Newsletter XVII 2026

26. April bis 2. Mai

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

1. Mai 1968 (INES-4 NAMS 4,6) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

1. Mai 1962 ("Beryl", Frankreichs 6. Atombombentest) In Ekker, DZA

2. Mai 1967 (INES-4) Akw Chapelcross, GBR

4. Mai 1986 (INES-0 Klass.?) Akw THTR 300, Hamm, NRW, DEU

4. Mai 1954 ("Castle Yankee"H-Bombe mit 13,5 MT, Atomtests USABikini Atoll, MHL

7. Mai 2007 (INES-1) Akw Philippsburg, DEU

7. Mai 1966 (INES-4) Forschungsinstitut RIAR, Melekess, UdSSR

9. Mai 1966 (Chinas 3. Nuklearwaffentest) Lop Nor, Xinjiang, CHN

11. bis 13. Mai 1998 (5 indische Atombombentests) Pokhran, IND

11. Mai 1969 (INES-5 NAMS 2,3) Atomfabrik Rocky Flats, USA

12. Mai 1988 (INES-2) Akw Civaux, FRA

13. Mai 1978 (INES Klass.?) AVR Jülich, DEU

18. Mai 1974 (1. indischer Atombombentest) Pokhran, IND

20. Mai 1956 ("Redwing", Testreihe mit 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok und Bikini Atoll, MHL

21. Mai 1946 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA

22. Mai 1981 (INES-3) Atomfabrik La Hague, FRA

22. Mai 1968 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, USS Scorpion sank sw. der Azoren

24. Mai 1958 (INES Klass.?) Akw NRU Chalk River, CAN

25. Mai 2009 (2. nordkoreanischer Atombombentest) Punggye-ri, PRK

26. Mai 1971 (INES-4) Kurschatow-Institut Moskau, RUS

27. Mai 1956 ("Redwing", Testreihe mit 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok und Bikini Atoll, MHL

28. bis 30. Mai 1998 (6 pakistanische Atombombentests) Ras Koh, PAK

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de

 


2. Mai


 

Gesundheitsrisiko im Gazastreifen

Ratten und Parasiten breiten sich in Zeltlagern aus

Hunderttausende Menschen leben im Gazastreifen unter katastrophalen Bedingungen in Zeltunterkünften. Nun häufen sich Berichte über eine Rattenplage. Anwohner erzählen, dass Kinder im Schlaf von den Tieren gebissen werden.

Sie kommen nachts, so erzählt es Khalil Al-Mashharawi. Der 29-Jährige berichtet der Nachrichtenagentur Reuters von einer sich ausbreitenden Rattenplage im Gazastreifen. »Sie attackieren uns, wenn wir schlafen«, sagt er. Der Mann lebt dem Bericht zufolge gemeinsam mit seiner Familie in den Ruinen ihres im Krieg zerstörten Hauses im Norden des Küstenstreifens. Dort, so sagt er, habe vor einigen Wochen eine Ratte seinen drei Jahren alten Sohn in die Hand und die Zehen gebissen. Er selbst sei kürzlich ebenfalls von einem Tier attackiert worden. Nun würden seine Frau und er in Schichten schlafen, um ihre Kinder und einander vor den Nagetieren zu schützen.

Berichte wie dieser häuften sich zuletzt aus dem Gazastreifen. Die ohnehin katastrophale humanitäre Lage wird durch die Verbreitung von Nagetieren und Parasiten weiter verschärft. Das geht auch aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor.

In mehr als 80 Prozent der Zeltstädte und Notunterkünfte gebe es Hautinfektionen und Hautausschläge, darunter Krätze sowie Läuse und Bettwanzen, sagte Reinhilde Van de Weerdt kürzlich. Laut der lokalen WHO-Vertreterin habe es allein in diesem Jahr im Gazastreifen bislang rund 17.000 Fälle von Infektionen durch Nagetiere und Ektoparasiten gegeben. »Zerstörte Gebäude und Berge von angesammeltem Müll haben ideale Brutstätten für Nagetiere und Schädlinge geschaffen«, sagte sie. »Dies ist nur die bedauerliche, aber vorhersehbare Konsequenz, wenn Menschen in einem völlig zerstörten Umfeld leben«, so Van de Weerdt.

Im vergangenen Oktober hatten sich Israel und die islamistische Hamas auf eine Waffenruhe geeinigt. Das Leiden der Palästinenser im Gazastreifen geht jedoch weiter. Schätzungen gehen davon aus, dass es in dem eng besiedelten Küstenstreifen etwa zwei Millionen Binnenflüchtlinge gibt. Ein Großteil der Vertriebenen lebt in notdürftigen Zeltstädten und provisorischen Unterkünften. Diese Zeltstädte sind extrem überfüllt und bieten kaum Schutz vor Kälte, Regen und den Kampfhandlungen. Zudem mangelt es an sauberem Trinkwasser. Verschärft wird die Lage zusätzlich durch von Israel verhängte Einfuhrbeschränkungen für Seife, Waschpulver und andere Hygieneartikel nach Gaza.

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Warum Linke bereit sind, Noam Chomsky in die Epstein-Hölle zu verbannen

Engste Weggefährten lassen den 97-jährigen Chomsky fallen – dabei hält die Empörung über seine Epstein-Kontakte einer Faktenprüfung kaum stand.

Die Veröffentlichung privater E-Mails und Fotos Noam Chomskys aus den Epstein-Files hat Empörung bei Linken und Progressiven ausgelöst. Der Unrast-Verlag, der eine Reihe von Chomskys Büchern in deutscher Übersetzung verlegt, hat sie aufgrund von dessen privatem Kontakt zu Epstein aus dem Programm genommen:

"Als linker Verlag … ist Chomsky für uns als Autor nicht mehr tragbar. … Wir wollen Täter und ihre Unterstützer:innen weder schützen, noch ihnen eine Plattform oder ein Einkommen bieten."

Videointerviews mit Chomsky sind im Netz gelöscht worden. Enge Freunde, Kollegen und Co-Autoren wie der ehemalige New York Times-Journalist Chris Hedges, der Historiker und Aktivist Vijay Prashad oder Jeffrey St. Clair von Counterpunch zeigen sich schockiert, äußern Abscheu und haben sich von Chomsky in öffentlichen Statements distanziert, während sie erklären, dass die Aufdeckungen sein intellektuelles Erbe schwer beschädigt haben.

Wie konnte es soweit kommen?

Es geht um persönliche Mails von Noam Chomsky und seiner Frau Valéria an Jeffrey Epstein, gemeinsame Abendessen, Epsteins Hilfe bei der Klärung eines Finanzdisputs mit Chomskys Kindern und zwei Fotos, die Chomsky mit Jeffrey Epstein in seinem Privatflugzeug und mit Trump-Stratege Steve Bannon zeigen.

In einer Antwort auf eine Anfrage Epsteins schätzte Chomsky ihn für ein Opfer der Cancel Culture ein und riet ihm, nur auf direkte Anfragen zu reagieren. Das war im Februar 2019, also einige Monate vor der Verhaftung Epsteins im Juli.

Leitmedien in den USA und Europa haben die "Chomsky-Epstein-Freundschaft" seit der Publikation einiger ausgewählter Epstein-Dokumenten im Dezember letzten Jahres in den Fokus genommen. Sie benutzten die privaten E-Mails, um daraus den Sturz des "wohl bedeutendsten lebenden Intellektuellen der Gegenwart", wie es die New York Times einmal formulierte, des Vordenkers progressiver Bewegungen und unermüdlichen Aktivisten in die Epstein-Hölle zu inszenieren.

[...] Die Diskreditierung Chomskys in den Mainstreammedien war zu erwarten. Seine seit Jahrzehnten vorgetragene Kritik an der Art, wie die Mächtigen insbesondere im US-geführten Westen mit Hilfe der intellektuellen Klasse eine Katastrophenpolitik gegen die Menschheit betreiben, die Entlarvung von Machtkontrolle in über hundert Büchern sowie unzähligen Artikeln und Interviews, stellt einen unangenehmen Spiegel dar, in den die, die an der Katastrophenpolitik teilnehmen und davon profitieren, nicht hineinschauen wollen.

Die gezielte Veröffentlichung von einigen Epstein-Dokumenten durch das von Trump kontrollierte US-Justizministeriums ist insofern ein Geschenk für das Establishment gewesen. Man musste nur das Foto, das Chomsky und Epstein im Privatjet zeigt, abdrucken, eine skandalträchtige Überschrift darüber setzen und einige E-Mail-Aussagen aus dem Zusammenhang reißen – im Handumdrehen erschien Chomsky als Hofintellektueller eines verbrecherischen Pädophilen.

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USA: Lobbyeinfluss bei Lockerung der Formaldehyd-Grenzwerte

Dokumente zeigen, dass massgebliche Studien von einem einzigen Forscher stammen – und von der Industrie finanziert wurden.

Formaldehyd ist ein krebserregender Stoff, der in jeder Konzentration gesundheitsschädlich ist. Dieser Meinung war bis vor Kurzem auch die US-Regierung. Doch Ende 2025 schwächte die US-Umweltbehörde EPA diese Risikoeinschätzung überraschend ab.

Interne Dokumente zeigen, dass die EPA unter Donald Trump die Regeln für das krebserregende Formaldehyd gezielt abgeschwächt hat – und sich dabei auf industrienahe Forschung stützte. Darunter sind Studien, welche die Behörde zuvor selbst als veraltet oder unzuverlässig eingestuft hatte.

Dreimal so hoch wie in der Schweiz

Als krebserregend soll Formaldehyd in der Luft nur noch ab einem Schwellenwert von 0,3 ppm (parts per million) gelten – dreimal so viel, wie das Bundesamt für Gesundheit hierzulande noch als unbedenklich empfiehlt.

Die Neueinschätzung der EPA stellt eine Aufweichung der US-Regeln dar, auf die die herstellende Industrie jahrelang hingearbeitet hatte. Darüber berichtete der «Guardian» unter Bezug auf interne Dokumente, deren Herausgabe die Non-Profit-Organisation Environmental Defense Fund (EDF) mit Hilfe von Öffentlichkeitsgesetzen erzwungen hatte. Die weltweit aktive Organisation mit Sitz in New York setzt sich seit den 1960er-Jahren für Umweltanliegen ein. Sie beschäftigt mehrere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

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KI-Konzerne sind eilig dabei, dem Pentagon bei der Beschaffung des mörderischen „Arsenals der Freiheit“ zu helfen

Palantir-Chef Alexander Karp hatte kürzlich mit der Veröffentlichung seines Manifests oder seiner Thesen aus dem Buch „The Technologic Society“ bereits vorgegeben, wohin die Reise der IT-Konzerne gehen soll: in die rückhaltlose Militarisierung, weil dort viel sicheres Geld winkt. Das Pentagon rüstet massiv mit Künstlicher Intelligenz auf, US-Präsident Trump hat einen Militärhaushalt von 1,5 Billionen US-Dollar in Aussicht gestellt.

Da können die Konzerne, die viele Milliarden in die Entwicklung von KI investieren, nur alle Schleusen öffnen. Lange ist Zeit her, als Google noch behauptete: „Don’t be evil“. Karp gab die Losung aus, dass die Konzerne des Silicon Valley verpflichtet seien, an der Verteidigung des Landes mitzuwirken. Da sei auch Zwang oder Wehrpflicht erforderlich, weil sich jeder beteiligen müsse: „Wir sollten als Gesellschaft ernsthaft darüber nachdenken, von einer reinen Freiwilligenarmee abzurücken und den nächsten Krieg nur dann führen, wenn alle das Risiko und die Kosten gemeinsam tragen.“ Natürlich werden Karp, Bezos, Zuckerman, Altman und wie sie alle heißen mitkämpfen, indem sie die Mittel liefern, die im modernen Krieg entscheidend sein sollen: die Software, d.h. die KI. Und natürlich sind sie auch dabei, wenn die USA im Ausland Krieg führen.

Zicken hatte in letzter Zeit Anthropic mit der KI Claude gemacht. Der Konzern wollte zwar profitieren als Teil des militärisch-industriellen Komplexes, aber nicht ganz böse sein. Gefordert wurde vom Pentagon, dass die Anwendung der KI zur Massenüberwachung und zur Steuerung vollständig autonomer Waffensysteme beschränkt werde. Kriegsminister Hegseth gab sich empört über solch ein Ansinnen. Der IT-Konzern wurde als „Risiko für die nationale Sicherheit“ eingestuft.

Der versuchte, sich juristisch dagegen zu wehren, hatte aber auch schnell eine neue KI zur Hand, um das Kriegsministerium zu ködern: Die auf Claude basierende KI Mythos sei imstand, in allen Programmen Sicherheitslücken zu entdecken und auszunutzen. Es soll als ein optimales Hacker- und Spionagewerkzeug sein. Anthropic gab die Bedrohung bekannt und stellte sein Eintreten für die nationale Sicherheit heraus, indem nur amerikanischen Banken und IT-Konzerne sowie das Pentagon und die Geheimdienste Zugang erhielten.

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2. Mai 1967 (INES-4) Akw INES Kategorie 4 "Unfall" Chapelcross, GBR

Ein Brennstab fing Feuer und verursachte eine partielle Kernschmelze im Kernkraftwerk Chaplecross Magnox, Abschaltung und 2 Jahre Reparaturzeit.
(Kosten ca. 89 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Wikipedia de

Kernkraftwerk Chapelcross

Im Mai 1967 kam es zu einer partiellen Kernschmelze im Block 2. Ursache war ein Versuchsbrennstab, in dem ein Graphitpartikel die Kühlung verstopfte.
 

AtomkraftwerkePlag

Chapelcross (Großbritannien)

Teilkernschmelze, Flugzeugabsturz in Lockerbie und sonstige Störfälle

Am 2. Mai 1967 ereignete sich in Chapelcross-2 eine Teilkernschmelze. Auslöser war ein Brennstab, der zerbrochen war und Feuer fing. Der Vorfall wurde mehrere Jahre geheimgehalten, der Reaktor blieb zwei Jahre abgeschaltet ...

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

 


1. Mai


 

Giftiges Bohrloch

Das „argentinische Tschornobyl“

Ein Ölunternehmen hinterlässt in der argentinischen Provinz Salta massive Umweltschäden – und meldet Insolvenz an. Das Bohrloch sprudelt weiter.

Es zischt und faucht wie bei einem Geysir. Doch statt heißen Wassers wird ein giftiger Cocktail aus Gasen, Öl und Schlamm in die Luft geschleudert. Vor zwei Jahren crashte die stillgelegte Ölquelle Lomas de Olmedo X-10 in der argentinischen Provinz Salta. Seitdem strömen unaufhörlich Gas und Erdöl aus der Tiefe an die Oberfläche, wo sie sich zu einem toxischen Schlamm vermischen. Ein Hügel ist durch Bodensenkungen verschwunden. Dafür hat sich eine tödliche Lagune gebildet.

Die Folgen sind gravierend: Luft, Wasser und Boden sind stark kontaminiert. Die knapp 50 Familien, die in der weiteren Umgebung leben, sind dauerhaft gefährdet. Mindestens 20 Hektar Vegetation wurden zerstört, und rund 350 Rinder sind seither verendet. Auch die lokale Fauna – Ameisenbären, Ozelots, Füchse und Nandus – wird massiv geschädigt. Aus Angst wird das Gebiet weiträumig gemieden, das die Einheimischen inzwischen als „argentinisches Tschornobyl“ bezeichnen.

Das Bohrloch war 1983 von der staatlichen Ölgesellschaft YPF im Norden der Provinz Salta bei Lomas de Olmedo angelegt und 2015 an die private Presidente Petroleum verkauft worden, einer Tochter der britischen President Energy. Diese stellte den Betrieb ein, als die Förderung nicht mehr rentabel war, und verschloss das Bohrloch mit einer typischen kreuzförmigen Bohrlocharmatur. 2023 versagte der Verschluss. Seither zischt und sprudelt es unaufhörlich.

Im Mai 2025 forderte die Provinzregierung das Unternehmen zu dringenden Eindämmungsmaßnahmen auf. Statt dieser Aufforderung nachzukommen, meldete die Firma im August desselben Jahres Insolvenz an. Daraufhin wurde ihr die Förderkonzession entzogen und die Rückgabe des gesamten Gebiets an die Provinz angeordnet, einschließlich aller Anlagen und Bohrvorrichtungen.

Da sich das Bohrloch auf staatlichem Boden befindet, liegt die Verantwortung für die Schadensbehebung grundsätzlich bei der Provinz. Diese hat den Vorfall inzwischen offiziell als Umweltkatastrophe eingestuft, lehnt jedoch die vollständige Verantwortung ab.

Zuständigkeiten sind ungeklärt

Stattdessen ist ein Streit mit der früher beteiligten staatlichen Ölgesellschaft über die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen entbrannt. Im Raum stehen Kosten in Millionenhöhe. Der Fall liegt mittlerweile bei der Justiz, ein Urteil steht jedoch noch aus.

Mitte April kündigte die Provinzregierung an, dass das provinzeigene Unternehmen Remsa (Recursos Energéticos y Mineros de Salta) das Gebiet übernehmen und Notfallmaßnahmen einleiten werde. Allerdings haftet Remsa nur für Schäden, die nach dieser Übernahme entstehen.

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Von Jülich nach Ahaus:

Rollt nächste Woche wieder Atommüll durch NRW?

Steht der nächste Castor-Transport durch NRW bevor? Nach WDR-Informationen soll am Dienstag wieder Atommüll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden.

Damit könnte es für die Polizei in NRW nun direkt den nächsten Großeinsatz geben - nur zwei Wochen nach dem letzten Castor-Transport.

[...] Die Bürgerinitiativen planen für Dienstag neue Protestaktionen: Es soll eine Fahrrad-Demo vom Bahnhof zur Castor-Transportstrecke geben, mit anschließender Kundgebung. Außerdem ist eine Mahnwache vor dem Zwischenlager geplant, bis der Atommüll in der Nacht dort eingetroffen ist.

Nach WDR-Informationen soll zunächst nur wieder ein Castorbehälter auf die rund 170 Kilometer lange Strecke gehen. Die Polizei könnte mehrere Transporte zusammenfassen, macht davon aber wohl noch keinen Gebrauch. Die jeweiligen Termine halten Behörden und beteiligte Unternehmen aus Gründen der Sicherheit geheim.

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Italien:

Tausende fliehen in der Toskana vor Waldbränden

Wegen eines großen Waldbrands haben mehr als 3.500 Menschen ihre Häuser in der Toskana verlassen müssen. Seit einigen Tagen brennt es in der italienischen Urlaubsregion.

Mehr als 3.500 Menschen haben aufgrund eines starken Waldbrands in der Toskana ihre Häuser verlassen müssen. Das Feuer breitet sich seit einigen Tagen im Gebiet rund um die italienische Urlaubsregion zwischen den Städten Pisa und Lucca aus. Stark betroffen ist die Umgebung des 830 Meter hohen Bergs Monte Faeta in der Gemeinde San Giuliano Terme. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, auch Soldaten der italienischen Armee sind im Einsatz.

Nach Angaben örtlicher Behörden werden die Flammen durch Windböen immer weiter angefacht. Die Provinz verfügte demnach, dass alle Anwohner das Gebiet verlassen müssen. Zur Unterbringung wurden Turnhallen in der Umgebung genutzt. Regionalpräsident Eugenio Giani sprach von einer »sehr schwierigen Situation, auf die wir unsere ganze Kraft konzentrieren müssen«.

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Brasilien:

Parlament hebt Veto gegen Strafmilderung für Jair Bolsonaro auf

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist mit dem Versuch gescheitert, eine Haftverkürzung für seinen Vorgänger zu stoppen. Das Parlament weist sein Veto zurück.

Brasiliens Kongress hat ein Veto von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gegen ein Gesetz zur möglichen Haftverkürzung für Ex-Präsident Jair Bolsonaro aufgehoben. In der Abgeordnetenkammer und im Senat wurden die erforderlichen Mehrheiten dafür deutlich erreicht, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Bolsonaro verbüßt derzeit eine Haftstrafe von mehr als 27 Jahren wegen eines Putschversuchs und steht aus gesundheitlichen Gründen unter Hausarrest. Mit der neuen Regelung könnten sich zentrale Strafberechnungen ändern, was sich auf die Dauer des Strafvollzugs auswirken könnte. Nach Einschätzung der Zeitung Folha de São Paulo könnte sich seine Haftdauer dabei um einige Jahre verkürzen. Eine konkrete Anpassung erfolgt jedoch erst nach einer Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof und ist nicht automatisch. Zudem kann das Gesetz noch vor diesem Gericht angefochten werden – ein solcher Schritt gilt als wahrscheinlich.

Neue Regeln ändern Strafberechnung grundlegend

Die Neuregelung betrifft Verurteilungen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen vom 8. Januar 2023, als Anhänger des damaligen Präsidenten Regierungsgebäude in Brasília stürmten.

Kern der Neuregelung ist, dass bei mehreren Delikten die Strafen nicht mehr vollständig addiert werden. Stattdessen wird nur noch die Strafe für das schwerste Verbrechen angesetzt und innerhalb eines Rahmens erhöht. Zusätzlich sind unter bestimmten Bedingungen weitere Strafminderungen möglich.

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INES Kategorie 4 "Unfall" 1. Mai 1968 (INES-4 NAMS 4) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

Aus dem Schornstein des Gebäudes B230 traten aufgrund eines defekten Filters über einen Zeitraum von etwa einem Monat 550 TBq radioaktive Strahlung aus.
(Kosten ca. 1900 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents 
 

Die Nukleare Kette

Sellafield/Windscale, Großbritannien

Die größte zivile und militärische Atomanlage Europas steht in Sellafield. Während hier in der Vergangenheit Plutonium für das britische Atomwaffenprogramm produziert wurde, dient der Standort heute als Wiederaufbereitungsanlage für Atommüll. Der Großbrand von 1957 sowie zahlreiche radioaktive Lecks kontaminierten die Umwelt und setzten die Bevölkerung erhöhten Strahlenwerten aus ... 
 

Dieser Unfall sowie mehrere andere Freisetzungen von Radioaktivität sind in Wikipedia nicht mehr zu finden.

Wikipedia de

Sellafield

Seit den späten 1940er Jahren und der Inbetriebnahme von Windscale/Sellafield wurden etwa 20 mehr oder weniger schwere Zwischenfälle gemeldet, bei denen Radioaktivität freigesetzt wurde. Die im täglichen Betrieb anfallenden nuklearen Abfälle werden in großen Mengen in flüssiger Form über eine Pipeline in die Irische See eingeleitet.

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände1. Mai 1962 ("Béryl", Frankreichs 6. Atomtest) In Ekker, DZA

Nukleartest Béryl - 1961 und 1962 hat Frankreich im Hoggar-Gebirge 13 unterirdische Atomtests durchgeführt, der zweite Test "Béryl" am 01. Mai 1962 brach durch und wurde oberirdisch ...

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

In Ekker, Algerien

Atomwaffentests

Im algerischen In Ekker führte Frankreich 13 unterirdische Atomwaffentests durch, die zu einer massiven radioaktiven Kontamination des umliegenden Geländes, der Luft und möglicherweise sogar des Grundwassers sowie zur Strahlenexposition Hunderter Menschen führten. Bis heute wurden die Opfer nicht angemessen entschädigt und das Ausmaß der radioaktiven Verseuchung nicht genauer untersucht.

Hintergrund

Der Ort In Ekker liegt an einer Hauptstraße durch die Sahara im Süden Algeriens, in einer Region, die von Nomadenstämmen und vorbeiziehenden Karawanen bevölkert wird. Bis zum Jahre 1962 war Algerien noch eine französische Kolonie. Nachdem überirdische Atomwaffentests der französischen Armee in der Nähe von Reggane zu Sorgen bei algerischen Politikern geführt hatten, begann Frankreich im November 1961 mit einer Reihe unterirdischer Tests bei In Ekker. Auch nach der algerischen Unabhängigkeit wurden die Tests fortgesetzt, da eine Klausel im Unabhängigkeitsvertrag von Evian der französischen Armee erlaubte, die Tests für fünf weitere Jahre durchzuführen. So wurden in Tunneln im Hoggar-Gebirgszug bei In Ekker bis Februar 1966 insgesamt 13 Atombomben detoniert. Zudem führte die Armee von Mai 1964 bis März 1966 unter dem Decknamen „Pluto“ fünf Testexplosionen mit Plutonium durch, bei denen ermittelt werden sollte, wie weit der radioaktive Niederschlag einer Plutoniumbombe durch Wüstenwinde verbreitet werden würde und wie groß die radioaktiv kontaminierte Fläche wäre ...

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

 


30. April


 

Quarks Faktencheck

Atomkraft: Spahns Darstellung ist stark verkürzt

Jens Spahn hält eine Rückkehr zur Atomkraft offenbar für möglich. Technisch lassen sich Kernkraftwerke reaktivieren, sagen Fachleute. Die Kosten sind aber wohl höher als Spahn darstellt und das ist nicht das einzige Problem.

An verschiedenen Stellen hat CDU-Fraktionschef Jens Spahn sich für eine Reaktivierung der stillgelegten deutschen Kernkraftwerke stark gemacht.

Spahn verweist bei "Caren Miosga auf "aktuelle Studien", wonach die stillgelegten Reaktoren "mit um die neun, zehn Milliarden Euro wieder ans Netz gehen könnten". Laut Spahn sei das definitiv günstiger, als neue Atomkraftwerke zu bauen.

[...] Atomlobby als Quelle

Während die Betreiber der Kraftwerke bislang kein Interesse an einer Rückkehr zu Atomkraft bekunden, haben sich Lobby-Verbände und Thinktanks wiederholt dafür ausgesprochen. In einem Report der Radiant Energy Group von 2024 steht unter anderem: "Der Wiederinbetriebnahme der kürzlich abgeschalteten deutschen Reaktoren stehen keine größeren technischen Hindernisse entgegen."

An anderer Stelle heißt es: "Wenn der Rückbau sofort gestoppt und die Wiedereinstellung von Personal zügig begonnen wird, könnte Brokdorf bereits 2027 wieder in Betrieb gehen." Auf genau diesen Report bezieht sich Jens Spahn, wie sein Pressesprecher auf Nachfrage mitteilt. Andere Quellen oder wissenschaftlich durchgeführte, "aktuelle Studien" werden auf Anfrage nicht erwähnt.

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IMHO

Jeder spielt die Trump-Karte so gut er eben kann. Die Atomlobby will ihre Agenda durchsetzen, egal wie viel die Steuerzahler dafür bezahlen müssen. Der Sinn dieser Farce: Geld scheffeln, bis die Hölle zufriert.

Es geht nicht um Wahrheiten oder Fakten, sondern darum, Stimmungen zu schüren. Große, plakative Ankündigungen, die man letztlich nicht erfüllen kann, nicht erfüllen will und auch nicht erfüllen muss. Hauptsache Staub aufwirbeln – genau wie es Don Trumpl vorführt –, den Wählern Sand in die Augen streuen, ihnen die Sicht nehmen und sie hinters Licht führen.

Jens ZündSpahn würde dafür sogar eine Regierung mit der AfD bilden, mit ihm als Kanzler natürlich. Egal, wie viele Köpfe dafür rollen müssten – oder wessen.

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Übersetzung https://www.deepl.com/de/translator
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Der merkwürdige, geheimnisvolle Fall der seltsamen Daten zum Kernkraftwerk Kursk II

Was Rosatom während des Krieges verheimlicht und warum die Daten der IAEO nicht übereinstimmen

Kursk II ist eines der wichtigsten Kernkraftwerksbauprojekte von Rosatom in Russland. Dort entstehen vier der modernsten und leistungsstärksten Blöcke in der Geschichte von Rosatom – WWER-TOI-Reaktoren mit einer Leistung von jeweils bis zu 1.250 MW.

Dieser Standort ist jedoch auch das russische Kernkraftwerk, das der Grenze zur Ukraine am nächsten liegt. Wahrscheinlich aus diesem Grund führt Rosatom den Bau unter Bedingungen begrenzter Transparenz durch – entweder werden wichtige Meilensteine des Baus nicht öffentlich bekannt gegeben oder dies geschieht mit erheblichen Verzögerungen und Unstimmigkeiten. Dies hat sogar auf Ebene der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zu Verwirrung geführt.

Wann wurde der erste Beton für die Fundamentplatte von Block 3 des Kernkraftwerks Kursk II gegossen?

Die vier neuen VVER-TOI-Blöcke in Kursk II sollen die älteren RBMK-Reaktoren des bestehenden Kernkraftwerks Kursk ersetzen. Der Bau des neuen Kraftwerks begann 2018. Der erste Block von Kursk II wurde Ende 2025 ans Netz angeschlossen. Der zweite Block liegt etwa ein Jahr hinter dem ersten zurück. Die Blöcke 3 und 4 befinden sich derzeit in einem frühen Stadium. Die Entwicklungen der letzten Monate zeichnen jedoch ein widersprüchliches Bild ihres Status. Insbesondere bleibt unklar, ob der Bau von Block 3 offiziell begonnen hat und ob mit der Betonierung der Fundamentplatte des Reaktorgebäudes begonnen wurde.

Im März 2026 wurde der Status von Block 3 des Kernkraftwerks Kursk II im Power Reactor Information System (PRIS) der Internationalen Atomenergie-Organisation sowie in der Datenbank der World Nuclear Association aktualisiert. Dem neuen Eintrag zufolge erfolgte der erste Betoniervorgang am 31. Januar 2026, und der Block wurde offiziell als im Bau befindlich eingestuft. Nach Angaben des WebArchive-Dienstes erschien diese Aktualisierung Mitte März in den Datenbanken von PRIS und WNA.

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Strafbefreiende Selbstanzeige

Warum Kling­beils Reform ihr Ziel ver­fehlt

Wer in größeren Summen Steuern hinterzogen hat, soll sich nicht mehr "freikaufen" können. Dieser Vorstoß brächte aber keinen Erfolg, sondern weniger Aufklärung und mehr verdeckte Vermögen, sagen Rainer Biesgen und Philipp J. Butler.

Am Montag hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil seinen "Aktionsplan gegen Steuerkriminalität" vorgestellt. Im Mittelpunkt steht ein Vorschlag, der seit Jahren in der politischen Debatte zirkuliert, dieses Mal aber konkret werden soll: Die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 Abgabenordnung (AO) soll künftig oberhalb bestimmter Schwellenwerte nur noch strafmildernd wirken – nicht mehr strafbefreiend. Die strafbefreiende Rückkehr in die Steuerehrlichkeit soll in diesen Fällen nicht mehr möglich sein. Wer in größerem Umfang Steuern hinterzogen habe, dürfe sich nicht "freikaufen" können.

Das mag öffentlichkeitswirksam sein. In der steuerstrafrechtlichen Praxis trifft der Vorstoß jedoch genau dorthin, wo er am wenigsten gebraucht wird – und beraubt den Fiskus eines seiner wirksamsten Aufklärungsinstrumente. Die Reform sollte aus mehreren Gründen nicht kommen.

Die Selbstanzeige ist längst kein Freifahrtschein mehr

In der öffentlichen Wahrnehmung haftet der Selbstanzeige noch immer das Bild einer bequemen Rolle rückwärts an. Eine mit Geld leicht erkaufte Straffreiheit. Mit dem geltenden Recht hat das wenig zu tun. Wer heute Straffreiheit nach § 371 AO erlangen will, muss lückenlos mindestens die vergangenen zehn Jahre fehlerfrei nacherklären. In manchen Fällen sogar fünfzehn Jahre. Die kleinste Lücke, der kleinste Fehler führt hier schon zum Verlust der strafbefreienden Wirkung. Hinzu kommen Hinterziehungszinsen von 6 Prozent p. a. sowie – ab einer Hinterziehungssumme von 25.000 EUR – gestaffelte Zuschläge nach § 398a AO: 10 Prozent bis 100.000 EUR, 15 Prozent bis eine Million, 20 Prozent darüber.

Diese Hürden sind nicht über Nacht entstanden. Sie sind das Ergebnis zweier Reformrunden – des Schwarzgeldbekämpfungsgesetzes 2011 und der Reform 2015. Was Klingbeil als "Fehlanreiz" bezeichnet, ist also bereits zweifach im Gesetzgebungsverfahren geschliffen worden. Bevor eine dritte Verschärfung startet, sollte im rechtspolitischen Diskurs geklärt werden, welches Schlupfloch hier eigentlich noch geschlossen werden soll.

[...] Die seit 2011 zweifach verschärften Hürden des § 371 AO haben das Instrument bereits an seine praktischen Grenzen geführt. Eine dritte Reform, die die strafbefreiende Wirkung in den größeren Fällen vollständig kappt, brächte nicht den vermeintlichen Symbolerfolg, sondern weniger Aufklärung, weniger Steueraufkommen und mehr verdeckte Vermögen. Diese Folgen sollten bei der Bewertung des Vorschlags bedacht werden.

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Verhandlungen mit Betreiber

Belgien stoppt den Rückbau seiner Atomreaktoren

Die belgische Regierung möchte zurück zur Atomkraft. Der Rückbau der Reaktoren wird vorerst ausgesetzt. Die Energiekonzerne scheinen weniger begeistert.

Belgien stoppt vorerst den Rückbau aller seiner Atomreaktoren. Man befinde sich mit dem ehemaligen Betreiber Engie in Verhandlungen über eine staatliche Übernahme der Meiler, teilt Regierungschef Bart De Wever in einer gemeinsamen Erklärung mit Engie mit.

2025 hatte Engie-Chef Vincent Verbeke deutlich gemacht, dass Kernenergie nicht mehr zu den »strategischen Ambitionen« von Engie gehöre. Der französische Energiekonzern fokussiere sich zunehmend auf erneuerbare Energien und Flexibilität, wie er erklärte.

Der Stopp aller Rückbauarbeiten solle »sicherstellen, dass dem belgischen Staat alle Optionen offenstehen«, heißt es darin. De Wever begründet das mit dem Wunsch nach »weniger Abhängigkeit von fossilen Importen und mehr Kontrolle über unsere eigene Versorgung«. Der Schritt zurück zur Atomkraft hatte die Regierung unter De Wever bereits bei ihrem Antritt vor einem Jahr angekündigt.

In Belgien sind derzeit zwei Reaktoren in Betrieb: einer im Kraftwerk Doel an der niederländischen Grenze und einer im AKW Tihange bei Lüttich, rund 50 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Ursprünglich sollten beide Reaktoren im vergangenen Jahr abgeschaltet werden, ihre Laufzeit wurde jedoch bereits infolge der Energiekrise 2022 bis 2035 verlängert.

Daneben gibt es fünf stillgelegte Reaktoren, drei in der Anlage Doel und zwei in Tihange. Darunter ist der umstrittene Reaktor Tihange 2, der 2023 abgeschaltet wurde. Deutsche Politiker und Atomkraftgegner hatten sich jahrelang dafür eingesetzt, nachdem Experten 2012 Tausende kleine Risse im Reaktordruckbehälter entdeckt hatten. Alle Reaktoren stammen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren.

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Zukunft statt Gas: Klimabündnis ruft zu Demonstration in Hamm auf

Teilnehmende wollen weltgrößtes Windrad-Menschenbild bilden

Berlin - Unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Gemeinsam für die Energiewende“ ruft ein deutschlandweites Bündnis für Samstag, den 30. Mai, in Hamm zu einer Demonstration für eine gerechte Energiewende und gegen den Neubau von Gaskraftwerken auf. Der Protest richtet sich gegen die Energiepolitik von Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Demonstration wird initiiert von Campact, Fridays for Future, BUND und Greenpeace. Zahlreiche weitere Organisationen unterstützen den Aufruf.

Die Demonstration startet um 12 Uhr und führt in Richtung Gersteinwerk, wo RWE einen großen zusätzlichen Gaskraftwerksblock plant. Startpunkt und Route sind noch offen. Vor dem Kraftwerk ist zum Abschluss der Demonstration ein Mitmach-Weltrekordversuch geplant: Mehr als tausend Teilnehmende stellen sich zum größten menschlichen Windrad der Welt auf.

„In keiner Region sind derzeit mehr Gaskraftwerke geplant als im Ruhrgebiet – allein rund um Hamm sind es drei. Und das ist erst der Anfang: Lobbyministerin Katherina Reiche will die Erneuerbaren Energien ausbremsen und Milliarden in klimaschädliche Gaskraftwerke stecken. Von den Plänen profitieren vor allem RWE und Co., deren Wünsche Reiche in Gesetze gießt. Gegen diese fossile Politik und für die Energiewende gehen wir gemeinsam auf die Straße“, sagt Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik des BUND.

„Der Irankrieg führt einmal mehr vor Augen: Nur erneuerbare Energien machen uns unabhängig von autoritären Regimen. Sonne und Wind müssen nicht durch die Straße von Hormus, sie sind günstig und schützen das Klima. Doch Gasministerin Katherina Reiche greift die Energiewende an, fördert Öl- und Gasheizungen und lenkt Milliarden in zusätzliche Gaskraftwerke. Schluss mit dem Gas-Wahn, Schluss mit fossiler Abhängigkeit!“, fordert Mira Jäger, Energieexpertin von Greenpeace.

[...] Der geplante Ausbau von Gaskraftwerken sorgt für eine Welle von Protesten in der Region. In Hamm wird vom 27. bis 31. Mai auch das von ehrenamtlichen Aktivist:innen organisierte Hammer Klimacamp stattfinden.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

 


29. April


 

Brasiliens Präsident Lula: „Um den Frieden zu schützen, müssen wir die Vereinten Nationen reformieren“

Luiz Inácio Lula da Silva ist seit 2023 zum dritten Mal Präsident Brasiliens und setzt sich wie bereits in früheren Amtszeiten für Umweltschutz, Sozialprogramme und Frieden ein. In seinem Gastbeitrag schreibt er über die Notwendigkeit, den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu reformieren, um Kriege zu verhindern und das Völkerrecht zu schützen. Er kritisiert das weltweite Aufrüsten, den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Auswahl militärischer Ziele sowie Sanktionen ohne UN-Unterstützung. 

Eine Welt ohne Regeln ist eine unsichere Welt. Es ist Zeit für einen Multilateralismus, der die globale Ordnung wirklich widerspiegelt.

Jeder Verstoß gegen das Völkerrecht zieht den nächsten nach sich. Von Afghanistan bis Iran und quer durch den Irak, Libyen, Syrien, die Ukraine, Gaza und Venezuela, die Grenze zwischen Erlaubtem und Verbotenem wird durch die stillschweigende Duldung des UN-Sicherheitsrats zunehmend verwischt. Seine ständigen Mitglieder nutzen das Veto sowohl als Schutzschild als auch als Waffe und handeln allzu oft ohne Bezug zur UN-Charta. Sie spielen mit dem Schicksal von Millionen und hinterlassen eine Spur der Verwüstung.

Bis vor Kurzem wurde zumindest versucht, Interventionen durch UN-Unterstützung einen Anschein von Legitimität zu verleihen. Heute wird bei der offenen Machtausübung nicht einmal mehr der Schein gewahrt. Die Schutzmechanismen multilateraler Institutionen werden zu eng, um hegemoniale Rivalitäten einzudämmen. Ohne Multilateralismus riskieren wir, ein unvollkommenes System kollektiver Sicherheit durch die brutale Realität weitverbreiteter Unsicherheit zu ersetzen. Wenn alle Beschränkungen für den Einsatz von Gewalt aufgehoben werden, herrscht Chaos.

Die Welt erlebt derzeit die höchste Anzahl bewaffneter Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Zufall, dass dies in einer Zeit geschieht, in der Demokratie am Scheideweg steht. Extremismus ist sowohl Ausgangspunkt als auch Endpunkt eines Teufelskreises. Wenn Regierungen sich aus Intoleranz oder Machtarroganz in Kriege hineinziehen lassen, säen sie den Samen des Grolls, der zu noch mehr Hass und Gewalt führt.

Technologische Fortschritte mit zivilen und militärischen Anwendungen konfrontieren uns mit ethischen Fragen. Die Auswahl militärischer Ziele erfolgt bereits durch künstliche Intelligenz, ohne rechtliche oder moralische Rahmenbedingungen. Die Grundsätze des humanitären Völkerrechts – insbesondere die Unterscheidung zwischen Zivilisten und Kombattanten (etwa Soldat:innen, Anm.) – sind ernsthaft bedroht. Frauen und Kinder sind die Hauptleidtragenden dieser kollektiven Tragödie.

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Abu Dhabi macht Schluss – und die OPEC steht vor den Trümmern

Nach fast 60 Jahren Mitgliedschaft verlassen die VAE die OPEC – und nehmen dabei 13 Prozent der Produktionskapazität mit.

Das Öl-Kartell OPEC steht unter beispiellosem Druck. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran, die daraus resultierende Doppelblockade der Straße von Hormus und der historische Einbruch der globalen Ölproduktion um 13 Millionen Barrel pro Tag haben das ohnehin fragile Bündnis der Ölförderstaaten an den Rand seiner Handlungsfähigkeit gebracht.

Nun haben die Vereinigten Arabischen Emirate, die am meisten unter den iranischen Vergeltungsangriffen leiden, die Konsequenz gezogen. Der Golfstaat gab am Dienstag bekannt, zum 1. Mai sowohl aus der OPEC als auch aus dem erweiterten Verbund OPEC+ auszutreten.

Wie Reuters berichtete, erklärte Energieminister Suhail Mohamed al-Mazrouei, die Entscheidung sei "nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen und zukünftigen Politik in Bezug auf das Produktionsniveau" getroffen worden.

Auf die Frage, ob sich Abu Dhabi mit dem de facto OPEC-Führer Saudi-Arabien abgestimmt habe, antwortete er, das Thema sei mit keinem anderen Land besprochen worden.

Der Austritt nach fast 60 Jahren Mitgliedschaft – Abu Dhabi trat 1967 der OPEC bei – die Mitgliedschaft wurde 1974 auf die neugegründeten VAE übertragen – – ist der erste Fall, in dem ein führender Produzent die Gruppe verlässt. Bisherige Abgänge betrafen kleinere Ölstaaten wie Katar 2019, Ecuador 2020 oder Angola Ende 2023.

[...] Das Land hat massiv in den Ausbau der Förderkapazitäten investiert und strebt ein Ziel von fünf Millionen Barrel an. Als OPEC-freier Produzent könnte Abu Dhabi diese Kapazitäten voll ausschöpfen – vorausgesetzt, die Exportrouten funktionieren.

Hier spielt die Abu Dhabi Crude Oil Pipeline (ADCOP) eine zentrale Rolle. Die 380 Kilometer lange Leitung, die rund 4,2 Milliarden US-Dollar kostete und seit 2012 in Betrieb ist, leitet Rohöl an der Straße von Hormus vorbei zum Hafen Fujairah am Golf von Oman.

Bereits heute laufen mehr als 50 Prozent der emiratischen Ölexporte über Land – ein strategischer Vorteil, den kein anderer großer Golfproduzent in diesem Ausmaß besitzt.

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Extremwetter:

Europa laut Klimabericht besonders von Erderwärmung betroffen

Einem WMO-Report zufolge war es 2025 in fast allen Gebieten Europas überdurchschnittlich warm. Die Meeresoberflächen verzeichneten Höchstwerte seit Aufzeichnungsbeginn.

Mindestens 95 Prozent des europäischen Kontinents haben 2025 laut einem Klimabericht Jahrestemperaturen über dem Durchschnitt erlebt. Europa erwärmt sich besonders schnell, wie aus dem Bericht zum Zustand des europäischen Klimas der Weltmeteorologieorganisation (WMO) und des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus hervorgeht. »Seit 1980 hat sich Europa zweimal so schnell wie der globale Durchschnitt erwärmt«, sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo.

Demnach treten Hitzewellen häufiger und stärker auf. 2025 sei davon nicht nur der Mittelmeerraum, sondern auch der Polarkreis erfasst worden. Teils sei es dort mehr als 30 Grad warm gewesen. Die Schneebedeckung habe fast ein Drittel unter dem langjährigen Mittel gelegen. Das grönländische Eisschild verlor den Angaben nach 139 Milliarden Tonnen Eis. Insbesondere in Südeuropa hätten indes Dürren Waldbrände befeuert. Die durch Waldbrände zerstörte Fläche in Europa lag bei einem Höchstwert von 1,034 Millionen Hektar.
2025 mindestens 21 Tote bei Stürmen und Fluten

An den Meeresoberflächen wurden 2025 laut dem Bericht die höchsten Durchschnittstemperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. 86 Prozent der europäischen Meeresgebiete erlebten mindestens einen Tag einer starken marinen Hitzewelle mit negativen Auswirkungen auf die Meerespflanzen und Meerestiere. 70 Prozent der Flüsse führten weniger Wasser als gewöhnlich. Mindestens 21 Menschen starben 2025 durch Stürme und Überflutungen in Europa. Rund 14.500 Menschen waren von Stürmen und Überflutungen betroffen.

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Steigender Meeresspiegel

Venedig geht langsam unter

Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel steigen. Zugleich sinkt der Boden unter Venedig ab. Forscher halten für möglich: Irgendwann muss die Lagunenstadt ins Landesinnere umziehen.

Venedig liegt nur knapp über dem Meeresspiegel, und der steigt. Schon heute liegt er rund 30 Zentimeter höher als noch vor 150 Jahren. Seit einigen Jahren schützt MOSE (Modulo Sperimentale Elettromeccanico) die Lagunenstadt vor Hochwasser. Dieses Sturmflutsperrwerk hat bewegliche Fluttore an den Öffnungen der Lagune, die sich bei Überflutungsgefahr schließen.
Hochwasserbarrieren reichen nicht aus

Mehr als sechs Milliarden Euro hat die Hochwassersperranlage in Venedig gekostet. Jedes Hochfahren und Absenken der Barrieren schlägt mit rund 200.000 Euro zu Buche. Noch viel höhere Kosten drohen jedoch, wenn diese Barrieren nicht mehr ausreichen. Szenarien für diesen Fall entwirft der Experte für Hochwasser-Prävention Piero Lionello von der Universität Salento. In einer neuen Studie für das Fachmagazin Scientific Reports warnt er: "Wir können Venedig noch eine Zeit lang schützen, ein paar Jahrzehnte, vielleicht etwas länger, aber nicht auf unbestimmte Zeit, wenn der Meeresspiegel weiter steigt."

"Anstieg der Meeresspiegel im Auge behalten"

Die Meeresspiegel steigen weiter an, bestätigt Corinna Schrum, Ozeanografin am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht. Wenn der Klimawandel weiter so rasch voranschreitet wie bisher, könnten sie auch an europäischen Küsten am Ende dieses Jahrhunderts bis zu einem Meter über dem jetzigen Pegelstand liegen. Die Forscherin, die sich mit Systemanalyse und Modellen in der Küstenforschung beschäftigt, plädiert für Wachsamkeit beim Thema Küstenschutz: "Wir müssen den Anstieg der Meeresspiegel im Auge behalten. Nicht nur, was in den Modellen in der Zukunft passiert, sondern wie es sich auf dem Pfad dahin entwickelt. Und wir müssen darauf vorbereitet sein."

[...] An der Lagunenstadt Venedig zeigt sich beispielhaft, dass Lebensraum, Ökosysteme und Kulturschätze auf dem Spiel stehen, wenn der Klimawandel weiter ungebremst seinen Lauf nimmt. Denn die Frage ist nicht mehr, ob der Meeresspiegel steigt, sondern wie gut Städte und Küstenregionen darauf vorbereitet sind.

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Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Wenn ich jeden Artikel über Don Trumpl berücksichtigen würde, bliebe kein Platz mehr für irgendetwas anderes.

Deshalb werde ich es mir von nun an etwas leichter machen ...

 


28. April


 

Trumps Feldzug gegen erneuerbare Energie

US-Regierung bezahlt Unternehmen fürs Canceln von Windparks

Zwei weitere Unternehmen sollen Geld in die fossile US-Wirtschaft stecken, mit dem sie ursprünglich Offshore-Anlagen aufbauen wollten.

Die US-Regierung von Donald Trump zahlt erneut Energieunternehmen dreistellige Millionensummen, damit die ihre Pläne für Offshore-Windparks aufgeben und stattdessen in klimaschädliche Öl- und Gasprojekte in den USA investieren.

Der Deal: Die Unternehmen stecken noch mal so viel Geld in fossile Projekte, wie sie zuvor an Pacht für Offshore-Flächen vor den US-Küsten gezahlt hatten. Können sie das nachweisen, löst das Innenministerium die Pachtverträge auf und zahlt das Geld zurück.

Das Vorgehen scheint zur Gewohnheit zu werden. Im März hatte die US-Regierung schon den französischen Energiekonzern TotalEnergies mit fast einer Milliarde US-Dollar dazu gebracht, Pläne für zwei mögliche Windparks im Atlantik zu streichen und sich stattdessen auf Öl- und Gasprojekte in den USA zu fokussieren.

Kritik kommt aus dem progressiven politischen Lager. „Anstatt die USA auf sauberere und sicherere Energiequellen umzustellen oder wie versprochen die Energiekosten zu senken, geht es bei Trumps Politik nur darum, die Taschen von Milliardären der fossilen Energieindustrie auf Kosten amerikanischer Familien zu füllen“, kritisierte David Arkush von der NGO Public Citizen.

Trumps Fake News über Windkraft

Trump lehnt Windenergie seit Langem ab. Er stützt sich dabei auf Falschbehauptungen, postulierte etwa, dass Windräder eigentlich umweltschädlich seien, Wale töten und nicht gut funktionieren würden.

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"Bietet enorme Chancen"

Plastikmüll könnte in saubere Energie umgewandelt werden

Plastikmüll ist eines der größten Umweltprobleme weltweit. Mithilfe eines speziellen Verfahrens könnten die Müllberge jedoch künftig in Wasserstoff und andere Rohstoffe umgewandelt werden, legen Forscher nahe.

Weltweit werden jährlich mehr als 460 Millionen Tonnen Plastik produziert. Große Mengen davon verschmutzen die Umwelt. Richtig recycelt könnte Plastikmüll künftig jedoch als Rohstoff für saubere Energie dienen, wie eine Studie von Forschern der University of Adelaide nahelegt. In der Fachzeitschrift "Chem Catalysis" beschreiben die Chemiker, wie sich Abfallkunststoffe mithilfe von Sonnenlicht in Wasserstoff, Synthesegas und andere wertvolle Industriechemikalien umwandeln lassen.

Die Wissenschaftler untersuchten sogenannte photokatalytische Systeme, bei denen spezielle lichtaktive Materialien Kunststoffe unter Sonneneinstrahlung bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen chemisch zerlegen. Wasserstoff sowie andere wertvolle Chemikalien für die Industrie könnten dabei entstehen, schreiben die Autoren. Auf dieser Annahme aufbauend, untersuchten die Forscher unterschiedliche Kunststoffarten, Reaktionsbedingungen, Katalysatoren und die Stabilität der Systeme über längere Betriebszeiten hinweg. So sollte auch deren Effizienz, Qualität und industrielle Skalierbarkeit bewertet werden.

Das Ergebnis ist vielversprechend: In mehreren Experimenten wurde eine hohe Produktionsrate von Wasserstoff sowie von Acetat, Synthesegas und sogar dieselähnlichen Kohlenwasserstoffen erreicht. Einige Systeme arbeiteten im Versuch über 100 Stunden kontinuierlich. Gegenüber der herkömmlichen Kunststoffentsorgung oder dem energieintensiven Recycling eröffne das Verfahren die Möglichkeit, Plastikabfälle direkt in nutzbare Energieträger umzuwandeln, schreiben die Wissenschaftler.

"Plastik wird oft als großes Umweltproblem angesehen, bietet aber auch enorme Chancen", sagt Studienautorin und Chemikerin Xiao Lu laut Pressemitteilung der Universität Adelaide in Australien. "Wenn es uns gelingt, Kunststoffabfälle mithilfe von Sonnenlicht effizient in saubere Kraftstoffe umzuwandeln, können wir gleichzeitig die Probleme der Umweltverschmutzung und der Energieversorgung angehen."

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Weltmarkt für Atomkraftwerke stagniert 2025 und bleibt in der Talsohle

Münster (iwr-pressedienst) - Der globale Markt für Atomkraftwerke kommt auch 2025 - wie bereits in den Vorjahren - nicht aus der Talsohle heraus. Eine Renaissance mit signifikantem Marktwachstum ist weiterhin nicht in Sicht.

Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) sind im Jahr 2025 weltweit drei neue Atomkraftwerke in Betrieb gegangen (2024: sechs). Gleichzeitig wurden sieben ältere Anlagen endgültig stillgelegt (2024: vier). Unter dem Strich ergibt sich damit ein Netto-Rückgang.

Insgesamt sind laut IAEA (Stand: 27.04.2026) im Jahr 2025 neue Kernkraftwerke mit einer Nettoleistung von 2.956 MW ans Netz angeschlossen worden (2024: 6.813 MW). Die Inbetriebnahmen erfolgten in Russland (Kursk 2-1, 1.200 MW), Indien (Rajasthan-7, 630 MW) und China (Zhangzhou-2, 1.126 MW).

Im gleichen Zeitraum wurden weltweit Kernkraftwerke mit einer Nettoleistung von insgesamt 2.823 MW stillgelegt (2024: 2.891 MW). In Belgien betrifft dies die Anlagen Doel 1 und Doel 2 (je 445 MW) sowie Tihange-1 (962 MW). Hinzu kommen die Abschaltung des letzten in Betrieb befindlichen Atomkraftwerks in Taiwan, Maanshan-2 (938 MW), sowie die Stilllegung von drei kleineren Anlagen Bilibino-2, -3 und -4 (je 11 MW) in Russland.

In der Jahresbilanz 2025 ergibt sich aus Zubau (2.956 MW) und Stilllegungen (2.823 MW) ein geringer weltweiter Nettozuwachs von 133 MW Atomkraftwerksleistung.

„Die häufig angekündigte Renaissance der Atomenergie fällt auch 2025 aus“, so Dr. Norbert Allnoch, Geschäftsführer des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR).

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94 Milliarden Dollar Reingewinn 2026 für Shell, Exxon und Co.

Während der gegenwärtige Ölpreisschock die finanzielle Belastung vieler Menschen verschärft, verzeichnen Öl- und Gaskonzerne enorme Profite. Neue Berechnungen von Oxfam zeigen, dass sechs der größten fossilen Energieunternehmen im Jahr 2026 Gewinne in Höhe von 94 Milliarden US-Dollar erwarten können. Umso dringlicher sind nicht nur der weltweite Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch eine Übergewinnsteuer für fossile Konzerne, um die weltweite Transformation zu finanzieren. Das fordert Oxfam anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien, die im kolumbianischen Santa Marta läuft.

Allein die Gewinnsteigerung der sechs Konzerne – Chevron, Shell, BP, ConocoPhillips, Exxon und TotalEnergies – entspricht fast 37 Millionen US-Dollar pro Tag an zusätzlichen Gewinnen als noch 2025. Die prognostizierten Gesamtgewinne aus fossilen Brennstoffen für 2026 belaufen sich auf 94 Milliarden US-Dollar. Damit ließe sich z.B. auf dem afrikanischen Kontinent eine solarbetriebene Energieversorgung für rund 50 Millionen Menschen aufbauen.

Fossile Energieabhängigkeit als Preistreiber

Die eskalierende Gewalt im Nahen Osten und die wachsende geopolitische Instabilität treiben weltweit immer mehr Menschen in die Energiearmut. Der Ölpreisschock hat weitreichende Folgen: In vielen Ländern steht die Wirtschaft unter Druck, Familien in aller Welt haben Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auch in Deutschland belasten steigende Energiepreise viele Haushalte.

Jan Kowalzig, Referent für Klimapolitik bei Oxfam sagt:

„Es offensichtlich, wie dringend der Ausstieg aus den fossilen Energien ist, um die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu verringern und die Widerstandskraft gegenüber geopolitischen Krisen zu erhöhen. Doch die Bundesregierung bremst mit ihrer Energiepolitik den Ausbau von Sonne und Wind aus, will neue Gaskraftwerke bauen und verfestigt so bestehende Abhängigkeiten. Statt konsequent dagegen zu steuern, schiebt die Bundesregierung den fossilen Großkonzernen für deren klimazerstörendes Geschäftsmodell Milliardengewinne zu. Den Preis dafür zahlen die Verbraucher*innen – und Millionen Menschen, die durch die Klimakrise ihre Lebensgrundlage verlieren.“

Zustimmung für Besteuerung von fossilen Unternehmen

Eine Oxfam-Umfrage von April 2026 zeigt, dass dreimal so viele Befragten staatliche Investitionen in erneuerbare Energien anstelle einer Ausweitung der Förderung fossiler Brennstoffe befürworten. Zwei Drittel (68 Prozent) sprachen sich außerdem für eine Erhöhung der Steuern auf die Gewinne großer Öl- und Gaskonzerne aus, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu finanzieren.

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INES Kategorie ?28. April 2011 (INES Klass.?) Akw Ascó, ESP

Ein Störfall mit radioaktiver Strahlenbelastung des Personals wird mindestens als INES-2 eingestuft ...

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...

Wikipedia de

Kernkraftwerk Ascó

Störfälle

[...] Am 1. Mai 2011 wurde bekannt, dass bereits am 28. April 2011 25.000 Liter radioaktives Wasser aus dem Kühlkreislauf des Reaktors I entwichen sind. Das Wasser soll nach Augenzeugenberichten knöcheltief im Reaktorgebäude gestanden haben. 14 Mitarbeiter mussten dekontaminiert werden. Der Betreiber Endesa meldete, dass die Kontamination nur an den Schuhen und an der Schutzkleidung nachgewiesen werden konnte. Die Haut der Mitarbeiter sei nicht mit dem Wasser in Berührung gekommen.
 

AtomkraftwerkePlag

Ascó (Spanien)

Im Oktober 2021 genehmigte die spanische Regierung eine Verlängerung der Betriebsbewilligung für Ascó-1 und -2 bis 2030 bzw. 2031.

Austritt radioaktiven Wassers

Im April 2011 liefen 25.000 Liter radioaktiven Wassers aus dem Kühlkreislauf aus, es mussten 14 Arbeiter dekontaminiert werden. Die spanische Umweltschutzorganisation Ecologistas en Acción forderte Aufklärung und den Entzug der Betriebsgenehmigung für das AKW.

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände28. April 1958 ("Hardtack I", Testreihe mit 35 A-Bomben) Eniwetok und Bikini, MHL

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Wikipedia de

Operation Hardtack

Die Operation Hardtack war eine Serie von US-amerikanischen Kernwaffentests im Jahr 1958 auf den Marshallinseln im Pazifik und auf der Nevada Test Site. Sie wird oft nach ihren verschiedenen Testorten in Hardtack I und Hardtack II unterteilt.

Hardtack I

Während Hardtack I wurden insgesamt 35 Atombomben gezündet ...

28. April 1958 - „Yucca“, die erste Bombe im Rahmen der Operation Hardtack I, wurde mit einem Ballon auf eine Höhe von 26 km befördert und dort gezündet; dieser Test hatte eine Sprengkraft von 1,7 kT.

5. Mai 1958 - „Cactus“, die zweite Bombe im Rahmen der Operation Hardtack I, war ein Test an der Oberfläche der Insel Runit. Die Detonation mit einer Sprengkraft von 18 Kilotonnen erzeugte einen Krater mit einem Durchmesser von über 100 m; dieser Krater wurde später als Endlager für Atommüll genutzt. Der so entstandene Runit Dome sollte ursprünglich nur eine Übergangslösung sein, bis ein Atommüll-Endlager für den dort gelagerten Schutt gefunden würde. Zu einer solchen Lösung kam es jedoch nie und die USA erklärten 1983, nicht mehr für den Runit Dome zuständig zu sein.

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27. April


 

Palantir: Mitarbeiter warnen intern vor "Abstieg in den Faschismus"

Geleakte Slack-Nachrichten und Interviews zeichnen das Bild eines Unternehmens in der Identitätskrise – zwischen Bürgerrechtsversprechen und ICE-Verträgen.

Palantir, der von Tech-Milliardär Peter Thiel mitgegründete US-Datenkonzern, steckt in einer tiefen mentalen Krise.

Wie Ars Technica berichtet, verzweifeln Beschäftigte zunehmend an der Rolle des Unternehmens als technologisches Rückgrat der Einwanderungspolitik unter der zweiten Trump-Regierung.

Interne Slack-Nachrichten und Interviews mit aktuellen sowie ehemaligen Mitarbeitern zeichnen das Bild eines Unternehmens, das mit sich hadert.

Die Brisanz lässt sich an einem Telefonat zweier ehemaliger Mitarbeiter ablesen, das WIRED dokumentiert.

Ein ehemaliger Mitarbeiter fasste die Identitätskrise gegenüber WIRED zusammen: „Wir sollten diejenigen sein, die solche Missbräuche verhindern. Jetzt verhindern wir sie nicht – wir scheinen sie zu ermöglichen.“

Konkret setzt die Einwanderungsbehörde ICE mehrere Palantir-Werkzeuge ein. Für 30 Millionen US-Dollar beauftragte ICE im April 2025 Palantir mit der Entwicklung von ImmigrationOS, das „nahezu in Echtzeit“ Daten zu „selbstabschiebenden Einwanderern“ liefert, also zu jenen Einwanderern, denen man das Leben und den Alltag in den USA so sehr erschwert, dass sie es vorziehen, von selbst zu gehen.

Das Tool ELITE (Enhanced Leads Identification & Targeting for Enforcement) erstellt Karten mit Adressen potenzieller Abschiebungsziele – gespeist aus DHS- und Gesundheitsdaten wie Medicaid-Einträgen.

Laut einem geleakten Benutzerhandbuch lassen sich Filter deaktivieren, um sämtliche Zielpersonen für Massenrazzien anzuzeigen. Insgesamt schloss das DHS ein Rahmenabkommen über 1 Milliarde US-Dollar über fünf Jahre mit Palantir.

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«Die USA und China müssen eine KI-Katastrophe verhindern»

Gefährliche KI-Systeme dürfen – wie Atombomben – nicht in falsche Hände geraten. Es brauche ein Abkommen unter den Mächtigen.

Das fordert Sebastian Mallaby vom Council on Foreign Relations, Autor des Buches «Die Suche nach Superintelligenz».

Gegenwärtig befänden sich die USA und China in einem ungebremsten technologischen Wettlauf. Dabei würden sie die zentrale Frage vernachlässigen: Wie können wir verhindern, dass immer mächtigere KI-Systeme ausser Kontrolle geraten oder in falsche Hände gelangen?

Mit Super-KI kann man unter anderem autonome Waffen herstellen, Cyberkriege führen, Bio-Risiken auslösen oder die Software von Atomkraftwerken, Banken und Regierungen manipulieren.

Im Buch «Künstliche Intelligenz und Krieg» geht Professor Karl Hans Bläsius im Detail darauf ein.

Als friedliche Anwendung soll die Super-KI dazu dienen, Cyberattacken erfogreich abzuwehren.

So kann beispielsweise das neue universelle KI-Modell «Mythos» des Konzerns Anthropic Sicherheitslücken von Software aufdecken. Aber es kann Hackern ebensogut ermöglichen, automatisierte Cyberangriffe auf militärische und zivile Anlagen auszuführen. Aus diesem Grund hat Anthropic «Mythos» bisher nur einigen Grosskonzernen in den USA zur Verfügung gestellt. «Anthropic hält neues KI-Modell wegen Sicherheitsbedenken zurück», titelte die «NZZ».

Die neue KI-Generation «Artificial General Intelligence» (AGI), «künstliche allgemeine Intelligenz» oder Super-KI löse «berechtigte Ängste» aus, sagt Sam Altman, CEO von Open-AI. Allerdings werde eine Selbstregulierung der KI-Konzerne «nie funktionieren», warnt Ramesh Srinivasan, Professor für Informationswissenschaften an der University of California in Los Angeles. Die Konzerne stünden in einem unkontrollierten Wettbewerb untereinander, weil Präsident Trump eine Regulierung ablehne.

Anders in China: Dort hat die Regierung den grossen Techkonzernen Alibaba, Bytedance oder Weibo Schranken gesetzt; sie müssen ihre Chatbots testen lassen, eine Sicherheitsprüfung bestehen und wichtige Parameter und Funktionsweisen der Algorithmen offenlegen. Die Cyberspace Administration of China (CAC) verpflichtet die KI-Anbieter dazu, sensible Inhalte während des Trainigs zu filtern. Das wird auch zur Zensur genutzt.

«Es braucht gemeinsame Regeln»

«Zwei technologische Supermächte müssen sich gemeinsam auf Regeln verpflichten, bevor die Technologie ausser Kontrolle gerät», erklärte Mallaby in der «New York Times». Statt auf Konfrontation zu setzen, sollte die Regierung in Washington zusammen mit China ein internationales Abkommen zur KI-Sicherheit erarbeiten – vergleichbar mit dem Atomwaffensperrvertrag von 1968, der von der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA überwacht wird.

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Trump und der Zerfall rationaler Politik

Trumps mentale Erkrankung und die Logik des Populismus.

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Verkommt Politik zum demagogischen Illusionstheater, regiert die Inkompetenz. Sie ist die Folge einer Enttäuschung über die Demokratie und des Versuchs interessierter Kreise, diese in die Zustimmung zur Diktatur umzumünzen. Ein psychisch erkrankter Egomane leistet gute Dienste.

Schauen wir uns an, was Trump da veranstaltet: Trump ist ein kranker alter Mann. Statistisch gesehen überlebt er die nächsten fünf Jahre nicht. Wie alle sehr alten Leute wankt er – bildhaft ausgedrückt – am Rand des Grabs dahin, eine Allegorie unserer Endlichkeit. Doch je deutlicher er dem finalen Zusammenbruch entgegen geht, desto dröhnender mimt er den Übermenschen.

Insuffizienz in Dominanz verwandeln

Ein Problem gewiss, aber nicht nur sein privates. Eine beträchtliche Anzahl von US-Wählern will ja, dass jemand ein allgemeines Thema stellvertretend für viele in genau dieser Weise auf öffentlicher Bühne vorführt. Der Titel dieser Veranstaltung könnte so lauten: Wie schafft man es, die eigenen Niederlagen in Überlegenheit zu verwandeln? Wie lügt man sich aus der eigenen Ohnmacht heraus und erlebt sie stattdessen als beispiellose Dominanz?

Ich denke zunächst an die Trump-Wähler im so genannten „Rust Belt“ der USA, dem früheren Manufacturing Belt. Aus einst mittelständischen Arbeitern wurden Verlierer auf der ganzen Linie. Männer, die selbst oder deren Väter stolz darauf waren, Alleinernährer ihrer Familien zu sein, wurden arme Leute, die während der „Bankenkrise“ oft sogar ihre Häuser aufgeben mussten. Zurück blieb das Gefühl, einfach nichts mehr wert zu sein.

[...] Seit Kündigung dieses relativen Ausgleichs hat sich die Umverteilung von unten nach oben extrem beschleunigt. 2022 besaß die untere Hälfte der US-Bevölkerung nur noch einen Anteil von lediglich 2,9 Prozent des Volksvermögens. Ein Drittel der Familien war nicht imstande, unerwartete Ausgaben von 400 Dollar aufzubringen. Jeder dritte Erwachsene hatte eine Zahnbehandlung ausgelassen, weil er sie sich nicht leisten konnte.

Schon lange vegetieren die völlig Verarmten in langen Zeltreihen auf den Gehsteigen der großen Städte oder besitzen nur noch ihr Auto, in dem sie auf Parkplätzen „wohnen“ – und das obwohl sie einem Job nachgehen. Für alle anderen sind sie eine deutliche Drohung, wie heftig der Absturz ins Abseits auch diejenigen überwältigen kann, die noch einigermaßen zurechtkommen.

Trump ist ein Krankheitssymptom

Ohne diese tief gekränkten Menschen gäbe es keinen Donald Trump. So gesehen ist Trump ein Krankheitssymptom. Es zeigt jenen Zustand an, der die soziale Spaltung an einem bestimmten Punkt in die plutokratische Autokratie kippen lässt. Das ist nicht das Endstadium des Kapitalismus, aber seine Verwandlung in die offene Diktatur.

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Friedensforschungsinstitut Sipri:

Das elfte Jahr in Folge erreichen Militärausgaben neuen Rekord

Die Welt gibt weiter Rekordsummen fürs Militär aus – getrieben von Kriegen, Unsicherheit und geopolitischen Spannungen. Deutschland führt das Ranking in Europa an.

Noch nie hat die Welt so viel Geld für das Militär ausgegeben wie 2025. Angetrieben von zahlreichen Kriegen und Konflikten erreichten die globalen Militärausgaben laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri im elften Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Innerhalb eines Jahrzehnts wuchsen sie sogar um 41 Prozent.

Alle Staaten wandten 2025 zusammen knapp 2,89 Billionen US-Dollar (knapp 2,47 Billionen Euro) für das Militär auf. Allerdings fiel der Anstieg deutlich geringer aus als 2024. Das führten die Friedensforscher auf einen Rückgang der US-Militärausgaben zurück. Der Hauptgrund dafür: die ausbleibenden Hilfen für die Ukraine. Dagegen investierten die USA mehr in ihre eigenen nuklearen und konventionellen militärischen Fähigkeiten.

Trotz des Rückgangs blieben die USA das Land mit den mit Abstand größten Ausgaben für das Militär (umgerechnet knapp 814 Milliarden Euro). In Zukunft dürfte die Zahl zudem wieder nach oben gehen, sagte Sipri-Experte Diego Lopes da Silva: »Die USA haben bereits Pläne zur Erhöhung ihrer Militärausgaben angekündigt.«

Unsicherheit befeuert Militärausgaben

Dass die globalen Militärausgaben 2025 insgesamt erneut gestiegen sind, ist laut den Forschern vor allem auf die Aufrüstung in Europa zurückzuführen. Die Ausgaben der europäischen Staaten stiegen im vergangenen Jahr um 14 Prozent.

Die Ungewissheit, inwiefern ihnen die USA als verlässlicher Nato-Partner in Zukunft zur Seite stehen werden, habe sicher für viele Länder eine Rolle gespielt, meinte da Silva. »Wenn man sieht, dass sich die internationale Sicherheit verschlechtert, schafft das eine Atmosphäre der Unsicherheit – und um sich sicherer zu fühlen, stecken die Staaten mehr Geld in ihr Militär.«

Deutschland führt das Ranking in Europa an

Die Bundesrepublik landete auf Platz vier der Rangliste der Länder mit den höchsten Ausgaben – hinter den USA, China und Russland, aber vor allen anderen europäischen Staaten. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausgaben um 24 Prozent auf 114 Milliarden Dollar (rund 97 Milliarden Euro). Zum ersten Mal seit 1990 überschritten die deutschen Verteidigungsausgaben damit demnach das Zwei-Prozent-Ziel der Nato. Insgesamt übertrafen nach Sipri-Recherchen 22 der europäischen Nato-Partner diese Marke.

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26. April


 

Warum die Atomenergie keine Zukunft hat

Die Atomenergie ist zu teuer und zu riskant geworden. Erneuerbare Energien wachsen 170-mal schneller als die Atomkraft weltweit.

Das Jahr 1986 war das Jahr der Hochtechnologie-Katastrophen – mit der Explosion der US-Challenger-Rakete, dem GAU in Tschernobyl und der massiven Rhein-Vergiftung durch den Brand des Sandoz-Pestizidlagers in Basel. Zusammen mit dem großflächigen Waldsterben führten diese Katastrophen zu einem Wendepunkt im Umweltbewusstsein der Bevölkerung und dem Beginn einer ernsthaften Umweltpolitik. Der Super-GAU in Tschernobyl hatte darüber hinaus zwei große langfristige Folgen: strengere Sicherheitsauflagen für AKW und den Einstieg in die Energiewende.

Das Öko-Institut hatte schon 1980 die Strategiestudie „Die Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran“ vorgelegt. Nach Tschernobyl entstanden nach einem Aufruf des Instituts bundesweit 400 Energiewende-Komitees und waren jahrzehntelang aktiv. Sie organisierten Energiesparen, bauten Solar- und Windkraft-Anlagen, kämpften für die Rekommunalisierung von Stadtwerken und gingen in die Politik. Im Jahr 2000 entstand so unter der rot-grünen Bundesregierung das EEG-Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien.

Die nach dem GAU in Tschernobyl und dem in Fukushima verschärften Sicherheitsauflagen führten zu massiven Kostensteigerungen bei AKWs. Die propagierte Renaissance der Atomenergie ist schlicht Unsinn. Die Atomenergie hat wegen der Kosten-Revolution bei den erneuerbaren Energien keine Chance mehr. Im Jahr 2024 stieg die weltweite Kapazität der Atomenergie um nur vier Gigawatt, die der Erneuerbaren mit rund 680 Gigawatt dagegen um den Faktor 170!

Im Kriegsfall wird zudem das militärische Risiko von AKW besonders deutlich. Im Ukraine-Krieg wurde die Schutzhülle um den Tschernobyl-Reaktor durch Drohnenbeschuss beschädigt. Saporischschja – Europas größter AKW-Komplex – wurde von russischem Militär beschossen und besetzt. Nahe dem iranischen AKW Buschehr schlugen israelische und amerikanische Raketen ein. 

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40 Jahre Tschernobyl

Das unfriedliche Atom

Der Super-GAU am 26. April 1986 war der Anfang vom Ende des Traums, es könne unbegrenzt saubere Energie durch "friedliche Kernkraftnutzung" geben. Fragt sich, warum einige immer noch weiterträumen.

Atomkraft – eine faszinierende Idee. Theoretisch. "Atoms for Peace", nach dem Zweiten Weltkrieg ausgerufen von US-Präsident Eisenhower, verband sich mit der kühnen Erwartung, Strom könne so billig werden, dass Stromzähler überflüssig seien. Eine Vision grenzenloser, sauberer Energie, technisch hochstehend und politisch verheißungsvoll.

Doch diese Hoffnungen bekamen bald einen massiven Dämpfer. Zunächst das Beinahe-Desaster im US-Reaktor Harrisburg 1979, dann aber vor allem der Super-GAU in Tschernobyl bei Kiew – vor nun 40 Jahren.

Die Zerstörung von Reaktorblock 4 mit dem mehrere tausend Kilometer weit reichenden Fallout markierte einen Einschnitt, von dem sich die Atomindustrie nie wieder erholt hat. Die Bilder des verzweifelten Kampfes der "Liquidatoren" in der verstrahlten Ruine, die Evakuierung einer ganzen Region, die Folgen der radioaktiven Wolke auch über Westeuropa – all das brannte sich tief ins kollektive Gedächtnis ein.

Seither ist die Bilanz der Atomindustrie im Westen ernüchternd: Nur noch wenige AKW wurden neu bestellt und gebaut, und wenn, dann, wie in Frankreich, Finnland und Großbritannien, zu horrenden Kosten und mit Bauzeiten von weit über zehn Jahren.

[...] Was wollen Söder, Spahn und Co erreichen?

Und dennoch wird in jüngster Zeit wieder verstärkt eine Renaissance der Atomkraft proklamiert, vorgeblich aus Klima- und neuerdings auch Energiesicherheits-Gründen. Frankreich zum Beispiel plant eine ganze Serie neuer Großreaktoren, Schweden hat seinen Ausstiegsplan revidiert, Italien und Polen wollen neu einsteigen.

[...] Führende Unionspolitiker wie Markus Söder und Jens Spahn, die den Atomausstieg nach Fukushima vor 15 Jahren mitbeschlossen haben, stoßen trotzdem Debatten über neue SMR made in Germany (Söder) oder eine Reaktivierung der drei zuletzt stillgelegten, seit 2023 bereits im Rückbau befindlichen AKW (Spahn) an.

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Korruptionsprozess gegen Premier Netanyahu

Israels Präsident drängt auf außergerichtliche Einigung

Schon im November 2025 hatte Benjamin Netanyahu im Korruptionsprozess gegen sich ein Gnadengesuch eingereicht. Doch der Adressat Isaac Herzog plant offenbar nicht, darüber zu entscheiden.

Israels Staatspräsident Isaac Herzog will Regierungschef Benjamin Netanyahu vorerst nicht begnadigen. Stattdessen setzt er auf eine außergerichtliche Einigung im Korruptionsverfahren gegen den Premier.

Das teilte ein Sprecher Herzogs am Sonntag mit. Die Stellungnahme ist als Reaktion auf einen Bericht der »New York Times« zu verstehen, die zuvor über Herzogs Pläne berichtet hatte.

Laut der Zeitung glaubt Herzog, dass es jenseits der Wahl zwischen Begnadigung und Ablehnung des Gesuchs viele Möglichkeiten gebe.

[...] Einen Deal hat Netanyahu bislang aber stets abgelehnt und weiter seine Unschuld beteuert. Ein früherer Einigungsversuch Ende 2021 scheiterte. Israelische Rechtsexperten betonen, jede Vereinbarung müsse ein Schuldeingeständnis und den Rückzug aus dem Amt beinhalten. Dazu zeigt Netanyahu bislang keine Bereitschaft.

[...] Trump fordert Begnadigung

Netanyahu, 76, steht seit fast sechs Jahren vor Gericht . Ihm werden Betrug, Untreue und Bestechlichkeit in drei miteinander verknüpften Fällen vorgeworfen. Er soll Unternehmern Gefälligkeiten verschafft haben – im Gegenzug für Geschenke und wohlwollende Medienberichterstattung über ihn und seine Familie. Der Premier bestreitet alle Vorwürfe und bezeichnet den Prozess als politisch motivierte Hexenjagd.

Immer wieder hatte auch US-Präsident Donald Trump sich in den Fall eingeschaltet und zur Begnadigung Netanyahus aufgefordert, auch schon vor dessen offiziellem Gnadengesuch.

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26.04.2026: 40 Jahre Tschernobyl, 15 Jahre Fukushima und 50 Jahre BI Umweltschutz Hamm

Fahrradkorso zum THTR Hamm-Uentrop - Sonntag, 26. April 2026.

Start um 13:45 Uhr am Hbf. Hamm, Willy-Brandt-Platz.

Veranstaltung am Kraftwerk, ab 15:00 Uhr

Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm gedenkt 40 Jahre der Tschernobyl-Katastrophe und 15 Jahre Fukushima und feiert den 50. Jahrestag ihrer Gründung.

Die BI Umweltschutz Hamm wird am 26. April der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl gedenken. Genau vor 40 Jahren ereignete sich dort der atomare Supergau mit weitreichenden Auswirkungen für Europa. Gleichzeitig möchte die BI an ihre Gründung vor 50 Jahren erinnern. Geplant ist ein Fahrradkorso ab 13.45 Uhr vom Hauptbahnhof Hamm zum stillgelegten Atomkraftwerk, dem THTR in Hamm-Uentrop. Harald Haun und Horst Blume werden beispielhaft über die Entstehung der BI, den jahrelangen Kampf gegen den Druckwasserreaktor und den Hochtemperaturreaktor berichten, aktuelle Entwicklung eingeschlossen. Als dritte Rednerin wird Kerstin Ciesla, stellvertretende Vorsitzende vom BUND NRW, über die Reaktorkatastrophe Tschernobyl in Zeiten des Krieges berichten.

Abgerundet wird das Programm mit einem musikalischen Beitrag von Uwe Speckenwirth. Mitveranstalter ist FUgE Hamm.

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Deutschlandweite Proteste 40 Jahre nach Tschernobyl

BBU fordert den vollständigen Atomausstieg

Bonn, Berlin - Anlässlich des 40. Jahrestages der Atomkatastrophe in Tschernobyl (Sonntag, 26. April) erinnert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) an die Opfer der Atomindustrie und fordert erneut den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie in der Bundesrepublik - und auch international. Mit Mahnwachen, Infoveranstaltungen und Gottesdiensten erinnern Anti-Atomkraft-Initiativen und weitere Organisationen an die Tschernobyl-Katastrophe und warnen vor aktuellen Gefahren der Atomindustrie.

Mit Nachdruck wird vom BBU anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe kritisiert, dass der Forschungsreaktor in Garching (Bayern) noch immer nicht endgültig stillgelegt wurde, dass noch immer mit unbefristeten Genehmigungen Uran in den Uranfabriken in Gronau (NRW) und Lingen (Niedersachsen) für den AKW-Einsatz im Ausland vorbereitet wird und dass auch noch immer in der Bundesrepublik Deutschland Atomforschung betrieben wird (z. B. für neue Nuklear-Brennstoffe). Zudem kritisiert der BBU die Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke, z. B. in den Niederlanden, obwohl es weltweit kein Endlager für die bisher produzierten Atommüllberge gibt.

Weitere Proteste 40 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe

Der BBU weist darauf hin, dass an früheren und aktuellen Atomstandorten, zum Beispiel in Lingen (Niedersachsen) und beim AKW Neckarwestheim (Baden-Württemberg), sowie in vielen weiteren Städten im ganzen Bundesgebiet, rund um den 40. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl (26. April) Aktionen gegen jegliche Nutzung der Atomenergie stattfinden.

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26. April 1986 (INES-7 NAMS 8) AkwINES Kategorie 7 "Katastrophaler Unfall" Tschernobyl, UdSSR

Es wurden etwa 5,2 Millionen TBq an radioaktiver Strahlung freigesetzt. Ein fehlerhafter Reaktorsicherheitstest im Kernreaktor von Tschernobyl führte zu einer Dampfexplosion, einer Kernschmelze und erforderte eine massive Evakuierung.
(Kosten mindestens 700.000 Millionen US$, Jahr für Jahr weiter steigend.)

Nuclear Power Accidents
 

Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)

Folgekosten und internationale Ausgaben

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 ist die schlimmste Katastrophe in der Geschichte der nuklearen Stromerzeugung. Laut einer umfangreichen Literaturrecherche der University of Southern California beliefen sich die Kosten der Katastrophe bis 2016 weltweit auf rund 700 Mrd. Dollar (etwa 646 Mrd. EUR) (Samet/Seo 2016).

In der Gesamtsumme enthalten sind neben direkten Kosten (Schäden der Anlage und der Umgebung, Produktionsausfälle, unmittelbare gesundheitliche Folgen) auch indirekte Kosten ...
 

Die Nukleare Kette

Tschernobyl, Ukraine

Super-GAU in einem Atomkraftwerk

Die Kernschmelze von Tschernobyl im April 1986 stellt den mit Abstand größten Unfall in der Geschichte der zivilen Atomwirtschaft dar. Ganze Landstriche wurden verseucht und für Generationen unbewohnbar gemacht. Der radioaktive Niederschlag führte zu Zehntausenden von Krebserkrankungen, Todesfällen, Fehlgeburten und Missbildungen – nicht nur in der ehemaligen Sowjetunion.

Hintergrund

[...] Eine plötzliche Leistungssteigerung des Reaktors machte eine Schnellabschaltung notwendig. Diese führte zur Erreichung einer überkritischen Masse und so zum Beginn einer atomaren Kettenreaktion innerhalb des Reaktors. Das 1.000 Tonnen schwere Dach wurde durch die Wucht der Explosion angehoben, und das grafithaltige Inventar fing Feuer. Eine Wolke mit radioaktivem Rauch zog über weite Teile Ost- und Mitteleuropas und überzog ganze Landstriche mit radioaktivem Niederschlag. Vor allem nördlich des Kraftwerks, in Teilen Weißrusslands, gingen große Mengen Radioaktivität nieder, aber auch Teile Skandinaviens, Kleinasiens oder der Bayerische Wald wurden mit radioaktivem Jod-131 oder Cäsium-137 überzogen. Der Super-GAU wurde tagelang vor der Bevölkerung geheim gehalten. Evakuierungs- und Schutzmaßnahmen wurden stark verzögert.

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Aktuelles+

26. April 2026

Russischer Atomkonzern

Die Welt bleibt abhängig von Rosatom

Mit Rosatom kontrolliert Wladimir Putin den vielleicht wichtigsten Atomkonzern der Welt. Diese Macht weiß er auszunutzen.

Ein breites Lächeln, wie es ihm immer entfährt, wenn er sich überlegen fühlt, huschte Wladimir Putin im Juni 2025 in seiner Heimatstadt St. Petersburg über das Gesicht: „Rosatom ist der unbestrittene weltweite Marktführer in der Entwicklung der Kernenergie“, sagte der Kremlherrscher auf dem Wirtschaftsforum der Newa-Stadt. Der Konzern, den er aus den Überresten der sowjetischen Atomindustrie neu zusammengesetzt hatte, baue gerade 41 Atommeiler in elf Ländern.

Rosatom ist längst das neue Gazprom: Der Gasriese hatte einst fast halb Europa von seinen Erdgasexporten an sich gebunden. „Putin hat verstanden, dass man mit Atomenergie Staaten viel abhängiger machen kann als mit Öl und Gas“, sagt der in die Ukraine geflohene frühere Rosatom-Manager Konstantin Batozkij.

Und das geht viel länger: „Der Bau eines AKW dauert zehn Jahre, es ist 60 Jahre in Betrieb mit russischen Brennstoffen und der Rückbau dauert weitere bis zu 20 Jahre“, rechnet der Träger des Alternativen Nobelpreises Wladimir Sliwjak von der russischen Ökogruppe Ecodefense vor.

Rosatom, in dem auch die Nachfolgefirmen des sowjetischen Erbauers des AKW Tschernobyl Glawatomenergo inkorporiert wurden, kontrolliert derzeit den Löwenanteil der weltweiten Atommeiler-Neubauten. Zudem gebietet er über 13 Prozent der globalen Urangewinnung und 46 Prozent der Urananreicherung: Rosatom hat US-Mitbewerber bei einer kasachischen Uranmine ausgestochen und reichert nun das geförderte Uran des größten Uranproduzenten der Welt an.

Was Rosatom bietet

Der Weltmarktanteil bei Brennelementen beträgt 17 Prozent. Denn inzwischen werden nicht nur die Brennstäbe für russische WWER-Druckwasser-Reaktoren produziert, sondern auch für westliche Meiler.

Anfang April war eine Delegation der russischen Duma (Unterhaus) in Ägypten, um Baufortschritte am AKW Al-Dabaa zu inspizieren. Vier Reaktoren russischer Bauart mit jeweils 1200 Megawatt an der Mittelmeerküste bringen das arabische Land ins Atomzeitalter.

Sie sind ein gutes Beispiel, wie Rosatom Verträge gewinnt und Länder in lange Abhängigkeit von Russland holt: 25 der 28,75 Milliarden Dollar vereinbarter Baukosten hat Rosatom über einen russischen Staatskredit mitgebracht. Der hat lange Laufzeiten, ist oft zehn Jahre zinsfrei, aber die staatliche russische Außenhandelsbank Vneshekonombank will Dollar bekommen, nicht ägyptische Pfund: Das Währungsrisiko liegt bei den ausländischen Kundinnen, in diesem Fall bei Ägypten.

Aber Rosatom bietet mehr: Die im türkischen Akkuyu im Bau befindlichen vier Reaktorblöcke gehören gar nicht der Türkei. Rosneft baut sie auf eigene Kosten, die Türkei verpflichtet sich nur zur Abnahme der 4800 Megawatt Strom, von dem der erste von Oktober an fließen soll. In Ruppur in Bangladesch hat Rosatom nicht nur den Großteil der 12 Milliarden Dollar Baukosten mittels russischem Staatskredit mitgebracht, sondern auch gleich russisches Personal.

Rosatom, das seinen Umsatz im vorigen Jahr auf fast 35 Milliarden Dollar und seinen Auslandsanteil daran auf 17,2 Milliarden Dollar gesteigert hat, geht auch anderweitig geschickt vor: Bei Projekten im Ausland werden international anerkannte Firmen wie Siemens Energy, Framatome und südkoreanische Unternehmen als Zulieferer einbezogen.

Frankreich will keine Rosatom-Sanktionen

Rosatom ist zwar mit keinen westlichen Sanktionen belegt, da gerade Frankreich in EU-Runden immer wieder auf die große Abhängigkeit von angereichertem Uran aus Russland hinweist: „Die weltweite Nuklearindustrie kann ohne Rosatom nicht arbeiten“, sagte Teva Meyer von der Universität Mulhouse dem TV-Sender „arte“.

Doch Rosatom hat unter seinen gut 550 Tochterfirmen und 415.000 Mitarbeitenden neben der zivilen Nuklearsparte auch viele militärische Produktionseinheiten. Neben Atomkraft werden auch Atomwaffen produziert: „2007 wurde Rosatom von Putin so gestaltet, dass es militärische und zivile Atomaktivitäten vereint“, sagt Sliwjak. Rosatom sei für ihn „ein Staat im Staat“, denn Putin „wollte eine Organisation als Instrument für geopolitischen Einfluss“.

Der nach der russischen Annexion der Krim nach Kyjiw geflohene Ex-Rosatom-Manager Batozkij ruft zu Sanktionen gegen den Atomkonzern auf wegen der Hilfe bei der Einnahme des ukrainischen AKWs Saporischja: Mitarbeitende dort haben in ukrainischen Medien berichtet, wie sie gekidnappt und gefoltert wurden. Die russischen Okkupanten wollten von den AKW-Arbeitern wissen, wie die westlichen Technik-Veränderungen in den sowjetischen Reaktoren funktionieren.

Finnland hat nach der russischen Vollinvasion 2022 in der Ukraine den Bau eines weiteren russischen AKW abgesagt. Der künftige ungarische Premier Péter Magyar plant ein Überprüfen der Rosatom-Pläne für das im Bau befindliche AKW Paks-2. Doch in China, Indien, Bangladesch, der Türkei, Ägypten und Usbekistan – wo erstmals ein russischer Kleinreaktor entstehen soll – baut Rosatom.

Und Russland setzt inzwischen vor allem auf den Globalen Süden: Mit Michail Tschudakow als Vizechef der Internationalen Atomenergiebehörde hat Russland einen Mann, der qua Amt alle Atomprojekte weltweit mitbekommt. Mit Niger, Burkina-Faso und Mali hat der Kreml kürzlich Absichtserklärungen für AKWs unterzeichnet. Iran, Nicaragua, Bolivien und Tadschikistan haben Interesse an Rosatom-Anlagen bekundet.

Wie so oft beim Lächeln verrät Putin auch beim Reden, dass er das Gegenteil meint von dem, was er sagt: „Wir hängen unsere Partner nicht an einen Haken, um etwas zu bauen und dann einen Markt zu schaffen, den wir dann dauerhaft kontrollieren.“ Genau das ist das Geschäftsmodell von Rosneft. 

  


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Hintergrundwissen

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=Rosatom

https://www.ecosia.org/search?q=ANF+Lingen

https://www.ecosia.org/search?q=Akkuyu

https://www.ecosia.org/search?q=Ruppur
 

Umweltbundesamt

Hintergrundpapier - Rosatom Aktivitäten und Verflechtungen

Abhängigkeiten und Verflechtungen von Russland bzw. Rosatom-Aktivitäten mit der EU

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Implikationen des Kriegs in der Ukraine wollen die pro-nuklearen EU-Mitgliedstaaten den Ausbau und Weiterbetrieb der Kernenergie vorantreiben. Damit soll der Energieabhängigkeit von Russland und den hohen Energiepreisen begegnet werden.

Neben der extremen Verwundbarkeit und dem enormen Gefahrenpotential von KKW im Krieg bestehen bei der Nutzung der Kernenergie starke Abhängigkeiten der Euratom-Betreiberstaaten von Russland (Natururan, angereichertes Uran und Brennelemente sowie enge Verflechtungen in der Nuklearindustrie). Auch die problematische Verknüpfung zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Kernenergie zeigt sich auf vielfältige Weise.

Um die Abhängigkeiten und Verflechtungen genau zu beleuchten, hat das BMK das Umweltbundesamt für eine Hintergrundanalyse der Verflechtungen der Rosatom-Aktivitäten mit der EU beauftragt. Diese Hintergrundanalyse belegt eindeutig die vielfältigen Verknüpfungen und Kooperationen wie auch eine äußerst starke Abhängigkeit der Euratom-Betreiberstaaten von Russland bzw. der russischen staatlichen Holding Rosatom hinsichtlich Kernbrennstoffen und Technologien. Insbesondere aber wird auch die starke Verbindung zum Kernwaffenkomplex deutlich - ein Drittel (90.000 von den 275.000) der Rosatom-Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich.

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Wikipedia

Föderale Agentur für Atomenergie Russlands - Rosatom

Die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands, kurz auch (russisch Росатом Rosatom), oder auch englisch State Atomic Energy Corporation Rosatom, ist eine föderale Behörde Russlands. Sie leitet die zivile und militärische Atomindustrie des Landes und kontrolliert 450 Produktions- und Forschungsstätten des atomaren Bereiches mit über 350.000 Mitarbeitern. Sie hat ihren Sitz in der Hauptstadt Moskau. Rosatom untersteht direkt der russischen Regierung.

Geschichte

Das Ministerium für Atomenergie der Russischen Föderation wurde am 29. Januar 1992 als Nachfolger des entsprechenden sowjetischen Ministeriums für Nukleartechnik und Nuklearindustrie gegründet. Es wurde am 9. März 2004 in die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands (kurz: Rosatom) umgewandelt.

Da der Staatskonzern von Sanktionen gegen Russland seit dem Überfall auf die Ukraine aufgrund von Lieferabhängigkeiten westlicher Staaten nicht betroffen ist, wird dieser laut Berichten zur Sanktionsumgehung in anderen Produktbereichen genutzt. Dies betrifft beispielsweise Komponenten und Rohstoffe für Flugzeug- und Raketentechnik.

[...] Außenhandel

Die russischen Nuklearexporte belaufen sich auf umgerechnet rund 3,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr, so erklärte ein Vertreter der Agentur im September 2005. Ein Großteil werde erzielt durch den Bau von Kernkraftwerken im Iran, in Indien und China, sowie die Lieferung von atomarem Brennstoff nach Osteuropa.

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Advanced Nuclear Fuels

Die Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Framatome GmbH.[1] ANF fertigt Brennelemente, Zwischenprodukte und Brennelementkomponenten für Kernkraftwerke im Auftrag der Framatome für den europäischen und weltweiten Markt und dient so der Versorgung von Kernkraftwerken mit Kernbrennstoff. Zudem wird das internationale Geschäft mit Technologie, Produkten und Dienstleistungen seit Jahren ausgebaut. 2009 erreichte der Umsatz 150 Mio. Euro.

Standorte

Der Unternehmenssitz befindet sich in Lingen (Ems), wo in der Brennelementfertigungsanlage Lingen, die sich unweit des inzwischen stillgelegten Kernkraftwerks Emsland befindet, Brennelemente mit dem Kernbrennstoff Urandioxid hergestellt werden. Das Werk wurde 1979 in Betrieb genommen. Bisher wurden dort mehr als 37.000 Brennelemente mit über 6,7 Millionen Brennstäben für Druck- und Siedewasserreaktoren in Deutschland und im westeuropäischen Ausland gefertigt.

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Kernkraftwerk Akkuyu

Das seit 2018 im Bau befindliche Kernkraftwerk Akkuyu (türkisch Akkuyu Nükleer Enerji Santrali) ist an der Mittelmeerküste zwischen Aydıncık und Silifke in der Provinz Mersin im Süden der Türkei gelegen. Es soll im Endausbau aus vier Druckwasserreaktoren der WWER-Baureihe mit je 1,1 GW Leistung bestehen.

Entwicklungs- und Baugeschichte

Bereits in den frühen 1970er und den späten 1990er Jahren gab es Pläne für ein Kernkraftwerk (KKW) an diesem Standort. Sie wurden im Jahr 2000 verworfen und 2006 noch einmal erwogen.

Am 12. Mai 2010 wurde ein türkisch-russisches Abkommen geschlossen. Demnach soll das Unternehmen Atomstroiexport der russischen Rosatom das Kraftwerk errichten und zunächst auch betreiben. Die Baukosten wurden mit 20 Milliarden US-Dollar angegeben. Das geplante Kraftwerk kann mit einer Jahresproduktion von 35 TWh mehr als 10 % des türkischen Elektrizitätsbedarfs decken. Später solle das Kraftwerk mehrheitlich in den Besitz und Betrieb türkischer Unternehmen übergehen.

Kritik

Die Türkei ist – ähnlich wie große Teile des Balkans oder Italiens – eine seismisch aktive Zone mit moderat bis hohem Erdbebenrisiko. In der Vergangenheit gab es in der Region starke Erdbeben, siehe Nordanatolische Verwerfung. Kritiker halten den Standort Akkuyu wegen seiner Nähe zu einer tektonischen Verwerfung für stark erdbebengefährdet, wobei die Provinz Mersin innerhalb der Türkei zu den geologisch ruhigeren Zonen zählt. Die Auslegung des AKW auf ein Erdbeben mit einer Magnitude von 6,5 auf der Richterskala erscheint angesichts von möglicherweise stärkeren Erdbeben bedenklich.

Laut Moritz Kütt vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg könne der Bau auch den Vorbereitungen des Baus türkischer Kernwaffen dienen.

Die für 15 Jahre garantierten Preise von 12,35 US-Cent liegen deutlich über den Preisen (2–3 US-Cent) die bei Ausschreibungen für Wind und Solarprojekte erzielt wurden.

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Kernkraftwerk Ruppur

Das in Bau befindliche Kernkraftwerk Ruppur (bengalisch রুপপুর পারমাণবিক বিদ্যুৎ কেন্দ্র, engl. Ruppur oder auch Rooppur Nuclear Power Plant) mit einer Nettoleistung von 2,16 GW soll das erste Kernkraftwerk in Bangladesch werden. Der Bau erfolgt durch die russische Atombehörde Rosatom, was die Nichtregierungsorganisation Transparency International Bangladesch im Dezember 2015 kritisierte, da russische Kernreaktoren generell unsicher seien.[1] Baubeginn war am 30. November 2017.[2] Der erste der beiden Blöcke soll 2026 erstmals angefahren werden. Zwei zusätzliche Reaktoren möchte die Regierung in Ruppur errichten, sobald die ersten beiden fertiggestellt sind.

[...] Kritik

2013 machte eine Gruppe von bangladeschischen Wissenschaftlern, darunter viele Kernphysiker, im In- und Ausland in einem offenen Brief an die Regierung unter Premierministerin Hasina Wajed ihre ernsten Zweifel an der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks deutlich.

Die Kritiker argumentierten, dass der Standort falsch gewählt sei. Er sei vor 50 Jahren durch die damals regierende pakistanische Militärjunta ausgewählt worden, ohne dass eine genaue Standortprüfung erfolgt sei. Die Padma, der das Kühlwasser für die geplanten Reaktoren entnommen werden solle, führe mittlerweile insbesondere in den Sommermonaten aufgrund der auf indischer Seite etwa 40 Kilometer stromaufwärts gebauten Farakka-Staustufe wesentlich weniger Wasser als früher. Die Wassermenge der Padma reiche voraussichtlich nicht für die Kühlung von einem und erst recht nicht von zwei 1000-MW-Reaktoren aus. Ein ungenügendes Kühlsystem erhöhe die Gefahr eines Nuklearunfalls, wie in Fukushima. Der damals geplante russische Reaktortyp WWER-1000 sei völlig veraltet. Selbst in Russland seien deswegen im Jahr 2008 entsprechende Reaktorprojekte aufgrund von Sicherheitsbedenken gestoppt worden.

[...] Später schlug Rosatom statt des geplanten Baus von zwei WWER-1000 Reaktoren die zwei jetzt im Bau befindlichen Reaktoren des Nachfolgermodells WWER-1200 vor.

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YouTube

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