, dass menschliche Aktivitäten, darunter hauptsächlich die Emission von Treibhausgasen, die Atmosphäre, die Ozeane und Landmassen erwärmt haben.

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YouTube

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Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

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